Die Faszination von Helden

17 07 2010

Wie die Menschheit auf einen Orakel-„Paul“ gewartet hat…

von Dennis Riehle, Konstanz

Was für ein Aufschrei! Sondersendungen und Live-Berichterstattungen. „Paul“ hat wieder einmal gesprochen: Diesmal war zwar der Aufwand nicht mehr so gewaltig wie bei der Vorhersage des Fußball-Sieges von Spanien oder Deutschland, doch auch heute kam es zu neuer Gewissheit: In Oberhausen entschieden die Tentakel der Unterwasserkrake über den nächsten Machthaber im Kreml.

Und glaubt man der Aussagekraft von Pauls Entscheidungen während der Weltmeisterschaft, dann dürften zukünftig Wahlen oder Spiele unnötig werden. Denn immerhin hat die Welt ein neues Orakel, das die Zukunft in Präzision in seinen Fresstöpfen zutage bringen kann. Das Prinzip ist einfach: Dem Tier werden Möglichkeiten bereitgestellt – und je nach Hunger und Zufall bleibt es dort stehen, wo es an diesem Tag am günstigsten ist. Ein Statistik-Professor raufte sich zwar bereits die Haare, denn solch eine Trefferquote ist eigentlich unerklärlich und wissenschaftlich nicht nachweisbar. Und doch hat man es im Aquarium im Rheinland geschafft: „Paul“ macht all die Sorgen überflüssig, worüber bisher gebangt und geängstigt wurde. Paul ist Wahrsagen pur – und die Menschen glauben an ihn.

Wie soll man zukünftigen Generationen noch verkaufen können, dass im Weltgeschehen doch noch ein Rest Unsicherheit bleibt? Dass selbst Prognosen weiterhin einen Unsicherheitsfaktor beinhalten? Scheinbar hat nicht nur Deutschland seine Sensation gefunden. Niemand braucht mehr fragend vor Großereignissen stehen, die Ungeduld bekommt eine neue Faszination. Nein, niemand wird mehr wissen wollen, wie sich Vorgänge wirklich entwickeln; allein die Ungewissheit, wohin „Paul“ diesmal tendiert, ist noch der einzige Grund, zitternd vor den Fernsehbildschirmen zu sitzen.

Gut, die Situation mag zugespitzt sein. Doch passt sie wunderbar in Entwicklungen, wonach nicht mehr Gott im Mittelpunkt dessen steht, was Menschen erwartet. Bereits die Faszination um Bischöfin Margot Käßmann, die wie kaum eine andere Person in den letzten Jahren die Herzen der Bevölkerung an sich zog, oder der Stolz auf Lena, die Deutschland in ein neues „Eurovision Song Contest“-Fieber stürzte und verloren gegangenes Selbstbewusstsein in Minuten kittete – all sie sind zu neuen Helden im Land geworden. Ob Müller oder Podolski, ob Klose oder Mertesacker – nein, wofür brauchen wir noch einen Gott? Wir haben unseren Sinn gefunden. Und jetzt noch „Paul“, der uns nicht nur Siege prognostiziert, sondern für den mittlerweile Liebeslieder geschrieben werden – er reiht sich in dieses wohlige Gefühl ein, was sich offenkundig viele wünschten: Unklarheit braucht es nicht mehr, die Wege sind klar aufgezeigt. Traurigkeit ist vorbei, denn wir können uns über die Triumphe unserer Idole freuen. Und das Streben nach Freiheit à la Mainstream wird uns noch leichter gemacht – die Vorreiter predigen schon auf den Kanzeln.

Mir kommt all das bekannt vor: Schalten wir durch die Fernsehprogramme dieser Zeit, werden wir mit astrologischen Prophezeiungen nur so beworfen. Alles wird gut, alles liegt in unseren Händen – oder besser in denen, die dafür ausgewählt erscheinen. Die neuen Helden beenden ein Warten, das die Kirchen offenbar so unmenschlich noch unterstützen: Nicht morgen, nicht nächste Woche, nicht in der Ewigkeit wird das Gute in diese Welt kommen – nein, es ist bereits schon da. Gott, der uns die Gelassenheit lehrt, wird zum Vertröster, der den Spaß am Hier und Jetzt kaputt machen möchte. Die Argumentationen sind stets die gleichen, auch in der Entdeckung der Angebeteten aus Oberhausen, Hannover oder Südafrika.

Hat der Glaube versäumt, die Menschen in ihren aktuellen Lebenssituationen abzuholen? Oder weshalb bekommen diejenigen Auftrieb, die das Glück zeitnah unter die Leute bringen? Gott ermutigt dazu, das Leben auf ihn auszurichten. Und damit dem Geheimnis um so manch einen Zweifel und Ungeduld standzuhalten. Gott will uns selbst schützen, wenn er uns davor bewahrt, neue Götter auszuwählen. Denn Vertrauen in etwas, was kurzfristige Lösungen anbietet, steht auf weichem Grund. Die Sehnsucht nach allem Planbaren, nach Sicherheit und Geborgenheit in Zeiten, in denen wir durch Krisen und Leid gehen müssen, ist allzu menschlich – doch sie verleumdet die Existenz nach etwas viel Größerem.

