Unterschriften gegen Meinungsdiktatur

3 06 2010

Österreicher! Wie Ihr sicher aus den Medien erfahren habt, ist in Ausführung von EU-Vorschriften derzeit ein Terrorismuspräventionsgesetz, in den Medien „Antiterrorgesetz“ genannt, in Ausarbeitung. Dabei soll auch § 283 des Strafgesetzbuches neu gefasst werden, und zwar in einer Form, die eine Einschränkung der Meinungsfreiheit erwarten lässt.

Dagegen wenden sich Dr. Andreas Unterberger und eine Gruppe unabhängiger Journalisten.

Wer über das Internet gegen diese Einschränkung der Meinungsfreiheit protestieren will, kann dies über die nachstehende Adresse machen:

http://www.terrorgesetz.at/





Christliche Lebensart „hinter Gitter“?

25 05 2010

„Arise up quickly…“ von Storm Crypt @www.flickr.com

Wie uns bereits aus mehreren Quellen bekannt ist, kann eine authentische und ernsthafte christliche Lebensweise in Teilen Europas zu rechtlicher Verfolgung führen.

In Großbritannien müssen christliche Bildungs- und Erziehungsheime schließen, wenn sie sich in Ihrer Personalauswahl nicht nach dem gesellschaftlichen und mittlerweile rechtlich verordneten (Gender)-mainstream halten. Es zählt also nicht der begründete Wunsch der Klientel, der Eltern, die Kinder keinen Aufsichtspersonenen mit homosexuellen Neigungen anzuvertrauen. Das die derart bevormundeten Einrichtungen so ihren Auftrag und ihr „Vision Statement“ der Vermittlung eines christlich-sozialen Weltbildes, mit klaren Regeln und Grenzen nicht mehr erfüllen können und damit in die Schließung getrieben werden, wird von der Regierung in Kauf genommen.

Unter dem Schlagwort der Anti-Diskriminierung wurden europaweit Gesetze eingereicht und beschlossen, die es uns erschweren, unsere christlichen Wurzeln und Identität auszuleben und öffentlich zu bekennen. Paradoxerweise scheint gerade das christliche Gedankengut von der Anti-diskriminierung ausgeschlossen zu sein. Das ist zwar nicht offenkundig festgeschrieben, aber Usus in der öffentlichen Debatte, Politik und Medienberichterstattung.

Aktuell gibt es wieder im Kielwasser des österreichischen Entwurfs des „Terrorismuspräventionsgesetzes 2010″ eine leicht zu übersehende Paragraphenanpassung, die für unsere Zukunft schwerwiegendste Auswirkungen hinsichtlich des Religionsfriedens haben könnte. Genauer nachzulesen in der Stellungnahme der österreichsichen Bischofskonferenz zu dem Gesetzesentwurf (der den Ministerrat schon passiert hat).

In Anbetracht des selbstbewußten Auftretens des Islams und der von „polical correctness“ geprägten Unterwürfigkeit der Politiker quer durch alle europäischen Regierungsparteien erhebt sich die Frage, ob der oft strapazierte Begriff der Toleranz letztlich mit „Selbstaufgabe“ gleichzusetzen ist? Wie sollen wir es den ansonsten einordnen, dass unsere christliche Ethik und Moral, die wesentlichen Einfluss auf die Bildung unserer heutigen humanen Gesellschaft gehabt hat, derart von den Verantwortlichen mit dem politischen Gestaltungsauftrag vergessen wird?

Vergegenwärtigen wir uns doch einmal die Tatsache, dass in islamisch dominierten Ländern, wo er Islam auch politische Kraft ist, über die letzten Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, die Entwicklung einer stabilen und vor allem auch wirtschaftlich produktiven, aufs Gemeinwohl ausgerichteten Gesellschaft nicht gelungen ist. Die Menschen, die aus diesen Ländern zu uns kommen sind zumeist Wirtschaftsflüchtlinge, zu einem geringen Teil auch politisch motiviert. Allein aufgrund der bei uns herrschenden Gesetze, fundiert auf dem christlichen Gebot der Nächstenliebe, finden diese Menschen Unterstützung und vor allem auch monetäre Zuwendung. Das wird von uns Bürgern getragen, eigentlich unter der Voraussetzung der Unverrückbarkeit unserer Gesellschaft und der willentlichen Integration der Zugezogenen. Doch diesem Anspruch wird nicht Genüge getan bzw. treten massive Schwierigkeiten auf.

Gott sei dank werden die Stimmen der Mahner immer mehr und auch der Gegenwind der Bevölkerung europaweit gegen politisches „Kopf-in-den-Sand-stecken“ und Appeasement-Politik wird immer stärker. Zynisch könnte das Ganze in dem Satz gipfeln: „Stell’ Dir vor, es ist Europa und keiner geht hin!“

Wir müssen alle öffentlich erkennbaren Bestrebungen zur Wahrung unserer christlichen Wurzeln und Identität stärken, denn die Alternativen wären Verlust der Meinungsfreiheit, Verlust der Verkündigung der christlichen Botschaft von Vergebung, Erlösung, Nächstenliebe und Hoffnung und der Verlust einer verheißungsvollen Zukunft für uns und unsere Kinder. Darum, treten wir mit Freuden ein, als Zeugen eines selbstbewußten, christlichen Abendlandes, dass sich zwar seiner Schwächen bewußt ist, aber sich darum nicht schämt, seine Stärken zu vertreten!





