Mutterliebe erweckt Baby zum Leben

28 12 2011

Gefunden auf kath.net

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Ein frühgeborenes Baby reagiert nicht auf die
Wiederbelebungsversuche der Ärzte,
aber nach zwei Stunden auf der Mutter
öffnet es die Augen.

Sydney (kath.net) Ein Baby wird zu früh geboren, Ärzte versuchen das bewegungslose Kind wieder zu beleben, doch es gelingt nicht und die Ärzte erklären das Kind für tot. Als die Mutter es in ihre Arme nimmt, um sich zu verabschieden, erwacht das Baby zum Leben. Das geschah in einem Krankenhaus im australischen Sydney bereits vergangenen März, jetzt berichten die glücklichen Eltern darüber. Das meldet today.com.

Kate Ogg wurde von den Ärzten gesagt, dass ihr zu früh geborener Sohn Jamie kurz nach den Wiederbelebungsversuchen gestorben sei. Die Geburt war nach der 27. Schwangerschaftswoche. Kate erwartete Zwillinge und wusste, dass ihre Kinder in Lebensgefahr waren. Schwester Emily überstand die Geburt gut.

Zwanzig Minuten hatten die ärztlichen Versuche gedauert, Jamie zu einer Lebensreaktion zu bewegen. Danach brachte die Krankenschwester das Kind und legte es auf Kates Brust, damit sie und ihr Mann David sich von dem Kind verabschieden konnten. „Wenn er dabei war, die Welt zu verlassen, dann wollten wir, dass er weiß, wer seine Eltern waren und auch, dass wir ihn geliebt haben, bevor er gestorben ist“, erzählt Kate.

Doch nach fünf Minuten begann Jamie plötzlich, kurze Bewegungen zu machen. Der Arzt sagte aber, dies seien Reflexe und das Kind sei tot. Auch die Eltern waren vom Tod des Kindes überzeugt und wollten nur noch „das Beste aus diesen letzten kostbaren Momenten machen“.

Aus diesen Minuten wurden zwei Stunden, am Ende öffnete Jamie sogar die Augen. Doch noch immer rechneten alle mit seinem Tod: „Wir dachten: Welch ein Segen, wir sehen seine Augen, bevor er stirbt“, erzählt Kate. „Doch die Augen blieben offen!“ Vater David erzählt, dass er auch dann noch halb ans Überleben glaubte und halb vom baldigen Tod überzeugt war, da das Kind ja schon für tot erklärt worden war.

Nachdem die Eltern insistiert hatten, kam der skeptische Arzt schließlich doch noch einmal zu ihnen, untersuchte Jamie mit dem Stethoskop und sagte: „Ich glaube es nicht. Ich glaube es nicht.“

Dieses Vorgehen wird in Australien “Kangaroo Care” genannt.
Ein (frühgeborenes) Kind wird Haut an Haut auf seine Mutter
oder den Vater gelegt, um Körperwärme zu erhalten,
wie ein Kangaroo im Beutel der Mutter.

Dr. Lisa Eiland vom Weill Cornell Medical Center in New York City
sagte gegenüber NBC News, dass dieses „Wunder“ tatsächlich
wissenschaftlich gut fundiert sein könnte: „Wichtig ist die
Wärme der Mutter und die Stimulierung, die das Kind bekommen
haben wird, indem es den Herzschlag der Mutter gehört hat.
All das mag dem Baby geholfen haben, den Weg des Lebens zu gehen.“

David Ogg erzählt begeistert von dem Verhalten seiner Frau in diesen zwei Stunden: “Sie hat instinktiv getan, was sie getan hat. Wenn sie das nicht getan hätte, wäre Jamie wahrscheinlich nicht hier.“

 

Hinweise

Mother figure is vital for a child

Für unsere Kinder nur das Beste_für Körper und Seele!

Vernachlässigung von Kindern verändert die Hirnchemie

 

 





Abtreibungs-Maschinerie: Perversion einer gesellschaftlichen Gleichgültigkeit

1 12 2011

Es braucht keine Meldungen wie diese, um sich der dramatischen Entwicklungen um die Gleichgültigkeit des ungeborenen Lebens bewusst zu werden: Nachdem in Australien bei einem Zwilling im Mutterleib schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen festgestellt wurden und die Gefahr einer Fehlgeburt stieg, entschieden sich Ärzte und Eltern, das eine Kind abzutreiben, das zweite retten zu wollen. Wahrscheinlich im Trubel der unzähligen Schwangerschaftsabbrüche passierte den Medizinern ein Fehler, den man als „menschlich“ bezeichnen könnte – wenn er nicht eindrücklich belegen würde, was uns unsere Kinder heute noch wert sind.

„Aus Versehen“ trieben die Ärzte den falschen Zwilling, den gesunden, ab. Sie hatten offenbar die beiden Kinder lediglich vertauscht, sodass es zur Katastrophe kam. Man mag diesen Medizinern Fahrlässigkeit vorhalten und ihnen keine Absicht unterstellen wollen. Doch wie kann solch ein Vorfall passieren, wenn er nicht schon zur Routine geworden ist, bei dem aus Gedankenlosigkeit oder Stress heraus Unglücke geschehen? Eine Abtreibung in der 32. Schwangerschaftswoche stellt unabhängig von der zusätzlichen gesundheitlichen Gefährdung für Kind und Mutter ein besonderes Risiko dar, das es von medizinischer Seite durch besondere Aufmerksamkeit zu verringern gilt.

Gleichzeitig scheint es nicht verwunderlich, dass solche verheerenden Situationen eintreten. In den Ländern der modernen Welt boomt die „Industrie“ der Abtreibungen mit tausenden von Eingriffen jeden Tag. Man weiß nicht, ob man mit den Ärzten, die täglich Kindern das Leben verwehren, mitleidig sein soll – viel eher steigt die Vermutung, dass bei manchen der wahre Geschäftssinn dahinter steckt. Und so wird aus heranwachsenden Babys nur noch ein „Zellklumpen“, um den man sich wohl weniger Sorgen bei der Abtreibung macht, als würde man ihn als „Leben“ ansehen.

