Der Bürger vor den Vorhang: Die Anhörung der europäischen Bürgerinitiative “One of Us” in Brüssel

23 04 2014

Sitzungssaal

Am 10.04.2014 hatte die EU zum zweiten Mal die Gelegenheit, ihr Verständnis von direkter Demokratie und Mitsprache des Volkes zu demonstrieren. Nämlich bei der öffentlichen Anhörung der bis dato erfolgreichsten europäischen Bürgerinitiative (EBI) „One of Us“.

Die EBI „One of Us“ legt mit knapp 1,9 Mio gesammelten Unterschriften – 1,72 BildMio davon wurden formalrechtlich anerkannt – fast das doppelte an benötigten Unterschriften (1 Mio) vor, das für die Behandlung einer EBI durch die europäische Kommission und die Institutionen erforderlich ist. In 7 Mitgliedsländern muss dafür noch dazu ein gewisses Unterschriftenquorum überschritten werden. „One of Us“ nimmt diese Hürde in 20 Ländern. Damit liegt „One of Us“ klar vor der nächstgrößten EBI „Right2water“, mit 1,68 Mio Unterschriften und 13 Ländern, die das Quorum überschritten haben.

Der Vorsitzende der Lebenskonferenz, einem Dachverband österreichischer Lebensschutzgruppen, war gemeinsam mit einem Kollegen beim Hearing von „One of Us“ im Europ. Parlament am 10.04. live vor Ort im Sitzungssaal, der mit rd. 400 Besuchern seine Kapazitäten inklusive extra Stühle voll ausgeschöpft hat.

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Endlich Fakten zur Gesamtschule

6 02 2011
 
 von Einem, der es wissen muss (hat er doch selbst 5 Jahre in Spanien eine solche Einrichtung besucht und erlebt). 
 
 
Nach Vorstellung des Bildungs-Volksbegehrens von Hannes Androsch ist die Enttäuschung (bei Einigen) groß – hinterläßt es nach genauerem Studium doch mehr den schalen Geschmack von bereits oft Gehörtem und vermeidet es konsequent, eine kritische Auseinandersetzung mit der Gesamtschule zu bieten und realistische Alternativen aufzuzeigen. Scheinbar fällt es Hr. Androsch schwer, authentisch und eigenständig gegen die Linie seiner (Ex?-)Partei zu argumentieren oder auch nur Stellung dazu zu beziehen. 
Offene Fragen

Bild von bettybraun @www.flickr.com

 Erfrischend und richtig befreiend hingegen erweist sich die Initiative einer Gruppe von Schülern und Studenten (beiden Geschlechts), die auf der Homepage  www.schuelerbegehren.at  ENDLICH einmal Fakten und Licht in den tatsächlichen Stand der wissenschaftlichen Untersuchungen und die praktischen Erfahrungen mit der Gesamtschule bringen.

Hat doch einer der Initiatoren selbst 5 Jahre in einer spanischen Ganztags-Gesamtschule verbracht. Überdies werden die ausführlichen Berichte mit einer Fülle von wissenschaftlichen Quellenangaben hinterlegt, die in der öffentlichen Debatte von Medien und Politik keinerlei Berücksichtigung, geschweige denn Erwähnung finden.

Es kann an dieser Stelle empfohlen werden, sich die angebotenen Informationen genau anzusehen und bei Zustimmung die Unterstützung auszusprechen. Eine willkommene Möglichkeit, als Bürger unseres schönen Landes den demokratischen Gestaltungsauftrag wahrzunehmen.





Klare Worte zum drohenden Maulkorb

22 06 2010

Verweis auf einen Artikel von Hr. Prüller “Die Presse”, Online Ausgabe 19.06.2010

Wenn die Freiheit ganz leise Ade sagt

Diskriminierung ist schlecht, Antidiskriminierung ist gut. Aber wenn die Antidiskriminierung zur unwidersprochenen Staatsideologie der EU wird, bleibt der freie Mensch irgendwann auf der Strecke. Dass kaum einer darüber redet, beunruhigt.

Erstaunlich ist vor allem die Stille: Da wird in der EU seit dem Jahr 2008 eine Richtlinie ins Rennen geschickt, die weiter und tiefer in die Privatautonomie des einzelnen Bürgers eingreift als jemals zuvor in der Geschichte der Europäischen Union – und kaum jemand erfährt davon….

hier gehts zum ganzen, äußerst lesenswerten Artikel






Christliche Lebensart “hinter Gitter”?

