Der Papst liegt richtig! – Protestantische Bejahung der „neuen“ Einsetzungsworte

12 05 2012

Wie von einem Bienenschwarm gestochen, empört sich die christlich liberale Welt über eine Anordnung von Papst Benedikt XVI.: Er hat die deutschen Bischöfe verpflichtet, nach deren langem Widerstand endlich die nach der Übersetzung richtigen Worte zur Einsetzung der Eucharistie zu verwenden. So heißt es nicht nur bei den Katholiken derzeit, dass „Leib“ beziehungsweise „Blut für euch (die feiernde Gemeinde, Anm. d. Autors) und alle hingegeben (beziehungsweise) vergossen wurde“. Doch hat man sich über Ewigkeiten hinweg mit einer kleinen Veränderung der theologischen Tatsache entzogen, die Wert und Wahrheit des Christentums ausmachen: Der Ursprungstext spricht davon, dass Leib und Blut Jesu Christi nicht für alle, sondern lediglich für „viele“ bestimmt waren.

Unter Protestanten und katholischen Reformbewegungen ging der Aufschrei durch die Reihen: Jesus soll nicht für uns alle gestorben sein? Nicht für die, die Ehe gebrochen haben? Nicht für die, die wiederverheiratet sind? Nicht für die, die in Homosexualität leben? Oder gar nicht für die, die abgetrieben haben? Eine für die vom Zeitgeist und der Gutmenschlichkeit durch und durch geprägte Christenheit ein Schlag ins Gesicht, wie es scheint. Schon bald kamen die ersten Rufe, wonach die katholische Kirche nun diskriminiere. Sie schließe Menschen vom Abendmahl aus, sie lasse den Sündentod Jesu nicht denen zuteil werden, die nicht den strengen Maßgaben der Lehre entsprächen. Welche Unmenschen in Rom! So mag sich der ein oder andere verklärte „Mainstream“-Beobachter der kirchlichen Erosion gedacht haben. Und doch scheut sich keiner darum, dass theologisch feststeht: Der Papst liegt richtig!

Nicht nur, dass die Übersetzung eindeutig ist und auch nicht durch wohlwollendes Gehabe umgedeutet werden kann. Wir können und dürfen nicht der Gleichgültigkeit zuliebe übersehen, was auch in der Bibel klar geschrieben steht: Schon allein aus dem Verständnis ein jeder Religion geht hervor, dass das Bekenntnis, dass der Glaube befähigt, Teil des Geheimnisses zu werden, das wir als Christen im Tod und in der Auferstehung unseres Herrn sehen. Wer nicht an Jesus glaubt (und es soll ja selbst unter den Christen selbst immer mehr geben, die nicht an seinem Wunder festhalten), der kann nicht verstehen, welche Offenbarung hinter dem Sühnetod Christi steht. Und so sagt er uns selbst: „Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nicht dürsten“ (Johannes 6,35).

Jesus beschränkt also aus eigenem Tun heraus die Gemeinschaft derer, die Anteil haben an seiner Verkündigung im Abendmahl. Das Vergießen des Blutes, das Hingeben seines Leibes ist nicht nur eine von ihm in größtem Wissen um seinen sicheren Fall in die gnadenreiche und ihn auffangende Hand seines Vaters, unseres Gottes, genommene Entscheidung, um die Gläubigen von ihren Sünden zu befreien. Sein Tod ist das Zeichen der Zuversicht darauf, dass damit nichts enden mag. Nur wer davon überzeugt ist, spürt die Kraft des Auferstehens: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben“ (Johannes 6,47). Und verdeutlichen wir uns zeitgleich noch: Wer darauf setzt, dass der Zugang zur Eucharistie als Freifahrtsschein für die Vergebung der Sünden gedacht sei, dem muss spätestens durch die neuen Einsetzungsworte bewusst werden, dass es nicht ausreicht, „nur“ Christ zu sein. Das Abendmahl lädt diejenigen ein, die ernsthaft in reuiger Buße sind ob ihrer Sünde.

