Nachruf zum scheidenden deutschen Bundespräsidenten

7 06 2010

Bundespräsident Köhler erklärt seinen Rücktritt

Ja, das kam überraschend, aber es war fällig! Mag der Anlass eine mißverstandene Äußerung sein, der Grund des Rücktritts von Herrn Köhler dürfte der „mangelnde Respekt für das Amt des Bundespräsidenten“ sein, und letztlich die fragwürdig gewordene Autorität unseres „Staatsoberhaupts“.

Wurde nicht schon lange die Souveränität Deutschlands an die Eurokraten verschenkt? Sind nicht die Medien mächtiger, als der Präsident und das Parlament? Wie kann man eine solche Nation noch ernst nehmen, die von einer promovierten Physikstudentin „geführt“ wird, die nie in ihrem Fach und nicht einmal in einer Stadtverwaltung gearbeitet hat? Wo sind im Parlament überhaupt noch Fachleute, die in ihrem Ressort Erfahrung aufweisen können? Wem oder was soll da noch ein Präsident „vorstehen“?

Es wäre jetzt der Rücktritt der ganzen Regierung fällig! Und dann ein neues Überdenken des Grundgesetzes, in dem festgelegt wird, daß niemand mehr in die Regierung gewählt werden kann, der oder die keine fachliche Qualifikation für politische Verantwortung besitzt. Niemand sollte Bundeskanzler(in) werden, ohne sich vorher mindestens im Amt des Bürgermeisters einer großen Stadt, oder eines Landrats bewährt zu haben. Der Bundespräsident sollte nur noch aus den Ministerpräsidenten der Bundesländer – und zwar vom Volk –gewählt werden. Und die Bundesminister müßten für ihr Ressort die notwendige Qualifikation und Erfahrung aufweisen. Dann wäre die „Parteikarriere“ von verkrachten Existenzen und Lehrer(inne)n, die sich im Schulsystem nicht bewährt hatten, ausgeschlossen.

Eine 20-Prozent-Klausel bei den Bundestagswahlen würde auch verhindern, daß Splittergruppen an einer Regierungskoalition teilhaben, wenn sie kein echtes Mandat der Wähler bekommen.

Das wird wohl kaum in absehbarer Zeit verwirklicht, aber es wird notwendig, wenn wir den Status einer „Bananenrepublik“ überwinden wollen. Den haben wir jetzt in den Augen der Weltöffentlichkeit, auch wenn uns die sogenannten „Medien“ das nicht berichten.

Man kann dem scheidenden Bundespräsidenten vielleicht noch den Vorwurf nachwerfen, daß er sich nicht stärker zu den Skandalen geäußert hat, wie den Verkauf unserer nationalen Souveränität, den legalisierten Massenmord ungeborener Kinder (jedes Jahr die Bevölkerung einer großen Stadt — „im allgemeinen gesellschaftlichen Interesse“, wie eine Gesundheitsministerin einmal sagte!) und die vielfältige Mißachtung der Menschenrechte in unserem Land.

Aber es sei Herrn Köhler aufrichtig gedankt für das, was er für unser Land getan hat!

Prof.Dr. Hans Schieser Prof.emeritus, DePaul University Chicago 1.Juni 2010





„The Right to be Wrong“ — oder: Ist Irren strafbar?

1 05 2010

Beitrag von: Prof.Dr. Hans Schieser
DePaul University Chicago

Nachdem der Bischof Williamson zu einer hohen Geldstrafe verurteilt wurde, weil er seine Meinung über den „Holocaust“ kundgetan hatte, stellt sich die Frage, ob solche irrige Meinungen überhaupt einen „Strafbestand“ darstellen können. Angenommen, der Bischof hätte behauptet, daß der Mond aus Edamerkäse besteht, und die Mondlandung der Amerikaner in Hollywood gefilmt wurde, oder daß Adolf Hitler eine Frau war, und Dresden nie bombardiert wurde, wäre er dann auch bestraft worden?

Wurde der „erste Mensch auf dem Mond“ in Hollywood gefilmt? (USA Briefmarke, 1969)

Wenn man die Quelle sucht, aus der zB Bischof Williamson seine Meinung bildete, so dürfte es wohl ein in USA weit verbreitetes Buch sein: A.R.Butz, The Hoax of the Twentieth Century („DER Schwindel des 20. Jahrhunderts“; gedruckt in England bei Historical Review Press, Richmond Surrey, 1975) Der Autor war Professor an der Northwestern University in Evanston (Chicago). Seine „Dokumentation“ wurde weder verboten, noch hat man ihn bestraft, auch wenn viele – nicht nur jüdische Kreise – ihren historischen Wert bezweifelten.

Ebenso läßt man in Amerika (immer noch) jene ihre Meinungen vertreten, und sogar Bücher veröffentlichen, die allen Ernstes bezweifeln, daß je ein Mensch den Mond betreten hat (20. Juli 1969*), und die Zerstörung des World Trade Center in New York (am 11. September 2001**) vom amerikanischen Geheimdienst angestiftet wurde.

Es gab schon immer Leute, die „verrückte Ideen“ hatten und die den Anschluß an die Wirklichkeit verloren haben. Dazu gehören auch berühmte Personen, wie Karl Marx und die immer noch seinen Hirngespinsten anhängenden Politiker unserer Zeit. Eine freiheitliche Gesellschaft, und vor allem ein Rechtsstaat, müßte eine Minderheit von Verrückten verkraften. Auf jeden Fall gehörte das nicht in den Bereich der Juristen, sondern der Psychiater, am allerwenigsten sollten sich jedoch Politiker(innen) darüber aufregen. •

* Gerhard Wisnewski, Lügen im Weltraum, (Rottenburg: Kopp Verlag, 2007)
** Andreas von Rétyi, Die Terrorlüge, (Kopp Verlag, 2010)





WER soll sich DA entschuldigen?

