Gedanken zum Neuen Jahr

3 01 2012

Blicken wir zurück auf die vergangenen zwölf Monate, so wurde die Welt erneut geplagt. Und während die spirituelle Szene für dieses Jahr große Umbrüche erwartet, klingen uns noch die Mahnungen und Botschaften der Bischöfe und Kirchenvertreter aus ihren Weihnachtspredigten nach. Auch 2012 werden wir wieder bitten müssen, um Frieden und Gerechtigkeit, um Bewahrung und Gnade. Da werden die kleinen Problemen und Aufregungen, die Ärgernisse des Alltages ganz klein.

Auch Paul Gerhardt (1653) denkt in seinem Lied zur Jahreswende an die stetigen Begleiter, die uns sorgen: „Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen, vom alten bis zum neuen durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken.“ (EG 58, 2 u. 3)

Was wurde in diesem Jahr gerettet! Unzählige Male der Euro, Griechenland vor dem Schuldenabgrund, Opfer von Fluten und Erdbeben in Asien. Oftmals waren all die Mühen vergebens. So wohl auch in der traurigen Geschichte des verschütteten Mädchens unter den Kreidefelsen auf Rügen, die uns im Moment beschäftigt. Zwar können wir immer wieder zu Linderung von Not und Elend, von Krisen und Konflikten beitragen – das haben die europäischen Staatschefs nahezu wöchentlich bewiesen – aber oft stehen wir da mit gebundenen Händen.

Deshalb sind wir uns als Christen auch immer wieder bewusst: „Ach Hüter unsres Lebens, fürwahr, es ist vergebens, mit unserm Tun und Machen, wo nicht deine Augen wachen.“ (EG 58, 6)

In vielen Situationen bleibt uns nichts Anderes, als mit bloßem Vertrauen Gott anzurufen. Wenn wir mit dem Unerklärlichen ringen, mit der Spannung aus weihnachtlicher Freude über Jesu Geburt und dem Grauen am Karfreitag am Kreuz – in unserem täglichen Leben macht uns die Hilflosigkeit, die wir gegenüber dieser Passion verspüren, oftmals großen Kummer.

Die Hoffnung, die uns auch in das neue Jahr tragen soll und wird, das ist unser Wissen um das gute Ende, das die Tragik um Gottes Sohn nimmt: Neben all den Leiden und all dem Dunkel leuchtet nah und fern das österliche Licht der Auferstehung, das uns stets an Grundüberzeugungen unseres Glaubens erinnert und begleitet.

In dieser Gewissheit können wir zu unserem Herrn beten: „Schließ zu die Jammerpforten und laß an allen Orten auf so viel Blutvergießen die Freudenströme fließen.“ (EG 58, 10)

Und gerade auch in diesem Sinne können wir uns im Gottvertrauen gegenseitig ermutigen:

„Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. Sei der Verlaßnen Vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe. Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schmermut quälen. […] Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christen Schare zum sel’gen neuen Jahre.“ (EG 58, 11 – 13, 15)

von Dennis Riehle

 





Der heikle Aspekt im Islam – die Frau und die Islamophobie

19 12 2011

Foto: Kenneth Taylor Jr

Von Inge M. Thürkauf

Die Stellung der Frau im Islam gehört vermutlich zum heikelsten Aspekt in der Auseinandersetzung der beiden Kulturen von Kreuz und Halbmond. Traditionelle Muslime haben einen anderen Blick auf das Verhältnis zwischen den Geschlechtern als der westlich orientierte Mensch. Der Koran postuliert die Überlegenheit des Mannes, verlangt von den Frauen Gehorsam und legitimiert deren körperliche Züchtigung. In einem Hadith (Sammlung der Worte und Taten Mohammeds) lesen wir, daß der Prophet festgestellt habe, den Frauen fehle es an Vernunft und an Religion. Die Frauen fragten nach dem Grund. Er antwortete: „Ist die Zeugenaussage der Frau nicht halb so viel wert wie die des Mannes? Das kommt von ihrem Mangel an Vernunft. Muß sie nicht während der Menstruation aufhören zu fasten und zu beten? Das kommt von ihrem Mangel an Religion“ Ein weiterer Hadith sagt aus, daß die Mehrheit der Menschen in der Hölle aus Frauen besteht. Aus diesen Gründen müsse sie im Haus bleiben. „Die Frau ist eine Aurah (das Wort bedeutet Mangel, kann aber auch die Schamgegend betreffen), wenn sie ausgeht, dann kommt ihr der Teufel entgegen. Sie ist am nächsten zu Gott, wenn sie in ihrem Haus tief steckt.“ Vor der Welt verborgen, gerät sie nicht in die Lage, Schande über die Familie zu bringen und ihre Ehre zu beschmutzen. Nichts zählt mehr in der muslimischen Welt als die Ehre. Zwangsheirat und Familienrache im Namen der Ehre gehören unter Muslimen auch in den westlichen Ländern zum Alltag. In den letzten Jahren gab es über 50 Ehrenmorde allein in Deutschland, weltweit ca. 5000, die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen, gar bis zu 100 000 Ehrenmordopfer pro Jahr nach einem Bericht der UN. Sichere Statistiken gibt es nicht, da manche Taten als Unfall getarnt sind, oder eine Frau wird als vermißt gemeldet, und niemand ist bereit, Auskunft zu geben. Bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten Opfer Frauen.

