Die polnischen Bischöfe zum Thema Gender

20 01 2014

Polnische Bischöfe

Die Bischöfe zum Thema Gender – ein Hirtenbrief am Sonntag der Hl. Familie, 2013.12.29

http://www.pch24.pl/

Datum der Veröffentlichung: 2013.12.20 14.00 Uhr

Datum der Aktualisierung: 2013.12.20 02.17.00

Foto : Grazyna Myslinska / FORUM

“Man kann nicht schweigen gegen Versuche, eine Ideologie einzuführen, die die christliche Anthropologie zerstört und durch zutiefst destruktive Utopien ersetzt, die nicht nur den einzelnen Menschen , sondern auch die ganze Gesellschaft zerstören” – erinnern die polnischen Bischöfe .

Geliebte Schwestern und Brüder in Christus, dem Herrn!

Jedes Jahr erleben wir  in der Oktav der Geburt Christi das Fest der Heiligen Familie. Wir richten unsere Gedanken auf unsere Familien und lassen uns auf eine Reflexion über die Situation der modernen Familie ein. Das heutige Evangelium zeigt, wie die Familie von Nazareth in schwierigen Situationen versucht, den Willen Gottes zu verstehen und zu erfüllen. Diese Haltung wurde für sie eine Quelle neuer Kraft . Es ist für uns ein wichtiger Hinweis, dass auch heute Gehorsam gegenüber Gott und seinem Willen ein Garant für Glück in der Familie ist.

Der selige Johannes Paul II., auf dessen Heiligsprechung wir uns vorbereiten, erinnert daran, dass die Wahrheit über die Ehe “über dem Willen des Einzelnen, den Launen der Eheleute, über Entscheidungen und staatlichen Sozialorganismen“ steht . “Die Wahrheit muss bei Gott gesucht werden , denn “Gott selbst ist der Urheber der Ehe” (GS 48; HV 8). Gott hat den Menschen als Mann und Frau erschaffen, so dass sie für sich gegenseitig ein unverzichtbares Geschenk werden. Die Familie gründete Er auf der Ehe als einem lebenslangen und exklusiven Liebesbund. Er entschloss, dass nur eine solche Familie die richtige Umgebung  für die Entwicklung der Kinder sein soll, die das Leben weitergeben und die materielle und geistige Entwicklung gewährleisten soll.

Die christliche Vision offenbart die tiefste, innere Bedeutung von Ehe und Familie. Ein Verwerfen  dieser Vision führt zwangsläufig zur Zersetzung der Familie und zu einer menschlichen Katastrophe. Wie die Geschichte der Menschheit zeigt, ist die Verachtung des Schöpfers immer gefährlich und eine Bedrohung für die glückliche Zukunft des Menschen und der Welt. Missachtung des Willens Gottes in der Familie führt zu einer Schwächung der Beziehungen seiner Mitglieder, zur Entstehung verschiedener Pathologien, zur Plage der Scheidung, zu so genannten “losen” oder “freien” Beziehungen, wie sie von Jugend auf praktiziert wird, oft mit stillschweigender Zustimmung oder Genehmigung der Eltern. Dies führt zu einem Mangel an Offenheit des Paares für das Geschenk des Lebens, was negative demographischen Auswirkungen hat. Mit zunehmender Besorgnis beobachten wir die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Phänomene .

Es ist daher verständlich, dass den höchsten Grad an Beunruhigung auch die Versuche wecken, das Konzept von Ehe und Familie zu ändern, wie das heutzutage vor allem von den Gender-Ideologen erzwungen und von den Medien verbreitet wird.  Angesichts der zunehmenden Angriffe gegen verschiedene Bereiche des Familien-und Soziallebens, fühlen wir uns gezwungen, uns einerseits entschlossen und unmissverständlich für die Verteidigung der Ehe und der Familie, für diese Grundwerte, auszusprechen, und andererseits vor den Gefahren zu warnen, die die Verbreitung  dieser neuen Vision mit sich bringt.

Wir treffen auf verschiedene Einstellungen hinsichtlich der Aktivitäten der Anhänger der Gender-Ideologie. Die große Mehrheit weiß nicht, was diese Ideologie beinhaltet, so dass sie keine Gefahr darin sehen. Eine kleine Gruppe von Menschen – vor allem Lehrer, Eltern und Erzieher , darunter Katecheten und pastoralen Mitarbeiter – versuchen, konstruktive Wege zu finden, um ihr entgegenzuwirken. Schließlich gibt es noch diejenigen, die die Absurdität dieser Ideologie sehen, allerdings glauben, dass die Polen diese utopischen Visionen von selbst ablehnen. Inzwischen wird die Gender-Ideologie ohne Wissen und Zustimmung der polnischen Gesellschaft seit vielen Monaten in den verschiedenen Strukturen des sozialen Lebens eingeführt: in Bildung, Gesundheitswesen, in Aktivitäten von Kultur-und Bildungseinrichtungen sowie NGOs. Die Medien konzentrieren sich hauptsächlich auf die Förderung von Gleichstellung und Verhinderung von Gewalt, wobei sie  die weitreichenden Auswirkungen dieser gefährlichen Ideologie ignorieren.

1. Was ist die Gender- Ideologie und warum ist sie so gefährlich?

Die Gender-Ideologie ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen, ideologischen und kulturellen Transformation , die in Marxismus und Neomarxismus wurzelt, und von einer zunehmend radikalisierten feministischen Bewegung und der sexuellen Revolution im Jahre 1968 initiiert wurde. Gender fördert Prinzipien, die ganz im Gegensatz zu der Realität und dem traditionellen Verständnis der menschlichen Natur stehen. Es wird behauptet, dass das biologische Geschlecht einen rein kulturellen Charakter hat, dass man es im Laufe der Zeit wählen könne, und die traditionelle Familie veraltet und eine soziale Belastung sei. Gemäß Gender ist Homosexualität angeboren und Homosexuelle und Lesben haben ein Recht auf Partnerschaften, die die Basis für eine neue Art von Familie sind, ein Recht auf Adoption und darauf, Kinder zu erziehen. Die Anhänger dieser Ideologie argumentieren, dass jede Person sogenannte reproduktive Rechte hat, einschließlich des Rechts, sein Geschlecht zu ändern, ein Recht auf In-Vitro-Fertilisation, auf  Empfängnisverhütung und sogar auf Abtreibung.

Gender in seiner radikalsten Form behandelt das biologische Geschlecht als eine Art von Gewalt gegen die menschliche Natur. Demnach ist der “ein Mensch in sein Geschlecht verwickelt”, aus dem er sich befreien muss. Indem er das biologischen Geschlecht negiert, erlangt der Mensch „wahre, uneingeschränkte Freiheit” und kann das sogenannte kulturelle Geschlecht wählen, das sich nur in äußerem Verhalten offenbart. Der Mensch hat außerdem ein Recht auf spontane Veränderung seiner Entscheidung, unter fünf Geschlechtern zu wählen, zu denen gehören: Homosexuelle, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle und Heterosexuelle.

Die Gefahr der Gender-Ideologie besteht im Wesentlichen in ihrer zutiefst zerstörerischen Natur sowohl hinsichtlich der Person als auch den zwischenmenschlichen Beziehungen, und damit dem gesamten gesellschaftliche Leben. Der Mensch ohne feste Geschlechtsidentität verliert den Sinn seiner Existenz, ist nicht in der Lage, die ihm gestellten Aufgaben zu erkennen und zu erfüllen, die in seiner persönlichen Entwicklung auf ihn zukommen, sei es in Familie oder im sozialen Leben, auch was die Fortpflanzung angeht.

2. In welchen Bereichen wird die Gender-Ideologie eingeführt ?

Die Gender-Ideologie wird in Polen in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens eingeführt. Dies wird zunächst durch die Gesetzgebung getan. Dokumente werden erstellt, die scheinbar dem Schutz, der Sicherheit und dem Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger dienen, die allerdings stark destruktive Elemente enthalten. Ein Beispiel ist die Konvention des Europarates gegen Gewalt gegenüber Frauen, die sich zwar der wichtigen Frage der Gewalt gegenüber Frauen widmet, hingegen aber  “nicht- stereotype Geschlechterrollen” fördert und in das Bildungssystem eingreift, indem sie eine Bildung aufzwingt, die für Homosexualität und Transsexualität wirbt. In dem letzten halben Jahr entstand ein Entwurf für ein sog.  “Gleichheitsgesetz“, das den Katalog der Diskriminierungsverbote erweitert, besonders im Hinblick auf die “Gender-Identität und deren Ausdruck”. Die Annahme des Entwurfs begrenzt in der Folge die Redefreiheit und die Möglichkeit, religiöse Ansichten auszudrücken. Wer es auch immer in Zukunft wagt, homosexuelle Propaganda zu kritisieren, wird strafrechtlichen Konsequenzen ausgesetzt werden. Dies ist auch eine Gefahr für das Funktionieren der katholischen Medien und impliziert gewissermaßen die Notwendigkeit der Selbstzensur.

