Nur starke Familien garantieren ein starkes Land!

28 07 2010

Von der CPÖ erreichte uns folgende Pressemeldung:

Bankrotterklärung in der Familienpolitik

Die von den regierenden Parteien ausgelöste Diskussion um eine verstärkte Zuwanderung nach Österreich zeigt auf, dass die Familienpolitik von ÖVP und SPÖ in den letzten Jahrzehnten Schiffbruch erlitten hat. Statt einer massiven Förderung der österreichischen Familien sucht man das Heil in einer verstärkten Zuwanderung.

Die Erkenntnis, dass Zuzug zum Erhalt unseres Wirtschafts- und Sozialsystems notwendig ist, entspricht zwar einer Momentaufnahme im Staat Österreich, kann aber von der CPÖ nicht widerspruchslos hingenommen werden. Denn in erster Linie muss die Frage nach den Ursachen gestellt werden. Diese zu umgehen oder zu verschweigen heißt, der österreichischen Bevölkerung einen schlechten Dienst zu erweisen und die eigene politische Verantwortung zu verschleiern.

Den Zuzug heute zuzulassen erscheint notwendig, weil unsere Familien seit den 70igerJahren zu wenige Kinder hervorbringen. Zum Staatserhalt ist eine Geburtenrate von 2,1 Kindern erforderlich. Eine verantwortungsvolle und vorausschauende Politik der Regierung wäre notwendig gewesen.

Die Familien systematisch stärken, die Gleichstellung von außerhäuslichem Beruf und Familienarbeit einführen, ein Mütter-/Vätergehalt jedem/r österreichischen StaatsbürgerIn zur Verhinderung der Armut bezahlen, steuerlich ein Familiensplitting zu verankern u. ä. sind die erforderlichen Maßnahmen, damals wie heute! Sie hätten uns diese missliche Lage erspart, dass unsere Familien mit einem Schnitt von 1,34 Kindern unter der Selbsterhaltungsquote des Staates liegen. Alle seither getroffenen familienpolitischen Maßnahmen waren Flickwerk, sie haben in die Irre geführt.

Ein weiterer Punkt ist die Verweigerung des Lebensrechtes für Ungeborene. Hätte man allen abgetriebenen Kindern – geschätzt jährlich bis zu 60.000 – die ihnen zustehende Lebenschance gegeben, würde unser Sozialsystem heute nicht am Krückstock gehen und wir würden die Zuwanderungsfrage nicht diskutieren müssen.

Diesen Missstand zu ändern hat sich die CPÖ zum Ziel gesetzt. Dass dies erst mittelfristig wirkt, ist bewusst, aber eine verantwortungsvolle Politik hat die richtigen Maßnahmen zu setzen, um solche Entwicklungen zu verhindern. Nur starke Familien garantieren ein starkes Land!





Abtreibungsstopp statt Zuwanderung

27 07 2010

Seit 1975 werden in Österreich jährlich zig-tausend eigene Kinder bereits im Mutterleib getötet. Erst jetzt – nach 35 Jahren – fällt unseren Politikern auf, dass unserem Staat zur weiteren Existenz Menschen fehlen.
Jeder, der logisch denkt, würde als erste Maßnahme diesen schrecklichen Kindermord sofort beenden. Doch bei uns werden die eigenen Kinder weiter fleißig umgebracht und stattdessen wird über die Notwendigkeit vermehrter Zuwanderung diskutiert. Wenn unsere Volksvertreter diesen Widerspruch nicht selbst sehen, wäre es höchste Zeit, dass wir sie darauf aufmerksam machen. Zeigen wir in unserem Bekanntenkreis, bei den Medien – vor allem aber bei den Wahlen – unsere Unzufriedenheit mit dieser Situation und fordern eine rasche Beendigung der Ausrottung unseres eigenen Volkes.