Weil wir es nicht erwarten können, dass Gott unsere Wege weisen wird und nicht verstehen, dass er uns auch durch so manche Tiefe und Dunkelheit gehen lässt, um Erfahrung zu sammeln, dass er sein Tun so verschlüsselt und im Verborgenen zeigt– weil wir all das zu kompliziert und unpraktisch empfinden, suchen wir einfachere Türen: Sie öffnen uns zwar die Wege zu scheinbar Ecken- und Kantenlosem, doch sie lenken unser Leben in Bahnen, die uns in die Irre führen. Weg von der Barmherzigkeit des Herrn, hin zu dem, wohinter Profit, Macht und Eigennutz stehen. Wer sich für menschliche (oder andere) Helden ausspricht, der verkennt, dass er damit in Unbeständigkeit investiert. Denn der erste Fehltritt Pauls wird kommen – aber Gottes Zusagen halten immer!





Schweiz: „Mutter“ wird amtlich durch „das Elter“ ersetzt

6 06 2010

Mutter wird amtlich durch „das Elter“ ersetzt

Wenn das nicht verrückt ist!

In Bern wird jetzt mit der Abschaffung der Diskriminierung ernst gemacht

(MEDRUM) Laut neuem Leitfaden für die amtlich verbindliche Sprache in der Schweiz fällt die Verwendung der Begriffe Vater und Mutter unter die Rubrik diskriminierender Begriffe.
Kinder haben demnach künftig keinen Vater oder Mutter,
sondern nur noch ein Neutrum als Ursprung, genannt „das Elter“.

Statt Vater oder Mutter sollte man besser «der Elternteil» oder «das Elter» schreiben. «Der Leitfaden ist für amtliche Publikationen verbindlich», sagt Isabel Kamber, stellvertretende Leiterin Zentrale Sprachdienste, Sektion Deutsch, der Bundeskanzlei der Schweiz, wie die schweizerische Zeitung BLICK berichtet.

Damit folgen die politisch Verantwortlichen in Bern den Vorschlägen in der Beschlußvorlage 12267 im Ausschuß für Chancengleichheit von Frauen und Männern des Europarates, der gegen die Verwendung von Begriffen wie des Mutterbegriffs in den Nationen kämpfen soll, um Gender-Gleichheit herzustellen.

Eine derartige sprachliche Deformation würde auch den Erwerb der Elternschaft durch homosexuelle Paare erleichtern.
Ein Kind, dessen soziale Eltern zwei lesbische Frauen sind,
hätte dann eben nicht mehr eine Mutter und eine Stiefmutter,
sondern zwei Elter: Elter 1 und Elter 2.

Folgerichtig wäre es, auch die Großmutter, Großvater, usw. abzuschaffen.
Großelter 1 und Großelter 2 müsste es dann heißen oder – noch besser -
Großelter 1.1 und 1.2 sowie Großelter 2.1 und 2.2.
Dies wäre auch eine digitalisierungsfreundliche Lösung,
die sich überdies an Patchworkverhältnisse flexibel anpassen ließe.

Original auf MEDRUM …

siehe auch:
Kampf gegen den Mutterbegriff

DIE FREIE WELT,
Die Schweiz ist Avantgarde eines sterilen Feminismus





Ein buddhistischer Christ tritt ab

25 05 2010

Zum Rückzug von Ministerpräsident Roland Koch

von Dennis Riehle

Manch einer, der heute Mittag die Pressekonferenz des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch zu dessen Rücktrittserklärung von all seinen politischen Ämtern mit verfolgt hat, wird möglicherweise etwas von der buddhistischen Gelassenheit mitbekommen haben, die der Christdemokrat in seinen Ausführungen ausstrahlte.

Nicht nur, dass Roland Koch die Verbundenheit Hessens zum tibetischen Volk als einen seiner größten Verdienste hervorgehoben hat – nein, der Genuss, mit welchem er seinen Abschied verkündete und die Perspektive auf ein „normales Leben“, wie Koch die Zeit nach seinem Rückzug am 31. August diesen Jahres selbst bezeichnet, hatten durchaus etwas von beweihräucherter

Viel erfuhr man über die Gründe seines für die Öffentlichkeit doch überraschend kommenden Weggangs aus seinen Verantwortungen nicht. Dafür konnten die Journalisten aber eine kleine Einführung in die Philosophie des Sinns und Unsinns eines Politikerdaseins erleben, die zwar keine Antworten darauf gab, ob nicht doch die ewige Zwistigkeit zwischen Koch und Merkel der letztendliche Ansporn war, die Entscheidung zum Verlassen der politischen Bühne heute verkünden, die aber Einblick in das offenbar so weich gewordene Herz des Liebe predigenden und trotzdem noch immer wieder auf den so manch sozial Schwachen und Ausgegrenzten im Land herum reitenden Ministerpräsidenten ermöglichte.

Koch ist ein schwer durchschaubarer Mann. Konservativ und rigoros einerseits, ein Taktiker und Unternehmenskenner andererseits – und schlussendlich ein Christdemokrat, der bereits vor Jahren seine Liebe zum obersten Hirten und Vorbild der Tibeter und des buddhistischen Glaubens offenbarte. Sein Bekenntnis mit Schal und sanftmütigen Worten für die, die China ein Dorn im Auge sind, brachten ihn wirtschaftspolitisch unter Druck. Und auch so manch ein Parteikollege fragte sich, wie das Christsein denn mit Meditation, Reinkarnation und Seelenwanderung vereinbar wäre.

Und dabei ist Koch nur ein Stellvertreter für so manch Glaubens- und Sinneswandel in der heutigen Gesellschaft. Christ zu sein, das scheint heute immer öfter mit einem Denken und Bestreben nach Freiheit, Erleuchtung und Vollendung im Verständnis der asiatischen Religionen konform zu gehen. Ein Bekenntnis zu Jesus dann, wenn die christlichen Werte gerade passend sind, um mehr Tradition, harte Hand und innenpolitischen Klartext zu rechtfertigen. Wiedergeburt und ein friedliches Lächeln für die Welt, wenn man um die Harmonie im Land besorgt ist.

