Kinderschänder Otto Mühl – ein Künstler?

15 06 2010

Das scheußliche Bild, das Martin Humer (der „Pornojäger“)
1998 in der Wiener Secession mit einem Beutel roter Farbe
„zugenitscht“ hat, hängt wieder in der Öffentlichkeit:
natürlich im MAK Museum in Wien.

Man verzeihe mir die Abbildung,
aber nur so kann man wirklich die Ungeheuerlichkeit zeigen.
Erklärungen alleine reichen da nicht.
Unter der roten Farbe ist die Sel. Mutter Teresa
aus Kalkutta abgebildet.

Weiter im Original auf Erzkonservativ….

Siehe auch:

Des Kaisers neue Kleider





Bischof Küngs Worte: So wahr – und doch mit falscher Konsequenz

23 05 2010

Zu den Äußerungen des St. Pöltener Hirten über „homosexuelle Netzwerke“ in der katholischen Kirche

von Dennis Riehle

Der St. Pöltener Diözesanbischof Klaus Küng hat Klartext gesprochen. Nach Angaben mehrerer Medien hat der niederösterreichische Hirte in einem Interview vor einer rasanten Zunahme „homosexueller Netzwerke“ in der katholischen Kirche gesprochen. Besonders in Priesterseminaren und im Klerus sei zu beobachten, dass immer mehr homosexuelle Katholiken – auch in leitenden Funktionen – Zusammenschlüsse bildeten.

Küng argumentiert, dass Homosexuelle in solch geschütztem Rahmen einen geeigneten Zufluchtsort finden würden, um sich untereinander über die sexuelle Neigung auszutauschen. Zweifelsohne hat Küng damit recht, denn schließlich ist in keiner anderen Einrichtung die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Schwul- und Lesbischsein so tabuisiert, wie in den genannten katholischen Örtlichkeiten, die aus Küngs Sicht geradezu auserkoren zu sein scheinen, um sich einerseits unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit, andererseits in kleinem, überschaubarem und nicht nach außen dringendem Gespräch über die eigene Homosexualität auszutauschen.

Ja, die katholische Kirche mag gerade an den Plätzen, an denen sie so scheinbar unverletzlich – und, wie wir nicht nur durch die Missbrauchsfälle schmerzlich gegenteilig erfahren mussten, doch paradox der eigenen Lehre zuwider laufend, ein willkommener Hort des Selbstschutzes zu sein. Sich mit Kollegen über das zu unterhalten, was kirchlich als sündhaft dargestellt wird (das homosexuelle Verhalten, nicht der praktizierende Mensch an sich), und gleichzeitig zu wissen, in der Außenwirkung strikt konservativ und dem eigenen Leben im Grunde verleumdend entgegenstehend zu verkünden, was man selbst nicht einhalten kann, mag zunächst einen unerklärlichen Widerspruch darzustellen.

Und doch scheint die innere Zerrissenheit mit solch einer Taktik genügend cachiert: Sich in der Gemeinschaft der Mahnenden zu befinden, die homosexuelles Handeln abstempelt, bringt Kraft und Motivation, der eigenen sexuellen Ausrichtung und oft belastenden Zweischneidigkeit zwischen Lust und Verstand, zwischen Gewissen und Hingabe zu trotzen. Insgeheim kann jeder Homosexuelle schlussendlich aber kaum anders, als sich Gleichgesinnten anzuvertrauen, um den Zwiespalt mit anderen, den persönlichen Weg Bestätigenden zu diskutieren.

Bischof Küng fordert aus der Entwicklung, die für die katholische Kirche zum nächsten wahrlichen Identitäts- und Glaubwürdigkeitsproblem werden könnte, eine klare Konsequenz: Dort, wo der Bildung der „homosexuellen Netzwerke“ nicht ausreichend entgegen gewirkt werden könne, müsse es einen Neuanfang geben.

Küngs Weg beschreibt damit im Zweifel die Resignation. Die Zelte abzureißen und Neues zu errichten, das scheint zwar oft der leichteste, aber nicht immer der sinnvollste Weg. Die Erkenntnis und das klare Aussprechen eines Umstandes, der vielen Kirchenleitern und vor allem der Laienbewegung schon seit langem bekannt war, ist eine lang ersehnte Notwendigkeit. Doch haben selbst Luther, Calvin oder Zwingli vor Jahrhunderten aus dem Ausweg der ihrer Sicht nicht weiter mit einem aufrechten Glauben vereinbaren Tun der katholischen Kirche nicht einfach aufgegeben und von vorne begonnen.

Auch Küng und der katholischen Kirche wäre das in dieser Situation nicht zu raten: Viel eher könnte man sich ausnahmsweise ein Beispiel an der Reformation nehmen. Ein Überdenken bestehender Strukturen, ein Hinterfragen von Gründen – wie es der Bischof ja bereits begonnen hat – und ein Ernstnehmen dessen, was auch die homosexuellen Menschen und Würdenträger in der katholischen Kirche umtreibt, würde dem Grundgedanken der Annahme eines jeden Christen und seiner Persönlichkeit eher entsprechen, als etwas ausschließen und im Keim ersticken zu wollen, was eben auch aus den heiligen Mauern der katholischen Kirche nicht zu verbannen ist: Homosexuelle aus den Priesterseminaren zu entfernen, den Klerus zu mahnen und schlussendlich zu versuchen, ein neue, und diesmal schwul-lesbisch-freie Kirchenführung zu etablieren, ist mindestens genauso utopisch als auch weltfremd, wie die Gründe, die der katholischen Kirche in der Vergangenheit bereits desöfteren zum selbstzerfleischender Prozesse verholfen haben.