Die Frau wird mit ihrer ganzen Person auf Sexualität reduziert. Daher die Forderung nach ihrer Verschleierung, damit sie dem Mann nicht zur Fitna, zur Unruhe werden kann. Dies wirft nicht unbedingt ein vertrauenerweckendes Licht auf die Männer. Offensichtlich reduzieren sie sich selbst zu einem triebhaften Wesen, das beim Anblick einer Frau die Kontrolle verliert. Daß der Mann seinen Sexualtrieb könnte beherrschen lernen, davon ist weder im Koran noch in den Hadithen etwas zu finden. So ergibt sich sowohl für die Frau als auch für den Mann ein erniedrigendes Bild der Geschlechter, und es ist daher nur allzu verständlich, daß vor allem junge Musliminnen, die in einem westlichen Land geboren und aufgewachsen sind, sich der unwürdigen Prägung, Besitztum der Männer zu sein, entledigen wollen. Tragischerweise orientiert sich ihr Anspruch auf Freiheit und Gleichberechtigung am westlichen Ideal. Sie stellen sich dadurch mit ihrem irregeleiteten Freiheitsideal außerhalb der Umma, der islamischen Gemeinde. Jedoch wird das Wertesystem des Westens von den meisten Muslimen, Frauen wie Männer, verachtet. „Was ist das für eine Welt“, ereiferte sich eine Kopftuch tragende Frau im Verlauf einer hitzigen Diskussion in Paderborn, „in der Frauen halb nackt ihren Körper zur Schau stellen? Was für eine Freiheit soll das sein?“