20 Tote bei Loveparade – Ein Fingerzeig Gottes ?

27 07 2010

Nach der verheerenden Katastrophe von Duisburg können sich gläubige Christen zurecht die Frage stellen: Handelt es sich hier um einen Unfall oder um ein aktives Eingreifen Gottes? Mir obliegt es nicht falsche Prophezeiungen abzugeben, aber eines ist sicher: Gott hasst Unzucht in jeder Form. Und die Loveparade ist ein Ausdruck unserer unzüchtigen Gesellschaft.

Vielleicht muss Gott beim nächsten Mal deutlicher sprechen.

Wer will kann mit mir bitten, dass Gott noch stärker offenbart, ob er diese Geschicke direkt selbst gelenkt hat, oder ob bloß Behörden schlampig vorgegangen sind. Auf  jeden Fall wurde uns ein „Zeichen der Zeit“ gegeben , das wir deuten können.

Vielleicht muss Gott beim nächsten Mal deutlicher sprechen.

Wir wissen, dass Gott Liebe ist, aber wer diesen Begriff missdeutet und ihn auf reines begehrliches Sexuelles reduziert, darf sich nicht wundern, wenn er diesbezüglich bestraft werden, und da ist es dann egal ob mal nur als Zuschauer „unschuldig“ zum Handkuss gekommen ist oder ob mal als Akteur dabei war. AIDS genügt den Aktivisten scheinbar als Strafe noch nicht.

Vielleicht muss Gott beim nächsten Mal deutlicher sprechen.





Märtyrerkanzler

24 07 2010

Von Assemani

Morgen, am 25.07.2010, jährt sich die Ermordung von Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß durch nationalsozialistische Putschisten zum 76. Mal.

Diesem großen Österreicher soll hier Reverenz erwiesen werden.

Was umso angemessener ist, als sich in der offiziösen bis offiziellen Geschichtsschreibung  (Wer schreibt die eigentlich?) und mainstream-Publizistik (Wer publiziert die eigentlich?) praktisch eine Gleichsetzung oder doch wenigstens eine innere Beziehung des ständestaatlichen Systems mit dem Nationalsozialismus eingeschlichen hat. Man spricht von beiden Systemen als von „faschistisch“ und klagt Dollfuß absurderweise an, er habe den Weg für Hitler bereitet.  (Bizarrerweise fordern die sogenannten „Grünen“ derzeit eine Rehabilitierung aller Justizopfer des Ständestaates – mit Ausnahme der nationalsozialistischen. Das heißt im großen und ganzen, daß der rote Terror der Zwischenkriegszeit reingewaschen und als „demokratischer Kampf“, oder so ähnlich,  gerechtfertigt werden soll.)

Man kann zum Wirken von Engelbert Dollfuß legitimerweise verschiedene Meinungen haben, man mag die ständestaatliche Ordnung aus der Sicht der freien Marktwirtschaft ablehnen, man mag die Todesurteile oder doch einige von ihnen moralisch verurteilen (wie es der katholische Philosoph und Konvertit Dietrich von Hildebrand gegenüber Dollfuß selbst getan hat), man mag die damalige enge Verbindung von Staat und Katholischer Kirche aus verschiedenen Gründen problematisch finden, das ist sicher alles legitim, aber man darf diesem Großen der österreichischen Geschichte nicht den guten Willen absprechen.

Leider wird derzeit das Andenken an einen Mann, der den Frieden wollte, mit Schmutz beworfen. Es kann nicht angehen, daß auf marxistischen Druck hin die Kirche selbst das Andenken an Dollfuß relativiert: Der Klubchef des oö. SPÖ-Landtagsclubs pfeift, der Linzer Dompfarrer springt und bringt eine Zusatztafel beim Dollfuß-Gedenken am Domportal an. Die sozialistischen Jungorganisationen demonstrieren vor der St. Pöltner Prandtauerkirche, der Bischof läßt das Fresko mit dem Abbild des Bundeskanzlers verhängen. Vor wenigen Monaten wurde das Dollfuß-Relief in der Seitenkapelle der Wiener Michaelerkirche Ziel eines Farbanschlages. Mittlerweile ist es restauriert. Aber man konnte in der Öffentlichkeit nichts von dem feigen und nichtswürdigen Anschlag hören. Das ist eine Schande.

