Sind parlamentarische und direkte Demokratie nicht vereinbar?

27 05 2012

Kritik an österreichischem Bundespräsidenten

Direkte Demokratie ist gerade nicht nur in Deutschland Mode: Auch bei den österreichischen Nachbarn macht man sich Gedanken, wie man die Bürger stärker am politischen Prozess beteiligen kann. Und auch in der Alpenrepublik scheint man sich des richtigen Mittels sicher zu sein: Mehr Partizipation könne durch Volksabstimmungen erreicht werden. Und genau aus diesem Grund haben sich die Parteien übergreifend auch für eine rasche Umsetzung von Gesetzesvorlagen eingesetzt, die den Weg dorthin erleichtern sollen.

Es klingt alles so idealistisch, wäre da nicht der österreichische Bundespräsident: Er hat aktuell in einem Interview verlauten lassen, dass er vor übereilten Schritten in Sachen direkter Demokratie warne. Fischer begründet seine Haltung mit dem Argument, dass das Parlament in wichtigen Entscheidungen nicht übergangen werden dürfe – und nicht gleichzeitig auch den Wähler in Schutz: Den Bürgern dürfe nicht zugemutet werden, Aufgaben und Entscheidungen, die die Abgeordneten zu treffen hätten, zu übernehmen. Diese Abwälzung der Arbeit sehe er kritisch.

Von allen Seiten erntete der Bundespräsident dafür Kritik – abgehoben und mit kaiserlichen Allüren spreche er. Und dabei wirken Fischers Worte eher wie ernst gemeinte Sorgen um die Wähler, die er nicht überfordern möchte. Ein überzeugtes Bild von einem mündigen Bürger vermitteltes dies allerdings wirklich nicht. Von einem Staatsoberhaupt dürfte man mehr Vertrauen in sein eigenes Volk erwarten.

Aber passen parlamentarische und direkte Demokratie denn vielleicht wirklich nicht zusammen? Oder hat Fischer lediglich nicht verstanden, dass der Souverän auch in Österreich das Volk ist? Fakt ist: Wer parlamentarische Demokratie als Alleinherrschaft von Bundestag (Nationalrat) oder Landtagen sieht, sollte nochmals einige Stunden Politikunterricht nachholen. Das repräsentative Element einer Demokratie, in der die Wähler einen Auftrag an ihre Abgeordneten geben, braucht zwingend das Gegengewicht und die Unterstützung der Partizipation. Und diese auf den Wahlgang alle paar Jahre zu beschränken bedeutet, sich über eine ganze Wahlperiode nicht auf den Prüfstand stellen zu lassen.

Daher mag der Vorwurf der Arroganz an den österreichischen Bundespräsident zwar nicht falsch sein – doch Fischer ist nicht der einzige europäische Politiker, der sich offenkundig sicher scheint, dass der Wähler per Stimmabgabe einen Freifahrtsschein für vier oder fünf Jahre erteilt. Gerade in sachpolitischen Entscheidungen von großer Dimension und Bedeutung fühlen sich viele Abgeordnete mit der Materie allein gelassen – und können daher froh sein, sich klare Wegweisung von den Stimmberechtigten abzuholen. Direkte Demokratie heißt eben nicht nur, dass der Bürger das Recht bekommt, seinen gewählten Volksvertretern zu konkreten Fragen ein Meinungsbild zu vermitteln. Elementares, das ein Land in seiner Gesamtheit zu tragen hat, muss auch von einer breiten Bevölkerungsmehrheit unterstützt werden. Da, was bei Bundes, Landtags- oder Kommunalwahlen am Wahltag parteigebunden zur Abstimmung steht, ist ein Bündel an Positionen, das keine Erkenntnis über einzelne Haltungen bei ableiten lässt. Daher ist es auch für die Parlamentarier eine Entlastung, wenn er sich aktuell, losgelöst von Parteigrenzen die Stimmung des Wahlvolkes zu expliziten Sachentscheidungen abholen – und sich mit seinem Votum letztlich daran messen lassen kann.

