Weihnachten wird in Bethlehem entschieden

22 12 2011

Das Rennen um die letzten Geschenke hat begonnen, die Vorweihnachtszeit hat ihren Höhepunkt erreicht: Fleißig sorgen die Menschen in Deutschland dafür, dass die Geschäfte gut laufen und bis zum Heiligabend die Kassen klingeln. Und dann beginnt der Wettstreit: Wer hat das schönste, billigste und effektivste Präsent gekauft?

Um diese Frage schon heute leichter zu beantworten, prangern seit Wochen in Weihnachts- und „Media Markt“-Rot überdimensionale Plakate an Säulen, Wänden und Bushaltestellen.

Nachdem die „Ich bin doch nicht blöd“-Werbung bis heute vielen in den Köpfen geblieben ist, setzte man nun auf erneute Provokation. So rasch und flächendeckend, wie man die Menschen mit dem markanten und wiederzuerkennenden Design an allen Ecken und Straßenzügen überdeckt hat, so deutlich wird, wie schwer es dem „Media Markt“ und vielen in unserer kurzlebigen Zeit mit dem „Warten“, dem Erwarten der Ankunft Jesu im Advent, fällt. Die multimediale Kaufhauskette für Elektro- und Digitalgeräte aller Art hat die Winterzeit zum Kräftemessen mit seinen Konkurrenten genutzt – und das auf dem Rücken von christlichen Werten, Gefühlen und Traditionen:

„Weihnachten wird unterm Baum entschieden“, so steht es in großen Lettern, auch im Fernsehen präsentiert man sich mit diesem Spot. In seiner Selbstüberheblichkeit beansprucht „Media Markt“, alle anderen Geschenke ausstechen zu können – und damit im Wettbewerb Sieger über die Verkäufer zu sein, die aus seiner Sicht nicht den ersten Platz verdient haben. Dass der einzige Sieger des Weihnachtsfestes allerdings im Stall von Bethlehem geboren wurde, bleibt den auf Kommerz orientierten Verantwortlichen des Unternehmens ebenso verschlossen wie der Umstand, dass Weihnachten nicht der Moment des Kampfes um das Beste, Schönste und Preiswerteste ist. Weihnachten bedeutet Armut und Abweisung, Not und Angst in einem Stall. Das Licht in diesen dunklen Tagen bringt nicht das funkelnde Handy oder der leuchtende Flachbildschirm – Jesus Christus erhellt unsere Welt als Hoffnungsträger für Frieden und Gerechtigkeit.

T. Faix fragt in einem Buch, ob Jesus bei „IKEA“ einkaufen würde. Und nein, Jesus würde sicher auch nicht beim „Media Markt“ einkaufen. Seine Geburt ist die Entscheidung über die Erlösung, ist der so scheinbar zarte Neubeginn, der auf Gnade hinausläuft. Hierzu braucht niemand die Geschenke unterm Baum, sondern den Glauben daran, dass wir durch sein Erscheinen nicht verloren sind und hingeführt werden zu einem ewigen Leben, das alles Geschenkpapier und Schleifen, jeden Staubsauger und DVD-Player überdauern wird.

Manche Kommentatoren kritisierten auch die Nutzung des Futurs im Werbeslogan. Doch das Christfest ist nicht ein Ereignis, was man auf die Zeit von vor über 2000 Jahren zurückschieben und dort abstellen kann. Nein, entschieden wird auch heute noch – das mag der einzig richtige Satzteil der „Media Markt“-Promoter gewesen sein. Immer wieder neu bringt Weihnachten uns die Zuversicht auf den Augenblick, dass Jesus zurück in unser Leben kommt. Hineingeboren in unsere Probleme und Schwierigkeiten des Alltäglichen, kann er Halt geben und Mut machen, dass aus Krippe und Stroh die Erlösung erwächst. Mit dem Winzigen und Unerwartbaren findet Gott in unsere Mitte und macht uns deutlich, wie zerbrechlich wir sein können. Gott ist zu uns gekommen, um uns seine Liebe nahe zu bringen – indem er seinen Sohn schickt, einen wie uns. Er macht das Christfest damit zu einem Öffnen der Herzen, zum Empfangen seines Geistes, der uns anrührt und uns spürbar werden lässt, was Befreiung von Sünden wirklich bedeuten kann.