Das wahre Gesicht der Anti-Baby-Pille

21 05 2010

Dr. Gabriele Marx wurde 1951 in Dresden geboren und arbeitet seit über 30 Jahren als Frauenärztin. Inzwischen ist sie überzeugt: „Die Einnahme der Antibabypille stellt eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar.“ Ja, sie spricht sogar vom „tödlichen Risiko“ und verschreibt inzwischen keine Pille mehr. Der Weg zum wahren Glück bestehe nicht darin, die Fruchtbarkeit mit Hormonen zu bekämpfen, sondern seine „Sexualität verantwortungsbewusst und im Einklang mit der Natur zu leben“.

Dass die evangelische Theologin Margot Käßmann am 13. Mai 2010 ausgerechnet im katholischen Münchner Liebfrauendom die Pille als „Geschenk Gottes“ bezeichnet hat, lässt sich an Dreistigkeit kaum überbieten. Unbekümmert charakterisierte sie die Pille als Hilfe zu einer „Liebe ohne Angst“ und zu einer „verantwortlichen Elternschaft“, als ob es der katholischen Kirche gerade um diese Werte nicht gehe.

Kurz zuvor hatte die nordische Bischofskonferenz, welche die Bistümer der Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden umfasst, ein deutliches Plädoyer für die weitsichtige Lehre der Kirche in der Enzyklika „Humanae Vitae“ abgelegt. In ihrem gemeinsamen Hirtenwort zum Familienkongress vom 14. bis 16. Mai im schwedischen Jönköping betonen die Bischöfe „die menschliche Sexualität“ als „Ausdruck der gegenseitigen Liebe und Hingabe zwischen den Ehepartnern“ sowie „die Hinordnung der Sexualität auf die Zeugung neuen Lebens“.

Gastbeitrag von Gabriele Marx

Seit 1980 bin ich Frauenärztin. So, wie das für viele junge Frauenärzte üblich war, habe ich zu Beginn meiner Tätigkeit künstliche Verhütungsmittel verschrieben, bis ich in meiner Praxis einige schwere Zwischenfälle erlebte. Eine 35 Jahre alte Frau hatte zweimal hintereinander einen schweren Schlaganfall erlitten. Eine 17jährige Sportlerin nahm die Pille nur zur Zyklusregulation. Folge: Halbseitige Lähmung nach schwerem Schlaganfall. Eine 25jährige erlitt einen Herzinfarkt. Drei Fälle, relativ schnell hintereinander. Wenn man die Beschreibung der Nebenwirkungen von Medikamenten auf Beipackzetteln liest, dann ist das eindrücklich, jedoch längst nicht so eindrücklich, wie wenn man einen solchen Fall in der Praxis hat.

Viele Nebenwirkungen

Ich war erschüttert. Ich schaute genauer hin und begann, mit den Frauen über ihre Zufriedenheit zu sprechen. Ich erkannte sehr schnell, dass die Frauen im Grunde genommen nur hilflos waren. Sie waren auf Verhütung aus und wussten keine anderen Mittel als die Pille, in der Annahme, das sei das kleinste Übel. Meine Skrupel wuchsen unermesslich, als ich realisierte, dass die Pille kein reiner Eisprungshemmer, sondern gar nicht selten ein Frühabtreibungsmittel ist.

Ein holländisches Forschungsergebnis der Universität Utrecht ermittelte ca. 30% Eisprünge bei den heute gängigen Hormonpräparaten. Diese Eier werden zu ca. 10% befruchtet und können sich nicht in der Gebärmutter einnisten, weil die nährende Schleimhaut fehlt. Diese wird unter der Pille nicht aufgebaut, was als zusätzlicher Sicherheitsfaktor gilt. Somit wirkt die Pille zu einem gewissen Grade frühabtreibend!

Damit begann meine kritische Auseinandersetzung mit der Verhütung allgemein: Ich riet den Frauen von der Pille ab und klärte intensiv über die Nebenwirkungen auf. Als ich 1991 meine eigene Praxis eröffnete, verschrieb ich die Pille nicht mehr.

Die Risiken und Nebenwirkungen der Pille sind nicht geheim. Sie sind veröffentlicht. Es ist daher kaum zu verstehen, warum Ärzte Hormone zur Verhütung empfehlen und die Frauen über die Nebenwirkungen im Unklaren lassen. Viele Frauen, die zu mir kommen, sagen: »Warum sind Sie die einzige, die darüber spricht?« Eine Erhebung unter 401 in Brandenburg tätigen Ärztinnen (veröffentlicht in der Zeitung für klinische Medizin) hat ergeben, dass die Ärztinnen selbst kaum mit der Pille verhüten, ganz im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung!

Auch in niedrigstmöglicher Dosierung bleiben Pillen ein hochpotentes Hormon, das dem Cortison ähnlich ist. Wissenschaftliche Studien ergeben 20 Todesfälle auf 100.000 Anwenderinnen.

Der Cholesterin-Senker Lipobay wurde am 08.08.2001 von der Firma Bayer freiwillig vom Markt genommen. Denn unter diesem Medikament gab es 0,2 Todesfälle je 100.000 Anwender! Nun ist Lipobay im Gegensatz zur Pille ein Arzneimittel für Kranke. Bei der Pille geht es dagegen um Todesfälle bei gesunden Frauen! Eine medizinisch ziemlich einmalige Tatsache.

Schlaganfall und Infarkt

Woher kommt das hohe Schlaganfall- und Infarktrisiko bei Einnahme der Pille? Die Pille gaukelt durch hohe Hormongaben dem Körper vor, eine Schwangerschaft sei eingetreten. Jetzt sorgt der Körper für schnelle Blutgerinnung. Bei der Geburt und Nachgeburt ist das wichtig, damit Blutungen rasch aufhören. Geschieht dies jedoch über Jahre hinweg, so werden die Wände der Blutgefäße porös. Es können Blutgerinnsel entstehen, die sich lösen und Blutgefäße verstopfen können. Es kommt zur Embolie oder zum Infarkt. Das kann sich in der Lunge, im Gehirn oder in anderen Organen ereignen. Die Augen können betroffen sein oder auch der Darmbereich. Das Risiko besteht unabhängig vom Alter und der Gesundheit der Frau (lediglich Übergewicht stellt immer ein besonderes Risiko dar).