Kritik an einer Gesellschaft, die immer mehr einem sittlichen und moralischen Tiefpunkt entgegensteuert, wird durchaus von gläubigen Christen geteilt. Sie haben jedoch mit beruflichen Nachteilen oder gar richterlicher Verfolgung zu rechnen, wenn sie aus Glaubens- oder Gewissensgründen auf Zustände hinweisen, die der christlichen Moral und Ethik entgegenstehen, wie: Abtreibung, Homosexualität, schulische Sexualerziehung, schamlose Kleidung oder die neue Ideologie von Gender Mainstreaming mit der ganzen Skala ihrer hedonistischen Facetten. Muslime haben in dieser Beziehung nichts zu fürchten. Ihnen wird zugute gehalten, daß ihre Ansichten eben kulturbedingt sind. Diese Ungleichbehandlung spiegelt sich auch bei der Anwendung gesetzlicher Bestimmungen wider: Die 2008 in Wien neugegründete Agentur der EU für Grundrechte (FRA) verfolgt jede Form der Diskriminierung, des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit mit der damit einhergehenden Intoleranz, wobei laut Direktor Morten Kjaerum die zunehmende Islamophobie (das bedeutet: Angst vor dem Islam) in Europa als größte Herausforderung und deren Bekämpfung als wichtigste Aufgabe gesehen werden muß. Hingegen findet die weltweite Christenverfolgung in seiner Agenda keine Erwähnung, obwohl aufgrund von Diskriminierungen durch radikale Muslime immer mehr Angehörige christlicher Minderheiten den Nahen und Mittleren Osten verlassen. Der Anteil der Christen im Nahen Osten sinkt fast überall. Arabien droht zur christenfreien Zone zu werden. Der ägyptische Kopten-Bischof Stephanos klagt: „Christen in Ägypten erleben die schlimmste Zeit der letzten Jahrhunderte. Es werden auch systematisch Kirchen zerstört, ohne daß die Polizei eingreift oder jemand dafür bestraft wird.“ Christen werden vor den Augen der internationalen Medien umgebracht. Im Sudan, im Irak und Iran und nun auch in Ägypten wird der Welt vorgeführt, wie der Islam die Christen behandelt, wenn sie sich weigern, die „Religion des Friedens“, den Islam anzunehmen. Wer will es Menschen anlasten, die aufgrund solcher Ereignisse Angst vor dem Islam bekunden, d. h. sich islamophob verhalten? Doch Präsident Erdogan nennt in seiner Düsseldorfer Rede Islamophobie, genauso wie Antisemitismus und Rassismus, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Am 13. Oktober 2011 wurde, ebenfalls in Wien, mit den Ländern Österreich, Spanien und Saudi-Arabien der Gründungsvertrag für das „King Abdullah International Center for Interreligious and Intercultural Dialogue“ (ein interreligiöses Dialog-Zentrums), feierlich unterzeichnet. Die neue Institution soll u. a. weltweit zur Förderung der Religionsfreiheit dienen. „Genau dafür ist das Zentrum gegründet worden“, bekräftigt der saudi-arabische Außenminister Faisal. Man kann diese Aussage nur irritiert zur Kenntnis nehmen: Saudiarabien, wo lediglich die wahhabitische Auslegung des sunnitischen Islam erlaubt ist und jeder Abfall vom Islam mit dem Tode bestraft wird, soll sich nun glaubhaft für Religionsfreiheit stark machen? Selbst der Großscheich der Kairoer Al-Azhar-Universität warnte davor, den Saudis in dieser Weise eine Plattform zu bieten. Doch das Dialog-Zentrum wurde unter Beisein des österreichischen Außenministers eröffnet. 





Relativismus – die praktischen Folgen

18 11 2011

Unser Glaube setzt sich entschieden der Resignation, einer Haltung der Beliebigkeit gegenüber der Wahrheit entgegen.
Diese Resignation ist eigentlich der Kern der Krise Europas.

Familien

Wie schön ist es doch, wenn wir ein eine gute Familie kommen:
Die Eltern lieben einander in guten und auch in weniger guten Tagen und sind einander treu. Wenn es Unstimmigkeiten gibt, suchen sie die Versöhnung, indem sie die Schuld nicht nur dem anderen Partner geben, sondern auch sich selber gegenüber kritisch sind. Die Kinder wachsen in einer Atmosphäre der liebevollen Geborgenheit auf, können sich immer auf die Eltern verlassen und werden stark für ihr selbständiges Leben. Solche Familien ziehen auch die Freunde der Kinder an, weil sie merken, dass hier ein guter Geist herrscht. Und der gute Geist kommt von der Bindung an Gott und seine Schöpfungsordnung.

Wie traurig stimmt es dagegen, wenn wir beobachten, wie sich Familien und Beziehungen auflösen. Die Abwendung von der Religion führt oft zum Zerfall der Ehe, das Nest für die Kinder löst sich auf. Die Folgen sind oft Absturz in der Schule, Ängste der Kinder, Abgleiten in verschieden Süchte, Traurigkeit und Depressionen bei den Eltern.

Die „freie Liebe“ klingt zwar beim ersten Hinhören positiv, entpuppt sich aber als Feind der Familie, als Zerstörer der Geborgenheit unserer Kinder. Nicht zu verstehen, dass es Menschen gibt, die einen Seitensprung als gute Sache darstellen. Das ist Relativismus pur.

Das Recht auf Leben bestimmter Menschen wird in Frage gestellt:
Ungeborene, alte, behinderte oder unheilbar kranke Menschen werden als Zellhaufen bezeichnet, mit denen die nächsten Angehörigen nach Belieben verfahren können. Der Mutterschoß hat sich zum gefährlichsten Ort der Welt entwickelt. Warum fordern so viele Menschen heute die Todesstrafe für Ungeborene? Auch das ist Relativismus pur, die Abkehr von der ewig gültigen Schöpfungsordnung Gottes.