Der Vorfall mag ein „bedauerlicher Einzelfall“ sein, wie es in solchen Momenten stets heißt. Doch er steht exemplarisch für die Perversion einer gesellschaftlichen Gleichgültigkeit gegenüber dem Wert des Ungeborenen. Jeder mag mit der betroffenen Frau aus Australien mitfühlen können, die um ihre eigene Gesundheit und um die der beiden Zwillinge bangt. Zweifelsohne sind solche Situationen die schwierigsten, in denen man keine einfache Antwort auf die Frage nach einem Schwangerschaftsabbruch geben kann. Hier spielen begründete Argumente eine Rolle, die Not ist nachvollziehbar, das Ringen wir spürbar.

Doch das ist nicht der Alltag. Viel eher erleben wir heute immer wieder neu, wie täglich Abtreibungen vorgenommen werden, für die es keine Rechtfertigung geben kann. Soziale oder finanzielle Schwierigkeiten werden genannt, das Kind werde nicht in einer behüteten und umsorgten Umgebung aufwachsen können. Ängste von werdenden Müttern, oftmals selbst noch jung, spielen eine Rolle. Und gleichzeitig ist es die Überforderung oder die fehlende Weitsicht für die Verantwortung, an die bei einem raschen Seitensprung in der letzten Nacht gar nicht gedacht hat. Kinder zu bekommen, das ist Herausforderung und Glück, Aufgabe und Geschenk gleichzeitig. Und doch wollen viele Mütter nur das Eine: Den Abbruch der Schwangerschaft auf Grundlage kurz entschlossener Panik.

Niemand wird verneinen, dass es zahlreiche Mütter gibt, die sich ihre Entscheidung schwer machen. Sie suchen Beratung und Begleitung, Seelsorge und Aufklärung. Und wie oft konnte dadurch schon verhindert werden, dass ein ungeborenes Leben einer Maschinerie aus Mainstream, der die Eigenbestimmung der Frau unverantwortlich so interpretiert, dass werdende Mütter von all ihren Verpflichtungen freigesprochen werden, und einer Welt aus vielen Medizinern, die Abtreibungen zu ihrem „Business“ erklärt haben, zum Opfer fällt.

Doch es ist nicht die Meinung, der Antrieb der Einzelnen. Schwangerschaftsabbrüche sind ein in der Gesellschaft tabuisiertes Thema, das selbst bei schrecklichen Meldungen, wie der oben genannten, von den Medien und dem politischen Diskurs totgeschwiegen werden. Da rettet man sich mit Fristen und dem Zwang zur Beratung, um den Frauen ihren Schritt zur Abtreibung schwerer zu machen. Und doch wissen die meisten Verantwortlichen von den verheerenden Auswirkungen, die Schwangerschaftsabbrüche mit sich bringen können. Von Identitätskrisen bis zu Depressionen reicht die Palette an Folgen für die Frauen, die sich zu einer Abtreibung entschlossen haben.

Die Konfrontation mit der Realität ist hart – und doch könnte sicher manche werdende Mutter in ihrem Denken umgestimmt werden, wenn sie auch um die Konsequenzen für die eigene Psyche und ihren Körper wüsste. Und gleichzeitig könnten wir uns für die Frauen mehr Zeit nehmen, die wirklich um ihr Kind bangen und in echten Zwickmühlen stecken. Ihnen den Wert von behinderten Kindern zu verdeutlichen, die Alternativen zur Abtreibung wie Adoption oder die Unterstützung durch die vielen tätigen Organisationen zuzusichern oder letztlich einfach die Gelegenheit geben, mit den Gefühlen und Befürchtungen ernst genommen zu werden – solche Angebote sind wahrlich segensreich. Und Anlässe wie der im Eingang genannte sollten alle erneut ins Zweifeln kommen lassen, die Schwangerschaftsabbrüche als „Errungenschaft gelungener Partizipation“ verherrlichen.

Dennis Riehle





„Deutsche Bildungsstiftung“ zeichnet Einsatz um Homosexuelle aus

16 10 2011

„Ehrung ist Aufruf zu gesellschaftlicher Rückbesinnung“

Nicht unerwartet, aber dennoch mit ihrer Deutlichkeit wieder einmal so manches Vorurteil bestätigend, prasseln die Kritiken auf die Preisverleihung der „Deutschen Bildungsstiftung“ ein. In diesem Jahr soll die Ehrung an die seit langer Zeit in der Beratung von Homosexuellen tätigen Dr. Christl Vonholdt („Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft“) und Markus Hoffmann („Wüstenstrom“) gehen. Mit der Würdigung soll unterstrichen werden, dass sich beide trotz anhaltenden Gegenwindes derer angenommen haben, die sich in ihrer homosexuellen Lebensweise eine Veränderung wünschen.

Verständlicherweise wird der größte Protest von Homosexuellen-Organisationen laut, wenn es um die Verleihung des Förderpreises der der „Kirchen Sammlung um Bibel und Bekenntnis“ vertrauten Bildungsstiftung geht. So spricht der Lesben- und Schwulen-Verband von „fragwürdigen und teuren Therapien“, mit denen „Umpolung“ betrieben werde. Man empört sich darüber, dass das „unverantwortliche Handeln“ von Vonholdt und Hoffmann „belohnt wird“. Mit einem eigenen Netzwerk „Mission Aufklärung“ wolle man gegen die „Umpolungspropagandisten“ vorgehen und über deren „unseriösen Angebote“ informieren.

Erneut zeigt solch ein Streit, wie bei der Auseinandersetzung von Ideologien die eigentlich Hilfesuchenden auf der Strecke bleiben. Im Diskurs werden unterschiedliche Ansichten davon vertreten, wie mit homosexuell lebenden Menschen umgegangen werden soll, die mit ihrer sexuellen Orientierung Schwierigkeiten haben, sie nicht mit ihren innersten Gefühlen und Werten vereinbaren können oder durch äußerliche Anfeindungen den Wunsch äußern, von ihrer Homosexualität Abstand nehmen zu können.