Zweifelsohne: Jesus ist für alle gestorben, die an ihn glauben wollen. Doch er ist „hinabgestiegen in das Reich des Todes“ und am „dritten Tage auferstanden von Toten“ (Vaterunser), um denen nahe zu sein, die nicht nur an ihn glauben, sondern auch bereit sind, wie er in demütiger Buße zu leben. Nein, Jesus will die Reue nicht als Gegenleistung für die Vergebung. Ohnehin kann er dafür nur bei seinem Vater eintreten. Reue macht den Sünder zum Gerechten und: „Also auch, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut“ (Lukas 15,10). Das Angebot des Heils empfangen die, die bereit sind, Reue für den Verstoß gegen Gottes Gebote zu zeigen – denn auch nur sie werden die Kraft der Vergebung schätzen. Nicht umsonst fordert Jesus wiederum selbst uns auf, die Sünde gar von Beginn an zu umgehen: „So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe“ (Johannes 15,10).

So kann die Kirche am Tisch nur die empfangen, die sich ihrer Sündhaftigkeit bewusst und die in ihrer Bußfertigkeit in der Lage sind, die Weite des Todes Jesu Christi zu begreifen. „Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel, so seid ihr noch in euren Sünden“ (Lukas 8,48). Der Leib und das Blut sind gegeben und vergossen für die, die ihre Sünde ablegen wollen und sich bekennen: „Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an ihn glaubt, der ist gerecht“ (Römer 10,4).

Dennis Riehle, Ev. Prädikant / Laienprediger





Krabbelstubenkinder werden zu Störenfrieden

12 05 2012

Welt online 29. 3. 2007

Eine US-Studie behauptet: Kinder, die schon früh in Kindertagesstätten gehen, entwickeln sich später in der Schule eher zu Störenfrieden und Unruhestiftern. Gleichaltrige, die daheim von Eltern, Tagesmüttern oder Kinderfrauen betreut werden, sind – wen überrascht’s – braver.
Von Birgitta vom Lehn

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Für weiteren Zündstoff in der Kita-Debatte dürfte das Ergebnis einer neuen amerikanischen Langzeitstudie zur Kinderbetreuung sorgen. Die zwei Millionen Dollar teure Untersuchung trägt den Titel „Are There Long-Term Effects of Early Child Care?” und gilt als die größte, umfassendste und am längsten angelegte Untersuchung zur Kinderbetreuung in den USA. Finanziert hat sie das staatliche National Institute of Child Health and Human Development, veröffentlicht hat sie das Fachblatt „Child Development“ in seiner aktuellen Ausgabe. Das Pikante an der Sache: An der Studie sind Forscher der so genannten NICHD-Studie (National Investigation on Child Development) beteiligt, die der Kita-Betreuung bislang weitgehende Unbedenklichkeit bescheinigt hatte. Krippenbefürworter hatten sich in jüngster Vergangenheit immer wieder auf die NICHD-Studie berufen. Ihnen liefert die neue Studie nun kein Futter mehr, Krippengegner dürften dagegen Aufwind verspüren.

Heimische Erziehung macht braver

Denn der neuen Untersuchung zufolge entwickeln sich Kinder, die schon früh in Kindertagesstätten aufwachsen, später in der Schule eher zu Störenfrieden und Unruhestiftern als Kinder, die daheim von Eltern, Tagesmüttern oder Kinderfrauen betreut werden. Und zwar unabhängig von der Qualität der Kita.

Das britisch-amerikanische Forscherteam unter Federführung des Londoner Psychologieprofessors Jay Belsky startete mit seiner Studie im Jahr 1991 und untersuchte insgesamt 1364 amerikanische Kinder aus Familien unterschiedlicher sozialer Herkunft von Geburt an. Die Wissenschaftler befragten in regelmäßigen Abständen nach der Betreuung und Versorgung der Kinder und baten später auch Lehrer um deren Beurteilung.