Es gibt Alternativen

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Pille 2005 als krebserregend bezüglich Brust-, Leber- und Muttermundkrebs definiert. Eine weitere Folge ist die Zunahme der Sterilität. Denn die künstliche Hormongabe mit der Pille führt zur kompletten Einstellung der körpereigenen Produktion der weiblichen Hormone zur Fortpflanzung. Wird die Pille abgesetzt, weiß der Körper lange nicht, wie er damit umgeht. Weitere Folgen können Leberschäden, erhöhte Anfälligkeit für Geschlechtskrankheiten, Depressionen, Libidoverlust, Kopfschmerzen, Migräne, Haut- und Augenerkrankungen und mehr sein, auf die ich hier aus Platzgründen nicht eingehen kann.

Sehr viele Zwischenfälle werden nicht gemeldet. Experten schätzen die Dunkelziffer auf 80%. Denn es ist mühsam, viele Fragebögen auszufüllen und Nachweise zu führen, dass die jeweilige Erkrankung mit der Einnahme der Pille zusammenhängt. Doch die Pille umgibt der Mythos, das absolut sicherste Nachwuchsverhinderungsmittel zu sein. Ein falscher Mythos. Die theoretische Sicherheit bei der Pille liegt je nach Präparat zwischen 0,2 und 4,3 Schwangerschaften auf 100 Frauen, die ein Jahr lang mit der Pille verhüten. Bei der natürlichen Methode liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1,5 bis 4,1. Die Sicherheit ist also vergleichbar mit der der Pille. Die praktische Sicherheit (Anwendungssicherheit) der Pille ist noch deutlich geringer, gerade bei Jugendlichen. Die Ursachen: Pille vergessen, Antibiotika-Einnahme, Zeitunsicherheit bei der Einnahme usw… Und es ist erwiesen, dass gerade bei durch Versagen der Pille verursachten Schwangerschaften mit besonderer Härte der Abtreibungswunsch folgt.

Dennoch verschreiben Frauenärzte den jungen Mädchen die Pille, zunächst zur »Zyklusregulierung«, dann »sicherheitshalber«, falls sie mal einen Freund haben. Im Ernstfall haben sie dann weder Mut noch Motivation, »Nein« zu sagen. Angesichts der Risiken, Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen völlig unverständlich! Fruchtbarkeit, Weiblichkeit und Mütterlichkeit gehören zur Frau. Sie mittels Hormone wie eine Krankheit zu bekämpfen, ist der falsche Weg. Mich jedenfalls hat das Elend der Frauen und der Jugend veranlasst, keine Anti-Baby-Pille mehr zu verschreiben, sondern Jugendliche und Erwachsene einzuladen auf den Weg zum wahren Glück – indem sie verantwortungsbewusst und im Einklang mit der Natur leben.

Anmerkung:

Das beachtenswerte Zeugnis von Dr. Gabriele Marx wurde erstmals im Januar 2010 in „Der Durchblick“, Nr. 67, veröffentlicht.





Gleichschaltung der Geschlechter – öffentlich verordnet

29 04 2010
Vision 2000 Ausgabe 2/2010:
Gleichschaltung: öffentlich verordnet
Gender Mainstreaming: eine von UNO, EU und
westlichen Staaten gepushte Ideologie

von Gabriele Kuby

Behauptet wird, es gebe nicht zwei, sondern sechs Geschlechter.

Die Kulturrevolution setzt bei den Kindern an.
Die Gender-Ideologie kämpft gegen die Vernunft.

Ein Gespenst geht um in der Welt und dieses heißt „Gender“.
Kaum jemand kennt seinen Namen, obwohl es überaus mächtig ist
und sein Gespinst über alles geworfen hat,
was von internationalen und staatlichen Institutionen beeinflußt wird.

Dieses Gespenst ist im Begriff, einen neuen Menschen zu schaffen,
zu dessen Freiheit es gehören soll, sein Geschlecht und seine
sexuelle Orientierung zu wählen, das heißt, willkürlich zu
entscheiden, ob er oder sie Mann oder Frau sein will,
heterosexuell, schwul, lesbisch, bisexuell oder transsexuell (GLBT).

Diese Auffassung von Freiheit und Sexualität soll nach dem Willen
der UN, der EU und der Deutschen Bundesregierung den Kindern
von der Kinderkrippe an eingeprägt werden. Gender Mainstreaming
ist seit 1999 „Leitprinzip und Querschnittaufgabe“ der
deutschen Politik. Auf der Homepage des Wissenschaftsministeriums
heißt es: „Die deutsche Bundesregierung hat Gleichstellungspolitik
mittels der politischen Strategie des Gender Mainstreaming als
durchgängiges Leitprinzip und Querschnittsaufgabe festgelegt.
Damit reiht sich die Bundesregierung in die weltweiten Aktivitäten
zur wirkungsvolleren Durchsetzung von Gleichstellungspolitik ein.“

Weiter im Original auf Vision 2000 Ausgabe 2/2010:
Gleichschaltung: öffentlich verordnet

Siehe auch:
Feminismus und New Age als Vorreiter des Genderismus

Und ist es nicht sonderbar:

Der Kommunismus hat seine Unfähigkeit, einen neuen Menschen zu schaffen,
in wirtschaftlicher Hinsicht 70 Jahre lang eindeutig bewiesen.

Jetzt aber versuchen wir im Westen, einen neuen „gegenderten“ Menschen zu schaffen.
Und auch hier wird die Natur des Menschen geleugnet und ein
neuer künstlicher Mensch angestrebt.

Auch das wird schiefgehen.
Aber warum tun wir das gegen jede bessere Einsicht?





WER soll sich DA entschuldigen?