Im April 2013 wurden Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO ) in Bezug auf die Sexualerziehung veröffentlicht, die zu einer tiefen Depravation von Kindern und Jugendlichen führt. Sie fördert unter anderem Masturbation für Vorschulkinder und die Entdeckung von Freude und Lust bei der Berührung ihrer eigenen Körper und des Körper ihrer Mitschüler. Elemente dieser sogenannten  Standards werden derzeit umgesetzt – und das muss betont werden: meist ohne Wissen und Zustimmung der Eltern – wie in dem von der Europäischen Union finanzierten Projekt „Gleichstellungskindergarten“. Die Autorinnen dieses Projekts schlagen unter anderem vor, im Rahmen eines Spieles Jungen als Mädchen und Mädchen als Jungen zu verkleiden, wobei der Rest der Kinder erraten muss, wer sie sind und erklären, warum sie das so sehen. Dieses Projekt umfasst viele andere, ähnlich umstrittene Vorschläge .

Diese Standards werden im Rahmen von Fortbildungen, Workshops für Lehrer und Erzieher, Schulprojekten, in Bildungseinrichtungen und Universitäten gefördert. An vielen Universitäten in Polen entstanden nahezu plötzlich Studiengänge zum Thema Gender (Gender Studies). Dort werden neue Anhänger dieser Ideologie ausgebildet und es wird verkündet, dass die Familie ein veraltetes Modell sei und es keine Rolle spiele, ob das Kind von Homosexuellen und Lesben erzogen wird, da es in solchen Strukturen genau so glücklich werden könne, seine Entwicklung genauso gut verlaufe, wie bei einem Kind in einer traditionellen Familie. Dabei werden Untersuchungen verschwiegen, deren Ergebnisse negative oder sogar tragische Konsequenzen im Leben der Menschen zeigen, die in dieser Art von Umgebungen aufwachsen: erhöhte Suizidalität, abnorme Identitätsgefühl, Depressionen, sexueller Missbrauch oder sexuelle Belästigung.

Gender dringt auch in den Bereich der Kultur ein. Gemäß der Richtlinien der Ideologen werden – mit Hilfe der neuesten Techniken der Manipulation -  in die Inhalte von Filmen, TV-Serien, Theaterstücken, TV-Shows und Ausstellungen, Zeichen und Bilder eingeführt, die der Veränderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Richtung Annahme der Gender-Ideologie dienen.

Auf dem Gebiet der Medizin haben wir es mit Aktivitäten zu tun, die das Recht auf Abtreibung, Empfängnisverhütung, In-Vitro-Fertilisation , chirurgische und hormonelle Geschlechtsumwandlung fördern, sowie auch die schrittweise Einführung eines “Rechts” auf Euthanasie und Eugenik, das heißt, eine Möglichkeit der Beseitigung von Kranken, Schwachen, Behinderten, die – gemäß den Geschlecht-Ideologen – “nicht vollwertig” sind. Daraus folgt, dass der Mensch überhaupt nicht mehr zählt, wobei die verborgenen Motive letztlich wirtschaftliche Vorteile sind.

Sehr geschickt wird die Tatsache ignoriert, dass das Ziel der Gender-Erziehung , im Grunde die Sexualisierung von Kindern und Jugendlichen ist. Wird die Sexualität in einem frühen Alter geweckt, dann führt das zu Sucht in der sexuellen Sphäre und im späteren Leben zu Abhängigkeiten. Eine Kultur, die andere Person „benutzt“, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, führt zu einer Degradierung des Menschen, der Ehe, der Familie und hat soziale Folgen. Nach einer solchen Erziehung, wie sie von den Jugendsexualpädagogen durchgeführt wird, wird bereits der junge Mensch Stammkunde von Pharma-, Erotik, Porno-, Pädophilen- und Abtreibungsunternehmen. Außerdem geht die sexuelle Versklavung oft mit anderen Süchten (Alkoholismus, Drogensucht, Spielsucht) einher und ist mit Leid, das man sich selbst und andere antut (Pädophilie, Vergewaltigung, sexuelle Gewalt) verbunden. Eine solche Erziehung ist nichts anderes als die Demontage der Familie. Die depravierende, manipulative Tätigkeit der Sex-Pädagogen ist möglich, weil die Mehrheit der Eltern und Lehrer nichts von den Aktivitäten dieser Gruppen gehört oder deren Bildungsmaterialien nicht gesehen haben.

3. Was kann man gegen die Ideologie des Gender tun?

Im Hinblick auf die Gender-Ideologie ist es eine äußerst wichtige Aufgabe, die Gefahren bewusst zu machen, die sich daraus ergeben und an die unveräußerlichen Grundrechte der Familie zu erinnern, die vor 30 Jahren von dem Heiligen Stuhl in der Charta der Familienrechte festgesetzt wurden. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, die der Ehe und der Familie ihren rechtmäßigen Platz wieder geben, die den Eltern ermöglichen, von ihrem Recht Gebrauch zu machen, ihre Kinder gemäß ihrer eigenen Überzeugungen und Werte zu erziehen, die den Kindern die Möglichkeit einer ganzheitlichen Entwicklung zu Hause und in der Schule bieten, und die den Vertretern der Wissenschaft erlauben, solide Untersuchungen ohne ideologische Druck durchzuführen und zu veröffentlichen.

Die Kirche hat als Wächter des Rechtes eines jeden Menschen nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, sich für die natürlichen Gesetze Gottes in der Gesellschaft einzusetzen. So kann sie also nicht schweigen, wenn  eine  Ideologie eingeführt wird, die die christliche Anthropologie zerstört und gegen zutiefst destruktive Utopien ersetzt, die nicht nur den einzelnen Menschen, sondern auch die ganze Gesellschaft zerstören. Auch die in der Politik engagierten Christen können hier nicht tatenlos zusehen .

Wir wenden uns daher mit einem dringenden Appell an die Vertreter der religiösen Bewegungen und kirchlichen Verbände, mutig Maßnahmen zu ergreifen, die dazu dienen, die Wahrheit über die Ehe und die Familie zu verbreiten. Mehr denn je ist heute eine Schulung des Erziehermilieus vonnöten. Es ist notwendig, den Eltern und Lehrern, den Personen, die für die Form des polnischen Schulsystems verantwortlich sind, bewusst zu machen, was für eine große Bedrohung mit der Gender-Ideologie einher geht. Man muss das um so mehr tun, da den Eltern oft nicht gesagt wird, dass diese Ideologie in eine bestimmte Bildungseinrichtung eingeführt wird, wobei die mit ihr verbundenen Inhalte schöngeredet und als harmlose und interessante Methoden und Formen, wie etwa Spiele, dargestellt werden.

Wir appellieren auch an die Institutionen, die für die polnischen Bildung zuständig sind, dass sie dem Druck der wenigen, wenn auch sehr einflussreichen Kreise nicht nachgeben, die über nicht unerhebliche finanzielle Mittel verfügen, und die im Namen einer modernen Bildung an Kindern und Jugendlichen herumexperimentieren. Wir fordern die Bildungsinstitutionen auf, die integralen Sicht des Menschen zu fördern.

Alle Gläubigen bitte wir um inbrünstiges Gebet für Ehepaare, Familien und den von ihnen erzogenen Kinder. Bitten wir den Heiligen Geist, dass er uns unaufhörlich Licht sendet, um die Gefahren und Bedrohungen zu erkennen, vor denen die Familie heutzutage steht. Beten wir auch für den Mut, Menschen des Glaubens und mutige Verteidiger der Wahrheit zu sein. Vorbild und geistige Hilfe bei diesen Bemühungen sei uns die Heiligen Familie von Nazaret, in der der Sohn Gottes – Jesus Christus aufgewachsen ist.

In diesem Sinne erteilen wir allen den pastoralen Segen.