Dabei hielten sie sich an Checklisten mit 100 unterschiedlichen problematischen Verhaltensweisen, zum Beispiel: „verlangt eine große Menge Aufmerksamkeit; streitet sich viel; Aufschneiden und Prahlen; zerstört Sachen, die anderen gehören; Grausamkeit, Schikanieren von anderen, Gemeinheiten gegenüber anderen; ungehorsam in der Schule; wird in viele Kämpfe hineingezogen; Lügen und Betrügen; schreit oft“.

Kämpfe, Streitigkeiten und Ungehorsam

Bei Kindern, die längere Zeit in der Kita verbrachten, wurden später vor allem aggressiveres Verhalten, Probleme mit Ungehorsam und die Verstrickung in Kämpfe und Streitigkeiten beobachtet. Allerdings, so betonen die Forscher, liegen diese Probleme durchaus im normalen Bereich und könnten nicht als „klinisch“ klassifiziert werden.

Mit jedem Jahr, das ein Kind mindestens zehn Stunden pro Woche in einer Kita verbracht hat, steigt dessen Aufsässigkeit später in der Schule um rund ein Prozent. Auch besitzen Kinder, die eine längere Zeit in Kitas verbringen – zum Beispiel vom dritten Lebensmonat an bis zu viereinhalb Jahren – einen deutlich geringeren Wortschatz in der fünften Klasse als Nicht-Kita-Kinder. Dies überraschte die Autoren deshalb, weil ältere Analysen der NICHD-Studie aus den Jahren 2005 und 2006 diesen Effekt nicht gezeigt hatten. Andererseits entwickeln Kinder, die eine hochwertige Betreuung erfahren haben, ganz gleich ob zuhause bei Kinderfrauen, Tagesmüttern oder außerhäuslich in der Kita, mindestens bis zur fünften Klasse einen größeren Wortschatz. Ebenso sind sie anfangs im Lesen und Rechnen besser, allerdings nivelliert sich der Unterschied schon in der ersten Klasse und ist in der fünften kaum noch messbar.

Den größten Einfluss auf die kindliche Entwicklung, sowohl was kognitive wie soziale Fähigkeiten betrifft, hat jedoch der Studie zufolge die elterliche Erziehung – und zwar mehr noch als die außerhäusliche Qualität der Kindertagespflege. Hochwertige elterliche Erziehung wirke sich positiv aufs Lesen, Schreiben und Rechnen aus, führe zu weniger Lehrer-Schüler-Konflikten und erzeuge ein positives Sozial- und Arbeitsverhalten, schreiben die Wissenschaftler. Sie planen nun, die Schüler weiter zu beobachten, zum Teil bis über den Schulabschluss hinaus. Die Studie berichtet, dass im Jahr 1999 in den USA 9,8 Millionen Kinder unter fünf Jahren für 40 und mehr Stunden wöchentlich in der Kita betreut wurden, viele schon im ersten Lebensjahr. Entsprechend heiß wird auch in den Vereinigten Staaten seit den 80er Jahren die Debatte um die Kinderbetreuung geführt.

NICHD-Studie im Original HIER ….

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Weitere Hinweise:

Unterberger, Verschwiegene Wahrheiten über Kinder und Mütter, über Migranten und Frühpensionisten
Die Berufstätigkeit einer Mutter aus Mittel- und Oberschichtfamilien ist schlecht für die Entwicklung eines Kindes. Dem Kind entgeht durch die außerfamiliäre Betreuung die Bildung und Erziehung durch seine gut gebildete und erziehungskompetente Mutter.

Verstaatlichung der Kinder
:?: Warum nur werden alle möglichen Staatsbetriebe privatisiert,
aber die Verstaatlichung der Kinderbetreuung halten unsere Politiker und Meinungsmacher für etwas Gutes?
:?: Haben die Betreiber der Kinderverstaatlichung noch nichts von Entwicklungspsychologie gehört,
von der Empfindsamkeit der Kinderseele in den ersten Lebensjahren,
von der für das ganze Leben prägend wirkenden Bindung an Mutter und Vater?

Baby und Kleinkind_optimale Entwicklung nur mit MAMA
Vor allem biologisch angemessener Umgang – in der beständigen physischen Nähe zu einer sättigenden und liebevoll einfühlsamen Mutter – sind grundlegende Voraussetzungen zu seelisch stabiler Ausgestaltung des Erwachsenenlebens.