Mit polemischen Schlagworten wie „Umpolung“ spotten Gegner der Arbeit des DIJG oder von „Wüstenstrom“ den Bemühungen, das Ansinnen nach persönlicher Veränderung von in Konflikt geratenen Homosexuellen ernst zu nehmen. Die Therapieangebote der beiden nun zu Ehrenden sind zweifelsohne ein elementarer Einschnitt in die Lebensgeschichte von Betroffenen – der Weg, sich von der Homosexualität zu entfernen, kann immer wieder auch mit Begleiterscheinungen einhergehen, die nicht gewollt sind. Gleichermaßen sind die wissenschaftlichen Darlegungen, mit denen gegen den Versuch angelaufen wird, Homosexuellen mit einer Betreuung, die auf Ursachen, Gründe und Persönlichkeitsstrukturen blickt, zu helfen, wenig aussagekräftig.

Gleichermaßen unterschätzen die, die die als „reparative Therapie“ verschrienen Behandlungswege diffamieren, die Eigenständigkeit des Klienten. Dieser entscheidet selbst und aus seinem Willen heraus, welchen Weg er gehen möchte. Aufklärung über ihre Arbeit geben sowohl das DIJG und „Wüstenstrom“ in transparenter Form. Ziel ist keine „Umpolung“, sondern die Entwicklung einer alternativen sexuellen Orientierung aus dem Verständnis der eigenen Individualität und innerer Emotionsbarrieren heraus. Vonholdt und Hoffmann haben sich eindrücklich mit dem Wesen der Homosexualität befasst – und umfangreiche Erklärungsmuster herausgearbeitet, die auch auf einen psychosozialen, kognitiven und edukativen Anteil des homosexuellen Empfinden hinweisen, die als veränderbar gelten dürften.

Vom Gedanken, wonach Homosexualität in der Sache als Krankheit und damit als behandlungsbedürftig eingestuft wird, sind auch die beiden Einrichtungen weit entfernt. Niemand zwängt Homosexuellen Hilfe auf, die ihre Lebensform mit sich in Einklang bringen können. Doch das Verschweigen von Nöten, die Homosexuelle nicht nur in Form der „Ich-Dystonie“ treffen, ist rücksichtslos. Für sie Anlaufstelle zu sein, nehmen alle in großer Verantwortung wahr, die orientiert am christlichen Glauben seelsorgerisch tätig sind. Das zeigt sich schon allein in der Annahme jedes Homosexuellen, auch im Respekt vor seinen Gefühlen. Dass im biblischen Christsein die praktizierte Homosexualität weiterhin als Sünde gilt, ist auch ein klares Zeichen für die Ablehnung gegenüber der Sexualisierung in unserer Gesellschaft. Selbst viele Homosexuelle finden in der schwul-lesbischen Welt immer häufiger Anstoß am Verfall von Sitten und Normen, der sich nicht nur an CSD-Veranstaltungen klar zeigt.

Wenn Liebe auf die reine Sucht nach Befriedigung reduziert wird, wenn die gegenseitige Empfindung lediglich noch durch Fetische gestärkt werden kann und wenn es um Sexualpraktiken geht, die Gesundheit gefährden und Lust zum Alltag verkommen lassen, bleibt das Suchen nach Umkehr verständlich – nicht nur für Homosexuelle. Damit werden Vonholdt und Hoffmann auch für ihr Eintreten um Rückbesinnung in sexualethischer Sicht geehrt. Wenngleich jeder Berater oder Therapeut in seinem christlichen Verständnis zu einer Arbeitsweise finden muss, die er vertreten kann – und die im Fundament stets das Gebot von Würde gegenüber dem Klienten beinhaltet –, und nicht mit dem konform geht, was die „Deutsche Bildungsstiftung“ auszeichnet, lernen wir alle von den beiden Preisträgern: Ein tieferer Blick in die Seele des Hilfesuchenden ist wertvoller als das Verniedlichen von Sorgen und innerlichen Auseinandersetzungen.

Dennis Riehle, 1. Vorsitzender Christliche Lebensberatung e.V.“, Konstanz (D)

 





Stöger legalisiert die künstliche Befruchtung Schwuler und Mexiko legalisiert Morde im Drogenmilieu

14 10 2011

Worin besteht der Zusammenhang?

Unser ‘Gesundheits’minister (in Wahrheit ist er auch ein Engel des Todes, welcher vom Schreibtisch aus für die Forcierung der vorgeburtlichen Tötung von Kindern eintritt) möchte Single-Frauen und Lesben die künstliche Befruchtung gestatten.

Begründet wird dies von ihm wie folgt: „Wir müssen die Gesetze der gesellschaftlichen Realität anpassen.“

Gefragt ist nicht das Gute, das Nützliche, das Schöne und Reine, das Recht und die Ordnung.

Gefragt ist sozialistisch-humanistische Situationsethik. Kein Einzelfall.

Herr Klubobmann Cap verteidigt in einem persönlichen Brief an mich sozialistische Korruption.  Situativ sei das, was Faymann und Konsorten tun, nicht korrupt.

Auch unsere Finanzpolitiker finden, dass Kreditbetrug,  Diebstahl am Volk, Rechtsbruch, Rechtsbeugung, Erpressung etc. situationsethisch dann gerechtfertigt sei, wenn damit besonders Ausgewählte profitieren  können, insbesondere der betrügerische Staaten, korrupte Organisationen, der „Finanzmarkt“, Finanzminister und (Polit-)Günstlinge.

Situationsethisch finden unsere Politiker, dass die vorgeburtliche Ermordung Behinderter in Ordnung sei. Manchmal finden Ärzte, man könne die geborenen Kinder, sollten Sie einen „Mangel“ haben, einfach verhungern lassen. Die Situation verlange das….

Ja. Wenn diese Stöger’sche-Sozialistische (übrigens auch Nationalsozialistische und im Kampf auch im Islam angewendete) Situationsethik Schule macht, wird die Regierung in Mexiko bald Mord und Totschlag legalisieren. Man muss die Gesetze doch der gesellschaftlichen Realität anpassen.





