Der Disput um die Sterbehilfe

26 06 2010

Aktiv, passiv oder überhaupt nicht?

von Dennis Riehle, Konstanz

Der deutsche Bundesgerichtshof hat mit einer „wegweisenden“ Entscheidung – wie es die Medien formulieren – neue Richtlinien für den Umgang mit der Sterbehilfe gesetzt. In einem Urteil, das als grundsätzliche Aussage über das „würdevolle Sterben“ des Menschen gewertet wird, wurde die passive Sterbehilfe als rechtskonform beschrieben – solange, wie sich der Patient gegen lebensverlängernde Maßnahmen ausgesprochen hat und unabhängig davon, wie die äußere Einschätzung (von Ärzten, Pflegekräften oder Angehörigen) ausfällt.

Der Wille eines Patienten und dessen Freiheit, sich für den Tod zu entscheiden, wenn keine Aussicht auf Heilung oder Besserung eines „menschenunwürdigen“ Zustandes besteht, wird nach Ansicht des Gerichts als Maßstab dafür angesetzt, wie sich die Umgebung des Betroffenen in der letzten Lebensphase zu verhalten hat. Der uneingeschränkte Zuspruch der Richter, den Wunsch des Kranken respektieren zu müssen und dafür Sorge zu tragen, dass dieser eingehalten und ihm nicht widersprochen wird, wird einerseits als Meilenstein für die individuelle Freiheit des Menschen gesehen. Andererseits tun sich nicht nur bei den Formulierungen Fragen und Zweifel auf.

Recht bald nach dem Urteil traten neben den erleichterten Stimmen der Kläger und einem Jubel derer, die in der Liberalisierung der Sterbehilfe einen Fortschritt für mehr Menschlichkeit sahen, auch die Einwände auf, die bei solch einer Diskussion unabdingbar sind: Ist Sterbehilfe überhaupt mit dem Grundgedanken eines geschenkten Lebens vereinbar? Wo setzen wir die Unterscheidungen zwischen einer „aktiven“ und „passiven“ Sterbehilfe? Wie kann ich sicher gehen, dass der Patient seinen Willen tatsächlich eindeutig und ohne äußere Beeinflussung geäußert hat?

Auf viele dieser Fragen soll die „Patientenverfügung“ eine Antwort geben: In ihr wird festgehalten, was sich ein Mensch für den Fall unveränderbaren Leidens an Schläuchen, mit künstlicher Ernährung und im Dauerkoma wünscht. Dabei hat das Gericht festgehalten, dass das Abstellen eines lebenserhaltenden Gerätes als passive Sterbehilfe rechtens ist. Ein vorsätzliches Herbeiführen des Todes durch die Gabe einer Übermenge an Arzneien dagegen wird als aktive Sterbehilfe untersagt.

Man kann mit gutem Gewissen fragen, an welchen Stellen hier eine Unterscheidung getroffen werden kann. „Aktiv“ wird man auch bei der „passiven“ Sterbehilfe. Mit einem Knopfdruck, mit einem Durchtrennen der Zufuhr von Nahrung oder anderem Abschalten von Geräten, die einen Menschen am Leben erhalten. Die Krux der modernen Medizin, die ein Leben am Leben erhalten kann, eröffnet an dieser Stelle überhaupt erst eine Diskussion, die aus ethischer und moralischer Sicht kaum zu einem zufrieden stellenden Ergebnis führen kann.

Die Richter hielten auch fest, dass bereits eine verbindliche mündliche Zusage eines Patienten als Verfügung angesehen werden kann. Der Nachweis, dass solch ein Gespräch geführt wurde, wird in den seltensten Fällen nachgewiesen werden können. Und auch die Gewissheit, ob sich ein Mensch bei seinen Äußerungen in einem Zustand befindet, der als rechtlich verbindlich betrachtet werden kann, ist nach Ermessen auslegbar.

Das Justizministerium sieht keinen Handlungsbedarf, diese Grauzonen nochmals deutlicher zu definieren. Und macht damit den Weg frei für Deutung, Interpretation und Abwägung über das Leben eines Menschen. Unbestritten scheint auch, dass über das Thema Sterbehilfe diskutiert werden muss. Natürlich sind solche Debatten notwendig, wenn wir uns in einem Zeitalter befinden, in welchem uns die Technik ermöglicht, selbst „Herr“ über Anfang und Ende des menschlichen irdischen Daseins zu spielen – so meinen es die Befürworter. Gleichzeitig müsste man auch fragen: Offenkundig ist das Vertrauen der wissenschaftlich Vernarrten in ihre Erfolge doch nicht so groß, dass sie in Erwägung ziehen, sich auch über folgenden Gedankengang bewusst zu werden: Ein Patient, der aus medizinischer Sicht heute als nicht heilbar gilt, kann – bei zunehmenden Möglichkeiten und Entwicklungen – vielleicht nächstes Jahr als rehabilitierbar angesehen werden. Doch dann könnte es zu spät sein: Der Griff zum Schalter der Atemmaschine war vielleicht bereits getätigt worden – so, wie es der Patient „verfügt“ hat.

Klar scheint eines: Alle Entscheidungen in die Richtung von stärkerer Freiheit für den Menschen entfernen sich von dem Vertrauen in einen Tod, der nicht durch uns selbst bestimmt wird. Leid, das heute schnell als unerträglich und als nicht zumutbar betrachtet wird, verführt zu voreiligen Entschlüssen, einem Schöpferwillen zuvor zu kommen. Wie kann es ein liebender Gott zulassen, dass ein Mensch in seinem hilflosen Zustand länger durchhalten muss? Die Anschuldigungen an denjenigen, der das Leben gegeben hat, werden groß, wenn er dieses Leben nicht zu einem Zeitpunkt beendet, an dem es uns für sinnvoll erscheint.

Dass der Mensch den Absichten Gottes aber nicht so einfach in die Karten schauen kann, wie er es bei seinem medizinischen Vorankommen in Wissenschaft und Forschung erhofft, wird dabei außer Acht gelassen. Nein, wir können in so vielen für uns nicht nachvollziehbaren Momenten kaum begreifen, welche Absicht Gott damit verfolgt. Wer Sterbehilfe zulässt, muss sich nicht nur bewusst werden, dass sein Handeln auf den irdisch und für unser Denken rationell eingeengten Horizont und dessen engen Spielraum an Möglichkeiten beruht. Er muss sich auch verdeutlichen, dass sein Tun dem eigenen Streben nach der Vollkommenheit des menschlichen Einflusses widerspricht. Und nicht zuletzt bleibt anzumerken: Sterbehilfe mag vielleicht dem von Entmutigung und Hoffnungslosigkeit geprägten menschlichen Willen entsprechen, durchkreuzt möglicherweise aber vorzeitig den Willen Gottes – und damit einen in sich, und für uns manches Mal Kopfschütteln auslösenden, Plan, der nicht nur Wendungen und Überraschungen, sondern stets auch ein Geheimnis in sich birgt, welches wir durch unser Großmachen unserer Freiheit dann nicht mehr erleben dürfen. Mit Sterbehilfe stirbt nicht nur ein Leben, sondern auch die Hoffnung auf das Unerwartete.





Gesundheitsreform – Wahrheit oder Wirrsal?

14 06 2010

Zur Orientierung müssen zuerst die wirklich großen Zusammenhänge der Schöpfungsordnung verstanden werden. Es nützt nämlich nichts, den armen Ch. Darwin zum x-ten Mal zu exhumieren und seine naturwissenschaftlichen Erkenntnisse als eine mögliche Ursache oder gar ein Ziel der Evolution darzustellen. Dem Christen ist in der ganzen Schrift von der Genesis bis zur Apokalypse ganz klar gesagt und auch in der Verklärungsszene auf dem Berg Tabor eindrücklich gezeigt, dass das göttliche Ziel der Evolution die Verklärung in der Einheit mit Christus Jesus, dem auferstandenen Erlöser durch das Erfülltsein mit Seinem Geist im ewigen Himmlischen Jerusalem, dem neuen Himmel, dem Paradies, dem verheißenen Reich der Gerechtigkeit und des Friedens, das niemals untergeht, ist.