Die Hirten der katholischen Kirche in Polen





Bildungsplan namens „Gender“ für die Schulen in Baden-Württemberg

16 01 2014

von Inge M. Thürkauf

Bei der Landtagswahl 2011 in Baden-Württemberg  war bekannt, dass die Partei der Grünen sich der Genderideologie verschrieben hat. Doch im Fokus standen damals nach dem Desaster von Fukushima energiepolitische Entscheidungen. Die Berichte über die „unabsehbaren Folgen der japanischen Nuklearkatastrophe“ sind weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden, dafür meldet nun sich der Bildungsplan 2015, mit dem die baden-württembergische Regierung das Umerziehungsprogamm Gender Mainstreaming in die Schulen einführen will – dessen Folgen allerdings absehbar sind.

Gender bedeutet, dass genitale Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht naturgegeben sind, sondern das Ergebnis sozialer und politischer Umstände, oder mit den Worten von Simone de Beauvoir ausgedrückt: Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird dazu gemacht. Jede sexuelle Orientierung (homosexuell, bi- oder transsexuell) ist für die Gender-Ideologen gleichwertig und auch beliebig wählbar. Unter Missachtung der Schöpfungsordnung wird eine totale Veränderung der Geschlechter, der Gesellschaft, vor allem der familiären Strukturen angestrebt.

Diese dem gesunden Menschenverstand zuwiderlaufende Ideologie soll nun durch die grün-rote Landesregierung als neuer Bildungsplan 2015 in die Schulen eingeführt werden. Im Mittelpunkt steht dabei die „Akzeptanz der sexuellen Vielfalt“.

Dagegen hat sich eine Initiative mit der Petition: „Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens“ gewandt. Es fehlen noch ca. 78.000 Stimmen. Auch nicht in Baden-Württemberg Ansässige können unterschreiben.

Wir rufen alle Bürger auf, im Interesse unserer Kinder und der Gesellschaft gegen diese Pläne zu protestieren.

Bitte hier anklicken: www.openpetition.de

Siehe auch http://www.kath.net/news/44152

Es können auch Unterschriftenlisten ausgedruckt werden.





Abtreibung verletzt Frauen:

15 01 2014

Acht Fakten welche die meisten Leute nicht wissen

von Dr. Peter Saunders (Arzt und CEO von Christian Medical Fellowship, einer britischen Organisation, die 4.400 Ärzte und 1.000 Medizinstudenten zu ihren Mitgliedern zählt. Dieser Artikel erschien ursprünglich auf seinem Blog: his blog. Dr.Saunders ist in Großbritannien gleichfalls verbunden mit der Vereinigung Care Not Killing Alliance.

(aus MEDIZIN & IDEOLOGIE 04/13): Entgegen der populären Meinung verletzt Abtreibung die Frauen. TheUnChoice.com ist eine auf wissenschaftliche Belege gegründete Initiative des Elliot Instituts, der es um Bewusstseinsbildung hinsichtlich unerwünschter Schwangerschaften, postabortiver Probleme, Müttersterblichkeit geht, sowie darum Hilfe, Hoffnung und Heilung anzubieten. Das in den USA ansässige Elliot Institut publiziert Forschungsergebnisse und Unterrichtsmaterial und setzt sich für Männer und Frauen ein, die nach einer Abtreibung Heilung suchen.

Die im folgenden angegebenen Zahlen stammen aus einer Elliot-Institute-Publication und stellen acht wissenschaftlich erhärtete Fakten über die gesundheitlichen Folgewirkungen für Frauen nach einer Abtreibung dar. Wo es möglich war, haben ich die Originalquellen verlinkt.

  1. 31 % der Frauen berichten nach Abtreibungen, daß sie, ihre Gesundheit betreffend, an physischen Komplikationen leiden (1).
  2. 10 % der Frauen, die Abtreibungen hinter sich haben, leiden unmittelbar anschließend an eventuell lebensbedrohlichen Komplikationen (2,3,4).
  3. Frauen haben nach Abtreibung ein 65 % erhöhtes Risiko an klinischer Depression gegenüber Frauen nach Entbindung.
  4. 65 % der Frauen leiden nach Abtreibung an Symptomen von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTSD) (1).
  5. Die Sterberate von Frauen, ausgelöst durch unterschiedliche Ursachen nach einer Abtreibung, ist 3,5-mal höher als bei Frauen, die ihr Kind zur Welt bringen (6,7).
  6. Viele Frauen beschreiben ihre Erfahrung als „einen Alptraum“, der schwerlich dem entspricht, was man „Wahlfreiheit (choice)“ nennt. 60 % der befragten Frauen gaben nach der Abtreibung an: „Ein Teil von mir starb“ (1).
  7. Die Suizidrate unter Frauen, die Abtreibungen hinter sich haben, ist sechsmal höher im Vergleich zu Frauen, die ihr Kind zur Welt brachten(7,8).
  8. Das Risiko einer späteren Fehlgeburt wird für Frauen nach Abtreibung um 60 % höher (9).

Quellenangaben:

(1) Source: Rue et al., „Induced abortion and traumatic stress: A preliminary comparison of American and Russian women“, Medical Science Monitor 10 (10): SR5-16, 2004.

(2) Frank, et al., „Induced Abortion Operations and Their Early Sequelae“, Journal of the Royal College of General Practitioners 35(73):175-180, April 1985.

(3) Grimes and Cates, „Abortion: Methods and Complications“, in Human Reproduction, 2nd ed., 796-813.

(4) M. A. Freedman, „Comparison of complication rates in first trimester abortions performed by physician assistants and physicians“, Am. J. Public Health76(5):550-554, 1986.

(5) JR Cougle et al., „Depression Associated With Abortion and Childbirth: A Long-Term Analysis of the NLSY Cohort“, Medical Science Monitor 9(4):CR 105-112, 2003.

(6) M. Gissler et al., „Pregnancy Associated Deaths in Finland 1987-1994 – definition problems and benefits of record linkage“, Acta Obsetricia et Gynecologica Scandinavica 76:651-657, 1997.

(7) M. Gissler, „Injury deaths, suicides and homicides associated with pregnancy“, Finland 1987-2000, European J. Public Health 15(5):459-63, 2005.

(8) Gissler, Hemminki & Lonnqvist, „Suicides after pregnancy in Finland“, 1987-94: register linkage study, British Journal of Medicine 313:1431-4, 1996.

(9) N. Maconochie, P. Doyle, S. Prior, R. Simmons, „Risk factors for first trimester miscarriage – results from a UK-population-based case-control study“, BJOG: An International Journal of Obstetrics & Gynaecology, Dec. 2006.

Anmerkung:

Die Studien 6,7 und 8 untersuchten die Todesrate bis zu durchschnittlich einem Jahr nach der Abtreibung. Eine weitere Studie, die die Selbstmordrate bis zu acht Jahren danach untersuchte, fand heraus, daß im Vergleich zu Frauen, die entbunden hatten, Frauen nach einer Abtreibung ein um 62 % erhöhtes Risiko sämtlicher Todesursachen aufwiesen sowie eine 2,5-mal höhere Suizidrate.

Quelle: DC Reardon et al., „Deaths Associated With Pregnancy Outcome: A Record Linkage Study of Low Income Women“, Southern Medical Journal 95(8):834-41, Aug. 2002.





Rede zum deutschen Nationalfeiertag

20 10 2013

Rede zum 3. Oktober 2013

von Manfred Kleine-Hartlage:

 

Liebe Freunde !

Den heutigen Nationalfeiertag als „Tag der Patrioten“ zu begehen, ist in der real existierenden BRD des Jahres 2013 eine erstrangige Provokation, und genau das soll es auch sein. Ihn als „Tag der Patrioten“ zu begehen, heißt nämlich: einen Kontrapunkt setzen, heißt dagegen protestieren, dass die politische Klasse diesen Tag dazu missbraucht, sich selbst in Szene zu setzen und in schwülstiger Floskelsprache eine Ideologie zu verbreiten, die sich gerade gegen die deutsche Nation und deren Fortbestand richtet. Der Nationalfeiertag gehört dem Volk. Er gehört nicht den Herrschenden. Er gehört der Nation, nicht denen, die an ihrem Verderben arbeiten.

Einen Kontrapunkt zu deren Selbstbeweihräucherung zu setzen heißt, die Lage der Nation und die Lage der Republik in der klaren Sprache zu beschreiben, die die Herrschenden wohlweislich nicht sprechen, weil sie wissen, wie schlecht sie dann aussehen würden. Eine solche Beschreibung ist leider wenig erbaulich, aber wir sind es uns – und vor allem unseren Kindern und Enkeln – schuldig, uns ihr zu stellen.

