Der permanente Darmschaden als die „normale Gesundheit“?

8 01 2010

„Regelt zuerst die Sprache, dann wird sich auch der Staat regeln“ (Lao Tse)

Es wurde früher – es ist schon viele Jahre her – in den Medien öfter noch die Frage nach der Ursache der vielen angeblichen „Wohlstandserkrankungen“ gestellt. Mancherlei wurde angeführt und angeschuldigt. Die Düngemittel, die Umweltgifte, die Schwermetalle, Konservierungs- oder Färbemittel, die vielen Stoffe aus der Arbeitswelt usw., usw.. In den letzten Jahren wurden Nuklearstrahlung oder Elektrosmog mäßig engagiert in die öffentliche Diskussion gebracht um bald darauf wieder vergessen zu werden. Was bis heute aber nicht bemerkt und daher auch kaum noch angeführt wird, sind die Verdauungsgifte, die in der inneren Außenwelt des Körpers, nämlich im chronisch kranken Darm durch ein völlig naturwidriges Essverhalten, Dauerstress u. a. mehr entstehen und den Körper von dort her mit Gärungs-, Fäulnis- und sonstigen Zersetzungsprodukten so massiv überlasten, dass die Regulationskräfte des jeweiligen Organismus auf Dauer nicht mehr in der Lage sind, diese innere Schadstoffbelastung auszugleichen. Der Schnittpunkt ist dabei der Verlust der Selbstreinigungskraft der Darmschleimhaut. Hier finden sich mit Sicherheit mehr als 80% der Ursachen!

Die 3 Kardinalfehler nach Dr. F.X. Mayr, einem genialen steirischen Naturbeobachter und österreichischen Pionier auf dem Gebiet der Gesundung, sind in einem Satz gesagt:

„Wir essen zu viel, zu oft und zu hastig“.

Der Magen- Darmtrakt wird so ständig überlastet, hat kaum mehr Regenerationsphasen und erleidet Schaden; zuerst beginnt dieser an seiner unglaublich sensiblen inneren Oberfläche.

Der Magen hat eine Schleimhaut, die sich in ihrem Aufbau und mittels eines Schutzschleimes im gesunden Zustand vor der Selbstverdauung durch die eigenen Verdauungssäfte schützt. Vermindert sich die Produktion dieses Schutzschleims und/ oder wird dieser qualitativ schlechter – etwa durch ständige Unterdrückung der vegetativen Stimulation im Dauerstress (Adrenalinwirkung) – so verringert sich auch dort der Schutz vor der zersetzenden Magensäure und den Verdauungssäften (Prostaglandinwirkung). Es entstehen Gastritis und in der Folge oft auch bereits Magengeschwüre. Eine solche Dauerreizung kann zur krebsigen Entartung der ständig entzündeten Schleimhaut führen.

Im nachfolgenden Dünndarm, dessen Schleimhaut einen mikrofeinen Flimmersaum besitzt, der das Ankleben des Darminhalts („Lotuseffekt“ durch die Flimmerhärchen) verhindert und so die Selbstreinigung aufrecht erhält, führt eine Dauerüberlastung über Gärungsvorgänge (Zucker, Stärke, Zellulose bei 37° C Körper- Innentemperatur) und Fäulnisprozesse (Eiweiße) zur Schädigung dieser sensiblen Barriere, sodass der Flimmersaum durch Schwächung eben an Reinigungskraft verliert, daraufhin die notfallmäßige Ersatzreinigung durch vermehrte Schleimproduktion einsetzt und daraus vermutlich auch durch die nun einsetzende Aufnahme von reizenden Fehlverdauungsprodukten das Unterschleimhautgewebe mit einer chronisch entzündlichen Abwehrreaktion antwortet. Hier setzen hauptsächlich auch die mannigfachen Speisenunverträglichkeiten heutzutage an.