Ehepaare mit NER sind zufriedener

23 08 2011

Plädoyer für Natürliche Empfängnisregelung – eine Buchvorstellung

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Der Anlass dieses Buches ist die Veröffentlichung der „Rhomberg-Studie“, die von dem Ärzteehepaar Walter und Michaela Rhomberg, Bludenz, in Zusammenarbeit mit Hubert Weißenbach, Altach, erstellt wurde. Angeregt wurde sie von einer Studie der Amerikanerin Mercedes Wilson.
Das Ergebnis beider Untersuchungen ist, dass diejenigen Ehen, in denen die Natürliche Empfängnisregelung (NER) praktiziert wird, signifikant zufriedener und demzufolge stabiler sind als diejenigen, in denen künstliche Verhütung praktiziert wird. Man hat von diesen Zusammenhängen schon öfter gehört, jetzt gibt es aber umfangreiches Belegmaterial.

Das Buch enthält acht Beiträge, die das Thema von verschiedenen Seiten beleuchten. Dabei sind natürlich die persönlichen Zeugnisse der interviewten Ehepaare am aufschlussreichsten: „Im Rückblick halte ich die Natürliche Empfängnisregelung für die Ehe sehr aufbauend.“ Und: „Es gibt kein größeres Geschenk für ein Ehepaar, diese Form der Natürlichen Empfängnisregelung nach Gottes Plan leben zu dürfen. Es wird nach 20 Jahren Ehe immer noch schöner.“

Theologisch geben die beiden gewohnt profunden Beiträge des Salzburger Weihbischofs Andreas Laun die Richtung vor: „Die Welt feierte und feiert bis heute dieses Präparat (die Anti-Baby-Pille) in seinen verschiedenen heutigen Ausführungen, und eine evangelische ‚Bischöfin’ nannte sie am Jahrestag ihrer Erfindung ein ‚Gottesgeschenk’.“ Diese Fehleinschätzung weist er zurück und stellt klar: „Nein, die Kirche kann ihre Lehre nicht ändern, sie ist und bleibt wahr. Denn diese Lehre ist in der Schöpfungs-Ordnung begründet.“

Dass schließlich mit dem Feldkircher Bischof Elmar Fischer auch ein amtierender Diözesanbischof in seinem Beitrag die Lehre von Humanae Vitae öffentlich verteidigt, ist in der gegenwärtigen Zeit von großer Bedeutung. Er verbindet lehramtliche Klarheit mit seelsorglicher Erfahrung: „Über mehr als 20 Jahre war ich in meinem Priesterleben in der Ehevorbereitung, Eheberatung, -therapie und Ehebegleitung tätig. … Es ist mir ein Anliegen, die Wertschätzung der Frauen zu fördern und den Fragen der Tragfähigkeit von Ehebeziehungen nachzugehen. …Wie die Paare, die diese Vorgangsweise wählen, … aussagen, bringt diese Art, Sexualität zu leben, ‚frischen Wind’ in die Beziehung.“

Der Bischof kommt zur Schlußfolgerung: „Was Papst Paul VI. in Humanae vitae vertritt, ist durch die Erfahrungen der vergangenen Jahre als richtig bestätigt worden. Viel an Wesentlichem und Wichtigem für das echte Glück der Menschen ist gefährdet, wenn Verhütung das sexuelle Verhalten bestimmt.“
Es ist für alle Leser, ob verheiratet oder nicht, aufschlussreich zu sehen, wie sehr die kirchliche Lehre dem Bauplan des Menschen entspricht. Wir beobachten seit Jahrzehnten selbst, daß die Einheit von Leib und Seele, die Würde von Mann und Frau (und Kindern), Gesundheit und eheliches Leben, Familie und Gesellschaft durch Verhütung und Verhütungsmentalität massiv beeinträchtigt sind. Die vornehmlichen Adressaten dieses Buches sind daher zwar sicher Ehepaare und Brautleute, es gehört aber auch in die Hand von Religionslehrern und anderen katholischen Meinungsbildnern.

Wegen der eminent politischen Dimension der angesprochenen Fragen wird es auch für politische Verantwortungsträger von Nutzen sein. Den Autoren, die auf diesem Gebiet mit fast allgegenwärtigem Widerstand durch den Zeitgeist rechnen müssen, gebührt jedenfalls Dank und Anerkennung!

Details zur Umfrage bei kirchen.net/familie

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Original in Vision 2000, Ausgabe 4/2011

Wolfram Schrems
Die Dynamik der Liebe – Neue Gesichtspunkte zur Natürlichen Empfängnisregelung nach Rötzer. Von Maria Eisl, Andreas Laun (Hrsg.), Ehe Familie Buch – Buchhandlung und Verlag, Jeging 2011





WHO – sakrosankt?

20 08 2011
Aus der Frankfurter Rundschau vom 22.4.2011

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Die Weltgesundheitsorganisation – seit über 60 Jahren arbeitet sie zum Wohle der Menschheit. Das jedenfalls dachte unser Autor bis vor Kurzem.

Als junger Medizinstudent war ich voll der Bewunderung. Was für eine mächtige, weltumspannende Organisation! Was sie sich auf ihre Fahnen geschrieben hatte, das sollte auch meine Sache als Arzt sein: Sie erklärte Gesundheit zum Grundrecht eines jeden Menschen, sie bezeichnete die Gesundheit aller Völker als Voraussetzung für Frieden, sie definierte Gesundheit als den „Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur des Freiseins von Krankheit und Gebrechen“. 1948 wurde die Weltgesundheitsorganisation WHO gegründet. Seit über 60 Jahren arbeitet sie zum Wohle der Menschheit. Dachte ich jedenfalls. Bis vor Kurzem.