Bischof Walter Mixa und der Grüne Daniel Cohn-Bendit

20 05 2010

- der Unterschied zwischen beiden:

Fassungslosigkeit: Warum Walter Mixa gehen musste und Daniel Cohn-Bendit immer noch da ist!
KOPP VERLAG 12. 5. 2010

von Eva Hermann

Der ehemalige Augsburger Bischof Walter Mixa ist zerstört und beseitigt!
Sein Rücktrittsgesuch, das ihm von der öffentlichkeitswirksamen »Medienelite« auferlegt worden war, ist eilig vom Papst in Rom, den seine Anhänger auch den »Heiligen Vater« nennen, abgesegnet worden. Weg mit Schaden! Mixa ist nicht mehr tragbar, ist jetzt Gift für das Ansehen der katholischen Kirche! …

Zwar weiß niemand zu sagen, wen er denn jetzt eigentlich sexuell missbraucht haben soll, dennoch scheint klar: Niemals wieder soll dieser Mann aufstehen! Die Missbrauchsvorwürfe gegen ihn, die sich übrigens inzwischen als komplett erfunden und haltlos erwiesen haben, reichen aus, um ihn bis in den Tod zu verfolgen!
Der Mann ist ein für allemal erledigt!

Wer allerdings bis zum heutigen Tage überhaupt nicht erledigt ist, ist der Grünen-Politiker im Europa-Parlament, Daniel Cohn-Bendit. Der gab zwar tatsächlich sexuelle Kontakte mit vier- bis sechsjährigen Kindern zu, beschrieb diese sogar in Einzelheiten als großartige erotische Erfahrungen, das Schmusen mit Säuglingen als außergewöhnlichen Spaß, genoss es, wenn die Kindergartenkinder, die er betreuen sollte, ihm die Hose öffneten und ihn streichelten, und auf das alles schien der Europa-Politiker auch noch besonders stolz zu sein. Aber das stört bis heute keinen großen Geist!

Die Medien erst recht nicht! Die leiden unter akutem Gedächtnisschwund im Fall Cohn-Bendit!

………….

Weiter im Original HIER …..





Spott

3 05 2010

Ist Ihnen, sehr geehrte Leser,  aufgefallen, daß der Spott zu einem der wichtigsten journalistischen Stilmittel geworden ist? Natürlich ist Ihnen das aufgefallen, denn Sie konsumieren offensichtlich die Massenmedien – sonst würden Sie sich auch nicht für diesen politischen Blog interessieren.

Ist Ihnen auch aufgefallen, daß es immer nur ganz bestimmte, wenige Gruppen von Menschen oder Überzeugungen sind, die zum Objekt publizistischen Spottes werden? Auch das wird Ihnen schon aufgefallen sein.

Es ist ja nicht zu übersehen, daß die Journalisten des ORF und anderer selbsternannter „Qualitätsmedien“ nicht-linke Politiker und gläubige Christen mit Hohn und Spott übergießen – sowohl in der Berichterstattung über sie als auch im Interview mit ihnen.

Warum nur?

Warum ist der Glaube an Christus, die Liebe zur Heimat, die Treue zu Ehepartner und Familie, das Bekenntnis zu den menschlichen Tugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Maß u. a. so „lustig“, daß man sich darüber lustigmacht?

Oder sind diese Dinge ohnehin nicht so „lustig“? Sind sie nicht vielmehr ein Ärgernis? Ist es nämlich nicht so, daß nur erhabene Dinge, ja die Wahrheit selbst, den sündigen Menschen zum Spott reizt? Weil ihn die Wahrheit quält und ein schlechtes Gewissen erzeugt?

Ein Schlüssel zum Verständnis des publizistischen Spottes gegen diejenigen, die sich zur geoffenbarten und zur natürlich erkennbaren Wahrheit über den Menschen bekennen, liegt im Buch der Weisheit im Alten Testament:

Laßt uns dem Gerechten auflauern! Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg. Er wirft uns Vergehen gegen das Gesetz vor und beschuldigt uns des Verrats an unserer Erziehung. … Er ist unserer Gesinnung ein lebendiger Vorwurf, schon sein Anblick ist uns lästig; denn er führt ein Leben, das dem der andern nicht gleicht, und seine Wege sind grundverschieden. (Weish 2, 12.14f; Einheitsübersetzung)

Schon der Anblick eines Politikers, der sich für das Amt des Bundespräsidenten bewirbt und sich dabei für die traditionellen und vernünftigen Werte des Glaubens und der Gerechtigkeit einsetzt, der Anblick eines Bischofs, der ohne wenn und aber für den überlieferten Glauben eintritt, der Anblick eines einfachen Menschen, der das Ideal der Familie in der Öffentlichkeit hochhält, ist für den durchschnittlichen Journalisten dermaßen lästig, daß er ihn beim Interview nur mit Häme und Spott in der Stimme interviewen kann.

Dabei ist der Text aus dem Weisheitsbuch eine Vorwegnahme des Lebens des Gerechten schlechthin, also des Herrn selbst. Jeder noch so lautere Christ wird hinter diesem Anspruch immer zurückbleiben. Trotzdem hat er Anteil an der Heiligkeit Christi und das kann der sich dem Bösen ergebende Mensch nicht ertragen.

Spott zu ertragen ist also ein Zeichen, daß man auf dem richtigen Weg ist.