Die derzeit im weltlich- öffentlichen Leben fast ausschließlich dominierende Bestrebung, global eine neue antichristliche Weltordnung (NWO = New World Order) zu errichten, die versucht ihre Verankerung über Totalkontrolle, Unterdrückung, Versklavung der Massen, Ressourcenergreifung und Bevölkerungsreduktionsprogramme schrittweise über die herkömmlichen Machtmittel zu erreichen, hat, wie alles in der Welt, GOTT sei Dank ein Ablaufdatum. Sie wird am gegenseitigen Misstrauen seiner Agitatoren – wie immer schon – scheitern. Der Geist dieser Welt betrügt seit jeher auch die mächtigen Verführer um die ewige Seligkeit. So weit, so klar.

Spätestens nach der Wiener Wahl am 10.10.10 werden die die restriktiven Pläne, das „fast beste Gesundheitswesen“ der Welt doch noch zu „retten“ aus den ideologischen Schubladen genommen werden. Das wird sehr einfach und glatt funktionieren, denn bis heute hat ja fast niemand bemerkt, dass die Versklavung auf diesem sensiblen Gebiet des Sozialwesens durch Zwangsmitgliedschaften und Vorschreibungen von Zwangsbeiträgen schon enorm weit fortgeschritten ist. Nicht verantwortungsbewusste Mediziner, sondern schon lange in den Startlöchern scharrende „Gesundheitsökonomen“ werden die „Sanierung“ so durchführen, wie man eine bewusst marod gemachte Firma saniert, nämlich durch Streichungen, Kürzungen und Entlassungen; und von ferne lässt die Euthanasie als eine geplante Einsparungsmöglichkeit ebenfalls wieder grüßen.

Natürlich schafft nur Gesundheit die wirtschaftlichen Werte und Krankheitsförderung durch zunehmende Überlastung der Menschen vor dem Hintergrund einer maßlos begehrlichen Pharmamedizin verbraucht dieselben.

Der erste und wichtigste Schritt um uns alle aus einer zukünftigen Totalkontrolle und Totalregulation des Lebens befreien zu können wäre nun zuerst einmal nur eine Versicherungspflicht anstatt der machtpolitisch besetzten Pflichtversicherungen rigoros und mit Nachdruck direktdemokratisch einzufordern.

Aber, seit wann herrscht denn das Volk? Es hat nie geherrscht und wird in dieser Welt nie herrschen. Jedoch die Wahrheit legt die Richtschnur nach oben und sie wird uns frei machen!

Fortsetzung folgt.





Mutterliebe stärkt Kinder – auch deren Immunsystem

29 05 2010

Effekte noch nach Jahrzehnten feststellbar

pressetext austria Mai 2010

Los Angeles (pte/21.05.2010/06:10:
Die liebende Fürsorge durch Mutter oder Vater schützt ein Kind davor, dass sich Stress einer schwierigen Umgebung negativ auf die spätere Gesundheit auswirkt. Zu diesem Schluss kommen Molekularbiologen der University of California in Los Angeles http://www.ucla.edu in der Fachzeitschrift Molecular Psychiatry. „Scheinbar haben Eltern einen weit höheren Einfluss auf die Gesundheit ihrer Kinder als bisher angenommen wurde“, berichtet Studienleiter Steven Cole.

Immer wieder zeigen Forschungen, dass die enge, sichere Bindung eines Kleinkinds zu einer fixen Bezugsperson eine zentrale Rolle für die Entwicklung hat. Sie macht etwa Probleme in der Schwangerschaft wett, schützt vor späteren Verhaltensauffälligkeiten und bestimmt die emotionelle Entwicklung. Nun wurde ermittelt, inwiefern sich die frühkindliche Bindung auf das Immunsystem des Körpers auswirkt.

Nähe heilt Wunden auf Molekülebene

Eine aktuelle Studie zeigt, dass junge Frauen bei Missbrauch, Zurückweisung oder Gewalt in der Familie einen Überschuss an Entzündungsmarkern produzieren. Diese Marker sind Eiweiße, die Immunzellen beim Eindringen von Krankheitserregern den Arbeitsauftrag erteilen. Exzessiver Stress kann jedoch die Ausschalter-Gene für die Entzündungsmarker blockieren und somit zu einer chronischen Entzündung führen. Diese kommt etwa bei sozial schlechter gestellten Menschen nachweislich häufiger vor und trägt nicht zuletzt auch zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Depression und Krebs bei.

Nun konnten die Forscher ein ähnliches Phänomen bei 53 Erwachsenen mit niedrigem sozioökonomischen Status feststellen. Diejenigen, die in der Kindheit wenig Mutterliebe erfahren hatten, besaßen bei der Blutuntersuchung weit mehr solcher Marker als Testpersonen, die seit dem Kleinkindalter eine innige, warme Beziehung zur Mutter verband. „Gute Elternschaft scheint somit die Gesundheitsrisiken schlechter sozialer Umstände außer Kraft setzen zu können. Dieser Effekt dauert über Jahrzehnte und zeigt sich sogar auf Ebene der Gene“, so Studienleiter Cole.

Erfahrung bestimmt Reaktion des Körpers

Die Wissenschaftler betonen, dass weder Gewalt in der Familie noch die Zurückweisung durch die Eltern einen Menschen automatisch krank machen. „Allerdings bestimmen alle frühen Erfahrungen die Reaktion des Körpers auf Stress mit“, so Cole. Die Forscher wollen nun eine Checkliste erstellen, die neben der Kindeserziehung auch noch weitere Risikofaktoren für Entzündungsreaktion des Körpers aufzeigt. Diese könnte in Zukunft bei der ärztlichen Behandlung berücksichtigt werden.

Originalstudie HIER ….

Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Johannes Pernsteiner
email: pernsteiner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-316

Original auf pressetext austria im Mai 2010 …





Erst ein Embryon, jetzt ein Bakterium

24 05 2010

Das künstliche Erschaffen von Erbinformationen

von Dennis Riehle

Es wurde gefeiert wie eine Weltsensation: Im April verkündeten Forscher zunächst, aus den Erbinformationen von drei Erwachsenen das Erbgut für einen Embryonen zusammengestellt zu haben, welcher ein Durchbruch auf dem Weg hin zum Ausschluss von genetischen Erkrankungen bereits im Vorhinein der Entstehung des Lebens darstellen würde. Hier ging es explizit um die Gewissheit, Schwächen der Mitochondrien, dem Motor des menschlichen Energiestoffwechsels, von Beginn an keine Chance zu geben.

Welch eine Wundervorstellung! Denkt man an diesem Beispiel weiter, kommt zukünftig jeder Mensch gesund auf die Welt – und bleibt es wahrscheinlich auch! Ein Traum für ein Leben ohne Leid, ohne Schmerz und ohne Krankheit. Und nicht nur das: Mittlerweile benötigen die Wissenschaftler nicht einmal mehr die Vorlage der Erwachsenen. Rund einen Monat nach der ersten Sensation folgte nun die noch viel größere:

Erstmals ist es gelungen, Erbinformationen, die denen eines natürlichen Lebewesens, ja, gar denen eines Menschen ähnlich, wenn nicht sogar identisch sind, künstlich zu erzeugen. In einem Bakterium wurde das Erbgut gezüchtet – und damit die Steilvorlage für die Kreation von Zellen, DNA und einem irgendwann kompletten Körper gelegt.