Als am 3. Oktober 1990 die DDR dem Geltungsbereich des Grundgesetzes beitrat, glaubten wir alle, Deutschland sei angekommen, im Frieden mit sich und im Frieden mit seinen Nachbarn. Die Nation, der man versucht hatte, zwei einander entgegengesetzte künstliche, ideologisch konstruierte Identitäten aufzuschwatzen, schien endlich wieder zu sich selbst gekommen zu sein. Und spätestens nach dem Regierungsumzug, wenn man abends am Reichstag vorbeikam und an den von innen beleuchteten Fenstern ablesen konnte, dass hier tatsächlich ein gewähltes gesamtdeutsches Parlament arbeitete, glaubten wir allen Grund zu haben, politisch glücklich zu sein und zu denken: Wir sind wirklich und wahrhaftig wieder da !  Es gibt uns wieder als Nation !

Am 3. Oktober 1990 ahnten wir nicht, welche Rechnung uns für die Wiedervereinigung präsentiert werden würde, und dass wir diese Wiedervereinigung teurer bezahlen würden als „nur“ mit dem Verlust der Währungshoheit (was schlimm genug gewesen wäre).

Wir ahnten nicht, dass die scheinbare Wiederauferstehung der deutschen Nation nur die politischen Voraussetzungen dafür schaffen sollte, diese Nation genau wie die übrigen Völker Europas aus der Weltgeschichte verschwinden zu lassen.

Wir ahnten nicht, dass wir die Wiedervereinigung mit dem Verlust unserer demokratischen Rechte bezahlen sollten, und dass unsere Politiker uns die gerade erst gewonnene nationale Souveränität sogleich wieder abgaunern würden.

Als die DDR zusammenbrach, glaubten wir alle, nun sei es in Deutschland endlich, endlich vorbei mit Gesinnungsschnüffelei, Gesinnungsjustiz und Gesinnungsterror. Wir glaubten, es sei endlich vorbei mit einer politisch gelenkten, allgegenwärtigen dröhnenden Propaganda aus gestanzten stereotypen Phrasen, die die menschliche Intelligenz beleidigen. Wir glaubten, es sei endlich vorbei mit flächendeckender geheimdienstlicher Überwachung. Wir glaubten, mit der DDR sei auch das Spitzel- und Denunziantenunwesen verschwunden.

Wir glaubten, es werde in Deutschland nie wieder möglich sein, dass Menschen gezwungen sind, aus Angst vor Repressalien ihre Meinung für sich zu behalten, wir glaubten, nie wieder werde in Deutschland irgendjemand gezwungen sein, sich selbst zu erniedrigen, indem er seine öffentliche Sprache den Sprachregelungen einer herrschenden Klasse anpasst und deren leere Phraseologie nachplappern muss. Wir glaubten, nie wieder würden Bonzen sich anmaßen können, sich selbst zu Erziehern ihrer Mitbürger aufzuschwingen, und nie wieder werde es einen Umerziehungs- und Bevormundungsstaat geben.

Wir glaubten, nie wieder würden Machthaber uns daran hindern können, mit unserer eigenen Stimme und in unserer eigenen Sprache das auszusprechen, was wir mit unserem eigenen Kopf denken. Und wir glaubten, es werde in Deutschland nie wieder möglich sein, dass Eltern sich überlegen müssen, was sie am Mittagstisch zu ihren Kindern sagen, weil die Kleinen es sonst in der Schule ausplaudern könnten.

Wir hätten mit anderen Worten das, was heute Wirklichkeit ist und sich zu einem immer beklemmenderen realen Alptraum auswächst, niemals für möglich gehalten !

Wir hatten Vertrauen zu Politikern, die schließlich allesamt einen Eid geleistet hatten, ihre Kraft dem Wohl des deutschen Volkes zu widmen, seinen Nutzen zu mehren, Schaden von ihm zu wenden und das Grundgesetz zu wahren und zu verteidigen.

Daher wussten wir nicht, dass wir die Rechte, die wir als Volk, als der Demos der Demokratie der Politik gegenüber hatten, Schritt für Schritt an die Europäische Union verlieren sollten, und nicht nur an diese. Wir wussten nicht, dass die Politik der Masseneinwanderung dazu bestimmt war, niemals zu enden, deren ungehemmter Fortgang uns zu Fremden im eigenen Land machen wird. Wir wussten nicht, dass Opposition zu diesem Kurs kriminalisiert werden würde, und dass der Staat, wo er bei der Verfolgung solcher Opposition an die Grenzen der Rechtsstaatlichkeit stößt, linksradikalen Abschaum einspannen würde, damit der die Drecksarbeit verrichtet, die dem Staat selber verboten ist.

Die BRD ist ein Staat, der die ideologische Apartheid gegen die Sachwalter der Interessen des eigenen Volkes zur Grundregel der Politik erhoben hat. Sie ist ein Staat, in dem die Parteigänger der Interessen von Kinderschändern definieren, was öffentliche Moral zu sein hat; in dem Anhänger ausgerechnet der Scharia, und zwar unter dem Beifall der politischen Klasse einschließlich der Medien, uns darüber belehren dürfen, was unter „Toleranz“ zu verstehen sei; in dem ein Chor von Machthabern und deren Schranzen und ideologischen Claqueuren diejenigen ihrer Untertanen zu ihrer „Zivilcourage“ beglückwünscht, die sich dazu hergeben, die berufliche Existenz eines Andersdenkenden zu vernichten; ein Staat, in dem die gleichen – und zum Teil sogar dieselben – Leute, die in den siebziger und achtziger Jahren mit urliberalen Argumenten dafür gekämpft haben, dass Kommunisten Lehrer werden können, sich heute für engagierte Demokraten halten, wenn sie wieder einmal mit dem Segen der Obrigkeit verhindert haben, dass etwa ein NPD-Mann Schornsteinfeger wird.

Wir leben in einem Staat, zu dessen politischer Kultur es gehört, dass infantile Persönlichkeiten als öffentliche Autoritäten und moralische Instanzen mit dem Anspruch auftreten, ihre Mitbürger zu zensieren und umzuerziehen, diesmal aber nicht auf der Basis marxistischer Ideologie, sondern einer zur Ideologie erhobenen gewollten Infantilität und einer dazu passenden süßlichen, klebrigen, verlogen-gefühligen Sprache (all diese Sprüche über „Buntheit“ und „Willkommenskultur“ und „verletzte Gefühle“) – aber mit demselben knallharten totalitären Machtanspruch wie die SED.

Und so kommt es, dass zur politischen Kultur dieses Staates eben auch die öffentliche Heuchelei gehört, die allgegenwärtige öffentliche Lüge: In der Sprache der BRD heißt Intoleranz „Toleranz“, heißt Konformismus „Nonkonformismus“, heißt das Herumtrampeln auf oppositionellen Minderheiten „Zivilcourage“, und heißt die bornierte, um nicht zu sagen betonierte Ignoranz gegenüber den Eigenarten fremder Kulturen „Weltoffenheit“.

Wir haben es mit einer Orwellschen Sprache zu tun, die, genau wie die Sprache der DDR, von schablonenhaften Sprachregelungen, von Floskeln und von Phrasen lebt, weil die in ihr formulierte Ideologie die Konfrontation mit der Wirklichkeit keine Sekunde überleben könnte, und zwar deshalb nicht, weil sie in sich nicht das kleinste Körnchen Wahrheit trägt.

Zu einer solchen Kultur der organisierten öffentlichen Lüge und der zur Staatsbürgertugend erhobenen geistigen Retardierung passt es, dass Schwachköpfe, denen die elementaren Grundlagen logischen Denkens fremd sind, öffentlich als „Intellektuelle“ posieren und als solche ernstgenommen werden; dass linke Verfassungsfeinde sich als Verteidiger der Demokratie aufführen; dass Agitpropkäseblätter, mit denen man sich nicht einmal den Hintern abwischen könnte, ohne dessen Intelligenz zu beleidigen, sich als „Qualitätszeitungen“ verkaufen; dass Presse und Fernsehen, dass also die „Vierte Gewalt“ in den Händen von Leuten liegt, die von ihr in demselben Geiste Gebrauch machen wie Roland Freisler von der Dritten; und dass noch der charakterloseste Opportunismus, der schäbigste Konformismus, die vulgärste Karrieregeilheit als „demokratisches Engagement“, als „Mut“, als „Zivilcourage“ daherkommen. Die politische Kultur dieses Staates ist geprägt von einem Kartell von alten Huren, die sich gegenseitig ihre Jungfräulichkeit bescheinigen, ohne dass einer lacht.

In einer solchen politischen Kultur findet es auch niemand merkwürdig, dass maßgebliche Repräsentanten des Staates ungerügt und ungestraft zum Rechtsbruch gegen Andersdenkende aufrufen können, und dass niemand zu merken scheint, was sie damit dokumentieren: nämlich dass die BRD in ihrer Eigenschaft als demokratischer Rechtsstaat langsam, aber sicher von innen verrottet.

