Im Kurier vom 23. Mai 2010 erinnert der Obmann der Pensionsversicherungsanstalt (PVA), Karl Haas, ein Gewerkschafter, an den Generationenvertrag. Bisher warnten lediglich Familienexperten, dass der fundamentale Zusammenhang zwischen Pensionsempfängern, erwerbstätiger Bevölkerung und nachfolgenden Kindern nicht mehr funktionieren kann.
Grund für die Nervösität der PVA-Funktionäre: Budgetkürzungen und ein erhöhter Zuschuss-Bedarf aus dem Bundesbudget. Schon derzeit fliessen rund 4,5 Milliarden Euro jährlich in das Pensionssystem. Im Vergleich dazu werden aus dem Familienlastenausgleichsfonds für die Familienbeihilfe lediglich 3,5 Milliarden Euro ausgegeben. Dazu kommen immer mehr Pensionisten (der Babyboom-Generation der 60er Jahre), zu früher Pensionsantritt, lange Lebenserwartungen und weniger Einnahmen wegen Arbeitslosigkeit.
Haas, der auch erstmals über Leistungskürzungen sprach, über den Generationenvertrag:
„Die, die heute arbeiten, bezahlen mit ihren Beiträgen die Pensionen derjenigen, die heute in Pension sind. Später haben die heutigen Beitragszahler aber mit geringeren Pensionen zu rechnen.“

Ich weise schon lange und immer wieder auf diese gesellschaftliche Lüge hin:
Man tut so, als sei das staatliche Pensionssystem eine Versicherung,
in Wirklichkeit ist es ein Umlageverfahren.
Ich habe z.B. geschrieben:
Volkspension – warum eigentlich nicht?
Pflegenotstand – und was wird später?
Pensionsautomatik – Streit und möglicher Ausweg
Alles ist hier nachzulesen:
http://www.wolfmayr.org/familie/viewforum.php?f=3