Was soll ich sagen, der ich heute mit einer Erkrankung der Mitochondrien konfrontiert bin? Muskeln, die wegen einer zu langsamen Verstoffwechselung und Bereitstellung von Energie täglich schmerzen, taub und lahm werden und mir manchen Tag zu einem dunklen und finsteren Moment verkommen lassen? Ja, zunächst war es doch ein wenig Freude, ich gebe es zu. Eine menschliche Freude, die sicher vollkommen natürlich ist. Ist mit ihr doch die Hoffnung verbunden, dass – zwar, wenn auch nicht mehr mir, weil meine Genetik vorbestimmt ist, dafür aber denen, die nach mir auf diese Welt kommen werden – in Zukunft junge Menschen nicht mehr alle Untersuchungen, alle Therapien und all die Herausforderungen auf sich nehmen müssen, wie es neben mir Millionen andere derzeit tun.

Und doch kam plötzlich die Angst: Eine Welt, auf der nicht mehr Menschen aus natürlicher Zeugung, sondern aus dem Gutdünken und der Tagesstimmung eines Forschers leben und so geschaffen wurden, wie Eltern es sich wünschen. Ja, dann bekommt der Begriff des „Wunschkindes“ ganz neue Bedeutung. Und man stelle sich vor: Kinder wurden dann geschaffen. Im Labor, am Schreibtisch, in Pipetten. Bisher übernahm das Gott, er hatte einen Plan, eine Vision, wie er uns machen möchte und was er mit uns vorhat. Und alsbald soll diese Allmacht in die Hände einiger Wissenschaftler fallen?

Nicht nur die Vorstellung, dass über die wahllose Zusammenstellung der Erbinformationen schlussendlich nicht nur der Ausschluss von Krankheiten möglich sein wird, sondern auch die Schaffung des Menschen mit all seinen Einzelheiten, Persönlichkeit, Körpermerkmale – ein Gedanke, der zum Schaudern anregt. Wie schnell würde das Geschenk des Geheimnisses vergehen? Die Geburt würde nicht mehr zum Augenblick des Staunens, sondern zum Moment des ohnehin erwarteten und vorprogrammierten auf die Welt Kommens eines Kindes, das maßgeschneidert wurde.

Ist bei dieser Perspektive, irgendwann aus Models zu bestehen, aus kantenlosen Geschöpfen, die sich vor lauter Perfektion ihrer eigenen Schwäche nicht mehr sicher wären, einer Menschheit aus Arroganz, einem Wettbewerb um die besseren, schöneren und glanzvolleren Eigenschaften, einem Miteinander, das aus Neid, Egoismus und dem Drang, seine Nachkommen nach eigenem Willen vorherbestimmt und nicht mehr dem Schicksal eines neutralen, eines unparteiischen Machers des Lebens überlassend, besteht, nicht die Vorstellung eine bessere, auch bei noch so schwerem Eingestehen so manches Leid doch zu ertragen?

Stelle ich mir die Waage der Entscheidung vor – auf der einen Seite das Laster von Schmerz und Lied, auf der anderen die Vision der vom Menschen designten Welt – so muss ich mich in meiner Verantwortung für das, was ich in meiner Lebenszeit mitbestimmen kann, dafür aussprechen, lieber Erkrankung zu erdulden, statt mit der Schuld irgendwann von der Erde zu gehen, die Zeit nach mir durch einige wenige Mitgeschöpfe bestimmen und damit eventuell in eine Kälte aus Unmenschlichkeit und in einen Kampf um die ideale Gestaltung der Lebewesen verkommen zu lassen.

Ohnehin: Woran soll der zukünftig vom Lied befreite Mensch reifen, wenn er nicht die Tiefen und Täler des Lebens durchschreiten kann? Auch wenn die Ungerechtigkeit der Verteilung von Schicksal und Last in dieser Welt immer wieder zum Himmel schreit, wäre sie ohne das persönliche Erleben von Dunkelheit leer von Weisheit und Einfühlsamkeit. Leid, der Anstoß zum Überdenken der eigenen Situation, der Impuls zur Dankbarkeit und der Beginn möglicher Umkehr, ist notwendig, um dem Menschen Gefühle und Reflexion zu geben.

Ja, Forscher haben sich nicht nur gewagt, das Territorium Gottes zu betreten und damit in eine Ordnung der Welt einzugreifen, die unser Miteinander im Ausgleich hält, sondern sind offenkundig auch bereit, die Menschheit einer Eigenschaft zu berauben, die schmerzlich zu dulden, aber unumgänglich zum Lernen ist: Leid und Schmerz sind nicht etwas, was weg zu forschen ist. Sie sind Bestandteil eines natürlichen Auf und Ab, das Persönlichkeit und Charakter prägt – dafür braucht es nicht die Phantasie der Wissenschaft.





Das wahre Gesicht der Anti-Baby-Pille

21 05 2010

Dr. Gabriele Marx wurde 1951 in Dresden geboren und arbeitet seit über 30 Jahren als Frauenärztin. Inzwischen ist sie überzeugt: „Die Einnahme der Antibabypille stellt eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar.“ Ja, sie spricht sogar vom „tödlichen Risiko“ und verschreibt inzwischen keine Pille mehr. Der Weg zum wahren Glück bestehe nicht darin, die Fruchtbarkeit mit Hormonen zu bekämpfen, sondern seine „Sexualität verantwortungsbewusst und im Einklang mit der Natur zu leben“.

Dass die evangelische Theologin Margot Käßmann am 13. Mai 2010 ausgerechnet im katholischen Münchner Liebfrauendom die Pille als „Geschenk Gottes“ bezeichnet hat, lässt sich an Dreistigkeit kaum überbieten. Unbekümmert charakterisierte sie die Pille als Hilfe zu einer „Liebe ohne Angst“ und zu einer „verantwortlichen Elternschaft“, als ob es der katholischen Kirche gerade um diese Werte nicht gehe.

Kurz zuvor hatte die nordische Bischofskonferenz, welche die Bistümer der Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden umfasst, ein deutliches Plädoyer für die weitsichtige Lehre der Kirche in der Enzyklika „Humanae Vitae“ abgelegt. In ihrem gemeinsamen Hirtenwort zum Familienkongress vom 14. bis 16. Mai im schwedischen Jönköping betonen die Bischöfe „die menschliche Sexualität“ als „Ausdruck der gegenseitigen Liebe und Hingabe zwischen den Ehepartnern“ sowie „die Hinordnung der Sexualität auf die Zeugung neuen Lebens“.

Gastbeitrag von Gabriele Marx

Seit 1980 bin ich Frauenärztin. So, wie das für viele junge Frauenärzte üblich war, habe ich zu Beginn meiner Tätigkeit künstliche Verhütungsmittel verschrieben, bis ich in meiner Praxis einige schwere Zwischenfälle erlebte. Eine 35 Jahre alte Frau hatte zweimal hintereinander einen schweren Schlaganfall erlitten. Eine 17jährige Sportlerin nahm die Pille nur zur Zyklusregulation. Folge: Halbseitige Lähmung nach schwerem Schlaganfall. Eine 25jährige erlitt einen Herzinfarkt. Drei Fälle, relativ schnell hintereinander. Wenn man die Beschreibung der Nebenwirkungen von Medikamenten auf Beipackzetteln liest, dann ist das eindrücklich, jedoch längst nicht so eindrücklich, wie wenn man einen solchen Fall in der Praxis hat.