Ein Bahnhof hat gezeigt, welch enorme soziale Spaltungskraft ein Sachthema haben kann: „Stuttgart 21“ ist lebendiges Beispiel dafür, dass die Entscheidung des Volkes gut war. Nicht nur, dass sich manche Diskussion vom Emotionalen zurück ins Argumentative bewegt hat. Auch können die Parlamentarier in ihren weiteren Entscheidungen nun mit eindeutigem Rückenwind der Bevölkerung – und damit erleichtert und sicher – debattieren.

Somit tut nicht nur der österreiche Bundespräsident im Sinne der Abgeordneten und des Volkes gleichermaßen gut daran, parlamentarische und direkte Demokratie nicht gegeneinander auszuspielen, sondern sie als notwendiges Miteinander in der Weiterentwicklung eines Partizipationsverständnisses der Zukunft zu betrachten.

Dennis Riehle

 





Das “Betreuungsgeld“ ist an allem schuld

27 05 2012

Ungelernte sollen’s richten – und den Fachkräften wird’s mangeln…

In Sachen Betreuungsgeld werden die Argumentationsformen immer grotesker: Während die Landesgruppenvorsitzende der CSU im Bundestag, Hasselfeldt, nochmals den Anspruch unterstrichen hat, „Hartz IV“-Empfängern die Leistung nicht ausbezahlen zu wollen, müssen sich Eltern, die ihre Kleinsten künftig in die „Kita“ geben wollen, wohl bald ernsthafte Gedanken um die qualitative Versorgung ihrer Kinder machen:

Um der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken und somit die kommunalen Ausgaben für soziale Hilfen zu verringern, fordern Städte und Gemeinden in der derzeitigen Debatte nun, Ungelernte in Kindertagesstätten einzusetzen. Offiziell wird der Mangel an Erziehern als Grund genannt – schlussendlich läuft alles aber auf ein ähnliches Ergebnis hinaus: Parteien und Verbände gaukeln Erziehungsberechtigten in Deutschland nicht nur durch einen Gesetzesanspruch auf einen Betreuungsplatz für ihre Kinder vor, dass das Aufwachsen unter fremder Obhut die sozialen Interaktionen von ihren Jungen und Mädchen fördere und entwicklungspsychologisch keinerlei Nachteile gegenüber einem geregelten und von einer festen, leiblichen Bezugsperson selbst wahrgenommenen Betreuen bietet. Nein, nun wird Eltern, die möglicherweise immer noch fester an Aufstieg im Beruf als an Karriere in Familie glauben, auch noch der Anschein untergejubelt, die Kindern seien in „Kitas“ bestens aufgehoben – wenn die Personaldecke möglicherweise mit „1 Euro-Jobs“ aufgefüllt wird.

Niemand will Arbeitslosen ohne Ausbildung und Qualifikation mangelnde Feinfühligkeit oder unzureichend erlernbare Kompetenz unterstellen – doch es ist gerade die Kinderbetreuung in den ersten Lebensjahren, die nicht nur Erfahrung, sondern auch Fachwissen braucht. Von Bindungsgefühlen wie beim echten Vater und tatsächlicher Mutter ganz abgesehen – soziales Fingerspitzengefühl, Verantwortungsbewusstsein und Leidenschaft können nicht erzwungen werden. Und gerade eine zwanghafte Verpflichtung zur Arbeit in „Kitas“ wäre der größte Schaden, der letztlich zu Lasten vom Wohl der Kinder geht. Erzieher braucht das Land zweifelsohne – denn auch ein Betreuungsgeld wird nicht alle überzeugen. Statt zu klagen, muss es den kommunalen Schrei nach Berlin geben – immerhin kommen zu wenige Erzieher nicht von irgendwoher. Die Bedingungen für deren Arbeit machen im Ansatz deutlich, wie stiefmütterlich und -väterlich unser Land in der Vergangenheit denen gegenüberstand, die die Kinder ohne jegliche finanzielle Anerkennung zuhause großgezogen haben.