Gorbatschow über Krippenkinder und Entmutterung
Wir haben erkannt, dass viele unserer Probleme im Verhalten vieler Kinder und Jugendlicher – in unserer Moral, der Kultur und der Produktion – zum großen Teil durch die Lockerung familiärer Bindungen und die Vernachlässigung der familiären Verantwortung verursacht werden.

Frauentag – Muttertag; auch Mütter sind Frauen!
Der Frauentag entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen.
Der Muttertag ist ein Ehrentag für die Mütter, deren Leistung in der westlichen Konsumgesellschaft, in der ja vor allem materiellen Werten zählen, zuwenig gewürdigt wird.





Im Gleichschritt in den Untergang?

10 05 2012

Weltweit haben protestantische Kirchen durch die unheilvolle Theologie, welche Gott nicht verstanden hat, aber Ihm auch nicht glauben wollte, alle ethischen und moraltheologischen Prinzipien über Bord geworfen. Heute propagiert die Evangelische Kirche mit ihren deutschen Verführern Schneider, Käßmann und dem österreichischen Bischof Bünker und seinen Genossen Duldung von Abtreibung, Eugenik, Kindesweglegung, homosexuellen Hedonismus und Selbstbefriedigung,  Sozialmarxismus und die Duldung des Islamofaschismus mitsamt Vielehe und Frauenunterdrückung.

Gleichzeitig hat die katholische Kirche, bisweilen Fels in der Brandung gegen den Zeitgeist, durch unbiblische Dogmen und Lebensentwürfe – wie das Zölibat und die Lehre, dass es z.B. für Wiederverheiratung keine Vergebung Jesu gäbe, mit Ihrer Irrlehre, dass Taufe = Wiedergeburt = Erlösung sei, auch ohne das Fundament des Jesusglaubens, mit ihren unsäglichen schwulen, pädophilen Kindesverführern und Vertuschern, wohl auch die Glaubwürdigkeit nicht nur des Volkes, sondern auch Ihrer politischen Führer verloren.

Wie kann es sonst sein, dass es beklatscht wird, wenn ein Präsident öffentlich Vielweiberei betreibt und ein Aussenminister in einer schwulen Ehe lebt?  Warum gratulieren deutsche und österreichische Medien Obama, welcher die in der Bibel als “Unzucht” beschriebene Homosexualität staatlich fördern und begünstigen will?

Wie kann es sein, dass europäische Menschen es offensichtlich satt haben, Kinder zu haben oder sie selbst aufzuziehen, wie im römischen Reich mit all seinen Unmenschlichkeiten? Wie kann es sein, dass der Zusammenhang zwischen (A) Kinderlosigkeit, Ehescheidung, islamischer Immigration, homo-hedo-sozialistischer Medienpropaganda und (B) dem  Bildungsdebakel,  mangelndem Wirtschaftswachstum, Gier, Überschuldung, Ablehnung aller Normen, Sexualverbrechen an Kindern, Mord und Entgleisung nicht erkannt werden?

Die Kirchen haben sich schuldig gemacht an diesen Entwicklungen. Sie haben selbst das Wort Gottes verworfen, sich ihre eigenen Götter gemacht. Mit Eitelkeiten, Machtgier, Geld und der Ablehnung einer universellen göttlichen Ordnung haben sie sich ihren Begierden hingegeben und die Orientierung verloren. Woran sollten sich unsere Politiker halten, wenn sie von ihren Kirchenführern gesagt bekommen, dass die biblischen Maßstäbe nicht gelten? Woran sollen sich die Menschen orientieren?  Wie heißt es doch?

2.Petrus 3.

Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist. Denn sie wollen nichts davon wissen, dass der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde, die aus Wasser und durch Wasser Bestand hatte durch Gottes Wort; dennoch wurde damals die Welt dadurch in der Sintflut vernichtet. So werden auch der Himmel, der jetzt ist, und die Erde durch dasselbe Wort aufgespart für das Feuer, bewahrt für den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen. Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass “ein” Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde. Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden. Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen, die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und erstrebt, an dem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden. Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt. Darum, meine Lieben, während ihr darauf wartet, seid bemüht, dass ihr vor ihm unbefleckt und untadelig im Frieden befunden werdet…

Zuallererst braucht es die Umkehr der Menschen in den Kirchen zum alleinigen Weg, zur alleinigen Wahrheit, zum alleinigen Leben, was Jesus für sich beansprucht. Das gibt Orientierung den Menschen und ihren politischen Führern. Das schafft eine Ordnung, welche dem Menschen entspricht und lebbar ist, nicht der Gier und dem Genuss folgend, sondern wahrhaftig sozial und nächstenliebend, fleißig, tatkräftig, treu, beständig usw. Nur das führt zu Wohlstand und Wirtschaftswachstum. Davor braucht es aber Umkehr!





Anarchie im Glauben

8 05 2012

Zur Berufung der ehemaligen Bischöfin Margot Käßmann zur Botschafterin der EKD für das Reformationsjubiläum und der von ihr in diesem Amt ersten gehaltenen Predigt(http://www.ekd.de/predigten/2012/20120427_kaessmann_einfuehrung_predigt.html):

 

Margot Käßmann war schon als EKD-Ratsvorsitzende für ihre laxe Gangart in gesellschaftspolitischen Fragen bekannt.

Ob „Nichts ist gut in Afghanistan“ oder Äußerungen über „Pille“, die man „als Geschenk Gottes“ ansehen könne – schon die kleine Auswahl an leichtfertigen und populistischen Lösungsansätzen machte deutlich, wie arg die einstige Bischöfin von Hannover dem „Main-Stream“ nachhängt. Als neue Botschafterin der EKD für das Reformationsjubiläum schließt Käßmann nun an diese Denke an.

In mir steigen die größten Sorgen auf, wenn ich sehe, mit welchen Worten sie ihr Amt angetreten hat: „Gegen jedwede Ausprägung des Fundamentalismus“ (wobei man in erster Linie vermuten mag, dass sie damit vornehmlich gegen die Konservativen im Protestantismus wettert) spreche sie sich aus und forderte auf, neben „kritischem Hinterfragen der Bibel“ auch „selbst zu denken“, „frei“ zu sein von „Dogmatik, religiösen Vorgaben, Glaubensinstanzen“.

Offenkundig hat Käßmann wenig von dem verstanden, was Luther 1518 wirklich wollte. Und nun soll gerade sie dieses denkwürdige Ereignis repräsentieren? Das, was Käßmann aus dem reformatorischen Schatz übrig lässt, ist reine Anarchie im Glauben. Jeder denkt und glaubt, wie er kann und möchte. Eindrücklicher kann der Zeitgeist keinen Ausdruck finden. Die „Botschafterin“ bricht der christlichen Überzeugung Rückgrat und Fundament.

Wer sich an Käßmanns erster Predigt in ihrem neuen Amt orientiert, braucht keinen Jesus mehr, keinen Tod und keine Auferstehung. Der bastelt sich, wie so viele heute, seine Wohlfühlreligion. Luther wollte das Wort Gottes unverrückbar im Mittelpunkt sehen – spätestens 500 Jahre später muss es nun zumindest in der EKD der Beliebigkeit weichen.

Dennis Riehle

 





Inszenierung statt Profilierung

8 05 2012

“Piraten” verpassen Chance

Eine in Bier schwelgende Vorstandschaft mit Spitzenkandidaten, ein „Enternder“, der im seriösen Abend-Talk das „Twittern“ nicht sein lassen kann, ein vor Anker gehendes Schiff an den Förden und ein Wahlprogramm, das weitestgehend von den Kollegen in Baden-Württemberg übernommen wurde:

Die „Piratenpartei“ hat vor und nach ihrem Einzug in den dritten deutschen Landtag mit viel Wellen auf sich aufmerksam gemacht und in beeindruckender Weise belegt, wie ernst sie es mit ihrer dünnen Zielsetzung meint. Voneinander abschreiben, den Zeitgeist leben und der Online-Welt keine persönliche Sekunde vorenthalten – man muss es ihnen lassen, Inszenierung können sie.

