Endlich Fakten zur Gesamtschule

6 02 2011
 
 von Einem, der es wissen muss (hat er doch selbst 5 Jahre in Spanien eine solche Einrichtung besucht und erlebt). 
 
 
Nach Vorstellung des Bildungs-Volksbegehrens von Hannes Androsch ist die Enttäuschung (bei Einigen) groß – hinterläßt es nach genauerem Studium doch mehr den schalen Geschmack von bereits oft Gehörtem und vermeidet es konsequent, eine kritische Auseinandersetzung mit der Gesamtschule zu bieten und realistische Alternativen aufzuzeigen. Scheinbar fällt es Hr. Androsch schwer, authentisch und eigenständig gegen die Linie seiner (Ex?-)Partei zu argumentieren oder auch nur Stellung dazu zu beziehen. 
Offene Fragen

Bild von bettybraun @www.flickr.com

 Erfrischend und richtig befreiend hingegen erweist sich die Initiative einer Gruppe von Schülern und Studenten (beiden Geschlechts), die auf der Homepage  www.schuelerbegehren.at  ENDLICH einmal Fakten und Licht in den tatsächlichen Stand der wissenschaftlichen Untersuchungen und die praktischen Erfahrungen mit der Gesamtschule bringen.

Hat doch einer der Initiatoren selbst 5 Jahre in einer spanischen Ganztags-Gesamtschule verbracht. Überdies werden die ausführlichen Berichte mit einer Fülle von wissenschaftlichen Quellenangaben hinterlegt, die in der öffentlichen Debatte von Medien und Politik keinerlei Berücksichtigung, geschweige denn Erwähnung finden.

Es kann an dieser Stelle empfohlen werden, sich die angebotenen Informationen genau anzusehen und bei Zustimmung die Unterstützung auszusprechen. Eine willkommene Möglichkeit, als Bürger unseres schönen Landes den demokratischen Gestaltungsauftrag wahrzunehmen.

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4 Antworten

6 02 2011
Siwla

Eines werde ich bei der Gesamtschuldebatte nie verstehen.
Immer wird mit der mit 10 Jahren zu frühen Entscheidung für verschiedene Bildungswege argumentiert und so getan, als sei z.B. die Entscheidung für die Hauptschule unwiderruflich.
So ein Blödsinn aber auch. Trotzdem wird dieses dumme und falsche Argument immer wieder gebracht.

Die Kinder in unserer Hauptschule besuchen nachher zu einem erheblichen Teil weiterführende Schulen und kommen dort mit jenen Kindern zusammen, die gleich nach der Volksschule das Gymnasium besuchten. Ich habe noch nie gehört, daß für eines dieser Kinder die Hauptschule ein Nachteil gewesen wäre.

Bei Hauptschulen in den Städten ist das anders. Dorthin gehen wohl fast nur Kinder, die eine Maturaschule nicht schaffen würden. Diesen Kindern würde eine Gesamtschule mit abschließender Matura auch nichts helfen. Sie haben das Zeug dafür nicht. Und das muß man einfach nur einsehen. Warum tun wir so, als gäbe es keine Unterschiede an Begabungen?

7 02 2011
eurakylon

Es ist sehr wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Hauptschulen nicht als Auffanginstitute für die Kinder gesehen werden, die kein Gymnasium besuchen, weil sie “es nicht schaffen würden”. Entsprechend der persönlichen Begabung und Stärke ist die Hauptschule in vielen Fällen die optimale Stufe um den Weg in die beruflichen Fachbereiche des z.B. Gewerbes zu gehen.

Ich gebe Dir recht, dass in den Städten (vor allem in Wien) die Praxis Deiner Darstellung entspricht, aber das hat ursächlich nichts mit der Zielsetzung der Hauptschulen zu tun. Die Defizite, die hier bei den Kindern herrschen, liegen auch nicht nur in den Begabungen, sondern oftmals in der Einstellung der Eltern und Kinder zur Schule und deren Vorbereitung auf und Erwartungen an die Ausbildung – Stichwort Sprache und Lerneifer.
Eine Schule ist keine Zwangsbeglückungseinrichtung – wer nicht will, der wird nichts oder nur wenig aufnehmen und in Folge dessen schrumpfen seine beruflichen und sozialen Chancen. Es gilt das einfache Prinzip von Saat und Ernte – Investiton und Gewinn. Leider wird das von der derzeitigen Bildungspolitik den Eltern und Kindern nicht entsprechend nahegebracht, sondern sie werden in Watte gepackt und stossen sich am Ende dann hart an den Ecken und Kanten des realen Lebens.

6 02 2011
7 02 2011
eurakylon

Danke für die weiterführenden Informationen. Beachtenswert ist das Datum (Winter 2007), welches uns wieder vor die Frage stellt, wieso wir heute da stehen, wo wir stehen und die aktuelle Diskussion dermaßen einseitig geführt wird.
Darum sind Initiativen aus dem Volk, wie das “Schülerbegehren” auch so wertvoll.

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