Für den Spötter selbst wird jedoch das Leben immer mehr zur Hölle. Nachdem alles Gute immer mehr zum Gegenstand des Verleumdens und „Herunterziehens“ (lat. sehr schön „detrahere“) wird, gibt es nichts mehr, worauf er sein Leben bauen kann. Die Verzweiflung wird langsam aber sicher ins Unermeßliche steigen. Zudem ist es so, daß in Gemeinschaft betriebener Spott und Hohn die Gemeinschaft nicht stärkt. Aus dem Hohngelächter wächst keine Freundschaft. Das hat etwa C. S. Lewis in seinen Screwtape Letters meisterhaft ausgeführt. Das Spötteln wohlsituierter und feister Lemuren erzeugt nicht nur keine Freundschaft sondern bringt Mißtrauen und daher Isolation hervor. Denn niemand kann sich sicher sein, nicht auch zur Zielscheibe des Spottes zu werden, wenn er gerade einmal nicht anwesend ist.

Darum warnt der Prophet eindringlich davor, mit solchen Menschen überhaupt nur Gemeinschaft zu pflegen:

Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt, nicht auf dem Weg der Sünder geht, nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern Freude hat an der Weisung des Herrn, über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht. (Ps 1, 1; Einheitsübersetzung)

Im Gegenzug ist es jedoch so, daß wir die Skurrilitäten gewisser Irrlehren sehr wohl mit Spott bedenken können und sollen: den Glauben (!) an den Euro etwa. Das  Bekenntnis (!) zur EU. Die Niederwerfung unter skurrile Götzen in den verschiedensten „Religionen“. Die selbstverliebten und dummen Ideologeme der allgegenwärtigen linken Gedankenwelt. Die Eitelkeit ungebildeter aber arroganter Publizisten.

Dieser Spott soll den von diesen Irrungen Befallenen helfen, aus ihrem Wahn herauszukommen und das Licht der Wahrheit zu erkennen. Und die Wahrheit wird sie frei machen. Dann wird – wie der Prophet in Psalm 126 sagt – ihr Mund voll Lachen sein, von echtem,  freudigem Lachen, und jeder Spott wird verstummt sein.





Ignoranz

29 04 2010

Österreich hat seinen neuen Bundespräsidenten gewählt. 

Dazu stellen sich mehrere Fragen:  Was ist „Österreich“ nach dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages noch?

Welche Bedeutung hat ein Bundespräsident überhaupt? Welche hat er nach Lissabon? Hätte er als Hüter der Verfassung diesen nicht beeinspruchen müssen? Welche persönliche und moralische Qualifikation weist Heinz Fischer überhaupt auf?

Egal.

Österreich (oder „Österreich“) hat sich jedenfalls als Land der Ignoranz erwiesen. Über 50% gehen nicht zur Wahl. Dazu werden sie von der Irrelevanz des Bundespräsidentenamtes, einer Empfehlung der ÖVP und der vollkommenen politischen Ignoranz der kirchlichen Obrigkeit geradezu aufgefordert. Letztere, in diesem Fall die katholische, vermittelte ja das Bild, daß eigentlich nur Heinz Fischer wählbar wäre. Ist das Ignoranz – oder Kollaboration?

Ignoranz ist nicht harmlos. Jede/r hat die Verpflichtung, sich nach bestem Wissen und Gewissen zu informieren (also nicht bei „heute“, „ÖSTERREICH“, ORF u. dgl.). Ansonsten möge er/sie sich mit Kommentaren und Verurteilungen besser zurückhalten.

Aus Ignoranz wurde – mindestens das – vom Wahlvolk nicht wahrgenommen, (1) daß gegen Barbara Rosenkranz eine unfaßbare Menschenjagd mit persönlichen Unterstellungen, Gewaltandrohungen, Lügen und Beleidigungen entfesselt wurde, daß (2) Rudolf Gehring ein seriöser Mann mit vernünftigen Ansichten ist, aber von dummen Journalisten angepöbelt und in den Zeitungen verrissen wurde, daß (3) somit die Demokratie gefährdet ist, weil die Information zur Desinformation ausgeartetet ist. Die Verstrickungen von Bundespräsident Fischer wurden schon vor Jahren von Hans Pretterebner in seinem Buch „Lucona“ und vor kurzem von Andreas Unterberger auf dessen Blog veröffentlicht.  Aber wer nimmt das schon zur Kenntnis? Das Gedächtnis ist kurz, der Opportunismus stark.

Die meisten Leute, vor allem die jungen Leute,  sind an dieser ihrer Ignoranz nur teilweise schuld, zu groß ist schon die von oben künstlich erzeugte Ignoranz. Aber – wie gesagt – jede/r muß sich sachgerecht informieren. Davon ist niemand dispensiert.

Aber gegen die von oben erzeugte Ignoranz werden wir ankämpfen müssen.  Denn die Wahrheit wird uns frei machen.





Der Genozid der Armenier

13 04 2010

Talat Pascha - Der Hauptverantwortliche des Genozids

Das Armenische Volk wurde gegen Ende des ersten Weltkrieges von der türkischen Regierung bewußt und mit unglaublicher Kaltblütigkeit ermordet. Die UNO und die meisten Staaten der Welt kamen aufgrund der vorhandenen historischen Beweise zu dem Entschluss, dass ein Völkermord vorliegt. Allein die offizielle Türkei leugnet es. Die Politiker und Diplomaten, die alle die Türkei nicht als „verlässlichen Partner“ verlieren möchten dürfen über den Völkermord nichts sagen, oder gar eine Entschuldigung dafür verlangen. Denn sonst bricht die Türkei sofort alle diplomatischen Verbindungen ab. Allen voran Barak Hussein Obama, der noch als Gouverneur den Genozid verurteilte, schweigt jetzt diplomatisch zu dem Thema.