Und doch haben die „Piraten“ erneut bewiesen, dass es derzeit wohl nicht zu mehr als zu einer Protestpartei, die mehr Spaß und Lockerheit sucht, als sich tatsächlich politisch zu betätigen. Regierungsverantwortung können und wollen sie noch nicht übernehmen – vielleicht ist das auch gut so. Zunächst einmal sollte die Partei ihre Grenzen festlegen und bei aller Liebe zur Beteiligung der Mitglieder bestimmen, wer etwas zu sagen hat.

Ich habe mich lange mit deren Programm beschäftigt, vor allem auch, weil es unheimlich schwer zu lesen und zu verstehen ist.

Besonders schmunzeln musste ich bedauerlicherweise an einem Satz:

„Auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften müssen zusammen Kinder bekommen, adoptieren und aufziehen dürfen.“

Abgesehen davon, dass wohl nicht die Lebensgemeinschaft Kinder bekommt, sondern wohl eher die daran beteiligten (zwei oder mehr) Personen – ich stelle es mir „amüsant“ vor, wie eine männliche homosexuelle Lebensgemeinschaft „Kinder bekommt“. Aber wer weiß, auf was die „Piraten“ spekulieren, was künftig alles biologisch, technisch machbar sein könnte. Ein grauenvoller Gedanke…

Insgesamt lesen sich im Kapitel „Weltweite Anerkennung und Schutz selbstbestimmter geschlechtlicher oder sexueller Identität und Orientierung“ (die „Piraten“ in Deutschland haben hohe Ziele, wenn sie nun schon internationale Forderungen stellen – wie das wohl in Ländern ankommen mag, in denen Homosexualität verächtlicherweise derzeit noch unter Strafe steht…) viele Passagen märchenhaft. Wer bisher dachte, „Grüne“ würden den Gipfel des „Gender Mainstream“ erklommen haben, wird belehrt, dass die „Piraten“ sich nicht mit der Zugspitze zufrieden geben, sondern den Mount Everest erreichen wollen:

„Die eingetragene Partnerschaft ist für alle Formen der Partnerschaft zu öffnen; Konzepte der Erweiterung der eingetragenen Lebenspartnerschaft zu einer eingetragenen Lebensgemeinschaft auch von mehr als zwei Personen müssen erarbeitet und verwirklicht werden.“

Dabei geht es ja nicht alleine nur um die sexuelle Orientierung, sondern auch um die sexuelle Identität – irgendwann gibt es das intersexuelle „Es“, das in einer polygynandrischen „ehe-ähnlichen“ Lebensgemeinschaft die adoptierten Kinder nach dem (französischen) PACS-Modell (das die „Piraten“ auch bei uns einführen wollen“) in den ersten drei Monaten groß zieht und danach in die Kita abschiebt, in der sich alle hermaphroditisch lieb haben.

Das ist dann wohl der „Pluralismus“ des Zusammenlebens, den die „Piraten“ beschreiben.

Die Parteienlandschaft ist groß, um seine Wut gegenüber den Etablierten zum Ausdruck zu bringen. Mag da ein Kreuz bei denen, die sich vor Profilierung scheuen, nicht eine verlorene Stimme zu sein?

Dennis Riehle





FDP erkennt Ernst des Betreuungsgeldes

8 05 2012

Fraktionsvorsitzender signalisiert im Zweifel Unterstützung

Bislang wurde das Thema „Betreuungsgeld“ meist nur auf ideologischen Grundlagen zur Debatte zwischen Teilen der Regierung und der Opposition genutzt – nun bekommt die gesamte Diskussion eine neue Dimension.

Nicht nur, dass die SPD und mittlerweile auch die „Grünen“ angekündigt haben, eine Klage beim Bundesverfassungsgericht einreichen zu wollen, sobald ein Gesetzentwurf vorliegt und rechtliche Erfolgschancen geprüft worden seien – der bayerische Ministerpräsident hat die letzten Tage zurecht auf viel größere Auswirkungen hingewiesen, die das von vornherein ausgesprochenes Ablehnen der Pläne bedeuten würde.