Zum ersten Mal stutzig wurde ich vor drei Jahren auf einer internationalen Tagung über „Electronic Health“ in Wien, als ein WHO-Sprecher vom Nutzen der elektronischen Gesundheitskarte für Afrika schwärmte. Na gut, dachte ich, Spinner gibt es überall. Aber dann kam vor zwei Jahren die Schweinegrippe. Da schlug meine frühere Bewunderung dann doch in Skepsis um.

Die WHO erklärte eine eher harmlose Infektionskrankheit zu einer Pandemie der höchsten Gefährlichkeitsstufe und schuf damit einen grandiosen Markt für unwirksame Grippemedikamente und eine bis heute umstrittene Impfung. Gerüchte über Bestechlichkeit, sogenannte „Interessenskonflikte“ wurden laut.

Aber jetzt hat die WHO ihren sakrosankten Status endgültig verloren. Es gibt einen Geheimvertrag zwischen der WHO und der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEO aus dem Jahre 1959, der die WHO verpflichtet, keine wissenschaftlichen Untersuchungen und keine Forschungsergebnisse zu veröffentlichen, keine Maßnahmen zu propagieren ohne vorherige Genehmigung durch die IAEO.

Jetzt ist mir endlich klar, warum die WHO weder in 25 Jahren seit der Katastrophe von Tschernobyl noch in den letzten Wochen nach der Katastrophe von Fukushima die „Gesundheit aller Völker“ zur Maxime ihres Handelns gemacht hat. Nur zu Desinformation und Bagatellisierung ist sie in der Lage. Selbst die Dokumente von zwei UN-Konferenzen zum Thema Tschernobyl, die 1995 in Genf und 2001 in Kiew stattfanden, werden von der WHO bis heute geheim gehalten.

Denn laut IAEO sind durch die Folgen der Katastrophe von Tschernobyl „weniger als 50 Tote“ zu beklagen. Da muss die WHO halt schweigen. Bei der nächsten WHO-Tagung im Mai 2011 in Genf könnte Deutschland diesen Knebelvertrag kündigen. Das wäre ein glaubwürdiger Beitrag zum „Atom-Moratorium“: die Wahrheit!

Original in der Frankfurter Rundschau vom 22.4.2011





Österr. Gesundheitsminister möchte noch mehr Abtreibungen

3 08 2011
Kath.net am 3. August 2011Image

Stöger möchte, dass es Abtreibung in allen Bundesländern in öffentlichen Spitälern gibt und möchte die Spitäler jetzt auch finanziell unter Druck setzen – Kritik von der FPÖ: Europaweiter Trend, Abtreibung systematisch zu forcieren.

Wien (kath.net) In Österreich gibt es erneut eine Debatte um Abtreibung. Anlass sind neue Forderungen von Gesundheitsminister Stöger (SPÖ), wonach es in allen Bundesländern öffentliche Spitäler geben müsse, die Abtreibungen durchführen. „Es wird ja eine ganze Personengruppe, nämlich die Frauen, nicht ernst genommen, wenn es in ganz Westösterreich kein Angebot gibt. Das geht nicht.“ Frauen hätten das Recht zu entscheiden, ob sie einen Abbruch wollen oder nicht, „da brauchen sie keine Bevormundung“, sagt Stöger gegenüber „News“.
Der Minister deutet auch an, diese Forderung durch finanziellen Druck in der geplanten Spitalsreform einfließen lassen zu wollen.

Kritik gibt es dafür von der FPÖ. „Stöger hat offenbar die Fristenlösung nicht verstanden. Sie stellt die Tötung ungeborenen Lebens lediglich straffrei, dennoch ist sie weiterhin rechtswidrig. Jedenfalls gibt es nicht im Geringsten ein Recht auf Abtreibung“, erklärt dazu FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein. Die freiheitliche Abgeordnete erinnert an die unselige Debatte im Europarat vor rund einem Jahr, als die britische Sozialistin McCafferty alle Ärzte und Spitäler zur Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen verpflichten wollte, was gottseidank gescheitert sei. Gerade in einer so sensiblen Frage müsse man die ethischen Bedenken von Ärzten und Krankenauspersonal achten und dürfe niemanden zur Abtreibung zwingen.

Für FPÖ-Familiensprechern NAbg. Anneliese Kitzmüller muss es vorrangiges Ziel der Politik sein, Abtreibungen weitestgehend zu verhindern. „Nicht nur aus demographischen Gesichtspunkten brauchen wir mehr Kinder. Hier geht es um jede einzelne Frau, die in einer schwierigen Lebenssituation vor allem Beratung und Unterstützung braucht und nicht ein flächendeckendes Angebot an Abtreibungsstätten“, stellt Kitzmüller fest und weist darauf hin, dass die parallel mit der Fristenlösung in Aussicht gestellten begleitenden Maßnahmen noch immer nicht umgesetzt seien. „Es muss vor allem eine strikte Trennung zwischen den beratenden Stellen und jenen Einrichtungen geben, die Abtreibungen durchführen. Leider gibt es in diesem hochsensiblen Bereich insbesondere private Geschäftemacher, die Frauen den Schwangerschaftsabbruch geradezu einreden.“

Insgesamt erkennen die beiden FPÖ-Politikerinnen einen europaweiten Trend, Abtreibungen systematisch zu forcieren, vor allem innerhalb der sozialistischen Parteien, aber nicht nur dort. Das jüngste schlechte Beispiel lieferte die aus dem bürgerlichen Lager stammende EU-Kommissarin Viviane Reding, die von Ungarn jenes EU-Geld zurückverlangte, mit dem dort eine Plakatkampagne zum Schutz des ungeborenen Lebens gefördert worden war. „Stöger reiht sich nun in diese unselige Phalanx ein – als ob er nicht genug Baustellen in seinem Ministerium hätte, die ihn tatsächlich auch etwas angehen“, kritisiert Belakowitsch-Jenewein.
„Wesentlich wäre zum Beispiel in diesem Zusammenhang, endlich das sogenannte Post-Abortion-Syndrom zu untersuchen, das zahlreichen Frauen nach einer Abtreibung massive psychische Probleme bereitet“, fordert Kitzmüller.