Ungeachtet der unterschiedlichen Bewertungen zu diesem und jenem Aspekt von Politik und Lehre von Engelbert Dollfuß (soweit alle Archive eben schon ausgewertet sind oder auch nicht) muß man dreierlei anerkennen, und darauf möchte ich mit diesem Beitrag hinaus:

1. Engelbert Dollfuß war der einzige Staatsmann, der im Kampf gegen Hitler fiel. Als man in Prag noch meinte „Lieber Hitler als Dollfuß“ und als London und Paris auf Beschwichtigung setzten (was bis in die Preisgabe Österreichs und in das unrühmliche Münchner Abkommen mündete), hat Österreich in Gestalt eines aufrechten Christen und Patrioten ein kompromißloses Nein zum Nationalsozialismus gesagt.

 2. Im Jahr 1934 war seit geraumer Zeit (nämlich seit dem Kommunistischen Manifest und den anderen Wahnphantasien des falschen Propheten aus Trier) erkennbar, daß der Marxismus ein totalitäres und blutrünstiges System ist, das in Form der sowjetischen Revolution, der Rätediktaturen in München und in Budapest und der Verbrechen in Spanien zu ungeheurem Blutvergießen geführt hat und noch führen sollte, ja mußte. Daß also irgendein sozialistisches System, und auch wenn es sich „sozialdemokratisch“ nannte, das anstreben hätte sollen, was wir normalerweise unter „demokratisch“ verstehen, ist eine lächerliche Lüge und eine absurde Geschichtsklitterung. Der Austromarxismus bediente sich ja der gleichen Terminologie wie seine Genossen in Moskau, so wurde die „Diktatur des Proletariats“ als Zielvorgabe des Linzer Programms genannt. Kann man es einem Regierungschef verdenken, daß er im Falle eines solcherart motivierten Aufstandes wie eben am 12. Februar 1934 mit dem Schlimmsten rechnet und entsprechend hart durchgreift (wenn auch bei weitem nicht so hart, die es die gängige Geschichtsklitterung vorgibt)? 

3. Nach der Aussage eines mir bekannten Priesters sei Bundeskanzler Dollfuß nicht lange vor seiner Ermordung in Mariazell einer Vision Marias bzw. einer Art innerer Einsprechung gewürdigt worden. Er sei im Anschluß an das Gebet kreidebleich und in großer Eile mit dem Taxi nach Wien gefahren. Der Inhalt der Vision war dem Vernehmen nach die Bitte, sein Leben für Österreich anzubieten. Vermutlich wird man das nie genau erfahren können. Aber in der Todesstunde und angesichts seiner Mörder zeigte sich die Größe von Engelbert Dollfuß. Zu seinen letzten Worten gehörte: „Ich wollte nur den Frieden. Den anderen möge der Herrgott vergeben.“ Kein Mensch, der im Leben nicht das Gute wollte und mit Gott verbunden war, kann auf diese Weise sterben. Insofern ist die Geschichte von der Vision nicht unglaubwürdig und paßt zu einer tiefgläubigen Lebensführung.

Dollfuß ist nicht davongelaufen. Er hat sich nicht ins Exil verkrochen. Er hat keinen Kuhhandel mit Hitler abgeschlossen. Er hat seine Überzeugungen nicht verraten. Er hat beide diktatorischen Wahnsysteme bekämpft. Das muß anerkannt werden.

In diesem Sinne möchte ich an alle p. t. Leserinnen und Leser guten Willens appellieren, das Wirken und das letzte Zeugnis von Engelbert Dollfuß – ungeachtet aller Differenzen in der Beurteilung aller sonstigen Details seiner Politik - der paulinischen Anweisung (Röm 13, 7) gemäß zu würdigen:

Ehre, wem Ehre gebührt.





Wird ziviler Ungehorsam bald zur Notwendigkeit unter Christen?