24 04 2010

von Prof.Dr. Hans Schieser
DePaul University Chicago

Da soll sich der Papst entschuldigen, ja sogar zurücktreten, weil in „Seiner“ Kirche eine Anzahl von Kindern und Jugendlichen sexuell mißbraucht wurden.

Gewiß, es ist ein Skandal, wenn auch in der Kirche so etwas vorkommt. Das kam (und kommt) jedoch in allen Kulturen vor, nur daß es bisher noch nirgends als „salonfaehig“ oder gar als „förderlich“ für die Entwicklung erachtet wurde. Das ist neu in der Geschichte, daß man jetzt sogar vom „Recht des Kindes auf sexuelle Erfahrungen“ spricht, und „Tabus“ im Bereich des Geschlechtlichen als „überholt und unhaltbar“ erklärt.

Die als Schwindel entlarvte „Forschung“ der „Anthropologin“ Margaret Mead (USA, 1901-1978) unter den Eingeborenen von Samoa („Coming of Age in Samoa“,New York: Morrow, 1928) scheint immer noch in den Köpfen der Anthropologen (und selbsternannten Pädagogen) fest zu sitzen und den Blick auf die Wirklichkeit zu vernebeln..

Mead hatte „herausgefunden“, daß die Jugendlichen auf Samoa ohne Tabus aufwachsen und ein unbeschwertes und unproblematisches Sexualleben führen. Australische Forscher haben dies schon vor über 30 Jahren als journalistisches Machwerk und grandiosen Schwindel erkannt. (siehe D. Freeman: Margaret Mead and Samoa: The Making and Unmaking of an Anthropological Myth; Cambridge, Mass: Harvard University Press, 1983; und W. Lipp, Liebe ohne Aggression: Margaret Mead’s Legende von der Friedfertigkeit der Naturvölker, Soziologische Revue 1985, Aprilheft: Seite 181f). Mead stand im Dienst von politisch-sozial(istisch)en Ideologen und fälschte „Daten“ — ein Beispiel von „akademischer Prostitution“, die bis heute in der sozialistischen Bildungspolitik vorkommt. Selbst Freud’s „Expertise“ in Sachen Sexualität hatte ihr widersprochen, wenn er fand, daß „der Verlust des Schamgefühls das erste Zeichen von Schwachsinn [ist] … und Kinder, die sexuell stimuliert werden, nicht mehr erziehungsfähig [sind].“ Er hatte in seiner Praxis erkannt, daß „die Zerstörung der Scham eine Enthemmung auf allen anderen Gebieten bewirkt, eine Brutalität und Mißachtung der Persönlichkeit des Mitmenschen“ (S. Freud, Gesammelte Werke, Band 7, London/Frankfurt 1940-1968; Seite 149) Auch Freud wird heute immer noch für die Begründung einer „nicht-repressiven“ Haltung zur Geschlechtlichkeit herbeigeholt. Aber seine Beobachtungen widersprechen vielfach diesem Bild! Seine Schlußfolgerungen, waren, wenn auch oft unwissenschaftlich, dennoch in mancher Hinsicht brauchbar. Als Befürworter der Päderastie kann man ihn kaum bemühen!

Von einer deutschen Ministerin kann man leider nicht erwarten, daß sie mit der anthropologischen und soziologischen Forschung vertraut ist, aber sie müßte mindestens die Wirklichkeit zur Kennntis nehmen. Seit in den Schulen die „Sexualkunde“ läuft, mehren sich die Probleme: Sexualverbrechen, Mißbrauch und Verwilderung und nicht zuletzt Geschlechtskrankheiten nehmen (immer noch!) zu. Publikationen und Forschungsdaten darüber sind in USA eher zu bekommen, als in Europa, wo man zB die Folgen der Abschaffung des „Pornoparagrafen“ (die Regierung Kohl mit CDU und FDP entschied damals, daß Deutschland einen „erheblichen Nachholbedarf an Pornografie hat“!) bis heute einfach verschweigt. Und Verschweigen wirft man jetzt der Kirche vor! Aber noch einfacher: die Zahl der bei uns bekanntgewordenen Fälle sexuellen Mißbrauchs steht in keinem Verhältnis zur Anzahl der massenhaften brutalen — aber ganz legalen und sogar vom Staat unterstützten („im allgemeinen gesellschaftlichen Interesse“, laut der früheren „Gesundheitsministerin“ Ulla Schmid) –Tötung ungeborener Kinder in Deutschland. Es dürften an die 300.000 im Jahr sein!

Die medizinischen und psychischen Folgen der Abtreibung (zB „Post Abortion Syndrom“) werden immer noch verschwiegen, und nicht einmal die demografischen Auswirkungen werden zur Kennntnis genommen. Das weiß heute jeder, aber es ist „kein Thema“ — also auch hier ein Verschweigen und Vertuschen!… Nun: WER muß sich DA entschuldigen, wenn das alles überhaupt entschuldbar ist? Wer müßte DA zurücktreten? Zuallererst diejenigen, die sich immer noch für eine Gesellschaft einsetzen, die „von allen Tabus und moralischen Regeln befreit“ das irdische Paradies genießen soll, jedoch in den Barbarismus zurückfällt!. Den Papst und die katholische Kirche kann man des Verschweigens nicht beschuldigen, eher muß man manchen Bischöfen den Vorwurf machen, die verschiedenen Warnungen der Päpste (zB die Enzykliken „Humanae Vitae, 1968; und „Evangelium Vitae“, 1995) nicht nur kritisiert, sondern gar nicht weitergegeben zu haben.