Denn gerade auch aus den eigenen Reihen erfährt die Regierung gerade heftigen Widerstand: Teile der CDU wollen sich mit den Vorhaben nicht zufrieden und schwenken populistisch in die Warnungen der Opposition ein, wonach man mit dem „Betreuungsgeld“ in das Familienbild der 50er-Jahre zurückfallen würde. Wenngleich Abgeordnete und Minister aus der Union noch nicht von gegenstandslosen Gängen zu den Karlsruher Richtern schwärmen, ist das Bekenntnis gegen das Betreuungsgeld von Christdemokraten und Liberalen in der Vergangenheit immer deutlicher geworden. Und das abseits von dem zurecht erhobenen Zeigefinger Seehofers, der vehement auf den Koalitionsvertrag abhebt.

Dort haben sich die Regierungsparteien zu Beginn der Legislaturperiode eindeutig und unmissverständlich auf die Einführung des Betreuungsgeldes geeinigt – festgeschrieben und unterzeichnet von den Parteivorsitzenden 2009. Schon manche Koalitionsvereinbarung wurde nicht eingehalten, in der Wirtschaft spräche man von Vertragsbruch, der zu Konventionalstrafen führen würde. Bisher hat man über manche Unstimmigkeit hinweggesehen, doch das Betreuungsgeld taugt aufgrund seiner Grundsätzlichkeit zu einem neuerlich dringenden Gefahr für den Fortbestand der schwarz-gelben Regierung zu werden.

Das hat nun glücklicherweise wohl auch die FDP verstanden und nimmt die Warnhinweise der CSU ernst. Der liberale Fraktionschef im Bundestag ließ sich die Zusage abringen, im Zweifel das Betreuungsgeld doch zu unterstützen. In einer Phase, in der sich die FDP langsam aus den Sümpfen der 2% herausarbeiten möchte, käme ein Koalitionskrach oder gar -bruch äußerst ungelegen. Und schlussendlich scheint man sich als ehrlicher und verlässlicher Partner profilieren wollen, der das auch einhält, was er im Koalitionsvertrag versprochen hat.

Fernab von all den Taktiken und Machtspielen, die hinter den Aussagen stehen, ist der Kerngedanke des Betreuungsgeldes vollkommen verloren gegangen. Wengleich auch die Christsozialen zugeben müssen, dass mit einer monatlichen Zahlung von 150 Euro keiner Familie geholfen ist, die ihr Kind zuhause erziehen will, ist die Absicht lobenswert: Die CSU spielt auf einen Umstand her, der in aller Diskussion verschwiegen wird. Das Betreuungsgeld oder jegliche andere Form der finanziellen Anerkennung würdigt die Leistung von Eltern, das Aufwachsen des Kindes im eigenen Umfeld zu fördern und auf ein Überlassen der Kleinen an die Kindertagesstätten zu verzichten.

Erziehung ist weit mehr wert als bis zu 300 Euro im Monat. Das Anerkennen der Fürsorge, die Mütter oder Väter geben, die für einige Jahre die Karriere hinten anstellen und sich entwicklungspsychologisch sinnvoll und durch mehrere Studien belegt in der Langzeitgesundheit des Kindes positiv zum Ausdruck bringend dem Kind beim Aufwachsen zuwenden, ist ein Ertrag, den unser Land später einmal dankbar annehmen wird. Die Stärkung der Familie, das Zurückgewinnen des Wertes an mütterlicher und väterlicher Zuneigung für Kinder in den ersten Lebensjahren und die Aussicht auf eine Jugend, die nicht von den Erinnerungen an unbekannte Umgebungen von Kitas geprägt ist, bringt Deutschland die Bedeutung von sozialem Miteinander, das von Zuhause ausgeht und natürliche Kontakte wachsen lässt, wieder nahe.