Einen Glauben zu leben, der den Alltagsumständen angepasst werden kann und im Zweifel auch immer wieder einmal zu wechseln oder zumindest miteinander kombinierbar zu sein scheint – das ist Trend und ein Anzeichen von Stricken, Häkeln und Knüpfen: Jeder bastelt sich sein Wohl nach dem jeweiligen Bedürfnis und schert sich nicht um Gebote, die den Spaß am Hier und Jetzt ohnehin nur stören. Natürlich mag man sich auch fragen, weshalb Buddhismus und andere Religionen, die weniger von Bekenntnis, aber dafür umso mehr von persönlicher Entfaltung der eigenen Charakterstärke ihrer Anhänger leben, diesen Boom erleben.

Die Antwort dürfte in einer Welt aus zunehmendem Egoismus und Selbstverliebtheit nicht schwer zu finden sein.

Das Vertrauen, sein Schicksal in die Hände eines Gottes zu geben, der als Heiliger Geist und in Form eines Mensch gewordenen Sohnes auf die Erde kommt, fällt viel schwerer als die Gewissheit zu haben, sich nicht auf eine Lehre festzulegen zu müssen, sondern das eigene Vorankommen eigenbestimmt zu gestalten. Dieser Umstand zeigt auch: Hingabe hat an entlastendem und zur Ruhe verhelfendem Mittel für besorgte Seelen ausgedient. Das Raffen nach Seelenheil in Form von Versprechungen für ein Leben in höheren Sphären dagegen verspricht Mystik, Spannung und Zukunft – das, was die sinnleere Gesellschaft zu brauchen scheint.

Viele trauern um den Rückzug von Roland Koch. Gab er doch nicht nur seinem Kabinett, sondern auch vielen Bürger eine starke Führung vor, die nun zunächst einmal wegzubrechen droht. Doch viel eher fragt man sich: Mit Koch geht zwar ein Ministerpräsident, der die Kanzlerin immer wieder zum Besinnen auf die konservative Klientel der Partei ermahnt hat. Doch schlussendlich hat Koch mit seinen immer stärkeren Annäherungen an ein selbsterfüllendes Weltbild des Buddhismus auch den Weg frei gemacht für einen neuen Politiker, der nun nicht nur Kante, sondern auch wieder christliche Politik von Grund auf vermitteln kann.

Wo dieser Nachfolger aber zu finden ist, bleibt unklar. Alle möglichen Erben von Koch stehen getreu in seiner Linie. Von der CDU in Hessen klare christlich bekennende Aussagen in der Politik zu erwarten, das ist derzeit utopisch.

Gerade die Landesverbände Hessen der christlichen Kleinparteien sind nun aufgerufen, diese Lücke zu nutzen, um sich als letztes Überbleibsel einer unverfälscht bekennenden Politik zu profilieren.





Ein Satz, der unbeachtet blieb…

18 05 2010

Zu Margot Käßmanns Worten über die „Pille“ auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag

von Dennis Riehle

Jubel, minutenlanger Applaus und Sympathien wie für einen Pop-Star: Nein, dieses Mal war es nicht der Papst, der von einer Menge begeisterter Christen erwartet wurde. Es war Margot Käßmann, ihres Zeichens ehemalige Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland und damalige Bischöfin der hannoverschen Landeskirche. Sie hatte nach einer Alkoholfahrt am Steuer die Konsequenz gezogen und von ihren Ämtern zurückgetreten.

Und ihre Anhänger erwarteten ihre Rückkehr mit großer Spannung: Auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München sollte es soweit sein. Das erste Mal nach ihrem Abtritt war Margot Käßmann wieder bereit, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. An einer ganzen Reihe von Veranstaltungen nahm sie teil. Bei ihrem ersten Vortrag konnte man oben stehende Eindrücke wahrnehmen. Und auch, wenn ihr Fachexperten für Körpersprache noch ein sehr unsicheres und gar von Scham behaftetes Auftreten bescheinigten, war Margot Käßmann auf dem Rednerpult schon wieder die „alte Mahnerin“, die nicht nur in Deutschland in ihrer kurzen Amtszeit an der Spitze des deutschen Protestantismus mit so mancher Aussage für Aufsehen und Entsetzen gesorgt hatte.

Unbequem war sie auch dieses Mal wieder, nahm nichts von ihren politischen Forderungen zurück, beispielsweise bekräftigte sie erneut die Notwendigkeit eines Abzugs deutscher Truppen aus Afghanistan. Eine ganze Folge von Botschaften gingen über die Lippen von Margot Käßmann, nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche wurden von ihr abgehandelt. In so manchem Moment hatte man den Eindruck, sie vereinige die Generalabrechnungen mit Politik, Kirche und Gesellschaft in einer Rede.

Und nachdem sie in ihren zahllosen Auftritten auf dem Kirchentag kaum noch mit etwas Neuem aufhorchen lassen konnte, platze ein Satz aus ihr heraus, der für einige Minuten in den Nachrichtensender des deutschen Fernsehens als „Breaking News“ gehandelt wurde: Anlässlich des 50jährigen „Jubiläums“ der Pille ließ Margot Käßmann verlauten: „Die Pille kann man als ein Geschenk Gottes ansehen!“. Und weiters führte sie aus, dass die „Geburtenkontrolle“, die nun seit einem halben Jahrhundert durch die Pille möglich geworden sei, viele segensreiche Momente brachte . Und sie ging noch weiter: Durch die Pille sei eine „Liebe ohne Angst“ möglich geworden, „eine verantwortliche Elternschaft“ sowie auch eine zurückgegangene „Sorge der Frauen um die eigene und die Gesundheit ihrer Kinder“.

