Gottesliebe

15 07 2010

Die Katholische Kirche feiert heute den hl. Bonaventura (1221 – 15.07.1274), Kirchenlehrer, Mystiker, Generaloberer des Franziskanerordens, bekannt als „Doctor seraphicus“. Er gilt als Fachmann für den Aufstieg zu Gott und als Künder und Lehrer der Liebe zu Gott.

Ohne auf seine Person und sein Werk hier näher einzugehen, soll der eine Aspekt seines Schaffens, für den er berühmt geworden ist, deutlicher hervorgehoben werden: die Gottesliebe.

Was ist Gottesliebe? Und warum ist das für eine politische Seite relevant?

Unvermeidlicherweise ist es so, daß der Mensch in der Praxis so handelt, wie er im Inneren glaubt und überzeugt ist.

Unvermeidlicherweise ist es auch so, daß der Mensch sich an etwas orientiert. Unvermeidlicherweise muß der Mensch wählen zwischen der Ausrichtung an Gott und der Ausrichtung an etwas Zeitlichem, Geschaffenem, Vergänglichem - das dann zum Götzen wird und zum Einfallstor für das Böse: Entweder der Mensch liebt Gott bis zur Verachtung seiner selbst oder er liebt sich selbst bis zur Verachtung Gottes (wie ein anderer Lehrer der Liebe, der hl. Augustinus, 354 – 28.08.430,  gesagt hat). Etwas drittes gibt es nicht. Das ist die radikale Alternative, auf die jedes Leben hinausläuft.

Gehen wir von unserer alltäglichen Erfahrung aus: Es gibt Menschen, die das Gute ausdrücklich und bewußt wollen und sich – bei allem Scheitern und aller Schwäche und Unvollkommenheit – darum bemühen und es gibt Menschen, die das Gute nicht wollen bzw. die sich dafür nicht interessieren. Viele kümmert sich nur um  kurzfristige – und vermeintliche –  Eigeninteressen. Manche wiederum wollen ausdrücklich das Verbrechen,  ja das Böse selbst  (was vermutlich nur selten in ganz bewußter Weise vollzogen werden dürfte).  

Wer das Gute tun und vollbringen will, wird bald die Entdeckung machen, daß das nicht so einfach ist. Es gibt viele innere und äußere Widerstände. Der Aufstieg zum Guten läßt sich nicht durchführen, wenn man den Guten, Gott, nicht ausdrücklich sucht. Von Gott stammt alles Gute. 

Jetzt ist es aber so, daß Gott durch sein geschichtliches Eingreifen einen konkreten Weg geöffnet hat, auf dem wir ihm begegnen können und sollen.  Nicht alle Wege, die vermeintlich zu Gott führen, können das leisten, weil sie ja grundverschieden und widersprüchlich sind, wie wir an den „Religionen“ und Heilsversprechen sehen.  

Worauf ich hier aber hinauswill, ist, daß es für die Politik und Wirtschaft, für die menschlichen Beziehungen und die Beziehungen der Völker, für Gerechtigkeit und Nächstenhilfe, Gesetzgebung, Wohlfahrt, Gesundheitswesen, Umweltschutz und alle anderen Bereiche des Lebens einen Unterschied macht, ob sich die Menschen überhaupt „guten Willens“, „bonae voluntatis“ sozusagen, dafür interessieren oder ob es ihnen egal ist. Um wieviel mehr macht es einen Unterschied, ob die Zeitgenossen tatsächlich Gott lieben wollen, gemäß dem „Großen Gebot“, oder ob sie sich nicht darum kümmern oder – abgründige Möglichkeit des Menschsein – ob sie ihn hassen.

Das Wollen ist der erste Schritt zur Gottesliebe. Die Gottesliebe ist Anstrengung („mit ganzem Herzen, mit all deinen Gedanken und mit all deiner Kraft“) und gleichzeitig  – wie menschliche Liebe und Freundschaft auch – ungeschuldetes Geschenk.  Wir können sie nicht ganz durchschauen, sie bleibt Geheimnis.

Es ist trivial das festzuhalten, manchmal muß man aber das Offenkundige besonders betonen, wiederholen und verkünden: Eine Gesellschaft, in der die Gottesliebe gedeiht und die Bereiche des Lebens erfüllt, muß anders ausschauen als eine Gesellschaft, in der das nicht geschieht. Das müßte auch einem Atheisten oder Agnostiker klar sein. Eine Gesellschaft, in der es die Gottesliebe nicht einmal dem Begriff nach gibt, muß in Terror, in Angst und Schrecken, im Polizeistaat und in der Diktatur enden.