25 05 2010

“Arise up quickly…” von Storm Crypt @www.flickr.com

Wie uns bereits aus mehreren Quellen bekannt ist, kann eine authentische und ernsthafte christliche Lebensweise in Teilen Europas zu rechtlicher Verfolgung führen.

In Großbritannien müssen christliche Bildungs- und Erziehungsheime schließen, wenn sie sich in Ihrer Personalauswahl nicht nach dem gesellschaftlichen und mittlerweile rechtlich verordneten (Gender)-mainstream halten. Es zählt also nicht der begründete Wunsch der Klientel, der Eltern, die Kinder keinen Aufsichtspersonenen mit homosexuellen Neigungen anzuvertrauen. Das die derart bevormundeten Einrichtungen so ihren Auftrag und ihr “Vision Statement” der Vermittlung eines christlich-sozialen Weltbildes, mit klaren Regeln und Grenzen nicht mehr erfüllen können und damit in die Schließung getrieben werden, wird von der Regierung in Kauf genommen.

Unter dem Schlagwort der Anti-Diskriminierung wurden europaweit Gesetze eingereicht und beschlossen, die es uns erschweren, unsere christlichen Wurzeln und Identität auszuleben und öffentlich zu bekennen. Paradoxerweise scheint gerade das christliche Gedankengut von der Anti-diskriminierung ausgeschlossen zu sein. Das ist zwar nicht offenkundig festgeschrieben, aber Usus in der öffentlichen Debatte, Politik und Medienberichterstattung.

Aktuell gibt es wieder im Kielwasser des österreichischen Entwurfs des “Terrorismuspräventionsgesetzes 2010″ eine leicht zu übersehende Paragraphenanpassung, die für unsere Zukunft schwerwiegendste Auswirkungen hinsichtlich des Religionsfriedens haben könnte. Genauer nachzulesen in der Stellungnahme der österreichsichen Bischofskonferenz zu dem Gesetzesentwurf (der den Ministerrat schon passiert hat).

In Anbetracht des selbstbewußten Auftretens des Islams und der von “polical correctness” geprägten Unterwürfigkeit der Politiker quer durch alle europäischen Regierungsparteien erhebt sich die Frage, ob der oft strapazierte Begriff der Toleranz letztlich mit “Selbstaufgabe” gleichzusetzen ist? Wie sollen wir es den ansonsten einordnen, dass unsere christliche Ethik und Moral, die wesentlichen Einfluss auf die Bildung unserer heutigen humanen Gesellschaft gehabt hat, derart von den Verantwortlichen mit dem politischen Gestaltungsauftrag vergessen wird?

Vergegenwärtigen wir uns doch einmal die Tatsache, dass in islamisch dominierten Ländern, wo er Islam auch politische Kraft ist, über die letzten Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, die Entwicklung einer stabilen und vor allem auch wirtschaftlich produktiven, aufs Gemeinwohl ausgerichteten Gesellschaft nicht gelungen ist. Die Menschen, die aus diesen Ländern zu uns kommen sind zumeist Wirtschaftsflüchtlinge, zu einem geringen Teil auch politisch motiviert. Allein aufgrund der bei uns herrschenden Gesetze, fundiert auf dem christlichen Gebot der Nächstenliebe, finden diese Menschen Unterstützung und vor allem auch monetäre Zuwendung. Das wird von uns Bürgern getragen, eigentlich unter der Voraussetzung der Unverrückbarkeit unserer Gesellschaft und der willentlichen Integration der Zugezogenen. Doch diesem Anspruch wird nicht Genüge getan bzw. treten massive Schwierigkeiten auf.

Gott sei dank werden die Stimmen der Mahner immer mehr und auch der Gegenwind der Bevölkerung europaweit gegen politisches “Kopf-in-den-Sand-stecken” und Appeasement-Politik wird immer stärker. Zynisch könnte das Ganze in dem Satz gipfeln: “Stell’ Dir vor, es ist Europa und keiner geht hin!”