Im Liebfrauendom, in einer der bekanntesten deutschen katholischen Kirche, hatte Käßmann diese Worte gepredigt – und kurzzeitig einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Doch nicht einmal wenige Tage danach scheint die Meldung schon wieder aus allen Zeitungen verschwunden, keine Nachrichtensendung erinnert mehr daran, dass Käßmann verteidigte, wenn sich Menschen zu Gott machen. Die ehemalige Bischöfin hat nicht nur eine Toleranz der „Pille“ gezeigt, die dieser Tage wie ein Wunderwerk gefeiert wird; nein, Margot Käßmann trieb Gott ein Paradoxon in die Arme, das eines Vergleiches in der Kirchengeschichte sucht.

Der Schöpfer, der den Mensch gemacht hat, um sich fortzupflanzen, schenkt der Welt die Pille? Gott wurde ja in der Vergangenheit schon so manchen irrwitzigen und widersprüchlichen Verhaltens bezichtigt; doch eines der umstrittensten menschlichen Werke in Bezug auf den Eingriff in die Gestaltungs- und Allmachtsvielfalt Gottes als Präsent des Schöpfers für seine eigenverantwortlich handelnden Menschen anzusehen, ist eine Anmaßung ohne Kommentar.

„Liebe ohne Angst“, so Käßmann, würde die Pille in die Welt bringen. Dass die Schwangerschaft eine manchmal kaum zu ertragende Entscheidungslast mit sich bringe, das mögen wir durchaus auch schon aus kirchlichem Mund gehört haben. Dass das Geschenk des Himmels, das zur Welt bringen von Kindern, mittlerweile zur „Angst“ degradiert wird, zeichnet nicht nur eine radikale Verschärfung des Main-Stream aus, sondern macht die Verzerrung von Wert und Würde in christlich-liberalen Kreisen deutlich. Offenbar scheinen auch die Protestanten mittlerweile nur noch mit Polemik und Popularismus dem wachsenden Druck sich entziehender Mitgliederströme gewachsen zu sein. Egoismus für die Frau und ein „Ist mir doch egal, was aus dieser Welt wird – Hauptsache, ich habe meinen Spaß“-Denken hat nichts mehr mit Emanzipation zu tun, sondern spiegelt eindeutig ein Hier-und-Jetzt-Verhalten wieder, welches der Grundlage der christlichen Hoffnung zuwider läuft: Die Verantwortung für Gottes Schöpfung und das Vertrauen auf ein Leben in der Ewigkeit.

Ein Satz von Margot Käßmann, der so schnell in Vergessenheit geriet, hat möglicherweise den Ansatz für eine neue Runde der Diffamierung des eigenen Glaubens in der eigenen Kirche geliefert. Und damit auch den Anstoß für eine Gleichgültig in der Gesellschaft, in der der Nächste nur noch als Zweck und ein Fundament im Bekenntnis als Hürde in der Persönlichkeitsentfaltung angesehen wird.





Gleichschaltung der Geschlechter – öffentlich verordnet

29 04 2010
Vision 2000 Ausgabe 2/2010:
Gleichschaltung: öffentlich verordnet
Gender Mainstreaming: eine von UNO, EU und
westlichen Staaten gepushte Ideologie

von Gabriele Kuby

Behauptet wird, es gebe nicht zwei, sondern sechs Geschlechter.

Die Kulturrevolution setzt bei den Kindern an.
Die Gender-Ideologie kämpft gegen die Vernunft.

Ein Gespenst geht um in der Welt und dieses heißt „Gender“.
Kaum jemand kennt seinen Namen, obwohl es überaus mächtig ist
und sein Gespinst über alles geworfen hat,
was von internationalen und staatlichen Institutionen beeinflußt wird.

Dieses Gespenst ist im Begriff, einen neuen Menschen zu schaffen,
zu dessen Freiheit es gehören soll, sein Geschlecht und seine
sexuelle Orientierung zu wählen, das heißt, willkürlich zu
entscheiden, ob er oder sie Mann oder Frau sein will,
heterosexuell, schwul, lesbisch, bisexuell oder transsexuell (GLBT).

Diese Auffassung von Freiheit und Sexualität soll nach dem Willen
der UN, der EU und der Deutschen Bundesregierung den Kindern
von der Kinderkrippe an eingeprägt werden. Gender Mainstreaming
ist seit 1999 „Leitprinzip und Querschnittaufgabe“ der
deutschen Politik. Auf der Homepage des Wissenschaftsministeriums
heißt es: „Die deutsche Bundesregierung hat Gleichstellungspolitik
mittels der politischen Strategie des Gender Mainstreaming als
durchgängiges Leitprinzip und Querschnittsaufgabe festgelegt.
Damit reiht sich die Bundesregierung in die weltweiten Aktivitäten
zur wirkungsvolleren Durchsetzung von Gleichstellungspolitik ein.“

Weiter im Original auf Vision 2000 Ausgabe 2/2010:
Gleichschaltung: öffentlich verordnet

Siehe auch:
Feminismus und New Age als Vorreiter des Genderismus

Und ist es nicht sonderbar:

Der Kommunismus hat seine Unfähigkeit, einen neuen Menschen zu schaffen,
in wirtschaftlicher Hinsicht 70 Jahre lang eindeutig bewiesen.