Dabei geht es längst auch um die Frage der Gefühle, die Mütter oder Väter nach Jahren im Beruf plagen: In Fernsehsendungen berichten die, die den Job hingeschmissen haben, weil das Schuldbewusstsein gegenüber einem in der Krippe „abgegebenen“ Kind unerträglich wurde. Das Betreuungsgeld ist keine Leistung, mit der sich „Hart IV“-Empfänger ein schönes Leben machen wollen. Wenn die CSU-Abgeordnete in die Westerwell’sche „spätrömische Dekadenz“ einstimmen will, hat sie vom eigentlichen Sinn des Betreuungsgeldes überhaupt nichts verstanden. Denn jeder, der sein Kind betreut – ob arbeitslos oder im Beruf – muss Anspruch darauf haben, dass erbrachte Leistung für das Gemeinwohl honoriert wird. Die Befürchtung, mit der Auszahlung von Betreuungsgeld an Arbeitslose die Motivation zu neuer Beschäftigungsaufnahme zu schmälern, bleibt solange Unsinn, wie das Vertrauen der Politik in Eltern schmalspurig ist.

In den Kanon der Meinungen stimmt immer häufiger nun auch die Arbeitnehmerseite ein, die sich ausnahmsweise dem Gegenüber der Arbeitgeber anschließt und erhebliche Benachteiligungen insbesondere für erziehende Frauen sieht. Das Betreuungsgeld alleine ist ein Baustein von vielen Elementen, die zu mehr Gerechtigkeit und Aufwertung des Familienbildes in Deutschland beitragen. Ein weiterer Komplex ist unter anderem die politische Aufgabe, Müttern nach der Erziehung den Einstieg zurück ins Erwerbsleben wieder zu erleichtern. Statt sich stur gegen die Anerkennung von Erziehungsleistung zu stellen, sind es Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die die hohe Fachkompetenz, die Erziehende in der Zeit zuhause erworben haben, als Maß der Dinge für Vorteile bei der Bewerbung sehen sollten, wenn es um die Wiedereingliederung von Vater oder Mutter geht.

Die Arbeitgeber befürchten durch das Betreuungsgeld einen Fachkräftemangel, weil gerade weibliche Qualifizierte damit an die Erziehung gebunden würden. Dass der Mangel an Fachpersonal wesentlich an exogenen Faktoren wie nicht mehr erschwinglichen Lebenshaltungskosten in unseren Städten festzumachen ist, bleibt bei aller Polemik natürlich unberücksichtigt.

Ob Väter oder Mütter – wer dem eigenen Kind öfter begegnet als um 19.55 Uhr, kurz nach dem Abendessen oder dem Feierabendbier und vor dem Beginn der „Tagesschau“, wird letztlich vor allem mit reinerem Gewissen und größerer Erfüllung leben können. Es darf nicht allein das Betreuungsgeld – oder besser ein vollkommenes Erziehungsgehalt mit entsprechendem Rentenanspruch – sein, dass zum Entschluss führt, Kinder von einem Familienmitglied aufziehen zu lassen. Doch das Nachdenken und Reflektieren wird heute eher angeregt, wenn Bares im Hintergrund steht – leider. Abhängig davon: Nur ein Staat, der Familienleistungen auch finanziell würdigt, darf sich als solidarisch, sozial, nachhaltig, verantwortungsvoll und dem demografischen Wandel gegenüber gewappnet sehen.