Wirtschaft und Politik

Alle Verträge und Vereinbarungen in Wirtschaft und Politik bauen auf dem Vertrauen in den Partner auf. Wie gut ist doch das Gefühl: „Dieser Geschäftspartner wird mich sicher nicht hereinlegen.“ Wenn sich dagegen die Beteiligten nicht mehr an allgemein gültige Gesetze gebunden fühlen, wenn sie nicht mehr ehrlich sind, dann schleicht sich das Misstrauen ein. Es gilt nicht mehr unbedingtes Einhalten der allgemein gültigen Regeln, die letztlich auf göttlicher Ordnung gründen, sondern der Grundsatz: „Hauptsache nicht erwischen lassen.“ In der Politik ziehen Korruption und schrankenloser Populismus ein.

Die Auflösung der Werte vollzieht sich in drei Schritten:

Zuerst wird behauptet, alles sei relativ, es gebe keine ewig und objektiv gültigen Ordnungen. Religion und Gottesdienst werden folgerichtig für überflüssig erklärt. „Ich kann ja auch ohne Beten und Kirchengehen ein guter Mensch sein“, sagen viele unserer Zeitgenossen.

Dann lösen sich die moralischen und sittlichen Werte auf. Warum soll man noch ehrlich sein und dem Ehepartner die Treue halten? Hauptsache nicht erwischen lassen, die andern tun es doch auch, der intelligente Betrüger wird bewundert, Korruption greift um sich …..

Schließlich führen religiöser und sittlicher Niedergang auch zum wirtschaftlichen Niedergang, weil das allgegenwärtige Misstrauen die Kräfte lähmt und wir viel Zeit und Mühe aufwenden müssen, um uns vor Betrug, Lüge und Korruption zu schützen.

Ich wünsche uns allen, dass wir zu den guten Kräften gehören, die nicht Werte zerstören sondern Werte erhalten und sogar aufbauen. Dazu hilft uns eine starke und feste Bindung an Christus und seine Kirche. Es ist auch bekannt und Untersuchungen haben es vielfach bewiesen:

Religiöse Menschen leben gesünder, sind glücklicher und werden älter als Menschen, die von Religion nichts halten.

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Hinweise

Relativismus – die Krise Europas

Europas Zivilisation lebt von ihren christlichen Wurzeln

Wenn die Moral ihr Fundament verliert

Evangelium Tag für Tag

Bibel online lesen – in verschiedenen Sprachen

Gotteswort, Messtexte + Bilder + Erklärungen





Ist die Scharia „gar nicht so schlimm“…?

6 11 2011

Nach dem Umsturz in Libyen ist das Land nun auf dem Weg in Richtung Neuanfang. Die Medien blicken mit großer Zuversicht auf das, was dort kommen möge. Gar von „demokratischen Zügen“ wird gesprochen – und das „nur“, weil zumindest „faire“ Wahlen angekündigt wurden. Erst kürzlich berichtete ein Korrespondent des ZDF aus dem Land. Man wollte aufgekommenen Vorurteilen nachgehen, wonach die Scharia, das islamische Gesetz, eingeführt werden soll. Dass dies so kommen wird, haben selbst die Übergangspolitiker der Regierung festgestellt. Doch was soll man nun davon halten: Ist die Scharia ein „Rechtssystem wie jedes andere“, wie es eine hochgebildete lybische Studentin im Interview äußert? Oder wird die Zeit nach dem Diktator für einige Bevölkerungsschichten noch viel schlimmer als je zuvor?

Libyen bietet durch die große Aufmerksamkeit, die dem Land derzeit zuteilwird, ein gute Basis dafür, sich selbst ein Bild davon zu machen, was Scharia heißt. Glaubt man dem ZDF-Korrespondenten, so sind die Horrorbilder unmenschlicher Strafen in den arabischen Ländern nicht mehr zeitgemäß. Kaum noch würden die brutalen Praktiken angewandt, viel eher sei ein Großteil der Bevölkerung kritisch und gehe in der Scharia von einem gerechten Konzept aus. Schwierig wird das zu glauben, wenn man sich bewusst wird, woher die Scharia rührt. Bereits im Koran wird zu teils grenzenloser Gewalt aufgerufen – und daran orientiert sich das islamische Recht.