21 07 2010

sehen Sie dazu folgenden Kommentar (in englisch), der im Zusammenhang mit der Manhattan Deklaration steht:





Die Faszination von Helden

17 07 2010

Wie die Menschheit auf einen Orakel-„Paul“ gewartet hat…

von Dennis Riehle, Konstanz

Was für ein Aufschrei! Sondersendungen und Live-Berichterstattungen. „Paul“ hat wieder einmal gesprochen: Diesmal war zwar der Aufwand nicht mehr so gewaltig wie bei der Vorhersage des Fußball-Sieges von Spanien oder Deutschland, doch auch heute kam es zu neuer Gewissheit: In Oberhausen entschieden die Tentakel der Unterwasserkrake über den nächsten Machthaber im Kreml.

Und glaubt man der Aussagekraft von Pauls Entscheidungen während der Weltmeisterschaft, dann dürften zukünftig Wahlen oder Spiele unnötig werden. Denn immerhin hat die Welt ein neues Orakel, das die Zukunft in Präzision in seinen Fresstöpfen zutage bringen kann. Das Prinzip ist einfach: Dem Tier werden Möglichkeiten bereitgestellt – und je nach Hunger und Zufall bleibt es dort stehen, wo es an diesem Tag am günstigsten ist. Ein Statistik-Professor raufte sich zwar bereits die Haare, denn solch eine Trefferquote ist eigentlich unerklärlich und wissenschaftlich nicht nachweisbar. Und doch hat man es im Aquarium im Rheinland geschafft: „Paul“ macht all die Sorgen überflüssig, worüber bisher gebangt und geängstigt wurde. Paul ist Wahrsagen pur – und die Menschen glauben an ihn.

Wie soll man zukünftigen Generationen noch verkaufen können, dass im Weltgeschehen doch noch ein Rest Unsicherheit bleibt? Dass selbst Prognosen weiterhin einen Unsicherheitsfaktor beinhalten? Scheinbar hat nicht nur Deutschland seine Sensation gefunden. Niemand braucht mehr fragend vor Großereignissen stehen, die Ungeduld bekommt eine neue Faszination. Nein, niemand wird mehr wissen wollen, wie sich Vorgänge wirklich entwickeln; allein die Ungewissheit, wohin „Paul“ diesmal tendiert, ist noch der einzige Grund, zitternd vor den Fernsehbildschirmen zu sitzen.

Gut, die Situation mag zugespitzt sein. Doch passt sie wunderbar in Entwicklungen, wonach nicht mehr Gott im Mittelpunkt dessen steht, was Menschen erwartet. Bereits die Faszination um Bischöfin Margot Käßmann, die wie kaum eine andere Person in den letzten Jahren die Herzen der Bevölkerung an sich zog, oder der Stolz auf Lena, die Deutschland in ein neues „Eurovision Song Contest“-Fieber stürzte und verloren gegangenes Selbstbewusstsein in Minuten kittete – all sie sind zu neuen Helden im Land geworden. Ob Müller oder Podolski, ob Klose oder Mertesacker – nein, wofür brauchen wir noch einen Gott? Wir haben unseren Sinn gefunden. Und jetzt noch „Paul“, der uns nicht nur Siege prognostiziert, sondern für den mittlerweile Liebeslieder geschrieben werden – er reiht sich in dieses wohlige Gefühl ein, was sich offenkundig viele wünschten: Unklarheit braucht es nicht mehr, die Wege sind klar aufgezeigt. Traurigkeit ist vorbei, denn wir können uns über die Triumphe unserer Idole freuen. Und das Streben nach Freiheit à la Mainstream wird uns noch leichter gemacht – die Vorreiter predigen schon auf den Kanzeln.