Dass es für den „Media Markt“ nicht zu mehr reicht als zur überhöhten Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Wettbewerbsgewinn, das mag zu Weihnachten besonders aufstoßen. Und doch ist es ein Spiegelbild einer Gesellschaft, die es nicht leicht hat, zum Christfest ruhig zu werden. Leistung, Druck und Erfolg plagen bis zuletzt – vielleicht bei vielen wirklich mit der einzigen Freude, schließlich doch das Passendste unter den Baum gelegt zu haben. Und so will man dieser Tage nicht nur den Machern im „Media Markt“ die Frage von Hermann Claudius von 1939 stellen: „Wißt ihr noch, wie es geschehen?“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 52). Und gleichzeitig empfehlen: Statt dem gierigen Wunsch nach astronomischen Höhen des Gewinns reicht schon ein bescheidener Blick in Richtung des Himmels, zum Stern von Bethlehem…

 von Dennis Riehle





Abtreibungs-Maschinerie: Perversion einer gesellschaftlichen Gleichgültigkeit

1 12 2011

Es braucht keine Meldungen wie diese, um sich der dramatischen Entwicklungen um die Gleichgültigkeit des ungeborenen Lebens bewusst zu werden: Nachdem in Australien bei einem Zwilling im Mutterleib schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen festgestellt wurden und die Gefahr einer Fehlgeburt stieg, entschieden sich Ärzte und Eltern, das eine Kind abzutreiben, das zweite retten zu wollen. Wahrscheinlich im Trubel der unzähligen Schwangerschaftsabbrüche passierte den Medizinern ein Fehler, den man als „menschlich“ bezeichnen könnte – wenn er nicht eindrücklich belegen würde, was uns unsere Kinder heute noch wert sind.

„Aus Versehen“ trieben die Ärzte den falschen Zwilling, den gesunden, ab. Sie hatten offenbar die beiden Kinder lediglich vertauscht, sodass es zur Katastrophe kam. Man mag diesen Medizinern Fahrlässigkeit vorhalten und ihnen keine Absicht unterstellen wollen. Doch wie kann solch ein Vorfall passieren, wenn er nicht schon zur Routine geworden ist, bei dem aus Gedankenlosigkeit oder Stress heraus Unglücke geschehen? Eine Abtreibung in der 32. Schwangerschaftswoche stellt unabhängig von der zusätzlichen gesundheitlichen Gefährdung für Kind und Mutter ein besonderes Risiko dar, das es von medizinischer Seite durch besondere Aufmerksamkeit zu verringern gilt.

Gleichzeitig scheint es nicht verwunderlich, dass solche verheerenden Situationen eintreten. In den Ländern der modernen Welt boomt die „Industrie“ der Abtreibungen mit tausenden von Eingriffen jeden Tag. Man weiß nicht, ob man mit den Ärzten, die täglich Kindern das Leben verwehren, mitleidig sein soll – viel eher steigt die Vermutung, dass bei manchen der wahre Geschäftssinn dahinter steckt. Und so wird aus heranwachsenden Babys nur noch ein „Zellklumpen“, um den man sich wohl weniger Sorgen bei der Abtreibung macht, als würde man ihn als „Leben“ ansehen.

Der Vorfall mag ein „bedauerlicher Einzelfall“ sein, wie es in solchen Momenten stets heißt. Doch er steht exemplarisch für die Perversion einer gesellschaftlichen Gleichgültigkeit gegenüber dem Wert des Ungeborenen. Jeder mag mit der betroffenen Frau aus Australien mitfühlen können, die um ihre eigene Gesundheit und um die der beiden Zwillinge bangt. Zweifelsohne sind solche Situationen die schwierigsten, in denen man keine einfache Antwort auf die Frage nach einem Schwangerschaftsabbruch geben kann. Hier spielen begründete Argumente eine Rolle, die Not ist nachvollziehbar, das Ringen wir spürbar.

Doch das ist nicht der Alltag. Viel eher erleben wir heute immer wieder neu, wie täglich Abtreibungen vorgenommen werden, für die es keine Rechtfertigung geben kann. Soziale oder finanzielle Schwierigkeiten werden genannt, das Kind werde nicht in einer behüteten und umsorgten Umgebung aufwachsen können. Ängste von werdenden Müttern, oftmals selbst noch jung, spielen eine Rolle. Und gleichzeitig ist es die Überforderung oder die fehlende Weitsicht für die Verantwortung, an die bei einem raschen Seitensprung in der letzten Nacht gar nicht gedacht hat. Kinder zu bekommen, das ist Herausforderung und Glück, Aufgabe und Geschenk gleichzeitig. Und doch wollen viele Mütter nur das Eine: Den Abbruch der Schwangerschaft auf Grundlage kurz entschlossener Panik.