Langfristig kommen wir nicht umhin, die Erziehung und die Betreuung von Kindern durch die Eltern als vollwertige Arbeit anzusehen, die entsprechend eines Ganztagesjobs vergütet und entsprechende versicherungsrechtliche Ansprüche zusichert. Das Betreuungsgeld wäre aber schon jetzt – und diskriminiert dabei niemanden. Denn: Wer seine Kinder in die Tageseinrichtung gibt und Geld verdienen kann, braucht nicht noch Zuschüsse dafür. Im Gegensatz zu solchen Eltern haben diejenigen, die ihre Aufmerksamkeit ihrem Nachwuchs schenken, Bedarf an abschlagslosen Einkünften für ihre wertvolle Tätigkeit, die im Sinne unserer aller Zukunft verrichtet wird.

Dennis Riehle





Spindelegger und die Königlich Abdulazizische Toleranz

5 05 2012

Spindelegger lässt mit Hilfe von österreichischen Steuergeldern ein von Saudis arrangiertes Zentrum für interreligiösen Dialog errichten und betreiben.

Auf eine Anfrage an Spindelegger, dass ich als Österreicher das Recht haben möchte, meine persönliche Bibel auf eine Geschäftsreise in das Land der königlich abdulazizischen Toleranz mitzunehmen, habe ich niemals eine Antwort bekommen.

Welchen Schluss kann man daraus ziehen? Welche Toleranz meint Spindelegger?

1.) Spindeleggers Definition von Toleranz gleicht der chinesischen, wenn sie vom “Platz des Himmlischen Friedens” spricht.

2.) Spindeleggers Definition von Toleranz gleicht der sowjetischen, wenn sie von “Demokratie” sprach.

3.) Spindeleggers Definition von Toleranz gleicht der nationalsozialistischen, als sie mit Stalin einen Pakt schloss.

4.) Spindelegger wünscht sich Toleranz für saudische Pädophilie, 10-jährige Mädchen zwangszuverehelichen.

5.) Spindelegger wünscht sich Toleranz für Länder, in welchen Christen für ihren Glauben im Gefängnis landen.

6.) Spindelegger wünscht sich Toleranz für Religionen, welche Konvertiten mit dem Tode bestraft.

7.) Spindelegger wünscht sich Toleranz für Ideologien, welche Frauen wie Tiere behandeln.

8.) Spindelegger wünscht sich Toleranz für Fanatiker, welche den Terrorismus finanzieren und das friedliche Zusammenleben von Menschen beenden möchten.

9.) Spindelegger wünscht sich die Toleranz der Österreicher für islamischen Faschismus, für Menschenrechtsverletzungen, für Polygamie, für den Rassenhass gegen Juden und gegen Israel.

10.) Spindelegger wünscht sich Toleranz für die weitere Einschränkung der Glaubens-, Gewissens- und Redefreiheit.

11.) Spindelegger wünscht sich Toleranz für die Beschimpfung des Christentums und für die weltweite Christenverfolgung.

12.) Spindelegger wünscht sich Toleranz für den Wunsch nach Zerstörung aller christlichen Kirchen auf der arabischen Halbinsel.

Anders kann man es nicht verstehen, dass ein Minister eines europäischen Landes ein Propagandazentrum des faschistoiden Islamismus in Wien errichten lässt, ohne das Recht für Christen einzufordern, ein christliches Glaubenszentrum in Riad bauen zu dürfen, welches auch von moslemischen Einheimischen besucht werden kann.  Königlich abdulazizische Toleranz bedeuten das strikte Verbot, eine Bibel zu besitzen – nicht einmal Ausländer dürfen ihr persönliches Exemplar in ihrem Gepäck mitnehmen. Ein Minister opfert offensichtlichen Feinden einer demokratisch-offenen Gesellschaft Steuergelder.

Wohl gibt es 3 Möglichkeiten, warum er es tut:

I.) Aus Überzeugung.

II.) Aus Dummheit.

III.) Aus Gründen, welche wir als gelernte Österreicher und aus dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Genüge wissen. Noch wissen wir ja nicht, woher Parteien ihre Spenden und Politiker ihre Inserate bezahlt bekommen.








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