Diese Analyse macht auch klar, daß nicht alles, was sich „Gott“ nennen läßt, auch tatsächlich Gott ist.

Freilich kann es eine halb-unbewußte Gottesliebe geben (nämlich durch eine Ausrichtung am erkannten Guten, wie unvollkommen auch immer), aber ganz real ist sie nur, wenn sie ausdrücklich und bewußt ist und sich von der Gnade Gottes leiten und stärken läßt.

Dazu hat sich Gott als die Liebe  geoffenbart, wie auch die hl. Schrift des Neuen Bundes sagt. In der Dreifaltigkeit gibt es nur Liebe und Gemeinschaft. Das gilt es nachzuahmen.

Somit müßte es klargeworden sein, inwiefern die Gottesliebe gesellschaftlich und politisch relevant ist.

Darauf wollte ich hinaus. Dafür kann auch der Heilige des heutigen Kalendertages Inspiration und Stärkung bieten. Auch diejenigen p. t. Leser, die nicht gläubig oder nicht katholisch sind, können einmal in das Werk des hl. Bonaventura hineinschmökern und auf sich wirken lassen, was er zu sagen hat. Vielleicht haben die „Mittelalterlichen“ doch mehr zu sagen, als man glaubt.





Spott

3 05 2010

Ist Ihnen, sehr geehrte Leser,  aufgefallen, daß der Spott zu einem der wichtigsten journalistischen Stilmittel geworden ist? Natürlich ist Ihnen das aufgefallen, denn Sie konsumieren offensichtlich die Massenmedien – sonst würden Sie sich auch nicht für diesen politischen Blog interessieren.

Ist Ihnen auch aufgefallen, daß es immer nur ganz bestimmte, wenige Gruppen von Menschen oder Überzeugungen sind, die zum Objekt publizistischen Spottes werden? Auch das wird Ihnen schon aufgefallen sein.

Es ist ja nicht zu übersehen, daß die Journalisten des ORF und anderer selbsternannter „Qualitätsmedien“ nicht-linke Politiker und gläubige Christen mit Hohn und Spott übergießen – sowohl in der Berichterstattung über sie als auch im Interview mit ihnen.

Warum nur?

Warum ist der Glaube an Christus, die Liebe zur Heimat, die Treue zu Ehepartner und Familie, das Bekenntnis zu den menschlichen Tugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Maß u. a. so „lustig“, daß man sich darüber lustigmacht?

Oder sind diese Dinge ohnehin nicht so „lustig“? Sind sie nicht vielmehr ein Ärgernis? Ist es nämlich nicht so, daß nur erhabene Dinge, ja die Wahrheit selbst, den sündigen Menschen zum Spott reizt? Weil ihn die Wahrheit quält und ein schlechtes Gewissen erzeugt?

Ein Schlüssel zum Verständnis des publizistischen Spottes gegen diejenigen, die sich zur geoffenbarten und zur natürlich erkennbaren Wahrheit über den Menschen bekennen, liegt im Buch der Weisheit im Alten Testament:

Laßt uns dem Gerechten auflauern! Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg. Er wirft uns Vergehen gegen das Gesetz vor und beschuldigt uns des Verrats an unserer Erziehung. … Er ist unserer Gesinnung ein lebendiger Vorwurf, schon sein Anblick ist uns lästig; denn er führt ein Leben, das dem der andern nicht gleicht, und seine Wege sind grundverschieden. (Weish 2, 12.14f; Einheitsübersetzung)

Schon der Anblick eines Politikers, der sich für das Amt des Bundespräsidenten bewirbt und sich dabei für die traditionellen und vernünftigen Werte des Glaubens und der Gerechtigkeit einsetzt, der Anblick eines Bischofs, der ohne wenn und aber für den überlieferten Glauben eintritt, der Anblick eines einfachen Menschen, der das Ideal der Familie in der Öffentlichkeit hochhält, ist für den durchschnittlichen Journalisten dermaßen lästig, daß er ihn beim Interview nur mit Häme und Spott in der Stimme interviewen kann.

Dabei ist der Text aus dem Weisheitsbuch eine Vorwegnahme des Lebens des Gerechten schlechthin, also des Herrn selbst. Jeder noch so lautere Christ wird hinter diesem Anspruch immer zurückbleiben. Trotzdem hat er Anteil an der Heiligkeit Christi und das kann der sich dem Bösen ergebende Mensch nicht ertragen.