Wie können wir allen Ernstes nur mit dem Gedanken spielen ein Land wie die Türkei in die EU aufzunehmen?

Die Verantwortlichen der Jungtürken Regierung unter Talat Pascha nutzten Verleumdung um die Vernichtung des ungewollten, christlichen Volks der Armenier zu legitimieren und voranzutreiben. Die Armenier wurden als Christen in einem mehrheitlich islamischen Land zwar geduldet, aber waren Menschen 2.Klasse, hatten weniger Rechte und mussten eine höhere Steuer bezahlen. Sie lebten also als sogenannte Dhimmis, als religiöse Minderheit unter Moslems. Obwohl sie in der Armee mitkämpften wurde ihnen Verrat am türkischen Volk vorgeworfen und die Unterstützung der christlichen Feinde. Mit dieser Anschuldigung als Legitimation wurde ca. 1 Million Armenier unter grausamsten Umständen systematisch vernichtet. Nach Ende des Krieges und der Machtübernahme von Kemal Atatürk wurde um des diplomatischen Friedens willen kein Eingeständnis der Türken verlangt. Das ist bis heute so geblieben. Der bestehende Ministerpräsident der Türkei, Erdogan, bestreitet diesen Genozid weiterhin vehement.

Talat Pascha floh nach Ende des Krieges nach Deutschland, dem ehemaligen Verbündeten. Dort konnte er unerkannt unterkommen, bis er von einem Armenier aufgespürt und erschossen wurde. In einem einmaligen Gerichtsverfahren wurde der Schütze zwar der Ermordung überführt, aber trotzdem freigesprochen. Der Leichnam wurde Jahre später von dem großen Bewunderer Talat Paschas, Adolf Hitler, mit allen Ehren in die Türkei überstellt.

Der Massenmörder Talat Pascha wird weiterhin in der Türkei verehrt, Straßen, Plätze und Schulen nach ihm benannt. Das wäre so, als wie wenn der Bürgermeister Häupl die neue Adolf Hitler Ganztagsschule eröffnen würde. Und die ganze Welt schweigt aufgrund der so wichtigen diplomatischen Beziehungen zur Türkei.

Empörend, aber leider wahr!

Lesen Sie dazu den Wikipedia Artikel

Wer gute Nerven hat, soll sich die im ARD ausgestrahlte Dokumentation Aghet – Ein Völkermord hier ansehen. (90 min)





SCHENKE LICHT DEN BLINDEN

29 03 2010

Foto: Ko_An / Laura

von Inge M. Thürkauf

Die Würde des Menschen ist unantastbar. So jedenfalls beginnt unser Grundgesetz. 1993 hat das Bundesverfassungsgericht diesen ersten Satz des Grundgesetzes bekräftigt mit den Worten: „Zum menschlichen Leben gehört auch das ungeborene. Auch ihm gehört der Schutz des Staates… Der Schutzauftrag verpflichtet den Staat … den rechtlichen Schutzanspruch des ungeborenen Lebens im allgemeinen Bewußtsein zu erhalten und zu beleben.“ Hehre, große Worte!!! Was ist daraus geworden? Wie sieht die Realität aus?

Schon in der Schule wird den Kindern im Rahmen der Sexualaufklärung klargemacht, daß die wichtigste Vorsorge (oder Fürsorge?) die Verhütung der Schwangerschaft sei. Dazu sei es nötig, eine optimale Verhütungspraxis zu betreiben, und zwar mit Hilfe des beliebtesten Verhütungsmittels – mit der Pille. Diese feiert im kommenden August das 50. Jahr ihres Erscheinens – Happy Birthday! Kann man da nur sagen!

Die Pille wurde bei ihrer Einführung als Meilenstein in der Geschichte der Emanzipation gefeiert, und ihr Erfinder, so meinen die emanzipierten Kreise, verdiene, mit einem Denkmal geehrt zu werden.

Was in der Begeisterung verschwiegen wird, ist, daß kein Verhütungsmittel eine Schwangerschaft garantiert verhindert. Daher wird schon in den Schulen für eine „Nachverhütung“ und für sogenannte „unkomplizierte Abtreibungsmethoden“ geworben. Daß bei einer Abtreibung ein Mensch getötet und nicht ein himbeerartiges Gewebe oder ein Zellhaufen einfach nur entfernt wird, gehört nicht zur Aufklärung. Im Gegenteil, es wird bestritten, daß der Mensch von Anfang an, von der Zeugung an Mensch ist. Man setzt in die Köpfe der Minderjährigen und Jugendlichen die Meinung, daß sich der Embryo erst langsam zu einem Menschen entwickle und sie daher ein „Recht auf Abtreibung“ hätten. Die internationale Zusammenarbeit zwischen Beratungsstellen, wie z.B. pro Familia und den Abtreibungszentren funktioniert faktisch reibungslos. Abtreibung gilt als erkämpftes Frauenrecht, und zeitgemäß zu sein, entspricht der „politischen Korrektness“.