Original bei Kath.net am 3. August 2011

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Hinweise:

Das ungeborene Kind: Zellhaufen oder Mensch?

Bischof Laun: Die Fristenlösung muss abgeschafft werden!

Unrecht der Abtreibung – Teil der Rechtsordnung?

Ein Kreis aus Kinderschuhen

Memorandum der Ungeborenen

Gedenkstätte für abgetriebene Kinder in Salzburg

Empörung über Ungarns Verfassung

Nicht nur Deutschland, ganz Europa schafft sich ab

Hoffnung für Frauen und Männer nach einer Abtreibung





Baby und Kleinkind_optimale Entwicklung nur mit MAMA

13 05 2011

Christa Meves aktuell

Täglich treffen z.Z. hirnorganisch belegte Bestätigungen von bisher wissenschaftlich noch nicht gesicherten Bedingungen gesunder menschlicher Lebensentwicklungen ein. Diese Erkenntnisse könnten gesellschaftliche Veränderungen möglich und nötig machen. Besonders durch einen fundamental veränderten Umgang mit Kleinkindern könnte durch einen abgesicherten Forschungsstand
bei einem Großteil von Menschen
ein Optimum an Bildung und seelischer Gesundheit
erreicht werden, sodass ein weiteres Abdriften in den pathologischen Zustand verhindert würde; denn dieser schränkt nicht nur die Lebensqualität sondern vor allem die allgemeinen Bildungschancen hierzulande bereits in einem bedenklichen Ausmaß ein.
Das Erfahrungswissen dafür und die ebenfalls im Einzelnen bewährte praktische Anwendbarkeit liegen lange schon vor.

Zum Erkenntnisstatus psychoanalytischer Psychotherapeuten gehört bereits seit langem das Wissen, dass ein gravierender Anteil seelischen Störungen und Beeinträchtigungen im Erwachsenenalter ihre Wurzeln in der frühen Kindheit haben. Aufmerksame Zoologen, als erstes John Bowlby, erhärteten diesen Befund durch Affenforschung. Als praktizierende Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin baute ich im Kontakt mit Konrad Lorenz darauf eine biologische Trieblehre auf und erweiterte die Fachkenntnisse zu einer Systematik des gesunden bzw. des kranken Lebensaufbaus. Danach ist das Erreichen des genetischen Optimums eines Menschen eher möglich, wenn ihm in der ersten Lebenszeit im Kontakt mit seiner Umwelt bestimmte grundlegende Entfaltungsbedingungen erfüllt werden. Vor allem biologisch angemessener Umgang –
in der beständigen physischen Nähe zu einer sättigenden und liebevoll einfühlsamen Mutter -
sind danach grundlegende Voraussetzungen zu seelisch stabiler Ausgestaltung des Erwachsenenlebens. (Christa Meves, Geheimnis Gehirn)
Die Forschungsergebnisse aus der Friedrich–Schiller-Universität Jena in Zusammenarbeit mit dem Department of Earth Sciences in Cambridge wurden jüngst von den dort arbeitenden Zoologinnen des Jenaer Universitätsinstituts für spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie, Dr. Vera Weisbecker und Dr. Anjali Gosvami, in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ referiert.

Je größer ein Gehirnvolumen, so ergab eine Vielzahl von vergleichenden Untersuchungen an Säugetieren, umso höher die Intelligenz bzw. die Lebensgeschicklichkeit. Besonders die Primaten – darunter auch der Mensch – hätten dadurch bevorzugte Entfaltungsmöglichkeiten ihres Gehirns. Dr. Vera Weisbecker resümiert als Ergebnis der Hirnuntersuchungen:
„Je länger der Nachwuchs im Mutterleib
heranreifen kann oder von seiner Mutter
gesäugt wird, desto größer und leistungsfähiger
kann sein Gehirn werden.“

Die Herstellung solcher biologischen Zusammenhänge sind nötig, um psychotherapeutisches Erfahrungswissen zu erhärten. Sie sind allerdings keineswegs ein Beweis dafür, dass der Mensch doch lediglich ein „nackter Affe“ sei. Sein Gehirn ist ganz offensichtlich erheblich komplexer als ein optimal entfaltetes Schimpansengehirn. Aber auch der Mensch hat eine biologische Grundstruktur. Die Ausgestaltung seines Stammhirns während der ersten Lebensjahre macht deshalb auch Vergleiche mit Jungsäugetierhirnen möglich. Sie aber bleiben alle hinter der vielfältigen Ausgestaltung weiterer Hirnregionen des heranwachsenden Menschen während seiner langen Kindheit zurück. Der Homo sapiens ist zwar wie die Tiere „aus Erde gemacht“, aber er ist darüber hinaus mit „dem Hauch Gottes“, einer Form von opferbereiter Liebe und Reflexionsmöglichkeit ausgezeichnet, die die Theologie laut Bibel mit Recht vom Menschen als einer Neuschöpfung sprechen lässt.
Die im Menschen angelegte Erkenntnismöglichkeit, aus seinen Erfahrungen allgemeingültige Schlüsse für ein verändertes Verhalten zu ziehen, unterstützen mithilfe der neuen Techniken in der Hirnforschung die Chance, einen besseren Ansatz zu Bildungsmöglichkeiten zu entwickeln, indem sie vorab Grundlegendes tun, und erst danach Bildungspakete und Schulpläne hinzufügen.

Die neue Forschung bestätigt immer nachhaltiger:
Urmütterliches, säugetierhaft biologisches Verhalten – jederzeit und ganz direkt, von jeder Katzenmutter ablauschbar – ist die Voraussetzung zur vollen Ausgestaltung des Menschen: „Die absolut beste Umgebung für ein Kleinkind ist der Körper der Mutter“, resümiert Dr. Nils Bergmann aus Südafrika. Aufgrund seiner Kängurumütterforschung kann er belegen:
„ Die Haut der Mutter ist die natürliche
Umgebung des Kleinkindes
und sowohl
physisch als auch emotional der gesündeste Platz.