Viele Nebenwirkungen

Ich war erschüttert. Ich schaute genauer hin und begann, mit den Frauen über ihre Zufriedenheit zu sprechen. Ich erkannte sehr schnell, dass die Frauen im Grunde genommen nur hilflos waren. Sie waren auf Verhütung aus und wussten keine anderen Mittel als die Pille, in der Annahme, das sei das kleinste Übel. Meine Skrupel wuchsen unermesslich, als ich realisierte, dass die Pille kein reiner Eisprungshemmer, sondern gar nicht selten ein Frühabtreibungsmittel ist.

Ein holländisches Forschungsergebnis der Universität Utrecht ermittelte ca. 30% Eisprünge bei den heute gängigen Hormonpräparaten. Diese Eier werden zu ca. 10% befruchtet und können sich nicht in der Gebärmutter einnisten, weil die nährende Schleimhaut fehlt. Diese wird unter der Pille nicht aufgebaut, was als zusätzlicher Sicherheitsfaktor gilt. Somit wirkt die Pille zu einem gewissen Grade frühabtreibend!

Damit begann meine kritische Auseinandersetzung mit der Verhütung allgemein: Ich riet den Frauen von der Pille ab und klärte intensiv über die Nebenwirkungen auf. Als ich 1991 meine eigene Praxis eröffnete, verschrieb ich die Pille nicht mehr.

Die Risiken und Nebenwirkungen der Pille sind nicht geheim. Sie sind veröffentlicht. Es ist daher kaum zu verstehen, warum Ärzte Hormone zur Verhütung empfehlen und die Frauen über die Nebenwirkungen im Unklaren lassen. Viele Frauen, die zu mir kommen, sagen: »Warum sind Sie die einzige, die darüber spricht?« Eine Erhebung unter 401 in Brandenburg tätigen Ärztinnen (veröffentlicht in der Zeitung für klinische Medizin) hat ergeben, dass die Ärztinnen selbst kaum mit der Pille verhüten, ganz im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung!

Auch in niedrigstmöglicher Dosierung bleiben Pillen ein hochpotentes Hormon, das dem Cortison ähnlich ist. Wissenschaftliche Studien ergeben 20 Todesfälle auf 100.000 Anwenderinnen.

Der Cholesterin-Senker Lipobay wurde am 08.08.2001 von der Firma Bayer freiwillig vom Markt genommen. Denn unter diesem Medikament gab es 0,2 Todesfälle je 100.000 Anwender! Nun ist Lipobay im Gegensatz zur Pille ein Arzneimittel für Kranke. Bei der Pille geht es dagegen um Todesfälle bei gesunden Frauen! Eine medizinisch ziemlich einmalige Tatsache.

Schlaganfall und Infarkt

Woher kommt das hohe Schlaganfall- und Infarktrisiko bei Einnahme der Pille? Die Pille gaukelt durch hohe Hormongaben dem Körper vor, eine Schwangerschaft sei eingetreten. Jetzt sorgt der Körper für schnelle Blutgerinnung. Bei der Geburt und Nachgeburt ist das wichtig, damit Blutungen rasch aufhören. Geschieht dies jedoch über Jahre hinweg, so werden die Wände der Blutgefäße porös. Es können Blutgerinnsel entstehen, die sich lösen und Blutgefäße verstopfen können. Es kommt zur Embolie oder zum Infarkt. Das kann sich in der Lunge, im Gehirn oder in anderen Organen ereignen. Die Augen können betroffen sein oder auch der Darmbereich. Das Risiko besteht unabhängig vom Alter und der Gesundheit der Frau (lediglich Übergewicht stellt immer ein besonderes Risiko dar).

Es gibt Alternativen

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Pille 2005 als krebserregend bezüglich Brust-, Leber- und Muttermundkrebs definiert. Eine weitere Folge ist die Zunahme der Sterilität. Denn die künstliche Hormongabe mit der Pille führt zur kompletten Einstellung der körpereigenen Produktion der weiblichen Hormone zur Fortpflanzung. Wird die Pille abgesetzt, weiß der Körper lange nicht, wie er damit umgeht. Weitere Folgen können Leberschäden, erhöhte Anfälligkeit für Geschlechtskrankheiten, Depressionen, Libidoverlust, Kopfschmerzen, Migräne, Haut- und Augenerkrankungen und mehr sein, auf die ich hier aus Platzgründen nicht eingehen kann.

Sehr viele Zwischenfälle werden nicht gemeldet. Experten schätzen die Dunkelziffer auf 80%. Denn es ist mühsam, viele Fragebögen auszufüllen und Nachweise zu führen, dass die jeweilige Erkrankung mit der Einnahme der Pille zusammenhängt. Doch die Pille umgibt der Mythos, das absolut sicherste Nachwuchsverhinderungsmittel zu sein. Ein falscher Mythos. Die theoretische Sicherheit bei der Pille liegt je nach Präparat zwischen 0,2 und 4,3 Schwangerschaften auf 100 Frauen, die ein Jahr lang mit der Pille verhüten. Bei der natürlichen Methode liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1,5 bis 4,1. Die Sicherheit ist also vergleichbar mit der der Pille. Die praktische Sicherheit (Anwendungssicherheit) der Pille ist noch deutlich geringer, gerade bei Jugendlichen. Die Ursachen: Pille vergessen, Antibiotika-Einnahme, Zeitunsicherheit bei der Einnahme usw… Und es ist erwiesen, dass gerade bei durch Versagen der Pille verursachten Schwangerschaften mit besonderer Härte der Abtreibungswunsch folgt.

Dennoch verschreiben Frauenärzte den jungen Mädchen die Pille, zunächst zur »Zyklusregulierung«, dann »sicherheitshalber«, falls sie mal einen Freund haben. Im Ernstfall haben sie dann weder Mut noch Motivation, »Nein« zu sagen. Angesichts der Risiken, Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen völlig unverständlich! Fruchtbarkeit, Weiblichkeit und Mütterlichkeit gehören zur Frau. Sie mittels Hormone wie eine Krankheit zu bekämpfen, ist der falsche Weg. Mich jedenfalls hat das Elend der Frauen und der Jugend veranlasst, keine Anti-Baby-Pille mehr zu verschreiben, sondern Jugendliche und Erwachsene einzuladen auf den Weg zum wahren Glück – indem sie verantwortungsbewusst und im Einklang mit der Natur leben.

Anmerkung:

Das beachtenswerte Zeugnis von Dr. Gabriele Marx wurde erstmals im Januar 2010 in „Der Durchblick“, Nr. 67, veröffentlicht.





Die Kinder, die wir waren_glückliche Kindheit_starke Erwachsene

8 05 2010

Ich möchte mit diesem Beitrag auf einen Beitrag in einem „Gesundheitsmagazin“ hinweisen.

Kindheit erscheint uns oft als ein Paradies, das wir als Erwachsene verloren haben.
Tatsächlich werden in den ersten Lebensjahren die Weichen gestellt,
ob wir als Erwachsene glücklich oder unglücklich sind.