Die Tötungen ungeborener Kinder in Westeuropa und Nordamerika haben sich verfünfzehnfacht (Dr. Bernhard Nathanson). Abtreibung ist die häufigste Todesursache in Europa. Heute beklagen wir den „demographischen Wandel“ unserer Gesellschaft. Europa ist zu einem sterbenden Kontinent geworden seit vor über 30 Jahren die Europäer beschlossen haben, daß es eines Tages keine Europäer mehr geben soll. Das war, als die ehemals bestehenden Gesetze zum Schutz des ungeborenen menschlichen Lebens zu Fall gebracht und europaweit die Abtreibungsgesetze eingeführt wurden. Seit dieser Zeit ist der Mutterschoß der gefährlichste Ort auf der Welt geworden. Die logische Konsequenz ist, wir sterben aus, denn ein Staat ohne Menschen stirbt.

Vor über 40 Jahren hat Papst Paul VI. die Enzyklika „Humanae Vitae“ veröffentlicht, in der er die Lehre der Kirche über die eheliche Liebe und die Empfängnisregelung bekräftigte. Bedingt durch die Kulturrevolution jener Jahre konnten viele Bischöfe dem Druck der ideologisch geprägten Philosophen und Theologen nicht Stand halten und haben durch die Freigabe der Gewissensentscheidung die prophetische Weitsicht dieses päpstlichen Lehrschreibens relativiert.

In Deutschland wartet die sogenannte “Königsteiner Erklärung“ der Deutschen Bischofskonferenz bis heute auf die dringend notwendige Revision. Seit dem 40 jährigen Gedenktag vor zwei Jahren spricht niemand mehr davon, aber die Wunden, die durch das ablehnende Verhalten der Bischöfe gegenüber der Enzyklika geschlagen wurden, sind bis heute nicht verheilt, im Gegenteil. Die Konsequenzen der Revolte gegen das Sittengesetz sind für jeden deutlich zu erkennen: der dramatische Zerfall der Ehe, die Relativierung der Geschlechtlichkeit im Zuge der neuen Ideologie von Gender Mainstreaming, die zwangsweise Einführung der Schulsexualerziehung, die Mißachtung des menschlichen Lebens von der Zeugung bis zu seinem natürlichen Tod. Die Folgen dieser unheilvollen Ablehnung von „Humanae vitae“ haben uns durch die Geschehnisse der letzten Wochen mit einem Donnerschlag eingeholt, und es ist dringend zu hoffen, daß endlich das große Erwachen einsetzt und vor allem die Bischöfe erkennen, daß es einen engen Zusammenhang gibt zwischen der Zurückweisung von „Humanae vitae“ und dem sittlich-moralischen Zerfall vor allem der westlichen Welt.

Im Hinblick darauf, daß in den 80-er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannte Parteigrößen von Bündnis90/Grünen Anträge eingebracht haben, die darauf abzielten, sexuelle Handlungen von Erwachsenen mit Kindern zu legalisieren, können die z. Zt. laufenden Diskussionen über Kindsmißbrauch nur als Heuchelei und Verhöhnung der Opfern bezeichnet werden. Durch die Entkriminalisierung der Pädasexualität sollte – wie es damals hieß –„etwas für die Lebenssituation der pädophilen Menschen getan werden“. Dazu wollte man das Strafrecht ändern. Wer von Mißbrauch spricht, muß auch von diesen Wegbereitern sprechen, denn viele der bekanntgewordenen Mißbrauchsopfer sind im Zeitraum der 80-er Jahre angesiedelt. Dieselben Leute, die damals Wege zum Kindsmißbrauch öffnen wollten, und zwar per Gesetz, haben nun einen altbewährten Sündenbock gefunden – die katholische Kirche.

Die heutige Situation zeigt unmißverständlich: wir sind in einen Zustand eingetreten, den man getrost als den Beginn einer Christenverfolgung bezeichnen kann, auch in unseren Breitengraden. Beispiele dazu gibt es genügend:

Ende September 2009 stand die Veranstaltung „1000 Kreuze für das Leben“ im Rampenlicht der Medien. Der Bundesverband Lebensrecht hat seine Mitglieder und alle Menschen guten Willens aufgerufen, sich zu einem „Schweigemarsch für das Leben“ in Berlin zu versammeln. Trotz des massiven Widerstands der linksradikalen Gegner trafen sich am Samstag, den 26. September 2009, über 1300 Lebensschützer zu einer gewaltfreien Kundgebung für das ungeborene Leben. Ca. 400 linksorientierte Rädelsführer im Gefolge ihrer Mitläufer sowie Vertreter der PRO FAMILIA und der Partei DIE LINKE gingen mit aggressiven Parolen gegen die friedlichen Demonstranten vor. Ihnen wurden Kreuze entrissen und in die Spree geworfen, eine Bibel wurde angezündet, und beim Gottesdienst in der St. Hedwigs-Kathedrale wurden die Gläubigen mit Eiern beworfen.

In welcher Gesellschaft leben wir, wo Menschen auf das Übelste beschimpft, ja sogar bedroht werden, nur weil sie sich für das Leben einsetzen?