Spott zu ertragen ist also ein Zeichen, daß man auf dem richtigen Weg ist.

Für den Spötter selbst wird jedoch das Leben immer mehr zur Hölle. Nachdem alles Gute immer mehr zum Gegenstand des Verleumdens und „Herunterziehens“ (lat. sehr schön „detrahere“) wird, gibt es nichts mehr, worauf er sein Leben bauen kann. Die Verzweiflung wird langsam aber sicher ins Unermeßliche steigen. Zudem ist es so, daß in Gemeinschaft betriebener Spott und Hohn die Gemeinschaft nicht stärkt. Aus dem Hohngelächter wächst keine Freundschaft. Das hat etwa C. S. Lewis in seinen Screwtape Letters meisterhaft ausgeführt. Das Spötteln wohlsituierter und feister Lemuren erzeugt nicht nur keine Freundschaft sondern bringt Mißtrauen und daher Isolation hervor. Denn niemand kann sich sicher sein, nicht auch zur Zielscheibe des Spottes zu werden, wenn er gerade einmal nicht anwesend ist.

Darum warnt der Prophet eindringlich davor, mit solchen Menschen überhaupt nur Gemeinschaft zu pflegen:

Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt, nicht auf dem Weg der Sünder geht, nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern Freude hat an der Weisung des Herrn, über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht. (Ps 1, 1; Einheitsübersetzung)

Im Gegenzug ist es jedoch so, daß wir die Skurrilitäten gewisser Irrlehren sehr wohl mit Spott bedenken können und sollen: den Glauben (!) an den Euro etwa. Das  Bekenntnis (!) zur EU. Die Niederwerfung unter skurrile Götzen in den verschiedensten „Religionen“. Die selbstverliebten und dummen Ideologeme der allgegenwärtigen linken Gedankenwelt. Die Eitelkeit ungebildeter aber arroganter Publizisten.

Dieser Spott soll den von diesen Irrungen Befallenen helfen, aus ihrem Wahn herauszukommen und das Licht der Wahrheit zu erkennen. Und die Wahrheit wird sie frei machen. Dann wird – wie der Prophet in Psalm 126 sagt – ihr Mund voll Lachen sein, von echtem,  freudigem Lachen, und jeder Spott wird verstummt sein.





Ignoranz

29 04 2010

Österreich hat seinen neuen Bundespräsidenten gewählt. 

Dazu stellen sich mehrere Fragen:  Was ist „Österreich“ nach dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages noch?

Welche Bedeutung hat ein Bundespräsident überhaupt? Welche hat er nach Lissabon? Hätte er als Hüter der Verfassung diesen nicht beeinspruchen müssen? Welche persönliche und moralische Qualifikation weist Heinz Fischer überhaupt auf?

Egal.

Österreich (oder „Österreich“) hat sich jedenfalls als Land der Ignoranz erwiesen. Über 50% gehen nicht zur Wahl. Dazu werden sie von der Irrelevanz des Bundespräsidentenamtes, einer Empfehlung der ÖVP und der vollkommenen politischen Ignoranz der kirchlichen Obrigkeit geradezu aufgefordert. Letztere, in diesem Fall die katholische, vermittelte ja das Bild, daß eigentlich nur Heinz Fischer wählbar wäre. Ist das Ignoranz – oder Kollaboration?

Ignoranz ist nicht harmlos. Jede/r hat die Verpflichtung, sich nach bestem Wissen und Gewissen zu informieren (also nicht bei „heute“, „ÖSTERREICH“, ORF u. dgl.). Ansonsten möge er/sie sich mit Kommentaren und Verurteilungen besser zurückhalten.

Aus Ignoranz wurde – mindestens das – vom Wahlvolk nicht wahrgenommen, (1) daß gegen Barbara Rosenkranz eine unfaßbare Menschenjagd mit persönlichen Unterstellungen, Gewaltandrohungen, Lügen und Beleidigungen entfesselt wurde, daß (2) Rudolf Gehring ein seriöser Mann mit vernünftigen Ansichten ist, aber von dummen Journalisten angepöbelt und in den Zeitungen verrissen wurde, daß (3) somit die Demokratie gefährdet ist, weil die Information zur Desinformation ausgeartetet ist. Die Verstrickungen von Bundespräsident Fischer wurden schon vor Jahren von Hans Pretterebner in seinem Buch „Lucona“ und vor kurzem von Andreas Unterberger auf dessen Blog veröffentlicht.  Aber wer nimmt das schon zur Kenntnis? Das Gedächtnis ist kurz, der Opportunismus stark.