Wir müssen alle öffentlich erkennbaren Bestrebungen zur Wahrung unserer christlichen Wurzeln und Identität stärken, denn die Alternativen wären Verlust der Meinungsfreiheit, Verlust der Verkündigung der christlichen Botschaft von Vergebung, Erlösung, Nächstenliebe und Hoffnung und der Verlust einer verheißungsvollen Zukunft für uns und unsere Kinder. Darum, treten wir mit Freuden ein, als Zeugen eines selbstbewußten, christlichen Abendlandes, dass sich zwar seiner Schwächen bewußt ist, aber sich darum nicht schämt, seine Stärken zu vertreten!





(Fortwährende) Mangelnde Voraussicht der Politik

30 04 2010

So manch einer hat sich sicher spätestens beim Ausbruch der Finanzkrise gefragt, ob nicht die führenden Damen und Herren der Politik bei uns in Österreich oder in Europa etwas mehr Weitblick im Bezug auf ihre primäre Aufgabe, nämlich einer nachhaltigen Staatsführung besitzen sollten.

So gab es zahlreiche Hinweise auf Misstände, deren Erkennen keine umfassende wirtschaftliche Vorbildung benötigte, sondern die mittels einfachem Hausverstand für jeden zu erfassen waren. Ein Beispiel dazu sei die Dokumentation “Let’s Make Money” des österreichischen Filmemachers Erwin Wagenhofer. Wenn uns heute in den Medien berichtet wird, dass die Arbeitslosigkeit in Spanien einen Höchststand erreicht, mit dem verwundert vorgebrachten Nachsatz “…obwohl Spanien die letzten Jahre der Motor der Konjunktur in Westeuropa war…” dann zeigt das die Kurzsichtigkeit einer die Realität negierenden Medien- und Politiklandschaft. In Spanien wurden künstlich Arbeitsplätze durch den Bau von nicht-benötigten Immobilien geschaffen, die heute größtenteils dem Verfall preisgegeben sind, ebenso wie die aktuellen spanischen Wirtschaftsdaten.

So zeigt das aktuelle Beispiel der Pleite Griechenlands, welche die EU trotz mahnender Stimmen (siehe Anfrage Hr. Mölzer vom Februar 2009) völlig auf dem falschen Fuß erwischt, dass guter Rat so kurz vor zwölf immer teuer kommt. Und  das nicht nur sprichwörtlich sondern ganz konkret. Da wird mit Summen wie auf dem Bazar gehandelt – gestern noch 898 Millionen – morgen vielleicht schon 2 Millarden Euro “Finanzhilfe” – Zitat unseres Herrn Finanzminister. Das ist unser Geld, dass wir sehr wahrscheinlich nicht mehr wieder sehen werden. Dazu brauchen wir nicht einmal lange Erklärungen, es erscheint völlig logisch. Wenn jemand 1000€ Schulden hat, im Jahr 100€ neue Schulden macht und ich ihm 100€ für ein Jahr gebe – wie soll er mir das jemals zurückzahlen?

Die astronomischen Summen der Staatsverschuldung der europäischen Ländern sollte jeden Politiker nachts von seinem Lager hochschrecken lassen. Sehr einfach für jeden aktuell nachzulesen im Eurostat-Schuldenstand.

So kommt es mir als Bürger vor, dass ich gegen meinen Willen immer mehr in Richtung Abgrund gedrängt werde. Die Regierung verfolgt einen Kurs des geringsten Widerstandes und des größtmöglichen Risikos. Es scheint mir untypisch für die menschliche Natur, dass trotzdem der Karren so tief im Dreck steckt, immer noch keiner aussteigen will, um sich bei der Wieder-Flott-Machung aktiv zu beteiligen. Dabei werden wir zwar schmutzig, aber wir erreichen zumindest wieder festen Boden.

Eine (wenn auch nur teilweise) einnahmenseitige Budgetsanierung kann da nicht die Antwort sein. Es fehlt weniger an Ideen seitens Experten und Themenkundigen, als vielmehr an den Umsetzungswilligen in der Politik. Es bleibt für uns alle zu hoffen, dass diese bald erkennen und sich bewußt machen, dass sie mit dem Rücken zur Wand stehen und keiner mehr Verständnis für Herumgerede und Stillstand hat.

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen! (1. Johannes 2,1-6) – es ist Zeit, neue (alte) Wege zu gehen und die Konsequenzen für vergangene Fehlentscheidungen auf sich zu nehmen. Wer auf Schulden baut, baut auf einer Illusion des geborgten Wohlstandes – die Zeche müssen am Ende wir alle bezahlen. Rufen wir unsere Politiker zur Ordnung und zu Reformen und Sparsamkeit – spätestens die nächsten Wahlen geben uns dazu Gelegenheit.