Eine Merkwürdigkeit war jedoch zu verzeichnen: Trotz der offensichtlich lautstarken und gewalttätigen Aktionen im Verlauf der Berliner Veranstaltung von Seiten der Linken war es seltsam still in den Medien und in der politischen Szene. Kein Aufschrei wegen der Schändung christlicher Symbole und der Verspottung von Christen. Nicht auszudenken, welch ein Aufruhr ein ähnliches Vorgehen gegenüber Menschen jüdischen oder muslimischen Glaubens ausgelöst hätte. Die Beleidigungen und verbalen Bedrohungen von Christen scheinen jedoch weder Politiker noch die Medienleute interessieren zu wollen. Was sich in Berlin abgespielt hat, deutet auf eine Entwicklung hin, die beklemmend ist. Meinungsfreiheit gilt offensichtlich nur noch für Befürworter der Kindstötungen. Auf jene aber, die ihre Stimme erheben gegen das Unrecht der Abtreibung, fällt das Beil der Verleumdung, der Häme und des Spottes, sie werden als engstirnig, homophob und faschistisch diffamiert. Die Anzeichen einer latenten, aber stets klarer sich abzeichnenden Christenverfolgung treten immer deutlicher zu Tage.

Der Kirche wird vorgeworfen, sie sei intolerant gegenüber den gesellschaftlichen Veränderungen. Es ist jedoch keine Frage der Toleranz, den Tod eines Menschen zu verhindern und körperliche und geistige Zerstörung von Frauen und Männern abhalten zu wollen, sondern es ist eine Frage der Wahrheit und Liebe warnend aufzutreten und Grenzen aufzuzeigen, gleichgültig wie ewiggestrig man auch eingestuft wird.

2000 Jahre nachdem der Engel des Herrn Maria die Botschaft brachte (am 25. März haben wir das Hochfest „Maria Verkündigung“ gefeiert) und ihr Fiat der Welt den Erlöser schenkte, hat sich das christliche Abendland für den Embryo als Zellhaufen entschieden und den Ungeborenen das Menschsein abgesprochen. Die Folge ist: Abtreibung bis kurz vor der natürlichen Geburt. Überdies beeilt sich die Wissenschaft, zur Umgehung der natürlichen Zeugung, immer perfektere Wege aufzuzeigen, um den Menschen nicht mehr zu zeugen, sondern ihn in vitro zu machen, zu produzieren. Der Fortschritt ist heute soweit fortgeschritten, daß Embryonen eingefroren und für medizinische Zwecke – gewissermaßen aus der Kühltruhe – entnommen werden können. Also Forschung und Familienplanung mit menschlichem Leben aus dem Eis? In Amerika ist es sogar möglich, eingefrorene Embryonen zu adoptieren. Die Entwicklung dieser wissenschaftlichen „Erfolge“ deutet nur auf eines hin:

„Abtreibung ist nicht nur eine millionenfach erlebte menschliche Tragödie, sondern längst auch ein Milliardengeschäft geworden“, schreibt Alexandra M. Linder in ihrem Buch „Geschäft Abtreibung“. Mutig und schonungslos hat sie die skandalösen Fakten und Zusammenhänge rund um dieses Geschäft aufgedeckt. Zum Beispiel ist wenig bis gar nicht bekannt, daß eine große Zahl von Impfstoffen, die auch in Deutschland erhältlich sind, mit Hilfe der „Reste“ abgetriebene Kinder hergestellt wird.

Ein weiterer Skandal ist die zunehmende Herstellung von Kosmetika aus getöteten Kindern. Eine besonders zynische Note erhält die Tatsache, daß seit März letzten Jahres in der EU ein Verkaufsverbot für Kosmetikprodukte und Kosmetik-Rohstoffe besteht, die an Tieren getestet wurden. Man will den Konsumenten damit einreden, sie würden nur „ethische Hautcremes“ kaufen, und durch ihren Kauf nicht irgendwelche Tierversuche unterstützen. „Menschen hingegen können unbedenklich für solche Tests verbraucht werden, hier spielt Ethik offenbar keine Rolle“ (Alexandra M. Linder „Geschäft Abtreibung).

Im April 1980 öffnete man einen Lastwagen an der Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich und fand Hunderte von tiefgekühlten abgetriebenen Kindern darin. Sie sollten an verschiedene französische Kosmetikfabriken geliefert werden, die ihre Produkte als „absolut natürlich“ anboten.

Alexandra Linder weist darauf hin, daß besonders die Herkunft der Inhaltsstoffe von in China hergestellten Hautpflegeprodukten unter die Lupe genommen werden sollten, weil in diesem Land die Verwendung von Föten für alle möglichen Zwecke normal ist.

Am Karsamstag betet die Kirche aus den Klageliedern des Propheten Jeremias mit der sich wiederholenden Antiphon: Jerusalem, Jerusalem bekehre dich zum Herrn, deinem Gott!

Auch das 21. Jahrhundert wird wie der Psalmist die Hände zum Himmel erheben müssen und flehen: Herr, gedenke nicht unserer alten Missetaten, laß eilends dein Erbarmen uns entgegenkommen, denn bitter arm sind wir geworden.

Kardinal Newman hat die Zeichen der Zeit in großer Deutlichkeit schon Ende des 19. Jahrhunderts erkannt: „O Gott, die Zeit ist voller Bedrängnis“, betete er. „Die Sache Christi liegt wie im Todeskampf. Und doch – nie schritt Christus mächtiger durch die Erdenzeit, nie war sein Kommen deutlicher, nie seine Nähe spürbarer, nie sein Dienst köstlicher – als jetzt. Darum laßt uns in diesen Augenblicken des Ewigen, zwischen Sturm und Sturm, in der Erdenzeit zu ihm beten: O Gott, Du kannst das Dunkel erleuchten, Du kannst es allein.“

Wir wollen den Herrn über Leben und Tod um seine Hilfe und sein Erbarmen bitten:

Herr Jesus Christus, Du weißt um unsere Schwachheit. Laß besonders die jungen Menschen erkennen, daß die Geschlechtlichkeit etwas Geheiligtes und Ehrfurchtgebietendes ist.