Niemand wird verneinen, dass es zahlreiche Mütter gibt, die sich ihre Entscheidung schwer machen. Sie suchen Beratung und Begleitung, Seelsorge und Aufklärung. Und wie oft konnte dadurch schon verhindert werden, dass ein ungeborenes Leben einer Maschinerie aus Mainstream, der die Eigenbestimmung der Frau unverantwortlich so interpretiert, dass werdende Mütter von all ihren Verpflichtungen freigesprochen werden, und einer Welt aus vielen Medizinern, die Abtreibungen zu ihrem „Business“ erklärt haben, zum Opfer fällt.

Doch es ist nicht die Meinung, der Antrieb der Einzelnen. Schwangerschaftsabbrüche sind ein in der Gesellschaft tabuisiertes Thema, das selbst bei schrecklichen Meldungen, wie der oben genannten, von den Medien und dem politischen Diskurs totgeschwiegen werden. Da rettet man sich mit Fristen und dem Zwang zur Beratung, um den Frauen ihren Schritt zur Abtreibung schwerer zu machen. Und doch wissen die meisten Verantwortlichen von den verheerenden Auswirkungen, die Schwangerschaftsabbrüche mit sich bringen können. Von Identitätskrisen bis zu Depressionen reicht die Palette an Folgen für die Frauen, die sich zu einer Abtreibung entschlossen haben.

Die Konfrontation mit der Realität ist hart – und doch könnte sicher manche werdende Mutter in ihrem Denken umgestimmt werden, wenn sie auch um die Konsequenzen für die eigene Psyche und ihren Körper wüsste. Und gleichzeitig könnten wir uns für die Frauen mehr Zeit nehmen, die wirklich um ihr Kind bangen und in echten Zwickmühlen stecken. Ihnen den Wert von behinderten Kindern zu verdeutlichen, die Alternativen zur Abtreibung wie Adoption oder die Unterstützung durch die vielen tätigen Organisationen zuzusichern oder letztlich einfach die Gelegenheit geben, mit den Gefühlen und Befürchtungen ernst genommen zu werden – solche Angebote sind wahrlich segensreich. Und Anlässe wie der im Eingang genannte sollten alle erneut ins Zweifeln kommen lassen, die Schwangerschaftsabbrüche als „Errungenschaft gelungener Partizipation“ verherrlichen.

Dennis Riehle





Werden wir bald von „Piraten“ regiert?

11 09 2011

Kleinpartei vor Einzug in den ersten Landtag

von Dennis Riehle

 

Eigentlich war es nur eine kleine Meldung am Rande, doch sie ließ den, der derzeit die Erosion im deutschen Parteienspektrum mitverfolgt, aufhorchen. Nach Umfragen des „ZDF-Politbarometers“, aber auch des „ARD-DeutschlandTrends“ haben die bis vor einigen Monaten noch als Kleinstpartei in der Bedeutungslosigkeit verharrenden „Piraten“ eine Sensation geschafft: Während die FDP nach derzeitigen Zahlen aus dem nächsten Landtag herausfliegen würde, hat die „Piratenpartei“ gute Chancen, in das neue Berliner Abgeordnetenhaus einzuziehen.

Die momentanen Werte gehen von einem Stimmenanteil zwischen 5,5 und 6,5 Prozent aus. Dabei haben die „Piraten“ gerade in den letzten Wochen nochmals deutlich in der Wählergunst zugelegt. Politologen zeigen sich übereinstimmend wenig verwundert über diesen möglichen Erfolg. Gerade die Wählergruppe der jungen Menschen, die sich bisher bei keiner Partei eindeutig vertreten gefühlt hat, bekommt bei der „Piratenpartei“ das Programm geliefert, was der modernen Zeit entspricht: Die „Piraten“ konzentrieren sich in ihrer Ausrichtung maßgeblich auf das, womit junge Erwachsene heute in ihrem Alltag konfrontiert sind. Liberalisierungen in der Informationstechnik, Vereinfachung bei Urheberrechten, barrierefreie Nutzung von Musik, Videos etc. aus dem WWW.