Mir kommt all das bekannt vor: Schalten wir durch die Fernsehprogramme dieser Zeit, werden wir mit astrologischen Prophezeiungen nur so beworfen. Alles wird gut, alles liegt in unseren Händen – oder besser in denen, die dafür ausgewählt erscheinen. Die neuen Helden beenden ein Warten, das die Kirchen offenbar so unmenschlich noch unterstützen: Nicht morgen, nicht nächste Woche, nicht in der Ewigkeit wird das Gute in diese Welt kommen – nein, es ist bereits schon da. Gott, der uns die Gelassenheit lehrt, wird zum Vertröster, der den Spaß am Hier und Jetzt kaputt machen möchte. Die Argumentationen sind stets die gleichen, auch in der Entdeckung der Angebeteten aus Oberhausen, Hannover oder Südafrika.

Hat der Glaube versäumt, die Menschen in ihren aktuellen Lebenssituationen abzuholen? Oder weshalb bekommen diejenigen Auftrieb, die das Glück zeitnah unter die Leute bringen? Gott ermutigt dazu, das Leben auf ihn auszurichten. Und damit dem Geheimnis um so manch einen Zweifel und Ungeduld standzuhalten. Gott will uns selbst schützen, wenn er uns davor bewahrt, neue Götter auszuwählen. Denn Vertrauen in etwas, was kurzfristige Lösungen anbietet, steht auf weichem Grund. Die Sehnsucht nach allem Planbaren, nach Sicherheit und Geborgenheit in Zeiten, in denen wir durch Krisen und Leid gehen müssen, ist allzu menschlich – doch sie verleumdet die Existenz nach etwas viel Größerem.

Weil wir es nicht erwarten können, dass Gott unsere Wege weisen wird und nicht verstehen, dass er uns auch durch so manche Tiefe und Dunkelheit gehen lässt, um Erfahrung zu sammeln, dass er sein Tun so verschlüsselt und im Verborgenen zeigt– weil wir all das zu kompliziert und unpraktisch empfinden, suchen wir einfachere Türen: Sie öffnen uns zwar die Wege zu scheinbar Ecken- und Kantenlosem, doch sie lenken unser Leben in Bahnen, die uns in die Irre führen. Weg von der Barmherzigkeit des Herrn, hin zu dem, wohinter Profit, Macht und Eigennutz stehen. Wer sich für menschliche (oder andere) Helden ausspricht, der verkennt, dass er damit in Unbeständigkeit investiert. Denn der erste Fehltritt Pauls wird kommen – aber Gottes Zusagen halten immer!





Gottesliebe

15 07 2010

Die Katholische Kirche feiert heute den hl. Bonaventura (1221 – 15.07.1274), Kirchenlehrer, Mystiker, Generaloberer des Franziskanerordens, bekannt als „Doctor seraphicus“. Er gilt als Fachmann für den Aufstieg zu Gott und als Künder und Lehrer der Liebe zu Gott.

Ohne auf seine Person und sein Werk hier näher einzugehen, soll der eine Aspekt seines Schaffens, für den er berühmt geworden ist, deutlicher hervorgehoben werden: die Gottesliebe.

Was ist Gottesliebe? Und warum ist das für eine politische Seite relevant?

Unvermeidlicherweise ist es so, daß der Mensch in der Praxis so handelt, wie er im Inneren glaubt und überzeugt ist.

Unvermeidlicherweise ist es auch so, daß der Mensch sich an etwas orientiert. Unvermeidlicherweise muß der Mensch wählen zwischen der Ausrichtung an Gott und der Ausrichtung an etwas Zeitlichem, Geschaffenem, Vergänglichem - das dann zum Götzen wird und zum Einfallstor für das Böse: Entweder der Mensch liebt Gott bis zur Verachtung seiner selbst oder er liebt sich selbst bis zur Verachtung Gottes (wie ein anderer Lehrer der Liebe, der hl. Augustinus, 354 – 28.08.430,  gesagt hat). Etwas drittes gibt es nicht. Das ist die radikale Alternative, auf die jedes Leben hinausläuft.

Gehen wir von unserer alltäglichen Erfahrung aus: Es gibt Menschen, die das Gute ausdrücklich und bewußt wollen und sich – bei allem Scheitern und aller Schwäche und Unvollkommenheit – darum bemühen und es gibt Menschen, die das Gute nicht wollen bzw. die sich dafür nicht interessieren. Viele kümmert sich nur um  kurzfristige – und vermeintliche –  Eigeninteressen. Manche wiederum wollen ausdrücklich das Verbrechen,  ja das Böse selbst  (was vermutlich nur selten in ganz bewußter Weise vollzogen werden dürfte).  