Diese Degeneration, diese Zersetzung der demokratischen Substanz, findet nicht etwa von alleine statt: Der Fisch stinkt vom Kopfe her. Es werden ja nicht irgendwelche Phrasen gedroschen, nicht irgendwelche Lügen verbreitet, nicht irgendwelche Interessen kriminalisiert und nicht irgendwelche Oppositionellen verfolgt.

Die Ideologie, von der die öffentliche Sprache der BRD durchsetzt ist, ist genausowenig interessenneutral wie irgendeine andere Ideologie, und sie ist es umso weniger, als sie sich als Verkörperung des schlechthin „Guten“ ausgibt. Wer das nämlich tut, der sagt damit zugleich, dass er der Meinung ist, ihm sei alles erlaubt, auch jedes Verbrechen.

Welchen Zielen diese Ideologie dient, erkennt man daran, wen sie als Feind markiert: Ihr Feind ist Jeder, der möchte, das unser Volk das Land, das von unseren Vorfahren – und von sonst niemandem ! – aufgebaut worden ist, als sein eigenes behält; ihr Feind ist Jeder, der nicht ein Fremder im eigenen Land sein möchte; Jeder, der das Interesse des eigenen Volkes an seinem Fortbestand artikuliert; Jeder, der an der traditionellen Auffassung von Ehe und Familie festhält, von denen dieser Fortbestand abhängt; Jeder, der die offensichtliche Tatsache ausspricht, dass Freiheit und Demokratie nur auf dem Boden einer einzigen Kultur entstanden und gediehen sind, nämlich unserer eigenen; und Jeder, der demgemäß glaubt, dass die mutwillige Implantation fremder Kulturen, auch solcher, in denen nicht einmal die Sklaverei als verwerflich gilt, die kulturelle Grundlage zerstört, auf denen die Errungenschaften der liberalen Moderne beruhen.

Eine Ideologie, die solche Einstellungen als feindlich und böse markiert, sagt damit zugleich, welchen Zielen sie selbst dient: Die Völker Europas – denn es geht hier nicht nur um Deutschland – sollen nicht mehr Herren im eigenen Haus sein, sie sollen zu Minderheiten – und zwar zu benachteiligten Minderheiten – in ihren eigenen Ländern werden, ihre Kultur soll zerstört werden, und die freiheitlichen Errungenschaften gleich mit. Was die politische Klasse des Westens den Völkern Europas zugedacht hat, ist nicht weniger als der Volkstod.

Die auf allen Kanälen unentrinnbar verbreitete verquaste Ideologie der herrschenden Klasse, die auf den ersten Blick so inkonsistent zu sein scheint, weil ihre einzelnen Bestandteile nicht zusammenzupassen scheinen, wird völlig verstehbar und dann auch widerspruchsfrei, wenn wir sie nicht als Versuch auffassen, die Wirklichkeit zu beschreiben, sondern als ideologische Verbrämung und Rechtfertigung eines bestimmten Programms: Dieses Programm ist der an den Völkern Europas vollzogene Kalte Genozid.

Dieser Genozid ist nicht etwa Selbstzweck, obwohl unter den maßgeblichen Akteuren etliche sind, die tatsächlich vom Hass auf die Völker Europas, gegebenenfalls auch das eigene, getrieben sind. Andere sind einfach korrupt und gewissenlos und machen die Art von Politik, die von ihnen erwartet wird, weil sie dadurch Karriere machen. Dieser Typus dürfte bei unseren Politikern, vor allem denen aus dem bürgerlichen Spektrum am häufigsten vertreten sein. Vor allem bei den Linken findet sich darüberhinaus häufig der Typ des ideologischen Überzeugungstäters, der allen Ernstes glaubt, man könne das Paradies auf Erden dadurch herbeizwingen, dass man die vorhandene Gesellschaft zerstört: dass man Grenzen niederreißt, Staaten in supranationalen Molochen wie der EU auflöst, Völkerwanderungen herbeiführt, die Familie zerstört und die christliche Religion bestenfalls zu einem satirischen Zerrbild ihrer selbst erniedrigt.

Mit den Staaten, den Völkern, der Familie und der Religion werden aber genau die Strukturen zerstört, die menschliche Solidarität ermöglichen. Die zerschmetterte, die atomisierte Gesellschaft ist der Boden, auf dem der Totalitarismus blüht, und er ist zugleich der Boden, auf dem ein entfesselter Globalkapitalismus hemmungslos wüten kann.

Und diejenigen vergleichsweise winzigen Gruppen, die von beidem profitieren, sind die einzigen, die ein wirkliches eigenes Interesse an dieser Politik haben, und die dazu weder gekauft noch ideologisch indoktriniert werden müssen.

Die anderen – die Linken, die Moslems, die Schwulenlobby, die Genderweiber, die Ideologieproduzenten an den Universitäten, die lügenden Journalisten, die opportunistischen Bischöfe, die Nutznießer der Sozialindustrie und vor allem: die korrupten und verräterischen Funktionsträger der etablierten Politik, sind kaum mehr als Mitesser, Trittbrettfahrer und nützliche Idioten. Deshalb sind sie aber noch lange nicht ungefährlich, ganz im Gegenteil: Die Politik der Vernichtung der europäischen Zivilisation würde ohne diese Leute nicht funktionieren.

Die Herren des globalen Großkapitals werden wir von hier aus nicht bekämpfen können; das kann, wenn überhaupt jemand, dann höchstens das amerikanische Volk, nicht das deutsche. Wir können aber sehr wohl dafür sorgen, dass unser Land ihnen nicht als Kolonie und als Spielwiese für ihre machtbesoffenen Pläne zur Verfügung steht, und zwar, indem wir ihren Helfershelfern und Statthaltern im eigenen Land das Handwerk legen !

Die Hoffnungen, mit der wir am 3. Oktober 1990 in die Zukunft gesehen haben, die Hoffnung, ein freies Volk in einem freien Land zu sein, ist auch heute, und heute mehr denn je, nicht mehr als eine Hoffnung.

Sie ist aber auch nicht weniger als eine Hoffnung, sie ist kein Hirngespinst. Es lohnt sich, darum zu kämpfen, dass wir eines Tages an einem 3. Oktober sagen können: Ja, wir sind ein freies Volk.

Diesen Kampf zu führen heißt nicht, sich Illusionen hinzugeben oder sich die Dinge schönzureden. Unsere Chancen, diesen Kampf zu gewinnen – das wissen wir alle – stehen nicht gut. Und dennoch werden wir diesen Kampf führen !  Wir werden dieses Deutschland, das uns anvertraut ist, das wir von unseren Vorfahren geerbt und von unseren Enkeln nur geliehen haben – wir werden dieses Land um nichts auf der Welt preisgeben !  Und wir würden diesen Kampf sogar dann führen, und würden ihn sogar dann nicht für sinnlos halten, wenn wir positiv wüssten, dass wir ihn verlieren. Denn selbst wenn er keinen anderen Sinn hätte: Er hätte zumindest den Sinn, dass wir an dem Tag, wo unsere Enkelkinder uns fragen „Habt ihr auch zu denen gehört, die unser Land verschleudert und unsere Zukunft zerstört haben?“, dass wir ihnen dann guten Gewissens in die Augen sehen und sagen können: NEIN! WIR WAREN ES NICHT !





Putin verteidigt das Christentum

22 09 2013

Man hält es kaum für möglich. Putin verteidigt das Christentum.

Putin

 

Zwei kleine Ausschnitte aus Reden von Putin

- über die Grundlage von Kultur und Zvilisation: das Christentum

- und wie einige westliche Staaten meinen, diese Grundlagen verleugnen und verlassen zu müssen,

- und das sie deshalb in die Barbarei zurückfallen werden…

 

http://www.politaia.org/politik/europa/putin-zu-versailles-und-europas-kulturverfall/

 





Deutschland verhaftet Vater der seine Kinder vor Pornos schützt

21 08 2013




Wie Kindertagesstätten eine Nation zerstören können

15 08 2013

von Inge M. Thürkauf

Unter diesem Titel erschien zu Beginn des Jahres 2007 in der Zeitschrift „Medizin und Ideologie“ der Bericht eines schwedischen Vaters über die familiäre Situation in dem wegen seiner Kinder- und Familienpolitik europaweit so hochgepriesenen Wohlfahrtsstaates Schweden. Das Resumée seiner erschütternden Bestandsaufnahme, die er in einem Satz zusammenfasste, lautet: Kindertagesstätten haben sich nach ca. 30jähriger Erfahrung als „das größte soziale und wirtschaftliche Desaster des Jahrhunderts“ entpuppt.