Dagegen fallen andere Programmschwerpunkte eher mager aus – eine klare Richtung in der politischen Denkweise ist bei den „Piraten“ schwer erkennbar. Mehr Freiheit auf der einen Seite, Transparenz, die wiederum Bürgerrechte einschränken kann, auf der anderen. Zwischen Populismus und dem, was sich Mediennutzer wünschen, schwankt die Partei aber auch zwischen Provozieren und Reflexion. Die „Piraten“ können auch deshalb als so erfolgreich angesehen werden, weil sie diejenigen Wachrütteln, die noch immer an der virtuellen Parallelwelt zweifeln. Eine Partei, die sich von den Problemen im Netz angesprochen fühlt, muss wiederum aber mit Schwierigkeiten bei der Realpolitik kämpfen.

Ähnliche Entwicklungen sah man allerdings auch bei den „Grünen“. Zu Zeiten ihrer Gründung wurden sie belächelt, nicht für ernst genommen und mit ihren Forderungen als wenig aktuell abgespeist. Heute sind sie diejenigen, die davon profitieren, dass ihre Prophezeiungen eingetreten sind – und die Themen Umweltschutz usw. maßgebliche Leitthemen sind, von denen sich die Wähler gerade dann beeindrucken lassen, wenn auf anderen Feldern nichts voranzugehen scheint.

Die „Piraten“ besetzen mit ihren Themen Lücken, die in der sonstigen politischen Diskussion zu kurz kommen. Sie identifizieren sich mit den Schwierigkeiten, die einen Bürger von heute im Zeitalter von Kommunikation und Vernetzung bewegen. Sie bieten mit anderen Programmpunkten aber auch verständlich-klare Formulierungen, die verstanden werden und die derzeitigen politischen Akteure auf eine gekonnte Weise „auf die Schippe“ nehmen – indem man ihnen durch eine andere Art von Forderungen, wie sie bisher keiner kannte und zu sagen wagte, das eigene Versagen charmant präsentiert.

Was können andere Kleinparteien aus dem Erfolg der „Piraten“ lernen? Die Beharrlichkeit und Standfestigkeit für eine unverwechselbare Markenpolitik hat sich in der Vergangenheit stets als Gewinneraspekt erwiesen. Glaubwürdigkeit dadurch zu erzielen, die eigenen Ansichten und Überzeugungen zu vertreten, auch dann, wenn sich sonstige Parteien nicht darum kümmern wollen. Erfolge können heute die Parteien haben, die sich mit ihrem Programm ins „Niemandsland“ begegnen und das fordern, was anderen egal ist. Provokation und Aufmerksamkeit sind dadurch gewiss.

Für christliche Parteien heißt das aber auch: Nicht nur mit „Mainstream“ kann man punkten. Wenngleich „Piraten“ in Außenwirkung und dem Gewinnen von neuen Mitgliedern auf Kommunikationswege und Modernität und dem Zeitgeist angepasstes „Outfit“ setzen, verspricht das noch keine politischen Siege. Attraktiv sind die, die zu ihren Positionen stehen und sich nicht von dem beeindrucken lassen, was von ihnen gefordert wird. Gerade als Christen haben wir hier die Chance, unsere Werte und Grundlagen zu verteidigen. Themen, die ansonsten von der politischen Welt vernachlässigt werden, kennen wir zu genüge: Lebensrecht, Familien, Sexualität etc. Wenn wir damit werben – und uns dazu vielleicht auch das zunutze machen, was nicht nur für die „Piraten“ hilfreich ist (Blogs, Foren und Netzwerke) und entsprechend auf alle Bevölkerungsschichten zugehen, kann auch für die christlichen Kleinparteien eine 5%-Hürde zu schaffen sein.

 

 





Church on Sunday

16 06 2011

Es gibt auch noch Jugendliche, die sich auf den Gottesdienstbesuch am Sonntag freuen und ein recht witziges Musikvideo produziert haben.





„Wir sind Gott“: Protest gegen „Comedy“-Serie

3 05 2011

Beschwerde an das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) bezüglich Dreharbeiten zu neuer „Comedy“-Serie „Wir sind Gott“:

 “Mit großer Sorge habe ich die Ankündigung erhalten, wonach das „Zweite Deutsche Fernsehen“ eine Sendung plant, die an Blasphemie kaum zu überbieten scheint.

Unter dem Titel „Wir sind Gott“ sollen zwei Hauptdarsteller als schusselige Frauen über den Bildschirm flimmern.

Mit dem eigentlichen allmächtigen Herrn hat die Veralberung nichts mehr zu tun. Viel eher scheint das ZDF dringend auf der Suche nach Themen zu sein, um das Publikum zu halten und zu begeistern.