Scharia ist nicht mit einem freiheitlichen Rechtssystem nach unserem Verständnis zu vergleichen – immerhin ist das unserige ein weltliches, die Scharia ein religiöses. Zweifelsohne ist auch unsere Verfassung von vielen christlichen Elementen gezeichnet. Und keiner kann leugnen, dass nicht auch die Bibel über viele Kapitel Horrorgeschichten enthält. Trotzdem ist das Christentum in seiner Entwicklung so weit, dass selbst bibeltreue Christen wohl kaum mehr die grausamen Strafen fordern, die ihre „Heilige Schrift“ für manches Verbrechen vorsieht. Während dem Islam eine Phase der Aufklärung bis heute fehlt, erkennt das Christentum den symbolischen Charakter seiner Bibel. Und das macht sich auch in unserem Recht deutlich.

Frauenrechtlerinnen gehen auf die Barrikaden, wenn davon gesprochen wird, dass die Scharia heute nur noch selten mit ihrer Härte zur Anwendung komme und doch eigentlich „gar nicht so schlimm“ sei, wie es manche Bürger auf Libyens Straßen meinen. Und wie präsent das Thema „Scharia“ ist, mag man spätestens bei Forderungen erahnen, wonach in Dänemark darüber nachgedacht wird, in überwiegend von Muslimen bewohnten Regionen die Scharia als gültiges Rechtsverständnis zuzulassen. Sicher mag niemand etwas von abgehackten Händen, Peitschenhieben und Verstümmelungen wissen – doch es bringt uns wenig, wenn wir die Augen vor der Wahrheit verschließen.

Seien es Länder in Afrika oder in der sonstigen arabischen Welt: Spätestens, wenn die Menschenrechtsorganisationen dieser Erde ihre Beispiele von der Anwendung des islamischen Rechts in jedem Jahr neu präsentieren, wird deutlich, dass es sich in der Scharia nicht um ein auslaufendes Modell oder gar um Einzelfälle handelt. Und man mag Muslimen, die noch nie etwas von säkularisiertem Denken gehört haben, auch nur schwer übel nehmen, wenn sie die Aufregung um ihr Rechtssystem gar nicht verstehen. Daher scheint es auch viel schlimmer, wenn gerade westliche Staaten, die immer wieder neu auf die Einhaltung von Menschenrechten setzen – oftmals aber leider selbst im Umgang mit Todesstrafen und ähnlichem noch wenig zimperlich sind – eine innere Gelassenheit ausstrahlen, wenn es um den Vormarsch der Scharia auch in ihren Ländern geht.

Die Scharia ist mit dem christlichen und westlichen Verständnis von Recht und Gerechtigkeit nicht zu vereinbaren. Ihr totalitärer Anspruch, der sich wiederum aus den Suren des Koran ergibt, bricht alle Rechtssysteme, die ihr zuwider stehen. Solange der Islam und die muslimische Basis nicht den Weg durchschritten haben, den Christen durch die Aufklärung hinter sich haben, und ihre Religion und ihre Schriften reflektiert und exegetisch betrachten, kann auch die Scharia keine Akzeptanz in unseren Grundwerten finden. Diese Einsicht mag man auch denen wünschen, die aus Liebe zu endloser Toleranz in ihrem leichtfertigen Umgang mit dem islamischen Rechtssystem verblendet sind. Übrigens: Selbst wenn die Medien nur von wenigen Vorkommnissen berichten, ist das Blenden bis heute ein anerkanntes Standardverfahren der Selbstjustiz innerhalb der Scharia…

 von Dennis Riehle

 

 

 

 





Was die Diktion der EU und jene von Diktaturen verbindet

15 10 2011

Es sollte allen Beteiligten, allen es böse und auch gut meinenden, zu denken geben. Die Sprache der Vertreter der EU und jener, welche nichts dabei finden, Betrügern und Zockern Steuergeld nachzuschmeissen, diffamieren zusehends die ihre demokratischen Rechte in Anspruch nehmenden Bürger.

Sowjetunion: wer gegen den Kommunismus war, wurde als Gegner der Sowjetvölker bezeichnet und verfolgt.

Deutsches Reich: wer den Nationalsozialismus ablehnte, wurde Feind Deutschlands genannt und verfolgt.

Venezuela: wer Chavez ablehnt, ist gleich einem Staatsfeind.

Syrien: wer gegen Assad demonstriert, ist ein Feind des syrischen Volkes.

Libyen: in der Diktion Gaddafis war jeder Gegner seiner Diktatur ein Feind Libyens.

Türkei: wer kein Moslem ist, ist Türkenfeind.

Saudi Arabien: wer sich zum Christentum bekehrt, wird mit der Todesstrafe geahndet.

