„The Right to be Wrong“ — oder: Ist Irren strafbar?

1 05 2010

Beitrag von: Prof.Dr. Hans Schieser
DePaul University Chicago

Nachdem der Bischof Williamson zu einer hohen Geldstrafe verurteilt wurde, weil er seine Meinung über den „Holocaust“ kundgetan hatte, stellt sich die Frage, ob solche irrige Meinungen überhaupt einen „Strafbestand“ darstellen können. Angenommen, der Bischof hätte behauptet, daß der Mond aus Edamerkäse besteht, und die Mondlandung der Amerikaner in Hollywood gefilmt wurde, oder daß Adolf Hitler eine Frau war, und Dresden nie bombardiert wurde, wäre er dann auch bestraft worden?

Wurde der „erste Mensch auf dem Mond“ in Hollywood gefilmt? (USA Briefmarke, 1969)

Wenn man die Quelle sucht, aus der zB Bischof Williamson seine Meinung bildete, so dürfte es wohl ein in USA weit verbreitetes Buch sein: A.R.Butz, The Hoax of the Twentieth Century („DER Schwindel des 20. Jahrhunderts“; gedruckt in England bei Historical Review Press, Richmond Surrey, 1975) Der Autor war Professor an der Northwestern University in Evanston (Chicago). Seine „Dokumentation“ wurde weder verboten, noch hat man ihn bestraft, auch wenn viele – nicht nur jüdische Kreise – ihren historischen Wert bezweifelten.

Ebenso läßt man in Amerika (immer noch) jene ihre Meinungen vertreten, und sogar Bücher veröffentlichen, die allen Ernstes bezweifeln, daß je ein Mensch den Mond betreten hat (20. Juli 1969*), und die Zerstörung des World Trade Center in New York (am 11. September 2001**) vom amerikanischen Geheimdienst angestiftet wurde.

Es gab schon immer Leute, die „verrückte Ideen“ hatten und die den Anschluß an die Wirklichkeit verloren haben. Dazu gehören auch berühmte Personen, wie Karl Marx und die immer noch seinen Hirngespinsten anhängenden Politiker unserer Zeit. Eine freiheitliche Gesellschaft, und vor allem ein Rechtsstaat, müßte eine Minderheit von Verrückten verkraften. Auf jeden Fall gehörte das nicht in den Bereich der Juristen, sondern der Psychiater, am allerwenigsten sollten sich jedoch Politiker(innen) darüber aufregen. •

* Gerhard Wisnewski, Lügen im Weltraum, (Rottenburg: Kopp Verlag, 2007)
** Andreas von Rétyi, Die Terrorlüge, (Kopp Verlag, 2010)

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