Jetzt aber versuchen wir im Westen, einen neuen „gegenderten“ Menschen zu schaffen.
Und auch hier wird die Natur des Menschen geleugnet und ein
neuer künstlicher Mensch angestrebt.

Auch das wird schiefgehen.
Aber warum tun wir das gegen jede bessere Einsicht?





Europa im Werteverfall – das Werk der Zerstörer

17 03 2010
Europa im Werteverfall
von Marie Luise Schellen

Eine Kultur, die Familie und das Mütterliche
nicht auf die oberste Stufe ihrer Werteordnung stellt,
wird auf Dauer nicht überleben.

Ob die Lobbyisten der Abtreibung,
die Propagandisten zur Abschaffung der bürgerlich-klassischen Familie,
Euthanasiebefürworter oder machtbewusste Genforscher,
sie alle haben ein Ziel:
:arrow: das christliche Europa zu beerdigen.

:?: Aber warum geht das so einfach?
Wo sind die Christen?
Die übergroße Mehrheit, und vor allem
die junge heranwachsende Generation
wollen diese Entwicklung nicht.
Sie leben die verächtlich gemachten „Sekundärtugenden“,
wissen wie wichtig Familie ist
und was der Kitt ist, der Familie zusammenhält.

BELGIEN
Ein konfessionelles Krankenhaus ist von der Schließung bedroht, weil dort die gesetzlich festgelegte „Tötung auf Verlangen“ abgelehnt wurde.

SCHWEDEN
Die schwedischen Kindertagesstätten ab dem 1. Jahr des Kindes
entpuppen sich nach 25 jähriger Erfahrung als das
größte wirtschaftliche und soziale Desaster des Landes.
In den Schulen herrscht Gewalt.
Eltern und Lehrer werden bedroht.
Jedes dritte Kind leidet an psychischen Störungen.
Drogen-Depression und Alkoholprobleme unter Jugendlichen
nehmen beängstigend zu.
Eine massive Propaganda für ein frühes
Weggeben der Kinder in Tagesstätten hat bewirkt,
dass junge Eltern häufig einen totalen Mangel an Selbstvertrauen
in ihre eigenen Fähigkeiten als Eltern haben.
In den Gesetzbüchern wurde das Wort Familie
durch das Wort Haushalte ersetzt.

DÄNEMARK
Alleinstehende Frauen und selbsterklärte Homo-Frauen können künftig kostenlos im Reagenzglas Kinder zeugen.

PORTUGAL
Die regierenden Sozialisten möchten den ungeborenen Bürgern das Lebensrecht aberkennen.

SPANIEN
Kinder sollen mit der Lehrplanreform schon als Zehnjährige, als Ersatz für Religionsunterricht, homo-ideologischem Propagandamaterial ausgesetzt werden und erfahren, dass es verschiedene „Formen von Familie“ gibt.

EUROPA-PARLAMENT
Mit großer Mehrheit haben die
Abgeordneten des Europäischen Parlaments
am 10.Februar 2010
den ungehinderten Zugang zu Abtreibung gefordert.

Weiter im Original auf DIE FREIE WELT!





Das Europäisches Parlament und die Frauen

11 02 2010

Am 10. Februar 2010 hat das Europäische Parlament (EP) einen Bericht über die „Gleichstellung von Frauen und Männern in der Europäischen Union – 2009″ mit einer Mehrheit von 381 zu 253 Stimmen bei 31 Enthaltungen angenommen (Link zum angenommen Text ).

Der in schwer lesbaren Brüsseler Technokraten-Sprech gehaltene Text offenbart wieder einmal die Sichtweise der Mehrheit der Europäischen Politik über die Stellung von Mann und Frau. Der Frau wird eine Gleichwertigkeit mit dem Mann nur durch Gleichschaltung im Arbeitsleben zugestanden. So wird zum Beispiel kritisiert, dass zwar 31,1% der weiblichen Beschäftigten in Teilzeit arbeiten, aber nur 7,9% der Männer. Die Frauenerwerbsquote liegt laut Bericht in Europa bei durchschnittlich 59,1%.

Das eigene Einkommen und eine bezahlte Tätigkeit sind für Frauen jedoch das „Schlüsselelement“ für „wirtschaftliche Unabhängigkeit und für mehr Gleichheit.“ Norwegen wird als leuchtendes Vorbild dargestellt, weil dort eine Verpflichtung auch für private Unternehmen eingeführt wurde, dass 40% der Vorstände Frauen sein müssen.

Die Situation in Österreich sieht so aus: 2002 belief sich die Frauenerwerbsquote auf 60,8 Prozent (Anteil aller Erwerbspersonen an der Bevölkerung 15 bis 60 Jahre). 2008 lag die Eerwerbsquote bei 70,1%, jene der Männer bei 77,6%. Die höchste Erwerbsquote hatten Frauen im Alter zwischen 25 und 30 Jahren (82,7%), zwischen 30 und 40 Jahren „brach sie auf etwa 78,3% ab“ (Diktion des AMS!) und stieg danach wieder auf 81,5% an. Ab einem Alter von 55 Jahren lag die Erwerbsquote nur mehr bei 41,8%. Berücksichtigt man die früheren Pensionierungen der Frauen haben wir also defacto eine gleiche Erwerbsquote bei Frauen und Männern. Im übrigen ist auch nicht einzusehen, warum Frauen die keine Kinder haben gegenüber Männer privilegiert sein sollen, aber das ist ein anderes Thema.