Nicht optimal aufbereiteter flüssiger Chylus (= Verdauungsschlemme) aus dem Dünndarm, der noch unverdaute oder nur teilverdaute Reste enthält, ermöglicht eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dickdarms und verursacht so vor allem ebenfalls über Gärungsvorgänge Blähungen. Entzündliche Reaktionen verändern die Durchblutung und den muskulären Kontraktionszustand des betroffenen Dickdarmabschnitts. Es gibt dabei eingangs oft Probleme im Blinddarm mit Rückwirkung auf das Endstück des Dünndarms. Vor allem aber entstehen am absteigenden Bereich des Dickdarms, seinem psycho- vegetativ besonders sensiblen Endstück, Reizungen, Krämpfe, Entzündungen, Ausstülpungen und – ebenso wie beim Magen – zuletzt auch Geschwüre, die sich oftmals auch bösartig umwandeln können.

Als nächstes Organ muss die Leber mit diesen Zersetzungsprodukten fertig werden. Die Nieren sollten über die Ausscheidung der wasserlöslichen Giftanteile den Rest erledigen. Sie erhöhen bei bestehender Veranlagung den Filtrationsdruck- sprich Blutdruck – und werden dabei selbst gar nicht so selten Opfer dieser beißenden, reizenden Fehlverdauungsprodukte, indem sie chronisch schubhaft an den winzigen Filtereinheiten entzündlich erkranken (- chronisch diffuse Glomerulonephritis). So kommt es dann auch zu den vielen anderen Ablagerungs- und/ oder Ausscheidungserkrankungen an Lunge, Herz, Gefäßen, Gelenken, Schleimhäuten, Haut, Organen usw., von denen dann aber erst in den folgenden Beiträgen die Rede sein kann und auch sein wird.

Bei all den hier vorerst nur angedeuteten krankhaften Abläufen, die zum generell verbreiteten sogenannten „Enteropathiesyndrom“ also zum chronischen Darmschaden mit all seinen negativen Folgen am gesamten organischen Zusammenspiel und dann an den Strukturen des Körpers selbst führen, ist die weitaus größte Gefahr das Nicht- Erkennen derselben!!!

Auch heute noch ist der Dünndarm, das “Wurzelorgan der Pflanze Mensch“ (F.X. Mayr), ebenso wie die im ganzen Körper ausgedehnte nahversorgende Struktur des mütterlichen Binde- und Stützgewebes, die neuerlich in der Wissenschaft „Matrix“ genannt wird und vom Wiener Professor Dr. Alfred Pischinger erstmals als das System der Grundregulation wissenschaftlich beschrieben worden ist, den allermeisten (be-)handelnden Ärzten dem Wesen und der Funktion nach so etwas wie ein weißer Fleck auf der geistigen Landkarte. Und so kommt es jetzt zu dieser dramatisch- sensationellen Verwechslung, welche die Sozialsysteme bei weiterer Verdrängung der richtigen Erkenntnis zwingend zum Zusammenbruch bringen muss, nämlich:

Weil (-beinahe) jeder chronisch darmkrank ist und man allgemein, bis auf ganz wenige Ausnahmen, ärztlicherseits überhaupt nicht weiß, wie ein gesunder Darm auszusehen hätte, wird der gegebene Zustand als „normal“ angesehen. So weit wäre das noch nach zu vollziehen! Aber, dass nun daraus der ungeheure, im wahrsten Sinn des Wortes massenhaft tödlich wirkende Trugschluss, dass das, was normal ist, wohl auch „gesund“ sein müsse, seit Jahrzehnten sowohl in der amtsgebundenen Sozialversorgung als auch in der öffentlich- medialen Darstellung durch unglaubliche Ignoranz – trotz ständiger fruchtloser Klarstellungsversuche durch einige Wenige – aus Ministerien, Redaktionen, Amtsstuben der Sanitäts- und Sozialbehörden und leider auch aus den Ärztekammern heraus aufrecht erhalten wird, ist ein atemberaubendes Megadelikt, eine katastrophale Unfassbarkeit. Am nicht nur volkswirtschaftlichen Schaden, der durch diese heimliche Wissensblockade weiterhin aufrecht erhalten wird, gemessen, sind wohl die ganzen eingebrochenen Spekulationsgeschäfte der global vernetzten Finanzinstitute in den letzten Jahren lächerlich kleine Bagatellvergehen!