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in Schweden das Konzept „Kindertagesstätten“ von den beiden Nobelpreisträgern Alva und Gunnar Myrdal propagiert, die davon sprachen „eine neue Generation von Menschen zu schaffen, die besser in eine neue Weltordnung passen“ würden. Ihnen wurde auch der Auftrag erteilt, Pläne für „die moderne Familie“ und die Gesellschaft von morgen auszuarbeiten. Immer aggressiver erschienen daraufhin in den hörigen Presseorganen für Mütter demütigende Bezeichnungen wie schwach, dumm, faul, wenig ehrgeizig, die ihren Ruf entwürdigten (der damalige Premierminister Palmes verkündete den Tod der Hausfrau, sein Minister meinte, dass sie ins Museum gehöre), so dass immer mehr Frauen ihr Selbstvertrauen verloren und ihre Rechte und ihre Mütterlichkeit diesem System opferten. Mit der Publikation unter dem Titel „Die Familie der Zukunft: eine sozialistische Politik für die Familie“ legte die Regierung ihren Plan offen. Darin werden Kinder als „Hindernisse für die Emanzipation der modernen Frau“ bezeichnet, und es wird empfohlen, die emotionale, intellektuelle und materielle Entwicklung der Kinder in die Verantwortung des Staates zu legen. Ein gesetzlich verankertes Recht sorgte dafür, dass jedem Kind ab dem sechsten Monat ein Platz in einer öffentlichen Kindertagesstätte zugesichert wurde.

Heute nach 30 Jahren – so der Bericht des schwedischen Vaters – ist die soziale Situation im Land desolat: Gewalt in den Schulen und auf den Straßen, Bedrohung der Lehrer und Eltern, eine bestürzende Zahl an psychisch erkrankten Kindern, und eine erhöhte Selbstmordrate, nicht nur Erwachsener, sondern auch von Kindern, die oft „nicht älter sind als vier, fünf oder sechs Jahre“.

Auch in Deutschland und in den übrigen Ländern der EU wird mit Hinweis auf Schweden dieses „Erfolgsrezept“ flächendeckend propagiert. Auch hier ist das bisherige Ergebnis alles andere als ein Vorzeigemodell. Trotzdem wird es weitergetrieben, das Resultat aber wird dem schwedischen Fiasko gleichen.

Cui bono? – Wem soll es nützen? Die allgemeine ideologische Strömung zielt auf die Zerschlagung der Familie, auf den Zusammenbruch des christlichen Wertefundaments unserer abendländischen Kultur. Es gilt den neuen Menschen zu schaffen, der sich vollkommen einfügen lässt in die von Politikern jeder Farbe immer unverfrorener angepriesene Neue Weltordnung, in der vor allem für die christliche Religion kein Platz vorgesehen ist.





Die homosexuelle Propaganda

14 06 2013

In Russland wurden in der Vergangenheit Gesetze gegen homosexuelle Propaganda erlassen. Interessanterweise wurde in den Medien nirgends erklärt, was mit homosexueller Propaganda überhaupt gemeint ist und warum diese verboten wurde. Noch interessanter ist, dass die meisten Bürger offenbar gar kein Interesse daran haben, dies zu erfahren und nicht im Traum daran denken, die oberflächliche Berichterstattung der Medien zu hinterfragen und stattdessen viel lieber die russischen Bürger als “homophob” und rückständig abstempeln.

Der bekannte russische Journalist Maxim Schewtschenko erklärt, was es damit auf sich hat.

 





Die Neue Weltordnung – politisch korrekt oder Verschwörungstheorie?

14 05 2013

Von Inge M. Thürkauf

Für die meisten Zeitgenossen ist es ein nebulöser Begriff, mit dem die wenigsten etwas anzufangen wissen – Neue Weltordnung. Zwar wittern besonders die Medien dahinter irgendeine paranoide Verschwörungstheorie, obwohl führende Politiker immer öfter in ihren Reden Formulierungen wie „die eine Weltregierung“ oder „global governance” einflechten lassen – nicht selten in Zusammenhang mit der Agenda zur Verringerung der Macht souveräner Staaten.

Die Neue Weltordnung ist, das kann mit Sicherheit gesagt werden, keine Verschwörungstheorie, sie ist das Zukunftsprogramm der zurzeit mächtigsten Organisation der Welt: der UN. Dass man verdächtigt wird, sich gegen Frieden und Menschenrechte zu stellen, wenn „Migration“, die „Auflösung der Nationalstaaten“ oder „religiöser Synkretismus“ kritisiert oder nur hinterfragt wird, zeigt deutlich genug, dass sich dahinter mehr verbirgt, als lediglich eine Verschwörungstheorie. „Die Gesellschaft soll verändert werden“, schreibt der britische Historiker Anthony Sutton, die Welt soll verändert werden, „um eine Neue Welt Ordnung hervorzubringen. Dies wird eine geplante Ordnung sein, mit einer strikten Einschränkung der individuellen Freiheit, ohne verfassungsmäßigen Schutz (constitutional protection), ohne nationale Grenzen oder kulturelle Unterschiede.“[1]

Die folgenden Zitate weisen auf den internationalen Konsens zur Vorbereitung einer Neuen Weltregierung:

  • Präsident George H.W. Bush, Vater, US Präsident 1989-1993, hat am 11. September 1990, also auf den Tag genau 11 Jahre vor dem magischen Datum von 9/11, vor dem amerikanischen Kongress erklärt: „Wir haben vor uns die Möglichkeit, für uns selbst und für die zukünftige Generation eine Neue Weltordnung zu schaffen. Eine Ordnung, in der eine glaubwürdige UNO ihre friedenserhaltende Rolle anwenden kann, um das Versprechen und die Vision der UN-Gründer zu erfüllen.“ Und bei seiner jährlichen „State of the Union“ Ansprache im Februar 1991 entfaltete er offen seine Vision einer „Neue Weltordnung, in die verschiedene Nationen für eine gemeinsame Sache zusammengezogen werden, um die universellen Bestrebungen der Menschheit, Frieden und Sicherheit, Freiheit und Gesetzesordnung zu verwirklichen. Nur die Vereinigten Staaten haben beides: das moralische Stehvermögen und die Mittel, sie zu unterstützen.“[2] Während er dies verkündete, war der zweite Golfkrieg in vollem Gange.

Der Gedanke an eine neue Weltordnung ist für amerikanische Präsidenten ein alter Traum. Auch Woodrow Wilson (1856-1924) strebte eine globale Ordnung unter der Führung Amerikas an, um den Frieden in der Welt zu sichern. Der Erste Weltkrieg hat diesen Plan verhindert. Ebenso brachten die Bemühungen Franklin D. Roosevelts (1882-1945), den globalen Frieden mit Hilfe Amerikas zu errichten, durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nicht das gewünschte Resultat.

  • In einem Leitartikel der „Financal Times“ vom 8. 12. 2008 berichtet Gideon Rachman von der Agenda für eine diktatorische Weltregierung. Der Bericht räumt ein, dass der Begriff „global governance“ ein Euphemismus sei für eine antidemokratische Weltregierung. Der Autor schreibt, dass global governance viel früher eingeführt werden könnte, als die meisten erwarten, und dass Barack Obama bereits seinen Wunsch nach Erreichen dieses Ziels ausgedrückt habe.
  • Am 2. April 2009 trafen sich in London die Finanzminister und Zentralbankchefs aus 20 Ländern einschließlich der sieben großen Industrienationen zum G20-Gipfel. Der Internationale Währungsfonds und die Weltbank waren ebenfalls Teilnehmer dieses Treffens. In einer programmatischen Rede bekräftigte Premierminister Gordon Brown die Entstehung einer Neuen Welt Ordnung. Vor 200 Jahren, so Brown, hat eine neue Welt die alte abgelöst. 1990 war das Ende einer durch den Kalten Krieg bestimmten alten Welt. Man sprach damals von einer politischen neuen Ordnung. Was nicht vorausgesehen werden konnte, war die Schnelligkeit der Globalisierung. Heute nun beginnen wir zu verstehen, so Brown weiter, dass die Weltordnung, die durch die Globalisierung vorangebracht wird, nicht durch die militärische Stärke des Kalten Krieges, sondern durch ihre ökonomische Stärke entsteht. Die Länder, die erfolgreich sein werden, sind jene, die Flexibilität, Freie Marktwirtschaft, Freier Handel, Innovation und Förderung der Bildung miteinander vereinigen können. Brown abschließend: Eine neue Welt ist im Kommen. Es ist eine Neue Welt Ordnung mit bedeutend unterschiedlichen und radikal neuen Herausforderungen für die Zukunft.[3]