Wer das Gute tun und vollbringen will, wird bald die Entdeckung machen, daß das nicht so einfach ist. Es gibt viele innere und äußere Widerstände. Der Aufstieg zum Guten läßt sich nicht durchführen, wenn man den Guten, Gott, nicht ausdrücklich sucht. Von Gott stammt alles Gute. 

Jetzt ist es aber so, daß Gott durch sein geschichtliches Eingreifen einen konkreten Weg geöffnet hat, auf dem wir ihm begegnen können und sollen.  Nicht alle Wege, die vermeintlich zu Gott führen, können das leisten, weil sie ja grundverschieden und widersprüchlich sind, wie wir an den „Religionen“ und Heilsversprechen sehen.  

Worauf ich hier aber hinauswill, ist, daß es für die Politik und Wirtschaft, für die menschlichen Beziehungen und die Beziehungen der Völker, für Gerechtigkeit und Nächstenhilfe, Gesetzgebung, Wohlfahrt, Gesundheitswesen, Umweltschutz und alle anderen Bereiche des Lebens einen Unterschied macht, ob sich die Menschen überhaupt „guten Willens“, „bonae voluntatis“ sozusagen, dafür interessieren oder ob es ihnen egal ist. Um wieviel mehr macht es einen Unterschied, ob die Zeitgenossen tatsächlich Gott lieben wollen, gemäß dem „Großen Gebot“, oder ob sie sich nicht darum kümmern oder – abgründige Möglichkeit des Menschsein – ob sie ihn hassen.

Das Wollen ist der erste Schritt zur Gottesliebe. Die Gottesliebe ist Anstrengung („mit ganzem Herzen, mit all deinen Gedanken und mit all deiner Kraft“) und gleichzeitig  – wie menschliche Liebe und Freundschaft auch – ungeschuldetes Geschenk.  Wir können sie nicht ganz durchschauen, sie bleibt Geheimnis.

Es ist trivial das festzuhalten, manchmal muß man aber das Offenkundige besonders betonen, wiederholen und verkünden: Eine Gesellschaft, in der die Gottesliebe gedeiht und die Bereiche des Lebens erfüllt, muß anders ausschauen als eine Gesellschaft, in der das nicht geschieht. Das müßte auch einem Atheisten oder Agnostiker klar sein. Eine Gesellschaft, in der es die Gottesliebe nicht einmal dem Begriff nach gibt, muß in Terror, in Angst und Schrecken, im Polizeistaat und in der Diktatur enden.

Diese Analyse macht auch klar, daß nicht alles, was sich „Gott“ nennen läßt, auch tatsächlich Gott ist.

Freilich kann es eine halb-unbewußte Gottesliebe geben (nämlich durch eine Ausrichtung am erkannten Guten, wie unvollkommen auch immer), aber ganz real ist sie nur, wenn sie ausdrücklich und bewußt ist und sich von der Gnade Gottes leiten und stärken läßt.

Dazu hat sich Gott als die Liebe  geoffenbart, wie auch die hl. Schrift des Neuen Bundes sagt. In der Dreifaltigkeit gibt es nur Liebe und Gemeinschaft. Das gilt es nachzuahmen.

Somit müßte es klargeworden sein, inwiefern die Gottesliebe gesellschaftlich und politisch relevant ist.

Darauf wollte ich hinaus. Dafür kann auch der Heilige des heutigen Kalendertages Inspiration und Stärkung bieten. Auch diejenigen p. t. Leser, die nicht gläubig oder nicht katholisch sind, können einmal in das Werk des hl. Bonaventura hineinschmökern und auf sich wirken lassen, was er zu sagen hat. Vielleicht haben die „Mittelalterlichen“ doch mehr zu sagen, als man glaubt.





