Wer Schulden macht, prügle nicht den Gläubiger – und wieder: die “Finanz”-Krise

30 05 2010

Es ist ungeheuerlich, wie manipulierbar die Mehrheit Bevölkerung ist und wie sehr man diese kontinuierlich belügt.

In allen Umfragen machen die Bevölkerung und auch die Politiker die Finanzwirtschaft zum Schuldigen der weltweiten Krise. Dies stimmt natürlich auch. Aber vielmehr stimmt es, dass die Regierungen seit Jahrzehnten in einer Tour mit Krediten Wählerstimmen kaufen und damit die Finanzwirtschaft erst in diese jetzige Position gebracht haben.

Natürlich ist es seit Adam und Eva die Hauptbeschäftigung der Menschen, sich gegenseitig die Schuld an ihrer misslichen Lage zu geben. Unsere Politiker sind darin Weltmeister.

Wenn ein Finanzminister 3% des BIP pro Jahr Neuverschuldung zum Handlungsprinzip macht, werden naturgemäss die Geldgeber als “Lieferanten” parat stehen.

Wenn seit Jahren Politiker unser Pensionssystem, welches nach dem Generationen-versorgungs-prinzip aufgebaut wurde, durch “zweite” und “dritte” Säulen unterlaufen und unterwandern, den staatlich regulierten Pensions- (=Renten-)Fonds gesetzlich das Geld der arbeitenden Bevölkerung zwangsweise zugeteilt wird, diese gesetzlich zum Rendite-Gewinn verurteilt werden, zum Spekulantentum gezwungen, können nicht dieselben Regierenden und Gesetzgeber die Spekulanten prügeln.

Erst die Regierungen haben durch ihr Gier- und Stimmenkauf-Verhalten diese Blasen produziert.

Jetzt möchten sie sich als Retter gebären?

Ein Finanzminister, der Kredite aufnimmt auf Kosten der zukünftigen Generationen, und gleichzeitig die Geldgeber als Spekulanten verurteilt, ist ein Lügner. Das muss einfach klar gesagt werden.

Wenn Regierungen und Gesetzgeber den Handel mit Geld ohne realwirtschaftlichen Hintergrund erlauben (Spekulationen mit nicht vorhandener Ware, Leer-ver-käufe, Wechselkursspekulationen etc.), sind sie selbst Täter. Es kann ja nicht sein, dass jene, welche die gesetzlichen Regelungen machen, nicht für die Umsetzung der Regelungen durch die Anwender verantwortlich gemacht werden.

Und nochmals: es müssen Menschen und Parteien ans Ruder, welche keine Verpflichtungen irgendwelchen Gruppierungen und Klientels gegenüber haben, welche im Interesse der Menschen und der Zukunft der Nationalstaaten, nicht jedoch auf Kosten der Zukunft leben und Wählerstimmen kaufen.


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Eine Antwort

3 06 2010
Alwis

Meine Meinung zur Geldfrage:

Das Geld sollte Tauschmittel sein.

Wenn jemand mehr Geld hat, als er ausgeben will, müssen das andere für ihn tun, wenn das Geld Tauschmittel bleiben soll.

Wenn diese anderen aber dafür demjenigen, der jetzt schon zuviel Geld hat, noch weiteres Geld geben müssen, hat er noch mehr als zuviel.

Daher:
Das Geld muß zum echten Tauschmittel werden.
Geld kann nicht arbeiten.
Wenn Geld “arbeitet”, also Gewinn abwirft, dann nur deswegen, weil andere dafür arbeiten.

Solange wir dem Geld den Tauschmittelcharakter nicht eindeutig zurückgeben,
wird es nicht gut werden.

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