Gleichheit um jeden Preis!

Da das EP offenbar trotz vieler Gender Mainstreaming – Bemühungen es noch immer nicht geschafft hat, dass auch Männer schwanger werden, müssen die von Gott gegebenen Unterschiede zwischen Frau und Mann anders korrigiert werden. Deshalb betont der Bericht auch, dass die „Aufteilung von Verpflichtungen in Familie und Haushalt zwischen Frauen und Männern, insbesondere durch die verstärkte Nutzung von Eltern- und Vaterschaftsurlaub, eine unabdingbare Voraussetzung für Förderung und Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter darstellt“. Es geht also wieder einmal auch bei der Frage des Vaterschaftsurlaubes nicht um das Kindeswohl, sondern um den Umbau der Gesellschaft.

Natürlich darf auch in diesem Bericht nicht der Hinweis auf die sogenannten „Ziele von Barcelona“ fehlen, in dem die Mitgliedsstaaten aufgefordert werden für 33% der Kleinkinder und 90% der Kindergartenkinder Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen. Im Originaltext sind diese Zahlen jedoch im Konjunktiv gehalten und nur dann gefordert, wenn es die entsprechende Nachfrage gibt. Der Bedarf  in Österreich mit dem Kinderbetreuungsgeld (bis maximal 36 Monate nach der Geburt) und dem zweijährigen Karenzurlaub sieht sicherlich anders aus.

In dem Text wurden auch noch viele andere Themen hineinverpackt, wie die Situation von „Frauen mit Migrationshintergrund, insbesondere Roma“ und der Menschenhandel von Frauen und Mädchen „als moderne Form der Skalverei“  (offenbar für die Porno- und Sexanbieter, das steht aber nicht im Text). Es wird auch behauptet, dass „20 – 25% der Frauen im Erwachsenenalter psychischer Gewalt ausgesetzt waren“ und „mehr als 10% aller Frauen sexuelle Gewalt erlitten haben“. Als „schutzbedürftige Gruppen“ von Frauen werden in dem Bericht „behinderte Frauen, Frauen mit betreuungsbedürftigen Familienangehörigen, ältere Frauen, Frauen aus Einwanderungsgruppen sowie inhaftierte Frauen“ genannt. Soferne nicht Mütter in der zweiten Fallgruppe mitgemeint sind, wurden sie bei der Aufzählung vergessen.

Breiten Raum nimmt die Gender Mainstreaming Ideologie ein: hier werden die Kommission und die Mitgliedstaaten aufgefordert, „Maßnahmen zur Förderung des wirtschaftlichen Wiederaufschwungs auszugestalten, bei denen die Bedürfnisse und die besondere Lage von Frauen und Männern berücksichtigt werden, insbesondere im Rahmen von integrierten politischen Lösungen zur Förderung der Gleichstellung („Gender Mainstreaming“) und im Rahmen einer Haushaltsanalyse unter Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts („Gender Budgeting“).“ Also kein Sparen, auch nicht in der Krise, bei diesen Politikbereichen!

Ungehinderter Zugang zur Abtreibung

Der Hauptgrund für die Ablehnung des Berichts durch konservative und unabhängige Abgeordnete ist jedoch der Passus über die „sexuellen und reproduktiven Rechte“ .  Aufmerksame Leser wissen bereits, dass unter „reproduktiven Rechten“ in internationalen und europäischen Papieren  hauptsächlich die Tötung der ungeborenen Kinder gemeint ist. Hier der ganze Absatz im beschlossenen Wortlaut:

(Das EP) … bekräftigt die Tatsache, dass die Kontrolle über ihre sexuellen und reproduktiven Rechte stets bei den Frauen verbleiben muss, insbesondere mit Hilfe eines ungehinderten Zugangs zu Verhütung und Abtreibung; betont, dass Frauen kostenfreien Zugang zu Abtreibungsberatungen erhalten müssen; unterstützt folglich, wie bereits in seiner Entschließung vom 3. September 2008 erwähnt, alle Maßnahmen, die der Verbesserung des Zugangs von Frauen zu Diensten im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und der Schärfung ihres Bewusstseins für ihre Rechte und die ihnen zur Verfügung stehenden Dienste dienen; fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, Maßnahmen und Aktionen durchzuführen, um die Männer in Bezug auf ihre Verantwortung in sexuellen und reproduktiven Fragen zu sensibilisieren;

Mit diesem Bericht hat das EP wieder bei vielen Menschen einen Vertrauensvorschuß verloren, auch wenn die meisten Abgeordneten der Europäischen Volkspartei (österreichischer Fraktionsführer MEP Mag. Othmar Karas von der ÖVP) und andere MEP (z.B. Andreas Mölzer) gegen diesen Absatz gestimmt haben. Die Mehrheit hat entschieden und beweist wieder einmal, dass die Mehrheit nicht immer Recht haben muss.