Argumente in der Homo-Debatte

24 04 2010

Argumente in der Homo-Debatte,
Vision 2000 2/2010

Widerlegung gängiger Behauptungen

Behauptung: Homosexualität ist genetisch bedingt. Homosexuelle werden eben so geboren.
Trotz intensiver wissenschaftlicher Forschungen gelang es nicht, einen genetischen Ursprung für Homosexualität zu beweisen. Auch die Untersuchung des Verhaltens von Zwillingen deutet nicht auf eine Erbanlage hin. Neil Whitehead, Biochemiker, faßt in My Genes Made Me Do It! A Scientific Look at Sexual Orientation (1999) den Stand des Wissens zusammen: „Homosexualität ist nicht angeboren, nicht genetisch diktiert und nicht unabänderlich.“

Homosexuelle können ihr Verhalten nicht ändern.
Dazu ein Zitat: „Einige Therapeuten haben sich schriftlich ausführlich über die positiven Ergebnisse der Therapie für gleichgeschlechtliche Veranlagung geäußert. (…) Besprechungen der Behandlung für ungewünschte gleichgeschlechtliche Veranlagungen zeigen, daß sie genauso erfolgreich ist wie die Behandlung für ähnliche psychologische Probleme: Etwa 30% erleben eine Befreiung von den Symptomen und weitere 30% erfahren eine Besserung“ (Homosexuality and Hope). Und Robert Spitzer, Mitverantwortlich für die Streichung der Homosexualität aus der Liste der psychischen Erkrankungen 1973 (siehe Seite 11) nach eingehendem Studium im Jahr 2000: „Ich bin überzeugt, daß viele Menschen beträchtliche Erfolge erzielt haben, um heterosexuell zu werden (…) Das hat Nachrichtenwert (…) Ich begann diese Studie als Skeptiker. Jetzt behaupte ich, daß diese Veränderungen durchgehalten werden können.“

„Gleiches Recht für gleiche Liebe“.
Mit diesem Schlagwort wird die staatliche Anerkennung homosexueller Verbindungen gefordert. Im Zusammenhang mit dieser Behauptung ist zu klären, warum der Staat die Ehe mit besonderen Rechten ausstattet. Der Grund: Weil sie der privilegierte Ort der Fortpflanzung ist. Die lebenslange Verbindung von Frau und Mann ist das ideale Umfeld für die Entwicklung des Kindes zum psychisch und physisch gesunden Erwachsenen. Um ein Schlagwort der „Grünen“ zu verwenden: Die Ehe ist der Raum „artgerechter Haltung“ des Menschen. Der Slogan „Gleiches Recht für gleiche Liebe“ verdunkelt diese Tatsache und lenkt den Blick auf die Emotion, die keinerlei öffentliche Bedeutung hat. Der Staat begünstigt die Ehe unabhängig von der Gefühlslage der Partner.

Die „Homo-Ehe“ schadet der Ehe nicht, beide können koexistieren.
Die Anerkennung der „Homo-Ehe“ zerstört den Begriff Ehe, weil deren Wesen, nämlich eine fruchtbare Verbindung von Mann und Frau zu sein, verdunkelt wird. Der Begriff Ehe wird im Kern verändert: Er wird zum Zusammenschluß beliebiger Personen zum Zweck des Austauschs sexuell erregender Handlungen.
Die Kirche erlaubt unfruchtbaren Menschen zu heiraten, also kann sie dieses Recht Homosexuellen nicht verwehren.
In der Ehe eines unfruchtbaren Paares wird der Akt des Geschlechtsverkehrs gesetzt, der an und für sich die Möglichkeit einer Zeugung birgt – auch wenn diese aus bestimmten biologischen oder psychischen Bedingungen verhindert wird. Bei Homosexuellen ist die sexuelle Aktivität von Natur aus und grundsätzlich unfruchtbar.

Die Ablehnung der Kirche ist Ausdruck ihres Homosexuellen -Hasses.
Christen werden in jeder einschlägigen kirchlichen Äußerung dazu aufgefordert, zwischen den Personen und deren Tun zu unterscheiden. Wie jeder andere Mensch auch ist der homosexuelle Mensch liebenswert. Jesus Christus ist für alle am Kreuz gestorben, Er will alle retten. Eben deswegen ist es so wichtig, homosexuelles Tun als sündhaft zu bezeichnen, um den Betroffenen die Chance für eine Umkehr zu eröffnen. Lieblos wäre es, ihr Tun zu rechtfertigen.

Homosexuellen die Ehe vorzuenthalten ist diskriminierend.
Die Ehe ist die Verbindung eines Mannes mit einer Frau, wobei beide ehefähig sein müssen. Jeder andere Zusammenschluß (Mann + Mann, Frau + Frau, Mann + Säugling, Frau + Kleinkind, Mensch mit Hund…) ist eben keine Ehe. Dies festzuhalten ist eine Klarstellung dessen, was der Begriff Ehe bezeichnet und keineswegs eine Diskriminierung von Verbindungen, die nun einmal keine Ehe sind.

Homosexuelle Liebe ist genauso lebensträchtig wie jede andere Liebe.
Um das zu beurteilen ist es gut, einige Merkmale homosexueller Beziehungen aufzuzeigen: Die Promiskuität (insbesondere unter männlichen) Homosexuellen ist weit überdurchschnittlich hoch. Partnertausch gehört zum Lebensstil. Auch in relativ stabilen Beziehungen kommt es häufigen sexuellen Beziehungen mit Außenstehenden. Die Ergebnisse von Befragungen sind unterschiedlich, legen aber nahe, daß für Homosexuelle 100 bis 500 Sexualpartner gehabt zu haben – sehr oft handelt es sich um Personen, die einander gänzlich fremd sind –, nicht außergewöhnlich ist.
Daß dies ein belastender Lebensstil ist, zeigen folgende Daten: Homosexuelle sind weit überdurchschnittlich von Geschlechtskrankheiten und Aids betroffen. Drei von vier lesbischen Frauen sind in psychotherapeutischer Behandlung, homosexuelle Männer sind sechsmal selbstmordanfälliger als heterosexuelle. Weitverbreitet ist unter ihnen der Alkoholismus und der Drogenmißbrauch. Ihre Lebenserwartung ist erheblich reduziert. Kinder aus homosexuellen Partnerschaften sind erheblich öfter sexuellen Übergriffen der Betreuungspersonen ausgesetzt (siehe auch die Homepage von „Exodus“, die Homosexuellen hilft, von ihrer Lebensform loszukommen: www.exodusglobalalliance.org/ishomosexualityhealthyp60.php)
Es gibt das Menschenrecht, eine Ehe zu schließen. Dieses darf man niemandem verwehren.
Es stimmt, dass es ein Menschenrecht ist, eine Ehe einzugehen, nach freiem Entschluß. Aber das gilt allerdings nur insofern, als es sich um einen Zusammenschluß von Mann und Frau im Hinblick auf Nachkommenschaft handelt. Alle anderen Formen des Zusammenlebens haben ausreichende zivilrechtliche Möglichkeiten, ihre Beziehungen rechtlich zu gestalten.