Wenn das Baby Haut zu Haut auf die
Brust der Mutter gesetzt
und angelegt wird,
erhält es Wärme, Schutz und Nahrung,

sodass sein Gehirn sich optimal entwickeln kann.“

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Hinweise

Dr. Nils Bergman, Kängurumethode

Kinder vorbereiten auf das Leben, Elternschulung – das Elternkolleg von Christa Meves

Kleinkind bei Mama & Papa – Tagesmutter o. Krabbelstube

Was brauchen die Kinder – was tut ihnen gut?

Frühkindliche Fremdbetreuung ist schädlich!

Starke Mütter/starke Familien/starke Kinder

Eltern wissen, was für ihre Kinder am besten ist

Stressresistenz und Entmutterung

Steven Biddulph: Day care is bad for babies!





Stellen Sie sich vor, dass Sie keine Hände und Beine hätten…

12 05 2011




Fukushima und die Büchse der Pandora

10 05 2011

Von Inge M. Thürkauf

Mit den Atomkraftwerken verhält es sich ähnlich wie mit der Büchse der verführerischen Pandora, von der die griechische Mythologie erzählt und die im Haus des Epimetheus stand. Diese Büchse zu öffnen war den Menschen verboten, weil alle Übel der Welt darin enthalten waren. Doch das „Wissen-Wollen“ der Neugierigen war stärker, sie brachen das Siegel und Jammer und Elend kamen über die Erde.

„Wie im Hause des Epimetheus steht in einem Atomkraftwerk eine Büchse: das Reaktorgefäß, dessen Inhalt weit gefährlicher ist als die Übel der Pandora: die radioaktiven Spaltprodukte. Sie entstehen als zum größten Teil unerwünschte Nebenprodukte bei der Kernspaltung des Urans zur Gewinnung von Atomenergie. Solange die Büchse geschlossen bleibt, ist alles in Ordnung. Wie jede Büchse kann aber auch ein Reaktorgefäß geöffnet werden. Auf verschiedene Weisen. Die Erfahrung zeigt, daß auch die modernste Technik etwas nicht kennt: absolut dichte Gefäße. Atomkraftwerke sind die Spitze einer Entwicklung, gewissermaßen die Spitze eines Eisbergs, der aus dem Meer der technologischen Maßlosigkeiten unserer Zeit herausragt. In den Reaktoren der Atomkraftwerke erzeugen die Menschen „etwas Neues unter der Sonne“: gewaltige Mengen von künstlicher Radioaktivität. Bei Normalbetrieb gelangt Radioaktivität in „gesetzlich zugelassenen Mengen“ in die Umwelt. Bei einem (gesetzlich nicht zugelassenen) Unfall können weite Landstriche unbewohnbar werden.“

Am 11. März 2011 ereigneten sich in Japan in einigen Kernkraftwerken, gesetzlich nicht zugelassene Unfälle, hervorgerufen durch ein Erdbeben, das auf der Richterskala mit 8,9 gemessen wurde. Der darauf folgende Tsunami überspülte die Nordost-Küste des Landes und vernichtete Dörfer und Siedlungen. Über 20 000 Menschen haben ihr Leben verloren, wurden ins Meer gespült oder unter den Trümmern der einstürzenden Häuser begraben. Fast 400 000 Bewohner verloren ihr Hab und Gut. Zusammen mit dem schweren Erdbeben löste der Tsunami Störungen in den AKWs aus, wobei der Reaktor in Fukushima am Schwersten betroffen wurde. Heftige Explosionen zerstörten Teile des Reaktors, Tausende Tonnen radioaktives Wasser gelangten ins Meer, Radioaktivität in die Umgebung. Freiwillige Arbeiter versuchen vor Ort die nukleare Katastrophe einzudämmen. Doch Radioaktivität ist ein unlöschbares Feuer.

Seit diesem Desaster von Fukushima erinnert man sich wieder an den Super-Gau von Tschernobyl in der Ukraine vor fast 25 Jahren. Damals wie heute erhielt die Anti-Atomkraft-Bewegung in der Folge enormen Aufwind. Kernenergie, so war von den diversen Gruppen der Atomkraftgegner zu hören, soll nur als Übergangsenergie zu betrachten sein. Damals wie heute verlangen große Teile der Bevölkerung den Ausstieg aus der Atomenergie, eine Forderung, die damals wie heute nicht eingelöst werden kann, auch nicht von den Linksparteien, die als Anführer der Weltverbesserer vor allem vor den Wahlen sich mit wohlüberlegten Argumenten sorgen um die Zukunft des Menschen und seines Planeten. „Für Politiker sind Atomkraftwerke ein gutes Mittel zur Karriere; mehr als die Umwelt erhitzen sie die Gemüter.“ Und aus Erfahrung wissen sie, daß sie sich auf die Trägheit und Vergeßlichkeit der Massen verlassen können.

Bei einem Ausstieg aus der Atomkraft sei die Versorgung gesichert, versichern die Umweltschützer. Sic! Reicht die Alternativenergie, um die Ansprüche der Angestellten einer Fabrik z. B. zu befriedigen, die hoffen, in absehbarer Zeit befördert zu werden. Solche Beförderungen bedeuten eine Erhöhung des Einkommens und des Ansehens. Der Umsatz einer Fabrik hängt von Maschinen ab; ein größerer Umsatz erfordert mehr, schnellere und größere Maschinen. Auf die Steigerung des Umsatzes könne man nicht verzichten – wegen der Konkurrenz. Maschinen werden mit Elektrizität angetrieben. Woher kommt die Elektrizität für all die Bequemlichkeiten, die in unserer Verschwendungswirtschaft längst zur Selbstverständlichkeit geworden sind? Wo nehmen wir die Elektrizität her für die Maschinen, die uns immer mehr auch aufgedrängt werden, ohne die selbst der Normalbürger vermeint nicht mehr auszukommen. Wer im Grünen wohnt außerhalb einer Stadt braucht ein Auto, vielleicht auch zwei. Fernsehen gehört selbstverständlich zum Standard, und ohne Computer mit allem Zubehör ist Kommunikation kaum mehr möglich. Wer ohne Handy durch die Welt reist, hat in den Augen der meisten Zeitgenossen irgendwie den Anschluß verpasst! Von den ungezählten kleinen und großen technischen Hilfsgeräten in Haus und Garten nicht zu reden. Kein Zweifel, die technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat die materiellen Ansprüche ins Maßlose getrieben, und wer möchte sie reduzieren oder verzichten. Die Benützung der so bequemen Technik ist längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Aber all diese Apparate sind ohne Elektrizität weder herzustellen noch zu betreiben, und auch nicht zu entsorgen.