Die Sünde wider den Geist

12 07 2010

Foto: rhoadeecha

Wenn nun bereits als eine Art Wetterleuchten am Horizont die Budgeterstellung entgegen den bestehenden verfassungsrechtlichen Bestimmungen auf einen Zeitpunkt nach den Landtagswahlen in der Steiermark und vor allem in Wien verschoben wird, so hat das mit dieser Sünde ganz ursächlich zu tun. Es kommen auch ganz ungute Kürzungen im Pensionsbereich und im Krankenversorgungsbereich, übermäßige Kontrollbegehren mit Behandlungsrestriktionen bis hin zur neuerlichen Forderung der Euthanasie als eine angebliche Einsparungsressource auf uns (- fast) alle zu.

Was ist nun diese ominöse Sünde wider den Geist, die im Gegensatz zu allen anderen Sünden nicht vergeben werden kann? Es ist das Handeln wider die bessere Erkenntnis!

Jedem, der nur im Geringsten noch über ein Minimum an eigenem Denkvermögen verfügt, ist klar, dass, wenn Schwangerschaften verhindert, bereits gezeugte Kinder im Mutterleib vernichtet, die Bildung von stabilen Familien massiv gestört und die schwangeren Frauen sowie die Mütter von der Gesellschaft verlassen werden, es zu einer Instabilität in der Sozialversorgung rein schon aus demografischen Gründen kommen muss. In der Folge werden, weil es an Beitragszahlern in das Sozialwesen immer mehr mangelt, logischer Weise auch die Familienväter brutal hart besteuert und mittels „Sozialleistungen“ bis zur Vernichtung abgezockt, die Frauen in einen sozial minder gestellten Zusatzverdienst gedrängt, die Klein- und Mittelbetriebe und damit die selbständige Wirtschaft unerträglich belastet, den Kindern die elterliche Kinderstube genommen und die Alten in Pflegeeinrichtungen abgeschoben.

Und was hat das alles mit der Sünde wider den Geist der Wahrheit, der Gerechtigkeit und des Friedens zu tun?

In Politik und Gesellschaft sind (v.a. auch eugenische) Abtreibungen und bald auch Euthanasie als „Einsparungsmaßnahmen“, demnach als ein trügerisches Mittel zur Erhaltung eines qualitativ höchst minderwertigen „Wohlstands“ im Sinne des alten römischen Prinzips von panem et circenses akzeptiert. Eine Lügenpresse berieselt alle, die deren Einflüsterungen gerne ihr Ohr hinneigen und verführt die Massen zur passiven Akzeptanz dieser, die gesellschaftliche Existenz bedrohenden Zustände und Machenschaften. Keiner will etwas ändern, obwohl man aus der besseren Erkenntnis um und um weiß, dass hier himmelschreiendes Unrecht geschieht.

Und warum kann diese Sünde nicht vergeben werden?

Sie kann deshalb nicht vergeben werden, weil keine Bußfertigkeit herrscht! Man will es offenbar allgemein so. Die momentane, weltlich- animalische Bequemlichkeit ist offenbar wichtiger als Liebe, Mitleid und Barmherzigkeit. Nichts soll im Mainstream geändert werden.

An der Oberfläche ab ins Tal zur zügellosen Hüttengaudi als gäbe es kein Morgen. Spaßverderber raus(- hauen), weg(- machen) obwohl man eigentlich weiß, dass es ungerecht und eigentlich falsch ist!

Wessen Geist? Den gibt’s ja gar nicht wirklich. Wir sind eh auch christlich und eh auch sozial….? Wir glauben eh auch an „was Höheres“.

Es soll sich aber dann auch niemand über die Folgen beklagen und niemandem Schuld zuschieben wollen. Die einzige rettende Reaktion wird dann wohl sein, dass sich dann alle an die Brust schlagen und nostra culpa, nostra maxima culpa rufen und zum lebendigen Glauben hin umkehren!

Aber ob das zu jener Zeit auch jemand machen wird?