Feminismus und New Age als Vorreiter des Genderismus

16 01 2010
cc Foto:  Stephan Mosel

Inge M. Thürkauf

Die Bewegung, die der Gender-Diskussion den Weg geebnet hat, ist der Feminismus. Vor allem der radikale oder Gender-Feminismus in Verbindung mit der Bewegung von New Age hat in den letzten Jahrzehnten die Umformung oder besser gesagt die Umerziehung der öffentlichen Meinung intensiviert, als eine die Gesellschaft verändernde Bewegung auf der Grundlage eines New-Age-Menschenbildes, das die Vorbereitung war zum Menschenbild des Genderismus. Es ging und geht den Gender-Feministinnen keineswegs um die Beseitigung von Ungerechtigkeit gegenüber der Frau z.B. im Berufsleben. Im Gegenteil, die Forderung nach Gleichberechtigung ist ihnen ein Dorn im Auge, denn wo für die Gleichberechtigung gekämpft wird, verlieren sie ihr eigentliches Ziel: die weibliche Macht in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft – unter Ausschaltung der Männer – zur Geltung zu bringen. Gender Mainstreaming ist exakt das Kontrollinstrument zur Aufhebung der Männerdominanz. Familie, Mutterschaft und Schwangerschaft werden von den radikalen Feministinnen als Diskriminierung der Frau angesehen. Die Schwangerschaft sei barbarisch, als gesund könne man sie auch nicht bezeichnen. Es war dann auch die feministische Bewegung, die sich von Anfang an einig war im Kampf um die Freigabe der Abtreibung. Millionen Ungeborener wurden in den letzten Jahrzehnten abgetrieben. Wir sterben aus, die westlichen Länder leiden unter der sogenannten demographischen Katastrophe und noch immer hat kein Umdenken stattgefunden. Auf der einen Seite wird für die Abtreibung gekämpft, auf der anderen Seite will man die künstliche Fortpflanzung in Anspruch nehmen. Wie dekadent muß eine Gesellschaft sein, um die Schizophrenie darin nicht zu erkennen. Es geht auch hier den Gender-Feministinnen unverblümt um die Zerstörung der Familie, um die Zerstörung des Männlichen und Weiblichen, denn, das Ende der biologischen Familie, so heißt es in einem Studienprogramm, wird auch dem Bedürfnis für sexuelle Unterdrückung ein Ende bereiten. Es wird angestrebt, daß außereheliche, homosexuelle, lesbische Lebensweisen gesetzlich verankert und nicht lediglich toleriert werden. Die feministische Gleichheit bedeutet nicht nur Gleichheit vor dem Gesetz oder Gleichheit in der Befriedigung von Grundbedürfnissen, sondern daß Frauen keine Kinder austragen müssen. Die Zerstörung der biologischen Familie erlaubt das Emporkommen neuer Frauen und Männer, die sich von allen bisher existenten Menschen unterscheiden. „Solange menschliche Wesen nicht in der Retorte entstehen, sondern von Frauen zur Welt gebracht werden müssen, so lange bleibt die Frau dem Manne gegenüber von vornherein im Nachteil.“ Daher wird statt der natürlichen Kinderzeugung die künstliche Befruchtung proklamiert, also in Vitro-Fertilisation. Außerdem verlangt die Strategie der Gender-Feministinnen, daß diese von ihnen geforderten Rechte als Weiterentwicklung der von der UNO geschützten Menschenrechte akzeptiert werden und benutzt die UNO, um dieses Recht weltweit zu forcieren.





Die Realität von Gender Mainstreaming

11 01 2010

Inge M. Thürkauf

Das Diktum von Gender Mainstreaming sieht vor, daß der Mensch nicht durch natürliche Anlagen festgelegt sei, sondern durch das, was die Gesellschaft aus ihm macht, in Anlehnung an den oft zitierten Satz von Simone de Beauvoir: „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.“ Dieser Satz ist in seiner Absurdität kaum zu übertreffen und dem gesunden Menschenverstand völlig zuwiderlaufend. Dessen ungeachtet hat er Weltkarriere gemacht und im radikalen Feminismus konkrete Formen angenommen. Nicht mehr das biologische Geschlecht, die Tatsache, daß der Mensch von Gott als Mann oder als Frau geschaffen wurde, ist von Belang. Die Gender-Ideologen reißen jegliche bisher geltende Normen ein und verwerfen die Differenzierung in Mann und Frau als eine Erfindung des „hetero-sexuellen Patriarchats“, als ein soziales Konstrukt, da jedes Geschlechterverhalten nicht angeboren, sondern erlernt sei. Was seit Anbeginn der Menschheit als „natürlich“ und „normal“ gegolten hat, die Zuordnung als Mann und Frau, soll nun von gesellschaftlichen Vorstellungen und Bestimmungen abhängen und durch Umerziehung geändert werden. Diese aber soll schon bei Kleinstkindern, spätestens aber im Kindergarten beginnen.

• Die „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ in Deutschland, die dem Familienministerium untersteht, hat vor einigen Jahren (damals noch unter Frau Ursula von der Leyen) einen „Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualerziehung“ herausgebracht (er galt für die Altersgruppe vom 1. bis zum 3., und vom 4. bis zum 6. Lebensjahr), der hunderttausendfach kostenlos (finanziert mit Steuergeldern) verteilt wurde, in dem Eltern, Großeltern oder jene, denen die Pflege der Kinder anvertraut wurden, zur sexuellen Stimulation ihrer Kleinkinder aufgefordert wurden.

• In Wien wurde 1999 der erste geschlechtssensible Kindergarten „Fun & Care“ eröffnet, in dem die Mädchen lernen, sich auffallend laut zu benehmen, mit technischen Geräten umzugehen, sich zu wehren und verteidigen, andere Kinder zwicken und verdrängen oder ihnen die Spielzeuge wegnehmen. Die Buben hingegen sollen Hausmann spielen, in Prinzessinnenkleidern erscheinen und sich die Fingernägel lackieren.