Iran: die Scharia ist Staatsgesetz. Wer sie nicht hält, hat auch damit zu rechnen, eines Tages an einem Kran zu hängen.

EUROPA:

Wer den „Rettungsschirm“ ablehnt, ist ‘kein Europäer’. Wenn jemand die Art des Umganges mit der Schuldenkrise kritisiert, wird als Gegner Europas schubladisiert und diffamiert. Die Kritik an Steuergeldverschwendung und Bürokratie in Brüssel bedeutet schnell, dass man Feind seines eigenen Landes ist. Zusammenhalt und Gerechtigkeit wird mit EU verwechselt. Länder, welche nicht Mitglied der EU sind, werden als „noch nicht in Europa angekommen“ bezeichnet, obwohl es sich eindeutig um europäische Länder handelt, eine ungeheure Beleidigung.

Mehr Europa wird gleichgesetzt mit mehr an Zentralismus, mehr an Überwachung, mehr an Steuer- und Schuldentransfer, mehr an Unfreiheit, mehr an Bürokratie. Andere Meinungen, wie ein „mehr Europa“ auch aussehen könnten, werden verfolgt, Länder (wie zuletzt die Slowakei) extrem eingeschüchtert, bis auch ihre demokratischen Instrumente dem Druck der Zentralregierung und des Gruppenzwanges weichen.

Diese Diktion ideologisiert den Staatenverbund, macht die EU zu einer ideologisch-diktatorischen Institution, diffamiert Bürger und Staaten, welchen demokratische Rechte bald nicht einmal mehr am Papier gewährt werden. Diese Diktion ist Vorläufer eines diktatorischen Zentralstaates.





Europa im Ansturm von Multikultur

6 10 2011

von Inge M. Thürkauf

Multikultur ist seit einigen Jahrzehnten eine gesellschaftliche Wirklichkeit in unseren europäischen Ländern. Die Gruppe der Migranten, die die multikulturelle Diskussion in der westlichen Welt nachhaltig angestoßen und zu einem zentralen Diskussionsthema ausgeweitet hat, sind die Muslime. Wir sind nicht allzu weit davon entfernt, nicht nur in den Stammländern des Islam, sondern auch im westlichen Europa von einem „real existierenden Islam“ zu sprechen. Diese neue Konstellation ist dabei, sich zu einem bedrohlichen „Kampf der Kulturen“ auszuweiten. Um dies zu verhindern, versuchen nicht wenige Politiker und auch Vertreter der Kirche, sich auf die islamische Religion, die den eigenen Glauben doch nur bereichern könne, „einzulassen“ und erträumen einen Islam, den es nicht gibt und den selbst die Muslime so nicht wollen. Aufrichtige Muslime wehren sich gegen die Behauptung, beide Glaubensrichtungen hätten ein und denselben Gott. Ihnen ist sowohl der trinitarische Gott als auch die plurale Gesellschaft ein Greuel. Es sind die Muslime selbst, die die Verniedlichungsversuche der grün-roten Linken sehr scharf widerlegen.

Auch weigern sich islamische Staaten, die im Westen geltende Menschenrechtserklärung anzuerkennen, was deutlich zeigt, daß wir es hier mit einer politischen Ideologie zu tun haben, die mit den Werten und Normen unserer westlichen Staatssysteme unvereinbar ist. Die Unkenntnis (oder besser gesagt: das Nicht-wahrhaben-wollen) der Politiker und nicht weniger Vertreter der Kirche gegenüber der Wirklichkeit dieser Kulturkreise, die sich diametral gegenüberstehen, ist verstörend. Da im Koran Anklänge aus dem Alten und Neuen Testament zu finden sind, die den Anschein geben, die beiden Glaubensrichtungen hätten Ähnlichkeiten aufzuweisen bzw. nur unwesentliche Unterschiede würden sie trennen, entsteht die irrige Meinung, wir alle würden an einen Gott glauben. Eine intensive Beschäftigung mit dem, was der Islam beinhaltet und vor allem wer die Menschen sind, die im Kulturkreis des Islam leben, ist daher erstrangig. Dabei haben wir als Christen die Pflicht, zu unterscheiden zwischen Muslimen, also den Menschen und dem Islam, d. h. dem religiös-politischen Machtsystem.