Der ganze Artikel ist hier zu lesen:

Resilienz_Die Kinder, die wir waren_Gesundheitsmagazin

Siehe auch:

Glückliche Kinder sind kein Zufall – VFA Deutschland
Dr. Hellbrügge – ein Leben für die Kinder
Renaissance der Mütter – Ja zum Leben/von Christa Meves
Kinder als Geschenk – und neues Selbstbewußtsein der Mütter





Argumente in der Homo-Debatte

24 04 2010

Argumente in der Homo-Debatte,
Vision 2000 2/2010

Widerlegung gängiger Behauptungen

Behauptung: Homosexualität ist genetisch bedingt. Homosexuelle werden eben so geboren.
Trotz intensiver wissenschaftlicher Forschungen gelang es nicht, einen genetischen Ursprung für Homosexualität zu beweisen. Auch die Untersuchung des Verhaltens von Zwillingen deutet nicht auf eine Erbanlage hin. Neil Whitehead, Biochemiker, faßt in My Genes Made Me Do It! A Scientific Look at Sexual Orientation (1999) den Stand des Wissens zusammen: „Homosexualität ist nicht angeboren, nicht genetisch diktiert und nicht unabänderlich.“

Homosexuelle können ihr Verhalten nicht ändern.
Dazu ein Zitat: „Einige Therapeuten haben sich schriftlich ausführlich über die positiven Ergebnisse der Therapie für gleichgeschlechtliche Veranlagung geäußert. (…) Besprechungen der Behandlung für ungewünschte gleichgeschlechtliche Veranlagungen zeigen, daß sie genauso erfolgreich ist wie die Behandlung für ähnliche psychologische Probleme: Etwa 30% erleben eine Befreiung von den Symptomen und weitere 30% erfahren eine Besserung“ (Homosexuality and Hope). Und Robert Spitzer, Mitverantwortlich für die Streichung der Homosexualität aus der Liste der psychischen Erkrankungen 1973 (siehe Seite 11) nach eingehendem Studium im Jahr 2000: „Ich bin überzeugt, daß viele Menschen beträchtliche Erfolge erzielt haben, um heterosexuell zu werden (…) Das hat Nachrichtenwert (…) Ich begann diese Studie als Skeptiker. Jetzt behaupte ich, daß diese Veränderungen durchgehalten werden können.“

„Gleiches Recht für gleiche Liebe“.
Mit diesem Schlagwort wird die staatliche Anerkennung homosexueller Verbindungen gefordert. Im Zusammenhang mit dieser Behauptung ist zu klären, warum der Staat die Ehe mit besonderen Rechten ausstattet. Der Grund: Weil sie der privilegierte Ort der Fortpflanzung ist. Die lebenslange Verbindung von Frau und Mann ist das ideale Umfeld für die Entwicklung des Kindes zum psychisch und physisch gesunden Erwachsenen. Um ein Schlagwort der „Grünen“ zu verwenden: Die Ehe ist der Raum „artgerechter Haltung“ des Menschen. Der Slogan „Gleiches Recht für gleiche Liebe“ verdunkelt diese Tatsache und lenkt den Blick auf die Emotion, die keinerlei öffentliche Bedeutung hat. Der Staat begünstigt die Ehe unabhängig von der Gefühlslage der Partner.

Die „Homo-Ehe“ schadet der Ehe nicht, beide können koexistieren.
Die Anerkennung der „Homo-Ehe“ zerstört den Begriff Ehe, weil deren Wesen, nämlich eine fruchtbare Verbindung von Mann und Frau zu sein, verdunkelt wird. Der Begriff Ehe wird im Kern verändert: Er wird zum Zusammenschluß beliebiger Personen zum Zweck des Austauschs sexuell erregender Handlungen.
Die Kirche erlaubt unfruchtbaren Menschen zu heiraten, also kann sie dieses Recht Homosexuellen nicht verwehren.
In der Ehe eines unfruchtbaren Paares wird der Akt des Geschlechtsverkehrs gesetzt, der an und für sich die Möglichkeit einer Zeugung birgt – auch wenn diese aus bestimmten biologischen oder psychischen Bedingungen verhindert wird. Bei Homosexuellen ist die sexuelle Aktivität von Natur aus und grundsätzlich unfruchtbar.

Die Ablehnung der Kirche ist Ausdruck ihres Homosexuellen -Hasses.
Christen werden in jeder einschlägigen kirchlichen Äußerung dazu aufgefordert, zwischen den Personen und deren Tun zu unterscheiden. Wie jeder andere Mensch auch ist der homosexuelle Mensch liebenswert. Jesus Christus ist für alle am Kreuz gestorben, Er will alle retten. Eben deswegen ist es so wichtig, homosexuelles Tun als sündhaft zu bezeichnen, um den Betroffenen die Chance für eine Umkehr zu eröffnen. Lieblos wäre es, ihr Tun zu rechtfertigen.

Homosexuellen die Ehe vorzuenthalten ist diskriminierend.
Die Ehe ist die Verbindung eines Mannes mit einer Frau, wobei beide ehefähig sein müssen. Jeder andere Zusammenschluß (Mann + Mann, Frau + Frau, Mann + Säugling, Frau + Kleinkind, Mensch mit Hund…) ist eben keine Ehe. Dies festzuhalten ist eine Klarstellung dessen, was der Begriff Ehe bezeichnet und keineswegs eine Diskriminierung von Verbindungen, die nun einmal keine Ehe sind.

Homosexuelle Liebe ist genauso lebensträchtig wie jede andere Liebe.
Um das zu beurteilen ist es gut, einige Merkmale homosexueller Beziehungen aufzuzeigen: Die Promiskuität (insbesondere unter männlichen) Homosexuellen ist weit überdurchschnittlich hoch. Partnertausch gehört zum Lebensstil. Auch in relativ stabilen Beziehungen kommt es häufigen sexuellen Beziehungen mit Außenstehenden. Die Ergebnisse von Befragungen sind unterschiedlich, legen aber nahe, daß für Homosexuelle 100 bis 500 Sexualpartner gehabt zu haben – sehr oft handelt es sich um Personen, die einander gänzlich fremd sind –, nicht außergewöhnlich ist.
Daß dies ein belastender Lebensstil ist, zeigen folgende Daten: Homosexuelle sind weit überdurchschnittlich von Geschlechtskrankheiten und Aids betroffen. Drei von vier lesbischen Frauen sind in psychotherapeutischer Behandlung, homosexuelle Männer sind sechsmal selbstmordanfälliger als heterosexuelle. Weitverbreitet ist unter ihnen der Alkoholismus und der Drogenmißbrauch. Ihre Lebenserwartung ist erheblich reduziert. Kinder aus homosexuellen Partnerschaften sind erheblich öfter sexuellen Übergriffen der Betreuungspersonen ausgesetzt (siehe auch die Homepage von „Exodus“, die Homosexuellen hilft, von ihrer Lebensform loszukommen: www.exodusglobalalliance.org/ishomosexualityhealthyp60.php)
Es gibt das Menschenrecht, eine Ehe zu schließen. Dieses darf man niemandem verwehren.
Es stimmt, dass es ein Menschenrecht ist, eine Ehe einzugehen, nach freiem Entschluß. Aber das gilt allerdings nur insofern, als es sich um einen Zusammenschluß von Mann und Frau im Hinblick auf Nachkommenschaft handelt. Alle anderen Formen des Zusammenlebens haben ausreichende zivilrechtliche Möglichkeiten, ihre Beziehungen rechtlich zu gestalten.

Darf es keine Liebe zwischen Personen des gleichen Geschlechts geben?
Selbstverständlich darf es sie geben. Ja, sie soll es sogar geben. Aber sie hat sich geeigneter Ausdrucksformen zu bedienen. Dabei muß eine solche freundschaftliche Liebe keineswegs auf körperliche Zeichen der Zuneigung verzichten. Diese drücken dann die bestehende geistige Nähe körperlich aus (durch Umarmung z.B), zielen aber keineswegs auf sexuelle Erregung ab. Denn diese ist der Beziehung von Mann und Frau vorbehalten und sie hat ihre Wurzeln im naturgegebenen, auf Ergänzung und Fortpflanzung ausgerichteten Spannungsverhältnis der Geschlechter. „Homosexuelle Liebe“ ist fundamental selbstbezogen, wie der niederländische Psychologe Gerard van den Aardweg, ein Experte zum Thema Homosexualität feststellt: „Der Begriff neurotisch beschreibt solche Beziehungen sehr gut. Er hebt den Egozentrismus der Beziehung hervor; Das Suchen von Aufmerksamkeit anstatt des Liebens.“
Man darf homosexuellen Paaren die Adoption von Kindern nicht vorenthalten.