• In einer Schule in New York hat sich im Jahre 2006 ein Lehrer so sehr mit dem Wesen des Weiblichen identifiziert, daß er sich entschloß, eine Frau zu werden. Er ließ sich umoperieren und erschien in der Schule als Frau gekleidet mit der Aufforderung, ihn in Zukunft mit Missis und keinesfalls mehr mit Mister anzusprechen, er würde sich sonst sehr diskriminiert fühlen. Eltern, die ihren Kindern diese transsexuelle Erfahrung ersparen und sie in einer Parallelklasse unterbringen wollten, mußten sich sagen lassen, daß sie damit den ehemaligen Mister diskriminieren würden.

• In Kalifornien hat der dortige Gouverneur Arnold Schwarzenegger im Oktober 2007 ebenfalls ein Gesetz unterzeichnet, das den Jungen erlaubt, in den öffentlichen Schulen die Toilettenräume der Mädchen zu benützen und die Mädchen jene der Jungen, wenn ihnen danach zumute ist. Sie dürfen keineswegs gehindert werden, dies zu tun. Der Präsident der „Kampagne für Kinder und Familie“ bemerkt dazu: „Damit hat Arnold Schwarzenegger uns jenen ausgeliefert, die unsere Kinder den alternativen sexuellen Lebensstil aufdrängen wollen. Es ist eine dreiste Attacke gegen die traditionellen Werte der Familie.“

• Unter dem gleichen, von Schwarzenegger verabschiedeten Gesetz wird außerdem alles ausgeschlossen, was sich gegen Gender richten könnte, darunter gehören Homosexualität, Bisexualität und andere sexuelle Praktiken sowie das oben geschilderte Wechseln des Geschlechts und damit der Kleider von Mister zu Missis und umgekehrt, der „Fachausdruck“ dafür heißt cross-dressing. Auch wird die Literatur in den Schulen durchforstet, ob sie nicht in irgendeiner Weise diskriminierende Vorgänge beschreibt, wie z.B. die Hochzeit zwischen einem Mann und einer Frau oder die Schilderung der Tatsache, daß der Mensch als Mann und als Frau geboren wird, und nicht als irgend etwas dazwischen. Wer sich gegen dieses Selektieren der Lehrbücher wehrt, wird als „rassistisch“ oder „sektiererisch“ diffamiert.

• Das Oberste Gericht in Kalifornien hat einer lesbischen Frau Recht gegeben, die zwei Ärzte verklagte, weil diese sich geweigert haben, an ihr eine Fruchtbarkeitsbehandlung vorzunehmen. Sie begründeten ihre Weigerung mit ihrer religiösen Überzeugung, die ihnen verwehre, einer Homosexuellen zu einem Kind zu verhelfen. Das Gericht befand, daß Religionsfreiheit wohl durch die Verfassung geschützt sei, dies jedoch die Diskriminierung einer Lesbierin nicht rechtfertigen dürfe. Ärzten ist es daher nicht länger erlaubt, homosexuellen Patienten aus religiösen Gründen eine Behandlung zu verwehren.





Gender Mainstreaming – sind wir geisteskrank?

9 01 2010

Inge M. Thürkauf bemerkt auf Schreibfreiheit,
… heimliche Übernahme der Gesellschaft durch Gender Mainstreaming (Auszug):

….
Was bedeutet Gender Mainstreaming?
….
neue Weltanschauung ….. jeder Mensch soll sein Geschlecht selbst wählen können, …..
…..
Hinter allem steht der Gedanke, sie von jeglichen angeblich naturgegebenen Verhaltensweisen zu befreien.

_____________________________________________________________________________

Ich habe bisher GM als gigantisches Umerziehungsprojekt wahrgenommen.

Und bei Umerziehung denke ich z.B. an
:arrow: die Französische Revolution mit der Göttin der Vernunft, der 10-Tage-Woche,
:arrow: den GULAG der sowjetischen Kommunisten,
:arrow: die Nationalsozialisten mit ihrer völkischen Revolution
:arrow: die Kulturrevolution in China unter Mao Tse Tung,
:arrow: das Terrorregime der Roten Khmer in Kambodscha

All dies mit Millionen an Todesopfern!

In den meisten Fällen ging damit eine heftige Christenverfolgung einher,
immer ging es um den Kampf gegen die menschliche Natur.

Simone de Beauvoir, eine der Urmütter (das Wort verbietet sich allerdings von selbst) des Feminismus,
forderte daher konsequenterweise (in einem Interview mit Alice Schwarzer, Profil Nr. 1, 24. Dezember 2007):

„Ich glaube, eine Frau sollte sich vor der Falle der Mutterschaft und der Heirat hüten!
Selbst wenn sie gern ein Kind hätte, muss sie sich gut überlegen, unter welchen Umständen sie es aufziehen müsste.
Mutterschaft ist heute eine wahre Sklaverei….
Und wenn Frauen trotz alledem ein Kind wollen,
sollten sie es bekommen, ohne zu heiraten.
Denn die Ehe, das ist die größte Falle.“

_____________________________________________________________________________

Müssen wir uns diese Umerziehung gefallen lassen?
Ich sage: „NEIN!“

Wir können etwas dagegen tun – in einem ersten Schritt einmal
_________INFORMIEREN___AUFKLÄREN___WACHRÜTTELN!

Eine Hilfe dazu kann das ausgezeichnete und gründlich recherchierte Buch von Frau Barbara Rosenkranz
sein:

MenschInnen
Gender Mainstreaming
Auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen

Ares Verlag, ISBN 978-3-902475-53-4

Wir sollten als Christen die Hilfe von Frau Barbara Rosenkranz dankbar annehmen.
Sie kämpft in diesem Fall gegen einen gemeinsamen Feind und setzt sich für die menschliche Natur und für unsere gute alte Familie ein.