Dennis Riehle





Forderung nach Erziehungsgeld zeigt Verantwortung gegenüber der Zukunft

10 04 2012

Ruf nach Überwindung ideologischer Grabenkämpfe

Selten war der ideologische Graben so weit geöffnet, wie er es nun wieder in Sachen „Betreuungs“- und „Erziehungsgeld“ ist: Während Teile der Union sich an der im Koalitionsvertrag festgehaltenen Einführung orientieren, sind es vor allem Reihen der FDP, die in die „Main-Stream“-Polemik der „Grünen“ einstimmen und mit Argumenten daherkommen, die auf ziemlich wackeligen Beinen stehen. Der Gleichbehandlungsgrundsatz aus der Verfassung lasse es nicht zu, Eltern, die ihre Kinder zuhause betreuen und erziehen, mit einer gesonderten finanziellen Unterstützung zu bevorteilen. Außerdem würde das Heranwachsen der Kinder im häuslichen Umfeld damit im Wert der Alternative von Kindertagesstätten bevorzugt – Eltern, die ihre Kleinen bereits in frühen Jahren tagsüber unter Aufsicht geben, würden diskriminiert und „Rabenväter“ und „-mütter“ geschimpft.

Zunächst gilt es, mit falschen Darstellungen aufzuräumen: Eine Bevorzugung kann im „Betreuungs“- oder „Erziehungsgeld“ wahrlich nicht gesehen werden: Gerade die, die sonst auf Gerechtigkeit pochen, sollten erkennen, dass der finanzielle Beitrag, der Familien zugestanden wird, wenn sie sich für ein Aufwachsen der Kinder im eigenen Wohnumfeld entscheiden, lediglich eine angemessene Entlohnung dafür ist, dass sich gerade Mütter bewusst bereit erklären, auf Karriere und den großen monetären Erfolg zu verzichten, um für die eigenen Kinder da zu sein. Dass seit Jahrzehnten der Respekt vor dem Erziehungsauftrag und vor der Leistung, die Hausfrauen und Hausmänner erbringen, beschämend gering ist, muss eben auch auf die Tatsache zurückgeführt werden, dass es einigen politischen Kräften bisher nicht wert war, einen finanziellen Ersatz für diejenigen bereit zu stellen, die nicht Ertrag durch Arbeit erhalten, dafür aber in das gesunde Aufwachsen der nächsten Generation investieren. Das Erziehungsgeld behandelt niemanden nachteilig, der es nicht in Anspruch nimmt.

Immerhin sehen alle Gesetzesvorlagen, die von Relevanz sind, auch vor, dass vollkommene Entscheidungsfreiheit besteht. Mit dem Betreuungsgeld werden lediglich finanzielle Ausfälle, die durch das Zuhausebleiben der Erziehenden entstehen, ausgeglichen. Das entspricht einem völlig normalen Verständnis von gerechtem Ausgleich. Niemand wird gezwungen, die eigenen Kinder selbst zu betreuen oder davon abgehalten, sie in eine Kindertageseinrichtung zu geben. Und doch schafft das Erziehungsgeld einen Anreiz, die grundgesetzliche Verantwortung von Eltern, Kinder großzuziehen, nicht aus den Händen zu geben. Wer dem Betreuungsgeld mit dem Argument begegnet, es nehme das emanzipatorische Recht der Frauen auf Selbstbestimmung in Sachen beruflicher Karriere und Selbstentwicklung, sei darauf hingewiesen, dass mehrfach Studien auf den nachdrücklichen Vorteil des gesunden Heranwachsens hingewiesen haben, das im elterlichen Umkreis – und eben nicht von früh an in Betreuungseinrichtungen – stattfindet.