Vor 40 Jahren wäre ein Ausstieg aus der Atomenergie schrittweise noch möglich gewesen. Da gab es vieles, was uns heute so unentbehrlich erscheint noch nicht. Warner vor einer technischen Expansion gab es genug. Sie wurden im günstigsten Fall belächelt, doch wenn die Ermahnungen allzu konkret formuliert und die Kraftwerkbetreiber mit Szenarien wie Tschernobyl oder Fukushima konfrontiert wurden, konnte es schon vorkommen, dass die Warner aus ihren Positionen geworfen oder sogar körperlich bedroht wurden.

Das, was wir heute als Fortschritt bezeichnen, besteht in einer Perfektionierung der Maschine. Sie hat mit dem Leben nichts gemeinsam. Das Leben ist ein Phänomen jenseits der Maschine. Immer dort, wo die Maschine maßlos angewendet wird, vernichtet sie Leben, und sie wird um des Geschäftes willen maßlos angewendet. Nach wie vor verurteilen wir unsere Nachkommen zu Wächtern unserer Zivilisationsabfälle über Jahrtausende hinweg. Atommüll kann man nicht bewachen, wie man Menschen, Tiere, Häuser oder Straßen bewachen kann. Für die Radioaktivität haben wir keine Sinnesorgane. Um die tödliche Gefahr festzustellen, braucht es eine hochentwickelt Apparatetechnik. Somit verurteilen wir unsre Nachkommen dazu, jahrtausendelang Technokraten zu sein.

Die Wurzel des Übels gründet in einer Wissenschaft, die sich für wertfrei hält. Wertfreiheit der Wissenschaft bedeutet: forschen ohne moralisch-ethische Werte zu beachten, mit andern Worte ohne auf Gottes Gebote zu achten. Es darf alles getan werden, was technisch möglich ist. Doch eine solche Wertfreiheit kann es gar nicht geben, weil die beanspruchte Wertfreiheit selbst ein Wert ist, und zwar der alle Werte entwertende Wert der Wertfreiheit, und dieser Wert ist es – man darf ihn ruhig Gottlosigkeit nennen – , der uns heute bedroht. Bei seinen Abschiedsreden hat der Herr gesagt: „Ohne mich könnte ihr nichts tun“ (Jo 15,5). Er hat nicht gesagt, gewisse Dinge könnt ihr ohne mich nicht tun, sondern „nichts“. Und ausgerechnet bei einer derart folgenschweren Tätigkeit wie der Naturforschung haben wir ohne IHN – wertfrei – getan. Die Folgen sehen wir. Die Spitzen des Eisbergs, mit welchen unser Zivilisationsschiff auf Kollisionskurz steht, hat der bekannte Biochemiker Erwin Chargaff in aller Deutlichkeit genannt: „Mit der wertfreien Wissenschaft haben wir zwei Grenzen überschritten, die wir hätten meiden müssen und beide Male handelt es sich um die Manipulation eines Kerns: des Atomkerns und des Zellkerns.“ Die Frage ist nur, welche Manipulation katastrophalere Folgen hat: die Genmanipulation oder die Kernenergie.

Mein Mann hat in seinen Büchern und Vorträgen eine Technik angemahnt, deren Grundlagen die Gesetze des Lebens berücksichtigt und nicht lediglich die Gesetze von Physik und Chemie. Eine solche Technik widerspricht keinem einzigen Naturgesetz, nur den Börsengesetzen unserer Raubbauwirtschaft. Eine Technik für das Leben würde keine durch Radioaktivität verseuchten Menschen dahinsiechen lassen und unbewohnbar gewordene Gebiete zurücklassen.

Unsere materialistische Lebensweise ist eine Folge mißbrauchter Freiheit, einer Freiheit von Gott statt einer Freiheit für Gott. Gott kann dem Menschen nicht die Freiheit geben und ihn zugleich zwingen, keinen Raubbau an seiner Schöpfung zu betreiben. In unserer materialistisch geprägten Gesellschaft ist wohl die Verfügbarkeit materieller Güter angestiegen, aber parallel damit eine Verarmung an geistigen und seelischen, also kulturellen Werten. Da jedoch die Materie begrenzt ist, wird bald auch eine Verarmung an materiellen Gütern eintreten. „Die Zeit ist nicht mehr fern, wo auch die Reichsten kein gutes Wasser und keine reine Luft mehr haben können- nicht für alles Geld der Welt. Der selbstverständlich gewordene Komfort und das verlängerte Erdenleben der Menschen in den reichen Ländern werden zerrinnen wie die letzten Minuten im Stundenglas des Atomzeitalters.“

Auch wenn die Neu-Atheisten sich voll Entsetzen davon abwenden, daß Naturwissenschaft irgend etwas mit Religion zu tun haben könnte: Die Wissenschaft der Zukunft wird eine Wissenschaft sein, die zuerst Gott sucht, und der dann alles andere dazugegeben wird, die nicht bloß Wissen stapelt, sondern zu Weisheit führt. Eines ist sicher, und dies hat mein Mann auch immer wieder betont: Es wird ein Kreuzweg sein, doch er führt zu dem der ihn vor uns gegangen ist: er führt Christuswärts.

Diese Gedanken sind entnommen aus: Max Thürkauf: „Pandorabüchsen der Wissenschaft – Das Geschäft mit dem Energiehunger“ (vergriffen), „Die Gottesanbeterin“, „Das Fanal von Tschernobal“.








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