Belebter Glaube in entspannter Atmosphäre

7 03 2010

In regelmäßigen Abständen trifft sich in Wien, Salzburg und Graz eine illustre Gemeinschaft von Menschen, um innovativen Vorträgen zu aktuellen oder auch “Dauerbrenner”-Themen aus christicher Sicht zuzuhören und sich darüber auszutauschen. In Wien gibt es dazu Gelegenheit im Sparkys, in der Wiener Innenstadt. Die anderen Lokalitäten und Termine können der Homepage “Theolgie von Fass” entnommen werden.

Kommen kann jeder, der Interesse hat – der Veranstaltungstitel läßt auch schon völlig richtig erkennen, dass gemütliche Gemeinschaft und Geselligkeit neben geistigem Input nicht zu kurz kommt. Eine willkommene Gelegenheit also für jeden, der das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden will.

Ankündigungen zu den Themen,  wie auch Videozusammenfassungen können auf der Homepage zeitnahe angesehen werden. Spaß ist in jedem Fall immer mit dabei :-) Ein toller Ausdruck von Christentum, wie es lacht und lebt – vor allem in der heutigen Zeit.





Können wir aufstehen nach dem Fall?

1 03 2010

Seit dem Rücktritt der deutschen, evangelischen Bischöfin Margot Käßmann am 24.02.2010, aufgrund ihrer Autofahrt im alkoholisierten Zustand, bei dem sie von einer Polizeikontrolle abgefangen wurde, ist das Thema Sünde und der Umgang damit, in vielen Medien thematisiert worden.

Ein sehr interessanter Artikel findet sich im Spiegel, Ausgabe 08/2010 vom 22.02.2010 dazu. Wer sich Online registriert kommt in den vollen Genuß – ansonsten gibt es auf jesus.de eine gute Zusammenfassung dazu.

Ungeachtet dessen, wie der Einzelne jetzt zu dem Rücktritt von Frau Käßmann im konkreten Fall steht, erhebt sich die Frage: Wie gehen wir mit der Sünde in unserem Leben um? Ja mehr noch, inwieweit vertrauen wir auf Gott, dass er uns unsere Sünde vergibt und wir gemäß Jesus Worten: “Siehe, ich mache alles neu” weiterleben können?

Wir erleben an diesem Beispiel die praktischen und zerstörerischen Auswirkung von Sünde. Viele Verdienste und gute Werke dieser Bischöfin scheinen angesichts des Vergehens zu verblassen, ja an Wert zu verlieren. Dabei können wir (und sie) Gott eigentlich noch dankbar sein, dass die Polizei Frau Käßmann aus dem Verkehr gezogen hat, bevor Schlimmeres hätte passieren können. Ist nicht genau dies die Gelegenheit, wo wir erkennen, dass bei allen unseren guten Taten, wir letztlich Gottes Gnade und Vergebung bedürfen – damit Jesus, der für unsere Sünde den höchsten Preis bezahlt hat, geehrt wird?

Dann können wir nach unserem Fall wieder aufstehen und aufrecht weitergehen. So leidet vielleicht unser “perfektes” Bild nach außen, möglicherweise verlieren wir auch bei manchen an Glaubwürdigkeit, aber auf alle Fälle demonstrieren wir als Christen, als Personen die auf Gott vertrauen – Menschlichkeit. In unserer Fehlbarkeit kommen wir dem Nächsten viel näher als durch große Reden und starke Worte. Durch die Vergebung Gottes können wir die Sünde und unsere Verfehlungen hinter uns lassen und weitergehen – und dabei ein Beispiel und Begleiter für viele sein.

So entspringt aus Vergebung der Sünde wieder Gutes  – denn Gott sagt: “Es gibt keine Verdammnis für die, die in Christus sind”.





Ansporn zu +++Geld für Familien und Eltern durch die Steuerreform 2009

25 01 2010

Oftmals hören und lesen wir von der steuerlichen Benachteiligung der Familien. Zweifellos ist das bestehende System fehlerbehaftet und bis jetzt, außer fallweiser Symptombehandlungen, im Kern immer noch nicht auf die nachhaltige Verbesserung der Umstände von Familien ausgerichtet. Der ideologische Konflikt um die Kinderbetreuung – zwischen der größtenteils linken Position der großangelegten Verstaatlichung der Kinderziehung unter dem Vorwand der wirtschaftlichen Gleichstellung der Geschlechter einerseits – und dem familienbewußtem Ansatz der Anerkennung und Bedeutung der mütterlichen Betreuung, speziell in den ersten 3 Lebensjahren für eine gesunde Entwicklung der nächsten Generation andererseits – ist voll im Gange.