Laß sie verstehen, daß wahre Liebe wartet.

Maria, Mutter der Suchenden und Irrenden: SCHENKE LICHT DEN BLINDEN!

Herr Jesus Christus, das menschliche Herz ist für die Liebe, aber auch für die Treue geschaffen. Laß die Eheleute erkennen, daß ihre Verbindung ein von Dir geheiligtes, unauflösbares Band ist.

Maria, Mutter der schönen Liebe: SCHENKE LICHT DEN BLINDEN!

Herr Jesus Christus, die Frau ist bestimmt, Leben zu geben. Laß die Frauen erkennen, daß Abtreibung keine bequeme Flucht aus einer peinlichen Situation ist. Gib jeder ungewollt schwanger gewordenen Frau die Einsicht, daß ihr Leben nach einer Abtreibung nie mehr so sein wird, wie zuvor.

Maria, Mutter der Verzweifelten: SCHENKE LICHT DEN BLINDEN!

Herr Jesus Christus, oft werden Frauen von ihren Nächsten bedrängt, ihr Kind töten zu lassen. Laß die werdenden Mütter Menschen finden, die sie in ihrer Entscheidung, dem Kind das Leben zu schenken, unterstützen und sie nicht allein lassen.

Mutter des Guten Rates: SCHENKE LICHT DEN BLINDEN!

Herr Jesus Christus, die Wunde der Abtreibung kann die Zeit allein nicht heilen.

Laß die Herzen der Frauen, die abgetrieben haben nicht kalt und leer werden. Gewähre ihnen Genesung durch Reue und Vergebung im Sakrament der Beichte.

Maria, Mutter der Reumütigen: SCHENKE LICHT DEN BLINDEN!

Herr Jesus Christus, unsere Welt braucht nicht nur Mütter, sie braucht auch Väter. Laß die Männer erkennen, daß das Bedürfnis eines Kindes nach einem männlichen, väterlichen Vorbild notwendig ist für seine geistig-seelische und körperliche Entwicklung.

Maria, Mutter der Ehrfurcht vor dem Kind: SCHENKE LICHT DEN BLINDEN!

Jesus Christus, unser Herr und Gott! Die Welt ist in großer Bedrängnis. Der Glaube an das Opfer Deiner Liebe am Kreuz und an Deine glorreiche Auferstehung von den Toten ist in vielen Herzen erkaltet. Sende uns Deinen Heiligen Geist, daß er uns erfülle mit seinen Sieben Gaben, die er verwaltet. Sie mögen uns zur Umkehr führen, denn der Unglaube des modernen Menschen zerstört unsere Heimat, unseren Kontinent, er zerstört Europa.

Daher möchte ich mit einer innigen Bitte schließen:

EUROPA! EUROPA! – BEKEHRE DICH ZUM HERRN

DEINEM GOTT!





Neue, traurige Nachrichten von den Kopten

14 03 2010

Matrouh - Ägypten

Man könnte meinen, dass nach all der Berichterstattung und den Bemühungen der Kopten auf internationaler und EU Ebene ein Umdenken in Ägypten eingesetzt hat. Leider Nein. Ein einziger Imam der Unrecht sät reicht aus um neue Unruhen und Verfolgung der koptischen Christen in ihrem Heimatland auszulösen.

Man sollte dieses Beispiel, sowie viele andere Ereignisse die täglich auf der ganzen Welt passieren, in Erinnerung behalten wann immer ein Moslemvertreter den Islam als „Religion des Friedens“ verkaufen möchte.

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Christenverfolgung heute

28 01 2010

von Inge M. Thürkauf

Angefangen bei den Aposteln bis in unsere Zeit zieht ein blutiger Strom von Gemarterten um Christi willen durch die Geschichte. In allen Epochen und in allen Erdteilen haben Missionare bei der Verbreitung der christlichen Botschaft ihr Leben gegeben.

Woher rührt diese Feindschaft auf eine Religion, deren Gründer als Friedensfürst auf diese Welt gekommen ist? Die Verfolgung der Christen geschieht nicht von ungefähr, sie ist eine Konsequenz der christlichen Prinzipien, die den Konflikt mit der „Welt“ unvermeidbar machen. Man kann nicht zwei Herren dienen: Gott und der Welt. Die großen Verfolgungswellen der Neuzeit: die Revolutionen in Frankreich und Rußland mit den Folgeerscheinungen, die das 20. Jahrhundert geprägt haben und worunter auch unser Jahrhundert noch lange leiden wird, tragen den Stempel des Hasses gegen Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen.

Christenverfolgung ist nicht irgendein Geschehen innerhalb der Geschichte der Völker. Sie ist eine Tatsache, die zu Beginn dieses neuen Jahrtausends global anzutreffen ist. Die Berichte der Hilfswerke („Kirche in Not“, die „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGFM) oder „Open Doors“) sollten uns eigentlich aufrütteln, aber wer liest sie schon. Jene, die sich informieren wollen, werden erschüttert zur Kenntnis nehmen müssen, daß derzeit die größte Christenverfolgung aller Zeiten stattfindet. Nahezu 200 Millionen Christen auf der ganzen Welt erleiden ihres Glaubens wegen die unterschiedlichsten Formen von Gewalt, bis hin zum Mord.