Christl Vonholdt führt
(siehe
Vision 2000 Ausgabe 2/2010 – Inhalt – Als Ideologie die Wissenschaft besiegte
wichtige Gründe dagegen auf:

– Jedes Kind hat ein Recht auf Mutter und Vater. In der Struktur einer homosexuellen „Familie“ wird dieses Recht dem Kind geplant und bewußt verwehrt.
– Ein Kind, das in dem Bewußtsein aufwächst, seine beiden Eltern seien zwei Frauen oder zwei Männer, wird in seinem Wissen um seinen zweigeschlechtlichen Ursprung manipuliert. Das wird sich negativ auf seine Identitätsbildung auswirken.
– Verschiedenheit ist immer ein größerer Entwicklungsanreiz als Gleichheit. Die Forschung der letzten 40 Jahre zeigt über?einstimmend, daß Mutter und Vater geschlechtsabhängig Verschiedenes in die Entwicklung der Kinder einbringen. Ein Kind, das bei einem homosexuell lebenden Männer- oder Frauenpaar lebt, ist daher von vornherein in seinen Entwicklungsmöglichkeiten benachteiligt.
– Es gibt erhebliche Lebensstilunterschiede zwischen homosexuell und heterosexuell lebenden Paaren. Statistisch gesehen ist die Promiskuität bei homosexuell lebenden Männern deutlich höher als in einer üblichen Vater-Mutter-Beziehung. Das wirkt sich destruktiv auf die Bindungsbedürfnisse von Kindern aus.
– Die allermeisten Studien, die eine angebliche Gleichheit von homosexueller mit heterosexueller Elternschaft behaupten, haben gravierende methodische Mängel.
– Für die lesbisch lebende Frau ist es kennzeichnend, daß sie den Mann und das Männliche in der Nähebeziehung nicht haben will oder haben kann. Dies wird sich erschwerend und hemmend auf die männliche Identitätsentwicklung von Jungen auswirken.
– Für das Mädchen ist der Vater das wichtigste Rollenvorbild dafür, was es selbst einmal von einem Mann erwarten kann. Studien zeigen: Adoleszente Mäd?chen, die ohne Vater aufgewachsen sind, haben größere Nähe-Distanzprobleme zu gleichaltrigen Jungen und werden häufiger ungewollt schwanger.

Weiter im Original auf

Vision 2000 Ausgabe 2/2010 – Inhalt – Argumente in der Homo-Debatte

Siehe auch:

10 Gründe gegen Adoptionsrecht

Homo-Ehe–> Witwenrente –> Adoption –> ???





Wertebewusstsein und die Sollbruchstelle Vertrauen

30 03 2010

Im Wort „Vertrauen“ steckt der Begriff „Treue“. Die Worte Selbstvertrauen, gegenseitiges Vertrauen in einen treuen Freund bis hin zur Trauung von Mann und Frau, als einem gegenseitigen Lebensversprechen zum einander vertraut werden, zeigen deren große und grundlegende gesellschaftliche Bedeutung.

Wenn der Begriff „Wahrheit“ über seine beiden Grundeigenschaften, nämlich der Dauerhaftigkeit und der Allgemeingültigkeit, die allesamt nur aus einer inneren Reinheit und Harmonie heraus entstehen, zu definieren wäre, so kann man diesen wahren, bewährten, immerwährenden usw. Inhalten eben in dem Sinn vertrauen, als dass diese einen dauerhaften Wert besitzen. Man kann sich dann darauf verlassen.

Vertrauen kann nur langsam durch Anständigkeit, Redlichkeit, Qualität und Beständigkeit über eine solche Art von Glaubwürdigkeit und ständigem guten Willen erworben werden. Das ist mühsam, kostet Mühe und ist daher entsprechend kostbar!

Nimmt man von vornherein Sauberkeit, Verlässlichkeit oder Stabilität an, weil es möglicherweise versprochen worden ist, muss aber alsbald erkennen, dass sich hinter einer derartigen Fassade nur Fäulnis und Verfall verbirgt, so wird eine Täuschung offenbar und die Aufhebung derselben ist dann die Ent-täuschung.

Ins Unendliche gedacht würden die Begriffe „dauerhaft“ und „allgemeingültig“ unerfassbar, weil sie sich zu „ewig“ und „allgegenwärtig“, zu den sich allem Messbaren entziehenden Attributen GOTTES ausdehnen. Die Ewige Wahrheit ist demnach auch über alle Maßen vertrauenswürdig. So heißt dem Glaubenden auch das treffende lateinische Wort „credere“, was von „cor dare“ – das Herz, also das Vertrauen schenken – kommt und nicht „putare“, also für richtig, stimmend halten, was demnach nur verstandesmäßig vom Weltlichen her begrenzend erfassbar wäre. „Credo“ weist über die vertrauende Liebe somit über das Endliche hinaus – so zu sagen ins Ewige, Unendliche.

Sieht man von allen globalen Vertrauenszusammenbrüchen in den Wirtschaftsgefügen, am Finanzsektor, in den ideologischen und politischen Gefügen vorerst ab um es letztlich auf den inhaltlichen Punkt der öffentlichen Krankenversorgung zu bringen, so wird diese angedeutete Bruchlinie schon deutlicher erkennbar. Nichts wird derzeit medial ausgelassen, was nicht die Vertrauensbeziehung der Patienten zu deren Ärzten schwächen könnte. Der Hausarzt als eine letzte Bastion wird jetzt abgetragen und zu einem völlig von den diversen Kontrollsystemen (= Sozialversicherungen, „Gesundheitspolitik“, Wirtschafts- und Finanzwesen usw.) abhängigen „Gatekeeper“ des Krankenversorgungswesens umfunktioniert. Eine standardisierte „evidance based medicine“, eine „Pharmamedizin“ soll dem menschlichen Bedarf gerecht werden???

Über eine ELGA= elektronische Gesundheitsakte möglichst vom ersten bis zum letzten Herzschlag, welche derzeit europaweit über jeden von uns angelegt wird, und über privatwirtschaftliche Spitalsholdings, welche die gewonnenen Daten unter politischer Oberhoheit und hochfinanziell vorgegebener Steuerung nutzen, werden derzeit „sozial“ motivierbare Einsparungspotenziale von Behandlungsrestriktionen bis hin zur Euthanasie gezielt intendiert. Hier wird ganz klar aus dem Sozialversorgungswesen ein Spitzel- und Machtinstrument konstruiert und der Schwache und Kranke zum Ausbeutungsobjekt gemacht.

Das daraus entstehende Vertrauensdefizit auch in die Rechtsstaatlichkeit wird durch ausufernde Kontrolle, Einschüchterung und Bedrohung bis hin förmlich zu einem definitiven Zustand der Versklavung getrieben. Aber es ist auch der Zusammenbruch dieser globalen Fehlentwicklung vorhersehbar. Sie geht an den geistigen Lebensvoraussetzungen vorbei.

Mit „Werten“ ist es in der Gesellschaft nun oft so wie mit dem Salz in der Suppe – sie werden meist erst erkannt, wenn man sie nicht mehr hat!

Der Turmbau zu Babylon ist am gegenseitigen Vertrauensverlust deshalb gescheitert, weil jeder in diesen Systemen der Erste, der Mächtigste und Stärkste sein wollte, was zwingend zum gegenseitigen Misstrauen und zum hinterhältigen Machtkampf um die Ressourcen führen musste! Man konnte sich vermutlich zwar noch verstehen, aber einander nicht mehr glauben.

Berechtigtes Vertrauen ist also letztlich unendlich mal besser als Totalkontrolle! Lassen wir Lenin in seinem Mausoleum und glauben wir doch auch heute wieder im österlichen Geist vertrauend an Unseren auferstandenen Herrn Jesus Christus, dem König der Könige und Herrn der Herren, dem Geber aller dauerhaften und vertrauenswürdigen Werte!





