Abtreibungsstatistik

21 11 2009

Aus welchem Grund kann man sich gegen eine Abtreibungsstatistik wehren?

Die Diskussion um die Abtreibungsstatistik begann, als die Staatssekretärin und designierte ÖVP Wien Chefin Christine Marek den Informationsfolder „Schwanger“ vorstellte. Im Zuge der Präsentation forderte sie auch, dass in Österreich endlich eine Abtreibungsstatistik geführt wird.

Diese Forderung wurde schon seit Langem von den diversen Lebensschutzorganisationen gestellt. Jetzt gesellten sich auch der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Walter Dorner, und die Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, Christiane Körner dazu. Nur durch Einführung einer Statistik könne die Politik wirksamere Hilfestellungen für Schwangere anbieten. Österreich sei neben Portugal und Luxemburg das einzige EU-Land ohne entsprechende Unterlagen, kritisierte Marek, die Gesundheitsminister Alois Stöger aufforderte, endlich aktiv zu werden. Schätzungen würden in Österreich von 30.000 bis 40.000 Schwangerschaftsabbrüchen pro Jahr (bei 78.000 Geburten) ausgehen, so Marek. Die Bischofskonferenz, weitere Politiker wie ÖVP-Gesundheitssprecher Dr. Erwin Rasinger und diverse Lebensschutzorganisatoren schlossen sich mittlerweile dieser Forderung an.

Dies veranlasste SPÖ Frauensprecherin Gisela Wurm dazu gleich eine Presseaussendung zu verfassen. Darin meint sie:

„Mit gutem Grund gibt es keine Statistik und Motivforschung zu Abbrüchen, denn damit würden Frauen, die sich ohnehin in einer Notsituation befinden, zusätzlich belastet“, so Wurm zur ÖVP-Forderung nach einer Statistik von Schwangerschaftsabbrüchen.

Wodurch wird eine schwangere Frau belastet, wenn der abtreibende Arzt oder die Assistentin am Abend nach dem Eingriff, oder einmal im Monat, die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche niederschreibt und sie an das statistische Zentralamt übermittelt?

Es wurde keine ausführliche Motivforschung mit umfassendem Fragebogen der vor der Abtreibung ausgefüllt werden muss gefordert. Obwohl diese Forderung sehr wohl auch nötig und sinnvoll wäre. Das würde zumindest einen kleinen Teil der „begleitenden Maßnahmen“ darstellen die im Gesetz gefordert sind.

Anscheinend ist die Angst vor den Fakten sehr hoch. Denn wenn der Bevölkerung offensichtlich wird, dass in Österreich jährlich 78.000 Kinder geboren werden und ca. 40.000 oder sogar mehr getötet werden, dann sieht selbst der Einfältigste welche enormen Dimensionen die Abtreibung hierzulande bereits angenommen hat. Dann gibt es vielleicht wieder eine Abtreibungsdebatte die auf breiter Ebene geführt wird. Dann könnten die indoktrinierten Kampfemanzen mit ihrer Forderung nach dem Recht auf Abtreibung vielleicht nicht durchkommen. Dann könnte sich auf breiterer Basis das Gewissen melden das durch falsche Ideologie abgestumpft wurde.

Denn das Gewissen erkennt Sünde und klopft an unserem Herzen an.
Ob wir hinhören liegt in der Verantwortung von jedem Einzelnen.


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Eine Antwort

22 11 2009
siwla

Wenn wir an die Sache sachlich und vernünftig herangehen,
können wir nicht verstehen,
daß eine Abtreibungsstatistik so heftig abgelehnt wird.
Erst wenn wir – sagen wir als Arbeitshypothese – annehmen,
daß die Linken die Abtreibung mit allen Mitteln fördern wollen,
dann verstehen wir die Ablehnung.

Hier geht es im Hintergrund vielleicht wirklich darum,
die Weltbevölkerung mit allen – wirklich mit allen – Mitteln zu reduzieren.

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