Besonders die Ereignisse des 11. Septembers 2001 und die daraufhin erfolgte militärische Intervention der USA in Afghanistan gegen die dort herrschenden Taliban führten zu vermehrten Attacken auf Christen in verschiedenen Ländern. Weil die „Kreuzzügler aus dem Westen“ die Muslime attackieren, so die für sie logischen Argumente, müssen die Christen bekämpft werden. Dabei wird vergessen, daß der Westen längst das christliche Erbe verlassen hat. Weite Teile der Bevölkerung Europas sehen sich kaum mehr mit diesem Glauben verbunden. Das hat zur Folge, daß die Christen in den islamischen Ländern sich von den Bürgern des Westens im Stich gelassen fühlen, da diese sich nicht für das Schicksal von Menschen, die aus religiösen Gründen unterdrückt und verfolgt werden, interessieren. Es werden in den westlichen Ländern keine Demonstrationen zugunsten verfolgter Christen abgehalten, keine „Menschenkette“ führt als Zeichen der „Solidarität“ über Ländergrenzen hinweg.

Was Christen mit wachsender Besorgnis beobachten, ist die Intoleranz jener, die sich in ihren eigenen Belangen lautstark auf Toleranz berufen. Meinungsfreiheit fordern sie lediglich um ihrer eigenen Ziele willen. Auf jene aber, die ihre Stimme gegen Unrecht erheben fällt das Beil der Verleumdung, der Häme und des Spottes. Sie werden als engstirnig, homophob, faschistisch und vieles mehr diffamiert und können, aufgrund neuer Gesetzgebung auch strafrechtlich verfolgt werden.

Wird Europa sich je wieder auf sein christliches Menschenbild zurückbesinnen können? Die Antwort gibt uns die christliche Hoffnung, die Hoffnung wider alle Hoffnung, die uns die Zuversicht schenkt, aus der Erfahrung der Vergangenheit darauf zu vertrauen, daß die Kirche in Zeiten der Verfolgung an Kraft zunimmt, denn die wahre Kirche, so ein Ausspruch eines russischen Starzen, ist die verfolgte Kirche. Die Aufforderung des hl. Paulus „den neuen Menschen anzuziehen“, mit Mut und Zivilcourage das Evangelium Christi zu leben und zu verkünden – gelegen oder ungelegen -, damit wir nicht schuldig werden, ist so aktuell wie vor 2000 Jahren. Dazu brauchen wir aber die Gnade des Glaubens, um die wir den Herrn, den Gott alles Trostes bitten müssen, denn „von Abel bis zu diesen Zeiten verläuft der Weg der Kirche zwischen den Verfolgungen der Welt und den Tröstungen Gottes“.





Kopten demonstrieren in Wien

22 01 2010

Am Donnerstag, 21.1.10 fand eine Demonstration der Kopten in Wien statt. Die Kopten sind die christliche Minderheit in Ägypten. Mit dieser Demonstration wiesen sie auf die unhaltbaren Zustände für Christen in Ägypten hin. Vor kurzem wurden nach einer Christmette in Ägypten wahllos auf Kopten geschossen, die aus der Kirche kamen. Dabei starben 7 Kopten und 1 muslimischer Wachmann. Leider finden sehr häufig mehr oder weniger schwerwiegende Übergriffe auf die Kopten in ihrer islamisch dominierten Heimat statt.

Bei der Demonstration waren trotz eisiger Kälte von -5 Grad ca. 2000 Kopten anwesend. Auch einige Österreicher mischten sich unter die Demonstranten. Die Lautsprecherchöre und die Schilder zogen einige Passanten an. Die meisten davon waren sehr ergriffen.

Im Demonstrationszug befanden sich mehrere geistliche Würdenträger. Unter den Akteuern war auch Dr. Rudi Gehring, der Bundesparteiobmann der CPÖ zu finden. Symbolhaft wurden Särge der Verstorbenen mitgetragen. Die sehr gelungene Demonstration startete bei der Oper und bewegte sich über den Ring, Heldenplatz bis zum Haus der Europäischen Union nahe der Börse. Dort fand ein Gespräch mit Vertretern der EU statt in denen die Kopten ihre Anliegen vortragen konnten.

Weitere Fotos:

Die Videos von der Demo finden Sie hier

Weitere Informationen auf www.kopten.at

Das Beispiel der Kopten zeigt wie islamische Länder mit Christen umgehen. Früher wurden viele christliche Gebiete kriegerisch eingenommen und die Christen wurden zwangsweise islamisiert. Mit einigen Gruppen wurden, wenn sie geschlossen auftraten und Gegenleistungen geboten wurden, sogenannte Dhimmi Verträge abgeschlossen. Diese Verträge erlaubten den Christen weiterhin ihre Religion auszuüben, jedoch mußten sie erhöhte Steuern zahlen und waren nicht den Moslems gleichberechtigt, sondern Menschen zweiter Klasse. Oft reichen nichtige Anlässe, oder vorgeschobene Gründe um Christen anzugreifen oder zu töten. Meist werden solche Übergriffe nicht geahndet, sondern die Kläger werden mundtot gemacht oder selbst angeklagt. Nachlesen kann man die historische Entwicklung der Christen im Orient in dem ausgezeichneten Buch Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam: Vom Dschihad zum Schutzvertrag von der Historikerin Bat Ye’or.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung in Europa und der intentionalen, schleichenden Islamisierung sollten wir die Situation in Ägypten als Warnhinweis erkennen und die Kopten nach besten Kräften unterstützen.