Gesundheitssystem in Bedrängnis – Eigenkompetenz gefragt

28 02 2010

Insider wissen, dass nach der Wiener Gemeinderatswahl heuer im Herbst grausliche Restriktionen in der Krankenversorgung auf uns alle zukommen. Man liest und hört dazu, dass gesundheitliche Vorsorge oder Vorbeugung dem absichtlich äußerst marod gemachten „besten aller Gesundheitssysteme“ gut täte, indes aber die Köpfe vieler Menschen bereits höchst schmerzvoll vor Sorge um ihre Zukunft und ihre Gesundheit tief gebeugt sind. Echt wirksame Vorsorge heißt jedoch vielfach Eigenkompetenz!

Das derzeit betriebene so genannte Sozialversorgungswesen soll also eigentlich nur abhängig machen. Das aber ist keine Frage von Politik oder irgendeiner Ideologie, sondern rein die einer Machtergreifung hin zur NWO (New World Order) mit globaler Versklavung, Kontrolle der Ressourcen durch eine selbst ernannte Weltelite und brutaler Reduktion der Weltbevölkerung über diverse bereits gut eingerichtete Schienen. Derzeit ist – siehe auch Amerika – die Sozialversorgung ein besonders begehrter Leckerbissen der skrupellosen Weltmachtbegehrer. Egal wer dort „gewinnt“ – der Chip lässt in jedem Fall grüßen und in nicht allzu weiter Ferne winkt wieder – und das auch hier bei uns- das unwerte Leben. Gespielt wird auch dort, wie immer, das alte Spiel von These – Antithese – Synthese!

Ein aktuelles, praktisches und vielleicht für einige hilfreiches Beispiel:

Kürzlich wurde im Fernsehen ein neues Migränemittel in Form von Tabletten vorgestellt. Es wurde zwar nicht näher bezeichnet, aber es sollte im Anfall besser als die heute gängigen Migränemittel helfen. Man wüsste zwar nicht genau, woher dieses Leiden käme, aber schon, dass es mit „Stress“ zusammenhängen sollte und auch noch andere Faktoren sicher eine Rolle spielten. Von einer nachhaltigeren Wirkung sei man allerdings derzeit noch einigermaßen weit entfernt. Und dass im Anfall die Tabletten zumeist sofort wieder erbrochen werden, wurde auch nicht gesagt.

Abgesehen von dieser Sichtweise und diesen Aussagen ist dem ganzheitlich gebildeten Mediziner die Ursache der Migräne heute wesentlich klarer. Man studiere dazu nur die Arbeiten von Doz. Dr. Otto Bergsmann über den fortgeleiteten Schmerz und die Projektionszonen, die in nervlich – muskulär – bindegewebigen reflektorischen Komplexen ihren deletären Ursprung haben, um zu verstehen, dass der Ausgangspunkt im Magen- Darmbereich zu suchen ist (- ein alter Medizinerspruch besagt dazu, dass der Kopf „der Rauchfang des Magens“ ist). Demnach muss die Behandlung auch immer dort ansetzen. Dass dieser Verdauungsbereich bei bedrohlicher Dauerüberlastung ganz besonders leidet, liegt im Sinn und Wesen der Urregulationen fast aller höheren Organismen. Alles das nämlich dient im Animalischen gezielt der Lebenserhaltung – individuell und nachgeordnet auch der Art!

Und genau hier gibt es ein wunderbares, nachhaltig gut wirksames naturheilkundliches Mittel, das, freilich auch zusätzlich zu einer möglichst anzustrebenden psycho- vegetativen Entlastung und einer geringfügigen Umstellung im Essverhalten, völlig nebenwirkungsfrei angewendet werden kann, und das ist eine Bärwurz- Birn- Honigkur nach Hildegard von Bingen. Im originalen Text heißt es: „- und das ist ein köstliches Latwerge (= Mus), köstlicher als Gold und wertvoller als reinstes Gold, weil es die Migräne wegnimmt und es reinigt den Menschen innerlich, wie wenn man einen Topf mit einem Lappen von Schmutz reinigt…!“ Eine ganz milde abführende Wirkung sollte hier doch wohl auch in Kauf genommen werden.

Nachträglich angehängt findet sich eine Anwendungsanleitung. Die Quelle dazu stammt aus der „Physica“ von Hildegard von Bingen unter: Pflanzen und Bäume – Bärwurz.

(Bei den bisherigen Anwendungen konnte von mir kein einziger Therapieversager beobachtet werden – Anm. des Autors – Ein Versuch lohnt sich daher allemal!)

Wer weiß, was ein echter Migräneanfall mit tagelangen pulsierenden ein- oder auch beidseitigen Kopfschmerzen, mit Erbrechen und Lichtempfindlichkeit, was nur in abgedunkelten und ruhigen Räumen ertragen werden kann, bedeutet, kann sich nur wundern, dass aus reinen Macht- und Geschäftüberlegungen ein so altes und so nützliches Wissen medizinisch, pharmazeutisch und auch medial rigoros derart infam unterdrückt wird.

Wo bleiben auch hier die so genannten „Ethikkommissionen“ und wo findet sich die viel gerühmte ärztliche Verantwortung???

Anhang dazu:

Die Birnhonigkur

nach Hildegard v. B.

1 kg Birnen entkernen und in Wasser weich kochen (= 10 – 15 min).

Wasser wegschütten und die Birnen zerrühren = Mus machen.

1 Esslöffel Honig mäßig erwärmen („verflüssigen“).

1 gestrichenen Teelöffel Bärwurz- Birnhonigpulver – keinesfalls mehr – in den Honig einrühren.

Den Honig nun mit dem Birnenmus kräftig verrühren.

Das Mus in ein Glas füllen und im Gemüsefach aufbewahren.

Dosierung:

  1. 1 Teelöffel in der Früh nüchtern
  2. 2 Teel. Nach dem Mittagessen
  3. 3 Teel. Abends „im Bett“ (- als Letztes vor dem Zähneputzen)

Dauer der kurmäßigen Anwendung: etwa 7-10 Wochen

2-3x jeweils 1kg hintereinander zubereiten – das sind etwa dann die 7 oder 10 Wochen. (1 Kg von diesem Birnenmus hält die dreieinhalb Wochen im Kühlschrank- Gemüsefach normalerweise recht gut). Bitte nur diese Dosierung beachten! Auch TypII Diabetiker können diese Kur kontrolliert durchführen, weil nicht die Glucose das ursprünglich schädigende Agens dieser Krankheit ist, sondern die Fehlverdauung zur langkettigen Zuckerverschleimung des Molekularsiebs im gesamten Bindegewebe geführt hat. Eine leichte Darmreinigung kann auch hier eher nur hilfreich sein.

Bestellmöglichkeit des Pulvers bei:

Verlag Salvator mundi – Tel: 07485 / 98 632

3292 Gaming, Kartäuserstraße 2

oder:

Helmut Posch; St. Georgen im Attg., Weinberg 23

Tel.: 07667 / 81 31





Der permanente Darmschaden als die „normale Gesundheit“?