Dabei besteht die Gefahr, die kleinen, aber vorhandenen Rechte und Errungenschaften zu übersehen, die für Familien und Eltern im Zuge von Verhandlungen und politischen Kompromissen erreicht wurden. Dazu gehören unter anderem die vorteilhaften Änderungen im Steuerrecht im Bezug auf die Arbeitnehmerveranlagung, die nun erstmals rückwirkend für das Jahr 2009 geltend gemacht werden können. Das Institut für Ehe und Familie hält dazu eine Informationsveranstaltung für Tipps zur steuerlichen Optimierung am kommenden Mittwoch, 27.01.2010 um 14:30 Uhr im Sitzungssaal (Mezzanin) in der Spiegelgasse 3, 1010 Wien ab.

Aber auch wenn diese Gelegenheit nicht wahrgenommen werden kann, sollte man sich nicht von der Nutzung der neuen Vorteile für Steuerzahlende abbringen lassen:

  • Kinderbetreuungskosten für bis 10-jährige sind absetzbar
  • Babysitterkosten für bis 10-jährige sind absetzbar
  • Abeitgebern wird die Option gegeben, Eltern einen bis zu 500€ steuerfreien Zuschuss für die Betreuung zu geben (pro Kind im Alter bis zu 10 Jahren) – ein Anreiz einmal auf den Dienstgeber zuzugehen und somit eine etwaige ansonsten Steuerpflichtige Boni-Zahlung für beide sinnvoller zu gestalten
  • der erhöhte Kinderfreibetrag ist durch das neue L1k Formular nun auch auf die Elternteile aufteilbar (spezieller Vorteil für getrennte Eltern)
  • Splitting der Topf-Sonderausgaben auf die Steuerpflichtigen Eheleute bzw. Partner
  • u.v.m.

Es zahlt sich aus, aktiv an die Sache heranzugehen – Hilfestellung dazu gibt es direkt auf der Homepage des Finanzamts bzw. berät auch der ÖAAB gerne über Details (01/40141-225). Der einigen vielleicht schon bekannte Service “Finanzonline” des BMF bietet neben einfacher Bedienung und Vermeidung von Postwegen auch die Möglichkeit einer “Proberechnung”, sodass eine Optimierung im Vorfeld leicht fällt. Wichig ist es, laufende Belege zu sammeln und bei der Erstellung der Arbeitnehmerveranlagung zu betrachten, so erkennt man die Möglichkeiten.

Das Finanzamt berichtet, dass jedes Jahr viele Millionen über die Arbeitnehmerveranlagung nicht abgeholt werden. Sorgen wir dafür, dass es sich dabei jetzt und in Zukunft nicht um unser Geld handelt!





Weihnachten ist unantastbar!

31 12 2009

Gegen Ende des Jahres, wo sich langsam der Weihnachtsfrieden einstellt, bzw. die Sehnsucht danach wächst, wird dieser Friede durch provokante Aussagen von Jussuf al-Kardawi, einem prominenten islamischen Prediger, empfindlich gestört.

In einem im Spiegel erschienenen Artikel kritisiert al-Kardawi, dass die Feiern anlässlich der Geburt des Erlösers Jesus Christus in so vielen Ländern und Kulturen (auch islamischen) Einzug gefunden haben. Speziell in islamischen Ländern möchte er Christen das Weihnachtsfest verbieten, und Moslems in anderen Ländern, die das Brauchtums des Christbaumes (mit oder ohne spirituellem Motiv) übernommen haben, werden von ihm heftig krisitsiert.

Die Reaktion der islamischen Welt ist verhalten und fairer Weise gesagt, nicht erfreut - scheinbar aufrund al-Kardawis Beliebtheit bei den Massen gab es aber bis dato keine medial formulierte Gegenstimme. Leider sind auch im westeuropäischen Raum gewichtige Reaktionen ausgeblieben. Das Thema wurde nicht aufgegriffen und die Gelegenheit Farbe zu bekennen, wieder einmal vertan.