Ein wesentliches Kriterium der beiden Glaubensrichtungen ist das völlig verschiedene Gottesbild und das entsprechend unterschiedliche Menschenbild. Der Muslim sieht sein Verhältnis zu Allah ausschließlich in der Beziehung des Herrn zu seinem Knecht, zu seinem Sklaven. Der Sklave beugt sich vor seinem Herrn mit der Stirn auf den Boden. Anders die jüdisch-christliche Stellung des Geschöpfs zum Schöpfer. Sie basiert auf einer Veranschaulichung Gottes und spricht vom Angesicht Gottes: „Gott lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig“ (Numeri 6, 25f) lautet der aronitische Segen, und der im unzugänglichen Licht wohnende Gott (1.Tim 6, 16) sandte seinen Sohn, damit das Licht der Herrlichkeit Gottes sich zeige im Angesicht Jesu Christi.

Dieses konkrete bildhafte Anschauen Gottes lehnt der Muslim strikt ab. Schon gar nicht kann er Jesus als Gott anerkennen. Für ihn ist Jesus lediglich ein Geschöpf, ein Diener Allahs. Das Verhältnis des Christen zu Gott ist eine Vater-Kind-Beziehung. Auf die Bitte der Jünger hin: „Lehre uns beten“, antwortet Jesus: „So sollt ihr beten: Vater unser, der Du bist im Himmel…“ Für den Muslim ist die Anrede Vater oder Abba, was übersetzt werden kann mit Papa, Väterchen eine Blasphemie. Im Islam darf sich niemand mit der Liebe eines Kindes an Allah wenden. Sure 19,94 spricht davon, daß keiner in den Himmeln und auf Erden sich dem Erbarmer anders nahen darf, denn als Sklave.

Ein äußerst tragischer Aspekt im Islam ist der Mangel an Heilsgewißheit, auch für fromme Muslime. Da Allah allmächtig ist, schließt das mit ein, daß er völlig frei entscheiden kann, wen er am Ende annimmt und wen er verdammt. Allah, so sagt der Koran wörtlich, ist ein sehr launischer Gott, er schafft den einen im Zorn für die Hölle, den andern in einer Laune der Barmherzigkeit für die Gärten der Wonnen, für das Paradies. Nur der Martyrer kommt mit Sicherheit in die Gärten der Wonnen. Daher die erschütternde Zahl junger Menschen, die sich in einem Selbstmordkommando für den Islam opfern.

Es ist nachvollziehbar, daß ein ungewisses Lebensziel mutlos oder aggressiv macht, und es ist sehr wohl denkbar, daß die Gewaltbereitschaft der Muslime auch auf dem Hintergrund dieser Vorstellung eines Gottes wächst, der den Menschen grundlos in die Hölle verstoßen kann.





Verraten und verkauft

1 10 2011

Ich weiss gar nicht was ich zur Zustimmung des Parlaments zum Euro-Rettungsschirms EFSF  sagen oder schreiben soll. Entweder ich werde ausfällig, depressiv oder ich ziehe mich zum Heurigen zurück.
Ich habe mich für das letztere entschieden und hoffe auf die betäubende Wirkung des Alkohols.

Fortsetzung folgt vielleicht morgen





Empfehlenswert: wehren Sie sich gegen Enteignung!

25 09 2011

Schreiben Sie Abgeordneten und Regierungsmitgliedern.

Der ESM-Vertrag ist Unrecht. Er ist undemokratisch und diktatorisch.

http://www.banken-volksbegehren.at/index.php/politik/97-mailing-aktion-fragen-zum-esm-an-volksvertreter

Besonders beachtenswert ist in dieser Hinsicht die Aussage des deutschen Finanzministers Schäuble, dass z.B. Griechenland in den nächsten 1O (!) Jahren Finanzhilfen benötigen wird.

Mit anderen Ländern wird es sich wohl ähnlich verhalten (Portugal, Spanien, Italien etc.).





Sie schaufeln sich ihr eigenes Grab…

18 09 2011

Krise des nationalstaatlichen Parlamentarismus

Dieser Tage spricht Europa und die ganze Welt von Finanz- und Wirtschaftskrise. Von Rettungsschirmen und Euro-Bonds, von Umschuldung und Staatenpleite – den Durchblick behält da kaum noch jemand. Was im Vordergrund hauptsächlich als Schuldendesaster einzelner Länder abgetan wird, entwickelt sich im Hintergrund zu einer wahren Zerreißprobe für die Demokratie.