8 01 2010

„Regelt zuerst die Sprache, dann wird sich auch der Staat regeln“ (Lao Tse)

Es wurde früher – es ist schon viele Jahre her – in den Medien öfter noch die Frage nach der Ursache der vielen angeblichen „Wohlstandserkrankungen“ gestellt. Mancherlei wurde angeführt und angeschuldigt. Die Düngemittel, die Umweltgifte, die Schwermetalle, Konservierungs- oder Färbemittel, die vielen Stoffe aus der Arbeitswelt usw., usw.. In den letzten Jahren wurden Nuklearstrahlung oder Elektrosmog mäßig engagiert in die öffentliche Diskussion gebracht um bald darauf wieder vergessen zu werden. Was bis heute aber nicht bemerkt und daher auch kaum noch angeführt wird, sind die Verdauungsgifte, die in der inneren Außenwelt des Körpers, nämlich im chronisch kranken Darm durch ein völlig naturwidriges Essverhalten, Dauerstress u. a. mehr entstehen und den Körper von dort her mit Gärungs-, Fäulnis- und sonstigen Zersetzungsprodukten so massiv überlasten, dass die Regulationskräfte des jeweiligen Organismus auf Dauer nicht mehr in der Lage sind, diese innere Schadstoffbelastung auszugleichen. Der Schnittpunkt ist dabei der Verlust der Selbstreinigungskraft der Darmschleimhaut. Hier finden sich mit Sicherheit mehr als 80% der Ursachen!

Die 3 Kardinalfehler nach Dr. F.X. Mayr, einem genialen steirischen Naturbeobachter und österreichischen Pionier auf dem Gebiet der Gesundung, sind in einem Satz gesagt:

„Wir essen zu viel, zu oft und zu hastig“.

Der Magen- Darmtrakt wird so ständig überlastet, hat kaum mehr Regenerationsphasen und erleidet Schaden; zuerst beginnt dieser an seiner unglaublich sensiblen inneren Oberfläche.

Der Magen hat eine Schleimhaut, die sich in ihrem Aufbau und mittels eines Schutzschleimes im gesunden Zustand vor der Selbstverdauung durch die eigenen Verdauungssäfte schützt. Vermindert sich die Produktion dieses Schutzschleims und/ oder wird dieser qualitativ schlechter – etwa durch ständige Unterdrückung der vegetativen Stimulation im Dauerstress (Adrenalinwirkung) – so verringert sich auch dort der Schutz vor der zersetzenden Magensäure und den Verdauungssäften (Prostaglandinwirkung). Es entstehen Gastritis und in der Folge oft auch bereits Magengeschwüre. Eine solche Dauerreizung kann zur krebsigen Entartung der ständig entzündeten Schleimhaut führen.

Im nachfolgenden Dünndarm, dessen Schleimhaut einen mikrofeinen Flimmersaum besitzt, der das Ankleben des Darminhalts („Lotuseffekt“ durch die Flimmerhärchen) verhindert und so die Selbstreinigung aufrecht erhält, führt eine Dauerüberlastung über Gärungsvorgänge (Zucker, Stärke, Zellulose bei 37° C Körper- Innentemperatur) und Fäulnisprozesse (Eiweiße) zur Schädigung dieser sensiblen Barriere, sodass der Flimmersaum durch Schwächung eben an Reinigungskraft verliert, daraufhin die notfallmäßige Ersatzreinigung durch vermehrte Schleimproduktion einsetzt und daraus vermutlich auch durch die nun einsetzende Aufnahme von reizenden Fehlverdauungsprodukten das Unterschleimhautgewebe mit einer chronisch entzündlichen Abwehrreaktion antwortet. Hier setzen hauptsächlich auch die mannigfachen Speisenunverträglichkeiten heutzutage an.

Nicht optimal aufbereiteter flüssiger Chylus (= Verdauungsschlemme) aus dem Dünndarm, der noch unverdaute oder nur teilverdaute Reste enthält, ermöglicht eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dickdarms und verursacht so vor allem ebenfalls über Gärungsvorgänge Blähungen. Entzündliche Reaktionen verändern die Durchblutung und den muskulären Kontraktionszustand des betroffenen Dickdarmabschnitts. Es gibt dabei eingangs oft Probleme im Blinddarm mit Rückwirkung auf das Endstück des Dünndarms. Vor allem aber entstehen am absteigenden Bereich des Dickdarms, seinem psycho- vegetativ besonders sensiblen Endstück, Reizungen, Krämpfe, Entzündungen, Ausstülpungen und – ebenso wie beim Magen – zuletzt auch Geschwüre, die sich oftmals auch bösartig umwandeln können.

Als nächstes Organ muss die Leber mit diesen Zersetzungsprodukten fertig werden. Die Nieren sollten über die Ausscheidung der wasserlöslichen Giftanteile den Rest erledigen. Sie erhöhen bei bestehender Veranlagung den Filtrationsdruck- sprich Blutdruck – und werden dabei selbst gar nicht so selten Opfer dieser beißenden, reizenden Fehlverdauungsprodukte, indem sie chronisch schubhaft an den winzigen Filtereinheiten entzündlich erkranken (- chronisch diffuse Glomerulonephritis). So kommt es dann auch zu den vielen anderen Ablagerungs- und/ oder Ausscheidungserkrankungen an Lunge, Herz, Gefäßen, Gelenken, Schleimhäuten, Haut, Organen usw., von denen dann aber erst in den folgenden Beiträgen die Rede sein kann und auch sein wird.

Bei all den hier vorerst nur angedeuteten krankhaften Abläufen, die zum generell verbreiteten sogenannten „Enteropathiesyndrom“ also zum chronischen Darmschaden mit all seinen negativen Folgen am gesamten organischen Zusammenspiel und dann an den Strukturen des Körpers selbst führen, ist die weitaus größte Gefahr das Nicht- Erkennen derselben!!!

Auch heute noch ist der Dünndarm, das “Wurzelorgan der Pflanze Mensch“ (F.X. Mayr), ebenso wie die im ganzen Körper ausgedehnte nahversorgende Struktur des mütterlichen Binde- und Stützgewebes, die neuerlich in der Wissenschaft „Matrix“ genannt wird und vom Wiener Professor Dr. Alfred Pischinger erstmals als das System der Grundregulation wissenschaftlich beschrieben worden ist, den allermeisten (be-)handelnden Ärzten dem Wesen und der Funktion nach so etwas wie ein weißer Fleck auf der geistigen Landkarte. Und so kommt es jetzt zu dieser dramatisch- sensationellen Verwechslung, welche die Sozialsysteme bei weiterer Verdrängung der richtigen Erkenntnis zwingend zum Zusammenbruch bringen muss, nämlich:

Weil (-beinahe) jeder chronisch darmkrank ist und man allgemein, bis auf ganz wenige Ausnahmen, ärztlicherseits überhaupt nicht weiß, wie ein gesunder Darm auszusehen hätte, wird der gegebene Zustand als „normal“ angesehen. So weit wäre das noch nach zu vollziehen! Aber, dass nun daraus der ungeheure, im wahrsten Sinn des Wortes massenhaft tödlich wirkende Trugschluss, dass das, was normal ist, wohl auch „gesund“ sein müsse, seit Jahrzehnten sowohl in der amtsgebundenen Sozialversorgung als auch in der öffentlich- medialen Darstellung durch unglaubliche Ignoranz – trotz ständiger fruchtloser Klarstellungsversuche durch einige Wenige – aus Ministerien, Redaktionen, Amtsstuben der Sanitäts- und Sozialbehörden und leider auch aus den Ärztekammern heraus aufrecht erhalten wird, ist ein atemberaubendes Megadelikt, eine katastrophale Unfassbarkeit. Am nicht nur volkswirtschaftlichen Schaden, der durch diese heimliche Wissensblockade weiterhin aufrecht erhalten wird, gemessen, sind wohl die ganzen eingebrochenen Spekulationsgeschäfte der global vernetzten Finanzinstitute in den letzten Jahren lächerlich kleine Bagatellvergehen!

Die gesamte medizinische Wissenschaft muss nun endlich dringend im Licht der vorhandenen gesicherten Erkenntnisse von Grund auf jetzt und sofort in einer der Wirklichkeit entsprechenden ganzheitlich- dynamischen Denkweise neu aufgesetzt werden!