Die gesamte medizinische Wissenschaft muss nun endlich dringend im Licht der vorhandenen gesicherten Erkenntnisse von Grund auf jetzt und sofort in einer der Wirklichkeit entsprechenden ganzheitlich- dynamischen Denkweise neu aufgesetzt werden!

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8 Antworten

16 01 2010
Katherina die Große

Danke dem Dr. Berger für seine interessanten Vorträge z. B. auch am 12. Februar 2010 in der Koralmhalle in Deutschlandsberg in der “Brunnenstube” zum Thema:
“Steinzeitstress mit Folgeschäden” um 17 Uhr 30!

16 01 2010
Katherina die Große

Ein Vortrag von Dr. Berger ist in jedem Fall ein Gewinn!

31 03 2010
payoli

Na bitte,
Lieber Dotore,
der ist ja schon ganz vernünftig, der Text!
Unterschreibe ich fast alles. Gut aufgezeigt, die Probleme.
Bloß, die Lösung fehlt noch. Aber die gibt’s bei mir und meinem
paradise your life
und die Verknüpfung mit der Schöpfung, die ich Dir schicken könnte, wenn Du willst.
Ich versteh, seit ich denken kann, die ‘Gott- nahen’ Leute und Institutionen nicht, die das schlagendste Argument und die besten Beweise, dass Gottes Schöpfung unfassbar perfekt und erlebbar wunderbar ist, NICHT verwenden, ja nichtmal kennen.
Liebe Grüße
payoli

1 04 2010
Dr. Felix Berger

Lieber Bruder Pa(radise)yo(ur)li(fe) W. Lackner!

Offensichtlich versuchen wir beide auf einer gleichen steil bergauf führenden Straße voran zu kommen. Unser beider Fragen sind wohl: Was ist Gesundheit und wie kann man diese erhalten bzw. erreichen (F.X.Mayr: Niemand ist so gesund wie er sein könnte).

Ich war Lehrer und ich war Landarzt in NÖ – einen ausführlichen Lebenslauf findet man unter http://www.winatwork.at.

Jetzt verstehe ich mich als Gesundheitslehrer. Meine Kassenverträge habe ich bereits 2001 zurück gelegt, weil – wie Du es erkannt hast – die Medizin so, wie sie jetzt gehandelt wird, nicht geht.

Ich habe viele Jahrzehnte auf der Suche nach Verständnis der mich umgebenden und einfassenden Gegebenheiten verbracht und habe mich auch als seinerzeitigen “Hausarzt” in sehr vielen Artikeln in der zugehörigen Fachzeitschrift mit nur ganz geringem Echo aus der ärztlichen Kollegenschaft zur Salutogenese – aus der medizinisch-wissenschaftlichen Ecke heraus – geäußert. Es fehlt mir im Augenblick leider drastisch die Zeit, darauf genauer einzugehen.

Nur ein Hinweis: Allgemein – auch offenbar Du, mein Schreibbruder – wird der Unterschied zwischen Nahrung und Ernährung nicht gemacht. Wenn man “gesund” isst und eine bereits stark beeinträchtigte Verdauungs- und Verstoffwechselungsfähigkeit hat, kann man wohl “gesund essen” wie man will, man erreicht so keine passende Ernährung des Körpers, also die Grundlage der Gesundung. Voran gehen muss daher immer die Sanierung des Wurzelorgans Darm, was eine komplexe Aufgabe ist und in alle Bereiche des Lebens eingreift.

Ich habe mein Berufsleben lang mit Menschen so verantwortlich ich konnte gearbeitet und bin daher keineswegs weltfremd. Das Sterben ist mir ebenso vertraut wie Zeugung und Geburt. Und die Fragen nach dem “woher” und “wohin” haben mich mein Leben lang sehr beschäftigt.