Die meisten Leute, vor allem die jungen Leute,  sind an dieser ihrer Ignoranz nur teilweise schuld, zu groß ist schon die von oben künstlich erzeugte Ignoranz. Aber – wie gesagt – jede/r muß sich sachgerecht informieren. Davon ist niemand dispensiert.

Aber gegen die von oben erzeugte Ignoranz werden wir ankämpfen müssen.  Denn die Wahrheit wird uns frei machen.





Die Unvernunft des Atheismus

6 12 2009

Am 4.12.09 hielt der Althistoriker Dr. Jürgen Spieß einen Vortrag in Wien über den neuen Atheismus und dessen Denkfehler. Dazu zog er hauptsächlich das Buch „Der Gotteswahn“ von Richard Dawkins und dessen darin enthaltenen Hauptthesen heran. Veranstaltet wurde der Abend vom Institut Renovatio und der Evangelischen Allianz.

Die erste Überaschung trat auf als ein äußerlich unscheinbarer und schüchtern wirkender Vortragender zu Reden begann. Sein Vortrag war verbal und inhaltlich hervorragend, und meine deutschen Freunde mögen verzeihen – für einen Deutschen und Althistoriker unerwartet humorvoll.

Der moderne Atheismus gilt als Antwort auf die Ereignisse des 11.September 2001. Er geht von der Annahme aus, dass eine Welt ohne Religion friedlich ist. Er äußerte sich unter anderem in der Atheismuskampagne des letzten Sommers. Dawkins stellt die Behauptung auf „Ich bin Atheist weil es wahr ist“ obwohl er im Buch davon spricht, dass es nur „mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit keinen Gott gibt“. In einem Fernsehinterview bezifferte er diese Wahrscheinlichkeit mit 98,5% ohne näher darauf einzugehen wie er auf diese Zahl gekommen ist. Verglichen mit einer Betriebsgarantie von 98,5% z.B. bei einem Internetanschluß würde das bedeuten, dass wahrscheinlich an ca. 5 Tagen pro Jahr das Internet nicht funktioniert. Hier lies sich der Vertreter des neuen Atheismus also ein noch recht großes Schlupfloch offen.

Die 4 Hauptthesen für den Atheismus des Buches „Der Gotteswahn“  sind:

1, Glaube und Wissenschaft sind Gegensätze
Der Glaube ist blind, Wissenschaft steht auf Basis von Belegen. Er gibt zu, dass man auch als Wissenschafter einen gewissen Glauben an Dinge braucht, nennt dies aber Vertrauen.
Der Basissatz ist hier, dass es nichts Übernatürliches gibt. Dies ist ein Widerspruch in sich, da eine philosophische Basisaussage dazu verwendet wird um eine naturwissenschaftliche Behauptung zu tätigen. Wie im „Netz des Physikers“ geschildert können nicht alle Dinge Naturwissenschaftlich erkannt werden. Die Frage des Übernatürlichen kann nicht durch das Natürliche erklärt oder widerlegt werden, da sich die Mittel zur Erkenntnis ausserhalb des natürlichen Systems befinden. Das Netz des Physikers kann nur Fische fangen die größer als 5cm sind, daher geht er davon aus, dass alle Fische größer als 5cm sind. Alle kleineren Fische könnte er nur mit einer anderen Betrachtungsweise herausfinden. Daher folgt, dass Gott naturwissenschaftlich weder bewiesen oder widerlegt werden kann.
Die Naturwissenschaft bringt sowohl bei gläubigen, als auch bei ungläubigen Wissenschaftern die gleichen Resultate hervor. Sehr viele Naturwissenschafter sind gläubig und dies stellt keinen Gegensatz zu ihren Glauben dar.