Da spielt es offenkundig auch keine Rolle, wenn religiöse Gefühle massiv verletzt und der Glaube von Milliarden von Christen „auf den Arm genommen“ wird.

Das ZDF ist sich offenkundig nicht zu schade, um in einer sechsteiligen Komödie Gotteslästerung zu betreiben. Allein die Anmaßung des Titels – wenngleich es sich um eine „lustige“ Fernsehsendung handeln soll – ist ein Schlag ins Gesicht derer, die voll Zuversicht auf einen wirklichen Gott trauen.

Die Presse- und Meinungsfreiheit rechtfertigt vielleicht auch so manchen Fehltritt, aber dem ZDF stünde es als öffentlich-rechtlichem Fernsehsender gut, nicht stets die Grenzen des Machbaren auszuschöpfen, sondern aus Rücksichtnahme und Würdigung von Empfindungen und Glauben der Christen in Deutschland seine Ausstrahlungen mit Bedacht zu wählen.

Das ZDF, der Fernsehkanal, der wöchentlich Gottesdienste ausstrahlt und in religiösen Magazinen dem Sinn des Lebens nachgeht, lässt sich auf die Stufe niveauloser Kunst herab, um Quoten zu fangen.

Scheinbar haben die Programmdirektoren derartige Konkurrenz-Angst, dass man sich nun auch solcher Herabwürdigung des Gottesbildes bedienen muss.

Ich protestiere gegen diese Sendung aufs Schärfste und ermahne die Verantwortlichen zur Besinnung. Das ZDF trägt in besonderer Weise eine Vorbildfunktion in der deutschen Fernsehlandschaft, die es zu bewahren gilt!“

Dennis Riehle





Ein buddhistischer Christ tritt ab

25 05 2010

Zum Rückzug von Ministerpräsident Roland Koch

von Dennis Riehle

Manch einer, der heute Mittag die Pressekonferenz des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch zu dessen Rücktrittserklärung von all seinen politischen Ämtern mit verfolgt hat, wird möglicherweise etwas von der buddhistischen Gelassenheit mitbekommen haben, die der Christdemokrat in seinen Ausführungen ausstrahlte.

Nicht nur, dass Roland Koch die Verbundenheit Hessens zum tibetischen Volk als einen seiner größten Verdienste hervorgehoben hat – nein, der Genuss, mit welchem er seinen Abschied verkündete und die Perspektive auf ein „normales Leben“, wie Koch die Zeit nach seinem Rückzug am 31. August diesen Jahres selbst bezeichnet, hatten durchaus etwas von beweihräucherter

Viel erfuhr man über die Gründe seines für die Öffentlichkeit doch überraschend kommenden Weggangs aus seinen Verantwortungen nicht. Dafür konnten die Journalisten aber eine kleine Einführung in die Philosophie des Sinns und Unsinns eines Politikerdaseins erleben, die zwar keine Antworten darauf gab, ob nicht doch die ewige Zwistigkeit zwischen Koch und Merkel der letztendliche Ansporn war, die Entscheidung zum Verlassen der politischen Bühne heute verkünden, die aber Einblick in das offenbar so weich gewordene Herz des Liebe predigenden und trotzdem noch immer wieder auf den so manch sozial Schwachen und Ausgegrenzten im Land herum reitenden Ministerpräsidenten ermöglichte.

Koch ist ein schwer durchschaubarer Mann. Konservativ und rigoros einerseits, ein Taktiker und Unternehmenskenner andererseits – und schlussendlich ein Christdemokrat, der bereits vor Jahren seine Liebe zum obersten Hirten und Vorbild der Tibeter und des buddhistischen Glaubens offenbarte. Sein Bekenntnis mit Schal und sanftmütigen Worten für die, die China ein Dorn im Auge sind, brachten ihn wirtschaftspolitisch unter Druck. Und auch so manch ein Parteikollege fragte sich, wie das Christsein denn mit Meditation, Reinkarnation und Seelenwanderung vereinbar wäre.

Und dabei ist Koch nur ein Stellvertreter für so manch Glaubens- und Sinneswandel in der heutigen Gesellschaft. Christ zu sein, das scheint heute immer öfter mit einem Denken und Bestreben nach Freiheit, Erleuchtung und Vollendung im Verständnis der asiatischen Religionen konform zu gehen. Ein Bekenntnis zu Jesus dann, wenn die christlichen Werte gerade passend sind, um mehr Tradition, harte Hand und innenpolitischen Klartext zu rechtfertigen. Wiedergeburt und ein friedliches Lächeln für die Welt, wenn man um die Harmonie im Land besorgt ist.