Lobpreis dem HERRN, unserem unendlich gütigen Schöpfergott, dass er uns alle diese guten Gaben, die wir leider viel zu wenig suchen und daher auch viel zu wenig erkennen und so auch viel zu gering schätzen, gegeben hat (Genesis – “- macht euch die Erde untertan..”). Man sieht aber auch, was wir daraus gemacht haben und weiterhin – vielleicht nur noch kurze Zeit – in Selbstsucht, Habgier und vor allem in der Urverführung zum Hochmut machen werden.

Wir sollten uns immer fragen: “Was will GOTT von uns; wie können wir SEINEN Willen erkennen, wie danach handeln?” Das ist oft nicht leicht, verweist auf die Annahme des Kreuzes (- heute, Gründonnerstag – Abendmahl, liturgischer Beginn der Passio), ist aber der Weg in unsere letzte Bestimmung der Verklärung.

Nimm doch, lieber Bruder, den Schöpfer der Naturpracht in Deine Liebe zur Natur und in Deine Sorge um Deine Mitmenschen mit hinein!

Ein gesegnetes und friedvolles Osterfest in der der großen christlichen Hoffnung auf die Güte und die Barmherzigkeit des wahrhaft auferstandenen HERRN JESUS CHRISTUS möchte ich Dir gerne wünschen!

5 04 2010
payoli

Schön, im fortgeschrittenen Alter noch einen Bruder zu bekommen ;-)

Servus!
Du schreibst viel Richtiges. Bloß Deine letzten 3 Absätze lassen es etwas an Zuversicht mangeln ;-)

Wir brauchen nicht ‚immer zu fragen’! Wir alle wissen, tief im Herzen alles, sind nach seinem Ebenbild geschaffen und immer mit ihm verbunden.

Im vorletzten Absatz hast Du mich leider falsch verstanden. Ich knie vor, und sehe in jedem Blatt, in jeder Ameise, in jedem Menschen, Gott!
Im Gegenteil, ich verstehe nicht, dass man neben dieser wunderbaren Schöpfungsfülle und ihren unzähligen Gottesbotschaften auch noch ein Buch, mit doch eher unscharf groben Worten, brauchen oder gar vorziehen kann.

Die Hoffnung hat sich längst erfüllt!
Auch ich wünsch Dir ein gesegnetes Osterfest.
Namaste!

5 04 2010
Dr. Felix Berger

Man tut wohl, den Schöpfer im Geschöpf und in der Schöpfung zu ehren.

Der Hl. Franziskus von Assisi hat diesen Weg zusammen mit vielen anderen beispielsweise in seinem Sonnengesang gezeigt und gegangen. Es ist ein guter und schöner Weg.

Aber es führen noch viele andere Wege zum Heil – Siehe die Seligpreisungen am Beginn der Bergpredigt (Math. 5 ff.) beispielsweise u.v.a.mehr…!

Lassen wir’ für’s Erste gut sein? Es werden ja noch weitere Beiträge folgen.

Alles Gute bis dahin

Dein SALUSfreund!

6 04 2010
nora

der mensch ist was er isst … ohne sündenfall wären wir wohl alle vegetarier.

(1.Mo 1:29) Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles Gewächs auf Erden gegeben, das Samen trägt, auch alle Bäume, an welchen Früchte sind, die Samen tragen; sie sollen euch zur Nahrung dienen;

(1.Mo 1:30) aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was auf Erden kriecht, allem, was eine lebendige Seele hat, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah also.

(1.Mo 1:31) Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der sechste Tag.

6 04 2010
payoli

Danke, liebe Nora!
Plus:
Matthäus 26,6:
Seht die Vögel des Himmels. Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; dennoch ernährt sie euer himmlischer Vater. Seid ihr nicht viel mehr wert, als sie?
Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?

Und:
Ich sehe den ‘Sündenfall’ nicht so als unabwendbares Schicksal (wie viele) sondern als unsere (tagtägliche) Entscheidung.
Liebe Grüße! Und
paradise your life !

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