2, Unsere Welt ist so komplex, dass sie den Anschein erweckt, dass sie intelligent gestaltet wurde. Das ist Wunschdenken, denn die Evolution hat durch natürliche Selektion dazu geführt.
Als Gegenargument kann man anführen, dass die Nichtexistenz Gottes ebenso Wunschdenken sein kann. Der Wunsch dass es Gott nicht gibt ist für den Menschen nämlich viel bequemer und die Evolution legitimiert seinen Egoismus. Weiters behauptet kein ernsthafter Wissenschafter, dass die Evolution Neues schafft. Dadurch erklärt sie in keinster Weise die Schöpfung sondern nur die geringfügige Veränderung. Auch die Veränderungen von einer Art in eine andere kann nicht belegt werden, sondern nur die Mikroevolution, die Veränderung und Anpassung innerhalb von Arten.
Die Evolution und Selektion erklärt nicht wie es vom Nichtleben zum Leben kommt, vom Nichtbewußtsein zum Bewußtsein, von der Nichtsittlichkeit zur Sittlichkeit. Wo kommen die Anfänge her? Im Gegensatz zur Evolution lehrt uns das Anthropische Prinzip, dass der Kosmos mit seinen Naturkonstanten im Gesamten auf den Menschen hin geschaffen wurde. Weiters zeigt uns die Entropie, dass sich in der Natur ein System höherer Ordnung immer in ein System niedriger Ordnung entwickelt, wenn nicht mit absichtlicher Intervention die Ordnung erhöht wird.

3, Eine Welt ohne Religion ist friedlich. Noch nie wurde im Namen des Atheismus Krieg geführt.
Dieser Argumentation konnte sich nicht einmal der sonst links-liberale Spiegel anschließen. Sicherlich ist Religion, und hier vornehmlich der Islam, auch für kriegerische Aktivitäten verantwortlich. Aber ebenso andere Weltanschauungen wie der Kommunismus oder der Faschismus, die ausgesprochen antireligiös sind, waren oft die Kriegstreiber oder die Mörder an unschuldigen Leben. Habgier, Geltungssucht oder das wehrhafte Verhalten gegen die Ungerechtigkeit waren in der Geschichte ebenso Auslöser für Krieg. Hitler war Atheist und erklärter Gegner des Christentums, ebenso wie Marx, Stalin oder Mao.

4, Die Evangelien sind eine literarische Erfindung, ein Roman, genau so wie das Buch Sakrileg von Dan Brown.
Als Althistoriker legte Dr. Spieß hier klar, dass aus historischer Sicht die Evangelien, sowie die Aussagen davon wie die Auferstehung eine historische außerordentlich gut belegte Tatsache ist. Es gibt keine historischen Fakten aus dem ALtertum die besser belegt sind als die Evangelien und die biblische Geschichte. Wenn wir das in Zweifel ziehen, dann müssten wir die gesamte uns bekannte Geschichte ebenfalls anzweifeln und überhaupt keine historisch wissenschaftlichen Belege gelten lassen.

Wir müssen bedenken, dass der Umstand ob es einen Gott gibt oder nicht die Grundlage der Gesellschaft, der Politik, der Rechtssprechung und der Moral darstellt.

Sollte es Gott geben, dann hat das zwingendermaßen Auswirkungen auf unser gesamtes Leben. Es gibt ein absolut richtig und falsch und Richtlinien an denen wir unser Leben ausrichten sollen, ob es uns Spaß macht oder nicht.

Sollte es keinen Gott geben, dann hat das natürlich ebenfalls enorme Auswirkungen auf unser Leben. Es gibt kein richtig und kein falsch, alles ist relativ. Übrigens ist hier der oft benutzte Bezug dieser Aussage auf Einstein vollkommen falsch, denn dieser hat diese Aussage nie gesagt, sondern er verwehrte sich zu Lebzeiten dagegen, da er sehrwohl an einen Gott glaubte. Es gibt auch keine Moral, somit keine Grundlage für Gesetze. Das Gesetz ist ein Abbild der aktuellen Gesellschaft und passt sich an unsere Bedürfnisse an. Dann muss auch Mord kein Verbrechen sein. Abtreibung kann man problemlos argumentieren, ebenso wie Euthanasie.

Wenn es keinen Gott gibt, dann ist, wie Dostojewski sagte,  alles erlaubt.

Die EU ist bereits voll in eine Welt ohne Gott unterwegs. Das ehemalig christliche Amerika vollzieht unter Obama gerade einen Schwenk. Die ehemallig kommunistischen Länder sind orientierungslos. Die Errungenschaften der christlich westlichen Welt werden weggeworfen und gegen eine vermeintlich bessere moderne Lebensordnung eingetauscht die Genderismus, Evolutionstheorie, natürliche Selektion und neuen Atheismus predigt. Diese schöne neue Welt ist eine Welt ohne Moral und Liebe, ohne Werte, ohne Hoffnung. Ohne die wesentlichen Elemente die das Menschsein ausmachen.

Weiterführende Informationen unter www.iguw.de