Die G20-Gipfelteilnehmer waren sich in drei Punkten einig:

  1. neue Finanzmarktregeln
  2. die Bereitstellung gigantischer finanzieller Mittel für die zentralen Finanzinstitute auf globaler Ebene
  3. die Vereinbarung, sogenannte Steueroasen auf eine schwarze Liste zu setzen.
  • Auch Strobe Talbott, Vize-Außenminister der USA von 1993 – 2000, spricht Klartext: „Im nächsten Jahrhundert (21. Jh.) werden Nationen, wie wir sie kennen, obsolet sein; alle Staaten werden eine einzige globale Autorität anerkennen. Nationale Souveränität war letztendlich keine so gute Idee.“[4]
  • Ebenso David Rockefeller: Er sah die Welt 1994 „am Rande einer globalen Umwälzung. Alles was nötig ist, wäre eine Krise großen Ausmaßes, und die Nationen werden die neue Weltordnung bejahen.“[5] In einer Ansprache dankte er „der Washington Post, der New York Times, dem Time Magazine und anderen Publikationen, deren Direktoren an unseren Treffen teilgenommen und beinahe 40 Jahre ihre Versprechen zur Geheimhaltung nicht gebrochen haben. Es wäre für uns unmöglich gewesen, unseren Plan für die Welt zu entwickeln, wenn er Gegenstand der breiten Öffentlichkeit gewesen wäre. Aber jetzt ist die Welt aufgeklärt und vorbereitet genug, um einer Weltregierung entgegenzugehen.[6]
  • Jacques Attali, ehemaliger Berater des französischen Präsidenten Sarkozy, sah eine Chance für eine Weltregierung in der im Jahre 2009 erwarteten Schweinegrippe Pandemie. „Die Geschichte lehre, dass die Menschheit sich nur unter Todesangst bedeutsam weiterentwickle: Dann mobilisiere sie Abwehrmechanismen, manchmal unerträgliche (Sündenböcke und totalitäre Systeme); manchmal sinnlose (Ablenkung); manchmal effiziente (therapeutische Maßnahmen, die letztendlich all die alten Moralvorstellungen über Bord werfen).“[7]
  • Ähnlich äußerte sich Henry Kissinger: “Heute würden die Amerikaner empört reagieren, wenn UNO-Truppen Los Angeles beträten, um die Ordnung wiederherzustellen; morgen wären sie dankbar! Besonders, wenn ihnen erklärt wird, dass es eine äußere Bedrohung gibt, ob real oder Propaganda, die unsere Existenz in Frage stelle. Alle würden dann die Weltführer anflehen, sie von diesem Übel zu erlösen. Jedermann fürchtet sich vor dem Unbekannten. Wenn ihnen dieses Drehbuch vor Augen gestellt wird, werden Individualrechte bereitwillig im Gegenzug für Garantien ihres Wohlergehens abgetreten, das ihnen von der Weltregierung bewilligt wird.”[8]
  • Die Schweiz hat ebenfalls diesbezüglich einen Vorschlag unterbreitet: Anlässlich der UNO Vollversammlung in New York am 14. September 2010 hielt Altbundesrat Joseph Deiss seine Antrittsrede als Präsident der UNO-Generalversammlung und stellte die Forderung nach einer „gouvernance mondiale“, nach einer globalen Regierungsführung.
  • Völlig unmissverständlich drückte sich die deutsche Bundeskanzlerin, Angela Merkel, auf dem Kirchentag in Dresden 2011 aus: „Wenn man eine wirkliche Weltordnung haben will, eine globale politische Ordnung, dann wird man nicht umhin können, Souveränität, Rechte, an andere abzugeben“.[9] Und während der Konferenz „Falling Walls“ am 9.November 2009 in Berlin, umschrieb sie die NWO elegant mit den Worten: „…eine der spannendsten Fragen, Mauern zu überwinden, wird sein: Sind Nationalstaaten bereit und fähig dazu, Kompetenzen an multilaterale Organisationen abzugeben, koste es, was es wolle?“ Da diese Rede 2009 gehalten wurde, fragt man sich, welche Mauern sie hier angesprochen hat, die Berliner Mauer kann es wohl nicht gewesen sein, sie fiel ja 20 Jahre früher. Es können somit eigentlich nur Ländergrenzen gemeint sein, die durchbrochen werden müssen, damit z. B. Menschen Grenzen los einwandern können[10], und zwar – koste es, was es wolle. Für die Bundeskanzlerin existiert bereits eine Welt des Friedens, wenn es keine Grenzen mehr gibt. Angela Merkel bekräftigt diesen Aspekt, wenn sie sagt: „Das wollen wir auch dort schaffen, wo … Mauern die Möglichkeit verhindern, dass die Welt friedlich zusammenlebt.“ – „Es wird so sein, dass ein friedliches Zusammenleben nur mit einer globalen Ordnung … möglich ist.“ – „Diese Welt wird keine friedliche … Welt sein, wenn wir nicht zu mehr globaler Ordnung und mehr multilateraler Zusammenarbeit finden.“[11]

Soll das heißen, dass nur eine Welt ohne Grenzen, ohne Mauern, wie sie das nennt, eine Welt des Friedens sein wird? Was geschieht, wenn Nationalstaaten auf ihre Grenzen aber nicht verzichten wollen? Nehmen wir als Beispiel die Schweiz.

Sicher – so das berechtigte Argument – die Schweiz gehört nicht zur EU, zumindest nicht offiziell. Es ist jedoch auch an der Bevölkerung nicht unbemerkt vorbeigegangen, dass den Forderungen aus Brüssel immer mehr Gehör geschenkt wird. Der Wirtschaft zu liebe, ist die Regierung fast gezwungen, die einen oder anderen Verträge zu unterschreiben. Denn die Globalisierung ist – wie Politiker sich auszudrücken pflegen – „alternativlos“, und in diese „Alternativlosigkeit“ möchte die EU das Alpenland doch gerne mit hineinnehmen.

Dass die „globale Ordnung“, wie Frau Merkel sich ausdrückt, u. U. doch an „Mauern“ stoßen könnte, zeigen die Äußerungen des Verteidigungsminister Ueli Maurer (nomen est omen?) in der Schweizer Zeitung „Sonntag“ vom 7. Oktober 2012. Die Schweizer Armee erwarte eine dramatische Eskalation der Lage in EU-Krisenstaaten mit Auswirkungen auf die Sicherheit der Schweiz, warnt er. Die Euro-Krise verschärfe das Gewaltpotenzial. Die Sparmaßnahmen in den südlichen Eurokrisenländern würden dazu führen, dass die Armeen dieser Länder geschwächt werden. Da Bern ein Übergreifen auf das eigene Gebiet und große Flüchtlingsströme aus Südeuropa befürchtet, rüste die Armee ihre Streitkräfte auf, um die vier Landesteile an den Grenzen abzusichern.

Dazu ein nicht uninteressantes Detail: Armeechef André Blattmann machte im März 2010 im Rahmen einer allgemeinen sicherheitspolitischen Lagebeurteilung auf die Gefahren aufmerksam, die von der gegenwärtigen Finanz- und Verschuldungskrise ausgehen könnten. «Denken Sie nur an die wirtschaftliche Situation in Griechenland“, warnte Blattmann, „plötzlich steht in einem EU-Land der Staat vor dem Bankrott.» Und weiter: „Auch in Europa können Situationen entstehen, die wir uns heute gar nicht vorstellen können.“ So könnten beispielsweise grosse Migrationsbewegungen einen Einsatz der Armee nötig machen.[12] Linke Sicherheitspolitiker und Schweizer Qualitäts-Medien beantworteten den Mahnruf des Realisten Blattmann teils mit Gelächter, teils mit einem Aufschrei der Empörung.

Der Bundesrat der SVP, Ueli Maurer, teilt jedoch die Meinung seines Armeechefs: „Die EU bereite ihm Sorgen“, betonte Maurer. Er frage sich, wie lange es noch möglich sei, die Krise mit „Geld“ zu beruhigen. „Ich schließe nicht aus“, meint er, „dass wir in den nächsten Jahren die Armee brauchen“.[13] Auch das Verteidigungsdepartement VBS (Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) schließt sich Maurers und Blattmanns Ansichten an. Wie wir aber aus den Worten von Angela Merkel deutlich herausgehört haben, würde die Absicherung von Landesgrenzen die Verwirklichung der multilateralen Zusammenarbeit behindern, was den Frieden doch empfindlich gefährden würde.