24 04 2010

von Prof.Dr. Hans Schieser
DePaul University Chicago

Da soll sich der Papst entschuldigen, ja sogar zurücktreten, weil in “Seiner” Kirche eine Anzahl von Kindern und Jugendlichen sexuell mißbraucht wurden.

Gewiß, es ist ein Skandal, wenn auch in der Kirche so etwas vorkommt. Das kam (und kommt) jedoch in allen Kulturen vor, nur daß es bisher noch nirgends als “salonfaehig” oder gar als “förderlich” für die Entwicklung erachtet wurde. Das ist neu in der Geschichte, daß man jetzt sogar vom “Recht des Kindes auf sexuelle Erfahrungen” spricht, und “Tabus” im Bereich des Geschlechtlichen als “überholt und unhaltbar” erklärt.

Die als Schwindel entlarvte “Forschung” der “Anthropologin” Margaret Mead (USA, 1901-1978) unter den Eingeborenen von Samoa (“Coming of Age in Samoa”,New York: Morrow, 1928) scheint immer noch in den Köpfen der Anthropologen (und selbsternannten Pädagogen) fest zu sitzen und den Blick auf die Wirklichkeit zu vernebeln..

Mead hatte “herausgefunden”, daß die Jugendlichen auf Samoa ohne Tabus aufwachsen und ein unbeschwertes und unproblematisches Sexualleben führen. Australische Forscher haben dies schon vor über 30 Jahren als journalistisches Machwerk und grandiosen Schwindel erkannt. (siehe D. Freeman: Margaret Mead and Samoa: The Making and Unmaking of an Anthropological Myth; Cambridge, Mass: Harvard University Press, 1983; und W. Lipp, Liebe ohne Aggression: Margaret Mead’s Legende von der Friedfertigkeit der Naturvölker, Soziologische Revue 1985, Aprilheft: Seite 181f). Mead stand im Dienst von politisch-sozial(istisch)en Ideologen und fälschte “Daten” — ein Beispiel von “akademischer Prostitution”, die bis heute in der sozialistischen Bildungspolitik vorkommt. Selbst Freud’s “Expertise” in Sachen Sexualität hatte ihr widersprochen, wenn er fand, daß “der Verlust des Schamgefühls das erste Zeichen von Schwachsinn [ist] … und Kinder, die sexuell stimuliert werden, nicht mehr erziehungsfähig [sind].” Er hatte in seiner Praxis erkannt, daß “die Zerstörung der Scham eine Enthemmung auf allen anderen Gebieten bewirkt, eine Brutalität und Mißachtung der Persönlichkeit des Mitmenschen” (S. Freud, Gesammelte Werke, Band 7, London/Frankfurt 1940-1968; Seite 149) Auch Freud wird heute immer noch für die Begründung einer “nicht-repressiven” Haltung zur Geschlechtlichkeit herbeigeholt. Aber seine Beobachtungen widersprechen vielfach diesem Bild! Seine Schlußfolgerungen, waren, wenn auch oft unwissenschaftlich, dennoch in mancher Hinsicht brauchbar. Als Befürworter der Päderastie kann man ihn kaum bemühen!

Von einer deutschen Ministerin kann man leider nicht erwarten, daß sie mit der anthropologischen und soziologischen Forschung vertraut ist, aber sie müßte mindestens die Wirklichkeit zur Kennntis nehmen. Seit in den Schulen die “Sexualkunde” läuft, mehren sich die Probleme: Sexualverbrechen, Mißbrauch und Verwilderung und nicht zuletzt Geschlechtskrankheiten nehmen (immer noch!) zu. Publikationen und Forschungsdaten darüber sind in USA eher zu bekommen, als in Europa, wo man zB die Folgen der Abschaffung des “Pornoparagrafen” (die Regierung Kohl mit CDU und FDP entschied damals, daß Deutschland einen “erheblichen Nachholbedarf an Pornografie hat”!) bis heute einfach verschweigt. Und Verschweigen wirft man jetzt der Kirche vor! Aber noch einfacher: die Zahl der bei uns bekanntgewordenen Fälle sexuellen Mißbrauchs steht in keinem Verhältnis zur Anzahl der massenhaften brutalen — aber ganz legalen und sogar vom Staat unterstützten (“im allgemeinen gesellschaftlichen Interesse”, laut der früheren “Gesundheitsministerin” Ulla Schmid) –Tötung ungeborener Kinder in Deutschland. Es dürften an die 300.000 im Jahr sein!

Die medizinischen und psychischen Folgen der Abtreibung (zB “Post Abortion Syndrom”) werden immer noch verschwiegen, und nicht einmal die demografischen Auswirkungen werden zur Kennntnis genommen. Das weiß heute jeder, aber es ist “kein Thema” — also auch hier ein Verschweigen und Vertuschen!… Nun: WER muß sich DA entschuldigen, wenn das alles überhaupt entschuldbar ist? Wer müßte DA zurücktreten? Zuallererst diejenigen, die sich immer noch für eine Gesellschaft einsetzen, die “von allen Tabus und moralischen Regeln befreit” das irdische Paradies genießen soll, jedoch in den Barbarismus zurückfällt!. Den Papst und die katholische Kirche kann man des Verschweigens nicht beschuldigen, eher muß man manchen Bischöfen den Vorwurf machen, die verschiedenen Warnungen der Päpste (zB die Enzykliken “Humanae Vitae, 1968; und “Evangelium Vitae”, 1995) nicht nur kritisiert, sondern gar nicht weitergegeben zu haben.








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