Viel wahrscheinlicher sind dann noch rücksichtsloseres gesellschaftliches Gerangel und Tumult wegen weiterer Uneinsichtigkeit und daraus resultierend auch weiterhin gegenseitiger, noch vermehrter Schuldzuweisung.





Familie und Kinder haben Zukunft

2 07 2010

Erziehungstrends

Kinderlose sterben aus.

von Hans Thomas

Wenn die Politik von Familie und Kindererziehung spricht,
muss man genau hinhören.
Speziell sind die Antennen auszurichten auf den Trend:
:arrow: Soll die Familie in ihren ureigensten Kompetenzen gestärkt werden
oder geht es – unter dem Vorwand sozialer Wohltaten, wie es sich versteht -
:arrow: um die Verstaatlichung der Kindererziehung?

So hatten Ideologen unterschiedlichster Schattierung schon immer etwas gegen die eigenständige, unabhängige und daher schwer manipulierbare Familie.

Die Versuchung ist groß, das DDR-Modell eines staatlichen Kinderbetreuungssystems zu übernehmen: flächendeckend mit Kinderkrippen, -horten und Ganztagsschulen….

Eine Folgegeneration tauglicher Bürger
verdankt die Gesellschaft entscheidend der Familie.
Leistungsfähigkeit setzt Selbstvertrauen und Zuversicht voraus,
und beides wiederum die Grunderfahrung, als Mensch geschätzt,
angenommen und – hoffentlich – geliebt zu sein.
Das gewährleistet nur die gesunde Familie….

Um nur einige der Probleme zu nennen:
:arrow: die Zunahme verhaltensgestörter Kinder mit nachfolgenden Schul- und Gewaltproblemen bis zur Jugendkriminalität;
:arrow: dann der Geburtenmangel, zuerst mit den Folgen alternder Bevölkerung und unsicherer Sozialsysteme;
:arrow: dann mit der Problemreihe: schrumpfende Bevölkerung – hohe Zuwanderung – Integration – innere Sicherheit – Fremdenfeindlichkeit….

Kinderlose sterben aus.
Völker so gut wie Familien….

Weiter im Original bei Erziehungstrends.de….


Weitere Hinweise hier:

Verstaatlichung der Kinder

Kleinkind bei Mama & Papa – Tagesmutter o. Krabbelstube

Kinder als Geschenk – und neues Selbstbewußtsein der Mütter

Ein Dutzend gute Gründe für ein Elterngehalt

Die gute alte Familie ist doch das Beste…

Kinder vorbereiten auf das Leben, Elternschulung – das Elternkolleg von Christa Meves

Familiennetzwerk Deutschland „Familie ist Zukunft“





Der Staat könnte sofort neun Milliarden Euro sparen!

27 06 2010

Der Staat könnte sofort

neun Milliarden Euro sparen!

von Dr. Maria Steuer

Jeder weiß inzwischen, dass der Staat sparen muss.
Es stellt sich nur die Frage, wo der Rotstift angesetzt werden soll.
Wieder einmal sind sich alle einig,
dass an dem vom Familienministerium einmal
eingeschlagenen Weg nicht gerüttelt wird -
er wird unbeirrbar, starr und rigide weiter verfolgt,
koste es was es wolle.
Am Krippenausbau wird festgehalten ist der allgemeine Konsens.

Wir wissen, dass durch die Erhöhung der Müttererwerbstätigkeit der versprochene Rückgang armer Familien ausgeblieben ist. Wir wissen, dass die erwartete Zunahme von Geburten in Deutschland ausgeblieben ist. Wir wissen, dass für mehr als 35% der unter dreijährigen Kinder Kitaplätze gebaut werden. Wir wissen, dass ein positiver Effekt frühkindlicher Bildung nicht nachweisbar ist. Wir wissen, dass der Weg weg von familiärer Erziehung zur institutionellen Betreuung ein Weg in die Sackgasse ist – ohne Wendemöglichkeit…

Weiter auf DIE FREIE WELT, Maria Steuer

und Jürgen Liminski