Einen Glauben zu leben, der den Alltagsumständen angepasst werden kann und im Zweifel auch immer wieder einmal zu wechseln oder zumindest miteinander kombinierbar zu sein scheint – das ist Trend und ein Anzeichen von Stricken, Häkeln und Knüpfen: Jeder bastelt sich sein Wohl nach dem jeweiligen Bedürfnis und schert sich nicht um Gebote, die den Spaß am Hier und Jetzt ohnehin nur stören. Natürlich mag man sich auch fragen, weshalb Buddhismus und andere Religionen, die weniger von Bekenntnis, aber dafür umso mehr von persönlicher Entfaltung der eigenen Charakterstärke ihrer Anhänger leben, diesen Boom erleben.

Die Antwort dürfte in einer Welt aus zunehmendem Egoismus und Selbstverliebtheit nicht schwer zu finden sein.

Das Vertrauen, sein Schicksal in die Hände eines Gottes zu geben, der als Heiliger Geist und in Form eines Mensch gewordenen Sohnes auf die Erde kommt, fällt viel schwerer als die Gewissheit zu haben, sich nicht auf eine Lehre festzulegen zu müssen, sondern das eigene Vorankommen eigenbestimmt zu gestalten. Dieser Umstand zeigt auch: Hingabe hat an entlastendem und zur Ruhe verhelfendem Mittel für besorgte Seelen ausgedient. Das Raffen nach Seelenheil in Form von Versprechungen für ein Leben in höheren Sphären dagegen verspricht Mystik, Spannung und Zukunft – das, was die sinnleere Gesellschaft zu brauchen scheint.

Viele trauern um den Rückzug von Roland Koch. Gab er doch nicht nur seinem Kabinett, sondern auch vielen Bürger eine starke Führung vor, die nun zunächst einmal wegzubrechen droht. Doch viel eher fragt man sich: Mit Koch geht zwar ein Ministerpräsident, der die Kanzlerin immer wieder zum Besinnen auf die konservative Klientel der Partei ermahnt hat. Doch schlussendlich hat Koch mit seinen immer stärkeren Annäherungen an ein selbsterfüllendes Weltbild des Buddhismus auch den Weg frei gemacht für einen neuen Politiker, der nun nicht nur Kante, sondern auch wieder christliche Politik von Grund auf vermitteln kann.

Wo dieser Nachfolger aber zu finden ist, bleibt unklar. Alle möglichen Erben von Koch stehen getreu in seiner Linie. Von der CDU in Hessen klare christlich bekennende Aussagen in der Politik zu erwarten, das ist derzeit utopisch.

Gerade die Landesverbände Hessen der christlichen Kleinparteien sind nun aufgerufen, diese Lücke zu nutzen, um sich als letztes Überbleibsel einer unverfälscht bekennenden Politik zu profilieren.





Belebter Glaube in entspannter Atmosphäre

7 03 2010

In regelmäßigen Abständen trifft sich in Wien, Salzburg und Graz eine illustre Gemeinschaft von Menschen, um innovativen Vorträgen zu aktuellen oder auch „Dauerbrenner“-Themen aus christicher Sicht zuzuhören und sich darüber auszutauschen. In Wien gibt es dazu Gelegenheit im Sparkys, in der Wiener Innenstadt. Die anderen Lokalitäten und Termine können der Homepage „Theolgie von Fass“ entnommen werden.

Kommen kann jeder, der Interesse hat – der Veranstaltungstitel läßt auch schon völlig richtig erkennen, dass gemütliche Gemeinschaft und Geselligkeit neben geistigem Input nicht zu kurz kommt. Eine willkommene Gelegenheit also für jeden, der das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden will.

Ankündigungen zu den Themen,  wie auch Videozusammenfassungen können auf der Homepage zeitnahe angesehen werden. Spaß ist in jedem Fall immer mit dabei :-) Ein toller Ausdruck von Christentum, wie es lacht und lebt – vor allem in der heutigen Zeit.





Staatsverschuldung einfach und lustig erklärt – Kabarett auf youtube

9 01 2010
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Staatsverschuldung einmal einfach und lustig erklärt!
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Weitere:

Abwrackprämie

Tresore, Waffen und die FDP

:arrow: Viel Vergnügen!

Und  auf  liberal, sozial, global  werden Sie dazu auch weiterführende Informationen finden.

Oder HIER finden Sie Hinweise auf weitere Seiten über Wirtschaftsfragen!








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