Darf es keine Liebe zwischen Personen des gleichen Geschlechts geben?
Selbstverständlich darf es sie geben. Ja, sie soll es sogar geben. Aber sie hat sich geeigneter Ausdrucksformen zu bedienen. Dabei muß eine solche freundschaftliche Liebe keineswegs auf körperliche Zeichen der Zuneigung verzichten. Diese drücken dann die bestehende geistige Nähe körperlich aus (durch Umarmung z.B), zielen aber keineswegs auf sexuelle Erregung ab. Denn diese ist der Beziehung von Mann und Frau vorbehalten und sie hat ihre Wurzeln im naturgegebenen, auf Ergänzung und Fortpflanzung ausgerichteten Spannungsverhältnis der Geschlechter. „Homosexuelle Liebe“ ist fundamental selbstbezogen, wie der niederländische Psychologe Gerard van den Aardweg, ein Experte zum Thema Homosexualität feststellt: „Der Begriff neurotisch beschreibt solche Beziehungen sehr gut. Er hebt den Egozentrismus der Beziehung hervor; Das Suchen von Aufmerksamkeit anstatt des Liebens.“
Man darf homosexuellen Paaren die Adoption von Kindern nicht vorenthalten.

Christl Vonholdt führt
(siehe
Vision 2000 Ausgabe 2/2010 – Inhalt – Als Ideologie die Wissenschaft besiegte
wichtige Gründe dagegen auf:

– Jedes Kind hat ein Recht auf Mutter und Vater. In der Struktur einer homosexuellen „Familie“ wird dieses Recht dem Kind geplant und bewußt verwehrt.
– Ein Kind, das in dem Bewußtsein aufwächst, seine beiden Eltern seien zwei Frauen oder zwei Männer, wird in seinem Wissen um seinen zweigeschlechtlichen Ursprung manipuliert. Das wird sich negativ auf seine Identitätsbildung auswirken.
– Verschiedenheit ist immer ein größerer Entwicklungsanreiz als Gleichheit. Die Forschung der letzten 40 Jahre zeigt über?einstimmend, daß Mutter und Vater geschlechtsabhängig Verschiedenes in die Entwicklung der Kinder einbringen. Ein Kind, das bei einem homosexuell lebenden Männer- oder Frauenpaar lebt, ist daher von vornherein in seinen Entwicklungsmöglichkeiten benachteiligt.
– Es gibt erhebliche Lebensstilunterschiede zwischen homosexuell und heterosexuell lebenden Paaren. Statistisch gesehen ist die Promiskuität bei homosexuell lebenden Männern deutlich höher als in einer üblichen Vater-Mutter-Beziehung. Das wirkt sich destruktiv auf die Bindungsbedürfnisse von Kindern aus.
– Die allermeisten Studien, die eine angebliche Gleichheit von homosexueller mit heterosexueller Elternschaft behaupten, haben gravierende methodische Mängel.
– Für die lesbisch lebende Frau ist es kennzeichnend, daß sie den Mann und das Männliche in der Nähebeziehung nicht haben will oder haben kann. Dies wird sich erschwerend und hemmend auf die männliche Identitätsentwicklung von Jungen auswirken.
– Für das Mädchen ist der Vater das wichtigste Rollenvorbild dafür, was es selbst einmal von einem Mann erwarten kann. Studien zeigen: Adoleszente Mäd?chen, die ohne Vater aufgewachsen sind, haben größere Nähe-Distanzprobleme zu gleichaltrigen Jungen und werden häufiger ungewollt schwanger.

Weiter im Original auf

Vision 2000 Ausgabe 2/2010 – Inhalt – Argumente in der Homo-Debatte

Siehe auch:

10 Gründe gegen Adoptionsrecht

Homo-Ehe–> Witwenrente –> Adoption –> ???





Kommentar von Gabriele Kuby zu den Mißbrauchsfällen in der katholischen Kirche

26 03 2010




Europa im Werteverfall – das Werk der Zerstörer

17 03 2010
Europa im Werteverfall
von Marie Luise Schellen

Eine Kultur, die Familie und das Mütterliche
nicht auf die oberste Stufe ihrer Werteordnung stellt,
wird auf Dauer nicht überleben.

Ob die Lobbyisten der Abtreibung,
die Propagandisten zur Abschaffung der bürgerlich-klassischen Familie,
Euthanasiebefürworter oder machtbewusste Genforscher,
sie alle haben ein Ziel:
:arrow: das christliche Europa zu beerdigen.

:?: Aber warum geht das so einfach?
Wo sind die Christen?
Die übergroße Mehrheit, und vor allem
die junge heranwachsende Generation
wollen diese Entwicklung nicht.
Sie leben die verächtlich gemachten „Sekundärtugenden“,
wissen wie wichtig Familie ist
und was der Kitt ist, der Familie zusammenhält.