Das oberste deutsche Gericht hat erst kürzlich die Beschwerden von Bundestagsabgeordneten und Wirtschaftswissenschaftlern zurückgewiesen. Sie hatten sich nur indirekt gegen neue „Tranchen“ aus dem EU-Rettungspakt ausgesprochen; viel wichtiger war ihnen, auf den Verlust der nationalstaatlichen Souveränität hinzuweisen.

Die Abstimmungen im Bundestag sind weit mehr als ein „Ja“ oder „Nein“ zu Milliarden-Bürgschaften – wenngleich das ohnehin schon nicht mehr greifbar ist. Die deutschen Parlamentarier, die sich derzeit nicht trauen, gegen den Fraktionszwang anzugehen, sägen an ihrem eigenen Ast, auf dem sie sitzen. Schon heute kommen zwischen 80 und teils 95 Prozent der Gesetze, die der Bundestag verabschiedet, aus Brüssel und Straßbourg.

In ihren Entscheidungen nicken die Abgeordneten nun auch ab, dass künftig die haushaltspolitische Kompetenz nach und nach an die Europäische Union abgetreten wird. Zwar hat das Verfassungsgericht hiergegen seine begrenzten Einwände ausgesprochen – wie streng man sich an die Vorgaben der Richter hält, hat man bereits bei anderen Grundsatzurteilen gesehen. Hier geht es weniger um Patriotismus, als um den Verlust unseres Parlamentarismus.

Die Abgeordneten sind dabei, sich ihr eigenes Grab zu schaufeln. Mehr und mehr Befugnis wandert in die Hände von Lobbyisten, Kommissaren und Räten der EU. „Subsidiarität“ – das Prinzip, wonach Problemlösung nach Möglichkeit auf der kleinsten politischen Ebene betrieben werden soll – bleibt den Staaten dann nur noch in wenigen Angelegenheiten, wie der Bildungspolitik, vorbehalten.

Getrennte Abstimmungen über Schuldenkrise einerseits und die Kompetenzrichtlinien in der Haushaltspolitik gegenüber der EU andererseits will aus der Regierung niemand. Der Machtapparat der Europäischen Union würde ansonsten ins Wanken geraten – das wollen die Vorzeigeeuropäer nicht riskieren. Wem jetzt aber etwas an der grundlegenden Idee der EU liegt, der ist aufgerufen, sich sein „Ja“ noch einmal gründlich zu überlegen. Wer es unfair finden mag, Griechenland jetzt mit einem „Nein“ zu bestrafen, um damit die Demokratie in Europa zu retten, der möge sich vertrauensvoll an die Bundeskanzlerin und ihre europäischen Amtskollegen wenden.

Es ist wahrlich eine ernste Stunde, wenn nun über immense neue Zusatzbelastungen für die deutschen und andere europäische Bürgerinnen und Bürger befunden wird. Gleichwohl könnte diese Entscheidung langfristig die weniger folgenreiche sein, denn: Die Vision eines Staatenbundes verkommt zunehmend zu einem Bundesstaat, in welchem ein wie bisher gekannter, in seinem Komfort für die Demokratie unterschätzter Föderalismus eigentlich nicht mehr gebraucht würde. Weit weg von den zarten Knospen der direkten Partizipation der vergangenen Monate. Und auch Bundestagsabgeordnete wären dann eigentlich überflüssig. Ob das unseren Parlamentariern bewusst ist?

Dennis Riehle

 





Ist Europa jetzt endgültig am Weg in die Euro Diktatur?

7 09 2011

Aufklärungsvideo zum ESM Europäische Stabilitätsmechanismus, der ab 2013 den vorläufigen Mechanismus zur Rettung des Euro (EFSF) ablösen und zu Beginn mit einem Kapital von 700 Milliarden Euro ausgestattet werden soll. Der Vertrag, der dieser neuen Finanzinstitution zu Grunde liegt, schafft ein übermächtiges, außerparlamentarisches Monster, das sich dem politischen Einfluss der Länderparlamente vollends entzieht, sobald er verabschiedet ist.

Das bedeutet das Ende der Autonomie der Mitgliedsstaaten und das Ende der sowieso sehr gering vorhandenen europäischen Demokratie.

Dagegen MUSS man auftreten, wenn einem nicht Alles vollkommen egal ist, das in der Politik passiert!

Wikipedia Artikel zum ESM

 

Der ESM Vertragsentwurf








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