Zweifellos ist die Aussage, Weihnachten abschaffen zu wollen mehr als entbehrlich und an und für sich eine nicht ernst zu nehmende, reine Provokation. Allerdings wäre es seitens des christlichen Abendlandes im Hinblick auf die eigene Identität wichtig, gerade auf solche Provokationen, scharf und deutlich klarzustellen, dass Weihnachten einen unantastbaren Stellenwert in der europäischen und westlichen Kultur besitzt und sich somit jedwede Diskussion darüber verbietet. Man erinnere sich an den Aufschrei der muslimischen Welt, als Karikaturen des Propheten Mohammeds Eingang in die Medien fanden – und den danach erfolgten Kniefall vor den “spirituellen Werten” des Islam.

Ein denkwürdiger Aspekt ist neben aller Feindseligkeit der Aussagen dennoch hervorgekommen: scheinbar können sich viele Muslime dem Aspekt des Schenkens und der damit ausgedrückten Liebe zu Weihnachten nicht entziehen. So gilt der letztes Jahr auf zahlreichen Werbeflächen zu sehende Satz auch heuer (und immer): “Zu Weihnachten ist Jesus Christus geboren – ein Fest der Freude für die Menschen” – für ALLE Menschen.





Offener Brief an unsere christlich-sozialen Vertreter

16 11 2009

Sehr geehrte Damen und Herren des Nationalrates!

Ich wende mich an Sie, da in diesen Tagen eine Entscheidung zur Einführung des „Eingetragene Partner-Gesetzes“ stattfinden soll. Ich konnte dieses Gesetz leider nicht auf der Parlamentshomepage finden und habe daher meine Informationen nur über Dritte beziehen können. Anscheinend gibt es für das EPG kein Begutachtungsverfahren wie zuletzt beim Lebenspartnerschaftsgesetz (LpartG).

Hier nun mein Ansuchen und meine Bedenken dazu an Sie:

• Meines Wissens nach wird seitens der homosexuellen Gemeinschaft als großes Ziel die rechtliche Gleichstellung von homosexuellen Lebensgemeinschaften mit der Ehe zwischen Mann und Frau angestrebt. Das ist abzulehen, damit die Wichtigkeit und Exklusivität der Ehe betont und die Wertschätzung gegenüber dieser kleinsten und wichtigsten Keimzelle des Staates hervorgehoben wird – dass muss so sein und auch so bleiben!

• Nachdem aber außer dieser „Gleichstellung“, die abzulehnen ist, homosexuellen empfindenden Menschen alle anderen Rechte in unserer Zivilgemeinschaft wie jedem in Österreich zugänglich sind, frage ich mich ob eine Regelung durch den Staat notwendig, bzw. sinnvoll ist?

• Meiner Meinung nach zählt es nicht zu den Aufgaben des Rechtsstaates, für jedwede Form des menschlichen Zusammenlebens einen rechtlichen Rahmen zu schaffen – ausgenommen für die Ehe, da diese wesentliche Aufgaben einer Gesellschaft (Generationentransfer, Nachkommenschaft, Träger der Zivilgesellschaft, u.v.m.) übernimmt. Das verursacht auch Kosten und einen Verwaltungsaufwand, der nicht gerechtfertigt ist.

• Es ist schlichtweg falsch, seitens einiger Teile der homosexuellen Gemeinschaft, zu glauben, dass durch ein Gesetz Probleme gelöst werden könnten, die auf dem Unterschied von homosexuell und heterosexuell empfindenden Menschen beruhen. Diese können alleine durch ein gesundes Selbstverständnis und einer klaren Abgrenzung gelöst werden – unter der Voraussetzung der Achtung und des respektvollen, aus christlicher Sicht, auch liebevollen Umgangs miteinander. Ungleiches ist nicht Gleich und das muss es auch nicht sein.

• Als Vertreter der ÖVP appelliere ich an Sie, Ihrer Linie des Schutzes von Werten und Standards, die zum Wohl und Aufbau der Gesellschaft beigetragen haben und weiterhin beitragen treu zu bleiben, diese zu schützen und keine scheinbaren Lösungen zu unterstützen, mit denen letztlich keiner zufrieden ist.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen Weisheit und Klarheit bei den kommenden Herausforderungen,

mit freundlichen Grüßen,








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