BELGIEN
Ein konfessionelles Krankenhaus ist von der Schließung bedroht, weil dort die gesetzlich festgelegte „Tötung auf Verlangen“ abgelehnt wurde.

SCHWEDEN
Die schwedischen Kindertagesstätten ab dem 1. Jahr des Kindes
entpuppen sich nach 25 jähriger Erfahrung als das
größte wirtschaftliche und soziale Desaster des Landes.
In den Schulen herrscht Gewalt.
Eltern und Lehrer werden bedroht.
Jedes dritte Kind leidet an psychischen Störungen.
Drogen-Depression und Alkoholprobleme unter Jugendlichen
nehmen beängstigend zu.
Eine massive Propaganda für ein frühes
Weggeben der Kinder in Tagesstätten hat bewirkt,
dass junge Eltern häufig einen totalen Mangel an Selbstvertrauen
in ihre eigenen Fähigkeiten als Eltern haben.
In den Gesetzbüchern wurde das Wort Familie
durch das Wort Haushalte ersetzt.

DÄNEMARK
Alleinstehende Frauen und selbsterklärte Homo-Frauen können künftig kostenlos im Reagenzglas Kinder zeugen.

PORTUGAL
Die regierenden Sozialisten möchten den ungeborenen Bürgern das Lebensrecht aberkennen.

SPANIEN
Kinder sollen mit der Lehrplanreform schon als Zehnjährige, als Ersatz für Religionsunterricht, homo-ideologischem Propagandamaterial ausgesetzt werden und erfahren, dass es verschiedene „Formen von Familie“ gibt.

EUROPA-PARLAMENT
Mit großer Mehrheit haben die
Abgeordneten des Europäischen Parlaments
am 10.Februar 2010
den ungehinderten Zugang zu Abtreibung gefordert.

Weiter im Original auf DIE FREIE WELT!





Sexueller Mißbrauch! – Wen wundert es?

3 03 2010

Foto: Maly Krtek

von Inge Thürkauf

Kindesmißbrauch hinterläßt oft unheilbar seelische Leiden. Die Aufdeckung dieser Vergehen an unmündigen Kindern hat höchste Priorität. Die Bemühungen der Vertreter der Kirche, Leitlinien im Umgang mit Mißbrauch zu erstellen, sind anzuerkennen, ebenso ihr uneingeschränktes Schuldbekenntnis in Bezug auf die Vernachlässigung bekanntgewordener Fälle. Doch wird ein Hinweis auf wesentliche Ursachen dieser Vergehen vermißt, der genannte Verweis auf die 68-er Revolution umschreibt eher einen Gemeinplatz. Seit Jahrzehnten beherrscht ein aus dieser Revolution hervorgegangenes Zerstörungsprogramm die gesellschaftliche und kirchliche Szene, von dem jedoch niemand spricht.

In seinem 1997 erschienen Buch „Psychotechniken – die neuen Verführer, Gruppendynamik – die programmierte Zerstörung von Kirche und Kultur“ hat Michael Weber sich mit den entscheidenden Hintergründen einer schleichenden Unterwanderung unserer Gesellschaft auseinandergesetzt. In gruppendynamischen Kursen, die bis in die Priesterseminaren hineinreichen, werden Priester psychotechnisch umerzogen. Der Vorgang ist der einer Gehirnwäsche ähnlich. Das Ziel ist die Veränderung der Wertvorstellungen und des zwischenmenschlichen Verhaltens der Teilnehmer. Durch diese Techniken wird der Mensch aus all seinen Bindungen geworfen. Zurück bleibt ein isoliertes, angeblich befreites, seiner Persönlichkeit beraubtes Wesen. Wie mir Priester aus den verschiedenen Diözesen mehrfach bestätigt haben, gibt es faktisch keine Priesterausbildung mehr, die nicht gruppendynamisch geprägt ist. Dabei sind manche dieser Kurse in einer Art aufgebaut, die mit ruhigem Gewissen als schwachsinnig und in mancher Beziehung sogar als schamlos bezeichnet werden können. Bei verpflichtenden Kursen für Priesteramtskandidaten wird gezielt auf eine Sexualisierung der jungen Männer hingearbeitet, und der unvermeidbare Gruppendruck lähmt den Willen der Teilnehmer, sich gegen diese Praktiken aufzulehnen. Bekannt ist ein gruppendynamisches Programm aus dem Theologenkonvikt in Freiburg i.Br. von 1992. Dort wurden die Priesteramtskandidaten angewiesen, einen Fragebogen auszufüllen, in dem sie ihre sexuellen und erotischen Erlebnisse, Ausdrucksmöglichkeiten und Befindlichkeiten detailliert zu schildern hatten. Es wurde, so sahen es einige Teilnehmer, von ihnen eine „exhibitionistische Schilderung“ verlangt, die eine „Stimmung des Schockiertseins“ hervorrief. Ein Ausstieg aus dieser Übung war nicht möglich.

Die Aussagen des Regens des Bamberger Priesterseminars Martin Emge (DT vom 25. Februar 2010) weisen genau auf die oben geschilderte Richtung hin. Sein Ausbildungsprogramm zielt auf „eine seminarinterne pastoralpsychologische Ausbildung“, wo „in sozialen und pastoralen Praktiken Beziehungs- und Liebesfähigkeit trainiert“ werden soll, „um menschliche Nähe aushalten und in angemessener Weise geben zu können.“ Ob ein Training zur Liebesfähigkeit für den priesterlichen Dienst tauglich macht, ist eine ernstlich zu stellende Frage. Kritiker dieser nun schon seit vierzig Jahren durchgeführten Methoden resümieren, daß diese Praktiken zu einem herben Verlust der Berufungen, zur Förderung der Homosexualität und zur Desorientierung der priesterlichen Bestimmung geführt haben. (Der Priestermangel hat nicht zuletzt auch hier seine Ursachen.)