Ein freundlicher Vorschlag zur Integration der Schweiz in die globale Ordnung kommt vom Nationalen Geistigen Rat der Bahá’i in der Schweiz vom März 1991. Er meinte: „Der europäische und letzthin weltweite Integrationsprozess verlangt von der Schweiz jene Bereitschaft zu Toleranz und kreativer Anpassung, welche sich auch bei der Neuordnung der Kompetenzen zwischen Bund und Kantonen zur Bildung des Bundesstaates Schweiz als notwendig und richtig erwiesen hat. Je aktivierter und zuversichtlicher sich die Schweiz für das Entstehen einer Neuen Welt Ordnung einsetzt, desto besser wird sie in der Lage sein; ihre Erfahrungen bei der Schaffung globaler föderalistischer Strukturen einzubringen, um in der Völkerfamilie den ihr gebührenden Platz einzunehmen.“ Nach Meinung des Geistigen Rats ist die Schweiz also noch nicht auf ihrem „gebührenden Platz in der Völkerfamilie“ angekommen.

Zuversichtlich im Sinne des „weltweiten Integrationsprozesses“ ist sich Avenir Suisse, eine Denkfabrik mit Hauptsitz in Zürich, zuständig für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft der Schweiz. Diese Organisation plant, das Land in Grossräume, in sogenannte Metropolitan-Räume umzubauen, was die Auflösung der Kantonsgrenzen zur Folge hätte. Auch diese Umordnung begann schleichend, von den meisten Eidgenossen unbemerkt: Anfänglich waren es die Firmenfusionen in der Privatwirtschaft, dann folgten die systematischen Umstrukturierungen der Kantone durch Gemeindefusionen. Sie wurden als dringend notwendig erachtet, da nur große Gemeinden die anstehenden Probleme noch lösen könnten, so die Begründung.

Etwas dürfte den Europaarchitekten in und ausserhalb der Schweiz klar sein: Die föderalistischen Strukturen der Gemeinden und Kantone sowie die direkte Demokratie der Schweiz sind nicht kompatibel mit den Vorgaben der EU. Durch den Umbau des Landes in Großräume könnte den Forderungen der EU zunächst einmal Rechnung getragen werden. Der Verlust der Selbstständigkeit des Landes ist bei diesen Überlegungen kaum ein Thema. Im Gegenteil, denn als Folge der Neuordnungen der Kantone sind notwendigerweise auch die Änderungen der politisch-demokratischen Strukturen im Gespräch. „Die kantonalen Parlamente werden in Zukunft nur noch Konsultativorgane der Regierung sein, und die Bürgerversammlungen werden ebenso nur noch konsultativen Charakter haben“, erklärte Prof. Dr. Daniel Kübler von der Universität Zürich an einer Tagung der Schweizerischen Gesellschaft für Parlamentsfragen diese tiefgreifenden Veränderungen der demokratischen Volksrechte. „Dies sei notwendig“, fügte er hinzu, „da die heutigen Befugnisse dieser Gremien eine Behinderung der Tätigkeit der Exekutive darstellen!“.[14]

Die Errichtung eines Weltstaates hat nach den Vorgaben der Vereinten Nationen als einzige Herrschaftsform die Demokratie im Blickpunkt. Es steht allerdings nirgends geschrieben, dass die „Direkte Demokratie“ der Schweiz als Vorbild genommen werden wird, bei dem das Volk nicht nur durch Wahlen, sondern durch häufige Volksabstimmungen direkten Einfluss auf die Politik nehmen kann. Um EU-konform zu werden, bleibt der Alpenrepublik jedoch noch die Möglichkeit, zu der in vielen anderen Staaten der Welt üblichen „Parlamentarischen Demokratie“ zu wechseln.[15]

Am Beispiel der Schweiz lässt sich mühelos erkennen, die Neue Weltordnung ist weit davon entfernt, lediglich als Verschwörungstheorie gehandelt zu werden.

 

 

 

 


[1] Anthony Sutton: (1925-2002) britischer Ökonom, Historiker, Schriftsteller, Ökonomie-Professor an der California State Universität in Los Angeles: America’s Secret Establishment, 1983/2002, Trine Day.

[2] http://www.information-manufaktur.de/neue-weltordnung-novus-ordo-seclorum

[3] Euro-med.dk/?p=7796, Video, der Text ist eine Zusammenfassung der Rede.

[4] Time Magazine, 20. Juli 1992.

[5] 1994 vor dem Wirtschafts-Ausschuss der Vereinten Nationen (UN Business Council).

[6] Euro-med.dk/?p=7796, Video.

[8] Henry Kissinger bei der Bilderberg-Konferenz in Evian am 21.05.1992, http://www.cassiopaea.org/cass/exec_tyranny.htm.

[10] Vergl. Manfred Kleine-Hartlage, „Neue Weltordnung“ – Zukunftsplan oder Verschwörungstheorie?, Schnellroda 2012.

[13] „Sonntag“ 7.10.2012

[14] www.freie-meinung.ch/Fusion-Bulletin_Olten(1).pdf. Vortrag von Peter With vom 7.3.2012.

[15] Vergl. dito





Die Political correctness – die neue Staatsideologie

27 01 2013

von Inge M. Thürkauf

Wenn Ideologen zur Macht gelangen, nützen sie diese Macht, um ihre Ideologie zu etablieren. In den letzten Jahren mussten wir feststellen, dass die Meinungsfreiheit immer stärker eingeschränkt wurde. Es wird immer schwieriger, über bestimmte Themen zu sprechen und zu schreiben. Traditionelle Meinungen in Bezug auf die Geschlechter, die im Widerspruch zur Gender Ideologie, zur vorgegebenen Auffassung von Homosexualität oder zur Multikultur stehen, laufen Gefahr, sich an der neuzeitlichen Staatsideologie zu vergehen. Nach den Ideologien von Marxismus-Leninismus und Nationalsozialismus ist nun eine neue Ideologie im Begriff, die Welt zu beherrschen: die Political correctness. Die Schweiz wurde bekanntlich von beiden Ismen verschont. Durch die sichtbar unaufhaltsame Erweiterung des globalen Systems einer Weltregierung ist selbst auch die Schweiz in der Gefahr, sich der Political correctness als der Staatideologie der Neuen Welt Ordnung beugen zu müssen.

Die Medien jedoch, denen sonst kaum etwas entgeht, schweigen mit wenigen Ausnahmen zu diesem Zusammenbruch abendländischer Kultur, als sei eine Nachrichtensperre über sie verhängt worden. Und sehr wahrscheinlich ist dies auch so. An Stelle der staatlichen Pressezensur ist die Zensur durch die Presse getreten. In seinem Werk „Untergang des Abendlandes“ bemerkt Oswald Spengler: „Der Leser weiß nichts von dem, was man mit ihm vorhat, und soll es auch nicht, und er soll auch nicht wissen, welch eine Rolle er damit spielt. Eine furchtbarere Satire auf die Gedankenfreiheit gibt es nicht. Einst durfte man nicht wagen, frei zu denken; jetzt darf man es, aber man kann es nicht mehr. Man will nur noch denken was man wollen soll, und eben das empfindet man als seine Freiheit.“[1] Über 80 Jahre später hat sich an der Beobachtung Spenglers nichts geändert, nur spricht man im Jahre 2011 in aller Öffentlichkeit darüber: “Was aber nützt uns die ganze schöne Pressevielfalt, wenn letzten Endes alle von Flensburg bis Garmisch über dasselbe schreiben und auch dieselben Themen auslassen?” fragte der Münchner Verleger Dirk Ippen (Münchner Merkur, tz) am 18. Mai 2011 im Kaisersaal des Frankfurter Römer in seiner Festrede bei der Verleihung des Wächterpreises der Tagespresse. Die Klage eines Verlegers: „Wer gegen den Zeitgeist anschwimmt, findet kein Gehör” und: “Zum Nonkonformismus gehört Mut“,[2] enthüllt mehr als alle Analysen und Statistiken, dass „Die Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit“[3] auch im politisch-medialen Rahmen Fakt geworden ist.

 


[1] Oswald Spengler: „Der Untergang des Abendlandes“, München 1930, II.Band, S. 576.

[2] JF, 27.05.2011, S. 5.

[3] Gabriele Kuby: „Die globale sexuelle Revolution“ – Die Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit, Kißlegg 2012.








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