Da trotz aller Warnungen die „pastoralpsychologischen“ Methoden nach wie vor angewandt werden, müssen wir uns über die moralische Kraftlosigkeit der Priester nicht wundern. Dazu kommt, daß in den letzten Jahrzehnten in manchen Priesterseminaren die für die priesterliche Ausbildung notwendige Spiritualität in nicht zu verantwortendem Maße vernachlässigt wurde. In nicht wenigen Fällen wurde das Ersuchen der Seminaristen nach eucharistischer Anbetung und nach dem gemeinschaftlichen Gebet des Rosenkranzes mit der Drohung abgeblockt, die Betreffenden einer psychiatrischen Untersuchung unterziehen zu lassen.

Als Jesus an Petrus das Hirtenamt übertrug, fragte er ihn nur dies eine: Liebst du mich? Er fragte ihn nicht, in welchem Fach er promoviert oder wieviele Publikationen er schon veröffentlicht habe, sondern nur: Liebst du mich? Dreimal fragte er ihn, und nach dessen Versicherung, daß er ihn liebe, folgte die dreimalige Forderung des Herrn an ihn: Weide meine Lämmer, weide meine Schafe. Wenn der Priester Jesus auf petrinische Weise liebt, wird er an der Liebe Jesu zu den Menschen das Maß für den Hirtendienst nehmen und sein Dienst wird zum Segen für die ihm Anvertrauten werden. Zu dieser Liebe die angehenden Priester hinzuführen, sollte das Ziel eines jeden Regens sein.





Die Folgen der Freizügigkeit – das Tabu unserer Zeit

9 02 2010

von Inge M. Thürkauf

Jede Zeit hat ihre Tabus. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde das Thema Sexualität in der öffentlichen Diskussion kaum angesprochen. Heute ist es zum alles bestimmenden Leitgedanken in sämtlichen Medien geworden. Tun, worauf man Lust hat, wird zum ersten Gebot erklärt. Selbstverwirklichung, Emanzipation, sexuelle Befreiung werden als einzufordernde Freiheitsrechte propagiert. Moralisch-ethische Normen sind nebensächlich. Nur über die Folgen dieser Freizügigkeit wird geschwiegen, sie sind zum neuen Tabu geworden.

Es wird verschwiegen, daß sich die Zahl der Sexualstrafen bei Minderjährigen in den letzten Jahren in erschreckendem Maß vermehrt hat. Es wird verschwiegen, daß die in unserem Land um sich greifende sexuelle Verwahrlosung uns in nicht allzu ferner Zukunft eine Zunahme von psychischen Erkrankungen bescheren wird. Denn die Konfrontation von Jugendlichen und sogar von Kindern – oft schon im Alter von 8 – 10 Jahren oder noch früher –mit Gewalt- und Sexspielen, mit jeder Abart und Verirrung des menschlichen Geistes im Fernsehen und hauptsächlich im Internet führt früher oder später zur Zerstörung sämtlicher Wertvorstellungen und in der Folge zu Orientierungslosigkeit, Depressionen, sowie zu sexueller Enthemmung. Pädagogen, Seelsorger und Psychologen sprechen heute schon offen von den kaputten Kindern und der sexuellen Tragödie in unserm Land.

Das Buch ONLY YOU von Gabriele Kuby rüttelt an schlafende Gewissen, die aufhören zu denken, wenn sie ahnen, daß sie in Widerspruch zum Mainstream kommen könnten. Wenige haben den Mut, gegen diesen Strom zu schwimmen. Wer es trotzdem wagt, wer anfängt darüber nachzudenken, was der verheißene Spaß der sexuellen Befreiung an Wellness letztendlich gebracht hat, ist „ein Philosoph, ein Liebhaber der Weisheit.“ Weisheit aber „gewinnt man nur durch die Bereitschaft, nach der Wahrheit zu fragen und sie zu tun“.

Es ist eine traurige Tatsache, daß durch den seit Jahren praktizierten verpflichtenden Sexualunterricht in den Schulen, viele Kinder und Jugendliche sich unter dem Druck sehen, sexuell aktiv sein zu müssen. So wird Sex für die meisten zu einem völlig normalen rein technischen Akt – und niemand sagt ihnen „daß das ‚Normale‘ in Wirklichkeit krank ist“. Die jungen Menschen müssen erst einmal begreifen lernen, was Liebe sein könnte, vor allem, wenn sie zu Hause nie eine innige Bindung erfahren haben. Liebe, so die Autorin, kann man nicht machen und nicht kaufen. Man kann sie nur in Freiheit geschenkt bekommen und dann wieder schenken.

In ONLY YOU – GIB DER LIEBE EINE CHANCE behandelt Gabriele Kuby gegenüber ihren jugendlichen Ansprechpartnern die ganze Skala des Verhaltens zwischen den Geschlechtern: das Schlechte und Schädliche, das Beglückende und Heilige. Mit dem ihr eigenen sprachlichen Talent versteht sie die heiklen Themen im Umfeld von Sexualität lesbar zu machen.

Finanzexperten empfehlen in der gegenwärtigen Krise dem verunsicherten Zeit-genossen, seine Ersparnisse in sichere Sachwerte anzulegen, „bevor das System hyperinflationär verpufft“. Gibt es ein sichereres und über dies sinnvolleres Wertaufbewahrungsmittel, als das kleine Buch ONLY YOU – GIB DER LIEBE EINE CHANCE in die Hände jener zu legen, die noch so viel Zukunft und Möglichkeiten haben, die aber nicht wissen, was sie mit dieser Freiheit anfangen sollen; die das Kostbarste in ihnen verschleudern, weil niemand zu ihnen von ihrer Würde spricht. Eine Jugend, die weiß, mit Freundschaft, Liebe und Geschlechtlichkeit umzugehen, wird zwischen Glück und Spaß unterscheiden können, weil sie lieben gelernt hat im Vertrauen darauf, daß der Gott der Liebe der Dritte im Bunde ist.