Wer Kindern das Gefühl von mütterlicher Liebe und Zuwendung ebenso wie das von Hinwendung und Sicherheit geben möchte und damit Risiken für spätere seelische Ungleichgewichte verhindern will, tut gut daran, die Möglichkeiten und Grenzen in der Erziehung direkt gegenüber dem Kind zu leben und sich mit ihm auseinander zu setzen. Die Warnung vor sozialer Isolation von Kindern, die in elterlicher Obhut aufwachsen, ist dann unbegründet, wenn Mütter und Väter Zeit finden, gesellschaftliche Netzwerke zu gründen und diese aufrecht zu erhalten – und somit das Hineinwachsen in aktives Umfeld der Kinder zu gewährleisten. Um Zeit dafür zu gewinnen, ist das Erziehungsgeld eine notwendige Entlastung von Druck, die finanziellen Rahmenbedingungen dann nicht halten zu können. Der Egoismus, den Lobbygruppen und diverse Parteien mit dem Begriff der Freiheit und Selbstbestimmtheit verbinden und Müttern und Vätern als unverrückbares Recht nahezu aufdrängen, spiegelt sich in vielfachen gesellschaftlichen Entwicklungen wieder, man nehme nur die unbedachte Hinführung zu Schwangerschaftsabbrüchen und dergleichen.

Wer ein Betreuungs- und Erziehungsgehalt befürwortet, schafft neue Gerechtigkeit und trägt außerdem dazu bei, ein intaktes Bild von Familie und damit ein zukunftsfähiges Zusammenleben und eine Verantwortung gegenüber den demografischen Herausforderungen und der Entwicklung unseres Landes in praktischer Weise zu garantieren. Es ist ein Zeichen zum Überwinden von haarspalterischen Versuchen, das Wohl von Kindern und Eltern zugunsten einer Verteidigung von Ideologien auf deren Rücken auszutragen.

Dennis Riehle





Kommentar zu den unreflektierten Forderungen des Lesben- und Schwulenverbandes im „Bürger-Dialog“ der Kanzlerin

7 04 2012

Pauschalisierend, polemisierend, falsch!

Die Bundeskanzlerin tritt derzeit mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog, um zu erfahren, wie unser Land künftig gestaltet werden kann. Die Menschen können im Netz ihre Ideen, Vorschläge und Sorgen vorbringen – die Forderungen, die am stärksten unterstützt und kommentiert werden, dürfen schlussendlich mit der Regierungschefin persönlich diskutiert werden. Auf Vorschläge von christlichen Beratern hin, die ein Zugangsrecht zu Psychotherapie für Homosexuelle fordern, hat der Lesben- und Schwulenverband Deutschland eine Gegenforderung aufgestellt (siehe: https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=16329). In einer Presseaussendung des 4. April 2012 teilt das Netzwerk „Mission Aufklärung“ mit, dass es mit einem eigenen Vorschlag auf die Petition einer „lautstarken Minderheit von selbsternannten christlichen Therapeuten und Beratern“ reagiert habe. In seinen Ausführungen ruft der Verband auf, allen Organisationen, die Therapien für Homosexuelle unterstützen, die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Die „Homophobie“ in Deutschland müsse stärker bekämpft werden, Vergleiche zu Diskriminierungen und Verfolgung von Schwulen und Lesben in Russland und Afrika werden gezogen.

Mit einer wirren Argumentation aus Populismus und Angriffen auf die, die den Schlusssatz der LSVD-Mitteilung, wonach Homosexuelle nicht unter ihrer Neigung, sondern unter „Vorurteilen und Hassgewalt“ litten, nicht teilen, bringt sich das Netzwerk selbst ins Abseits. Nicht nur, dass aus einer unzusammenhängenden Reihung an unbelegten Behauptungen ein monströses Feindbild gegenüber christlichen Seelsorgern, Beratern und Psychotherapeuten aufgebaut und damit Meinungs- und Berufsfreiheit, die grundgesetzlich verankert sind, in Frage gestellt werden – dem eigenen Klientel gibt der Verband den größten Korb. Denn der LSVD kann sich wahrlich nicht als Interessenverband von allen Schwulen und Lesben in unserem Land sehen, wenn er die tatsächlichen Nöte von vielen Homosexuellen mit einer „Main-Stream“- und „Gender“-Theorie ihrer Ernsthaftigkeit beraubt. Von „gefährlichen Therapieversuchen“ wird ebenso gesprochen wie von dem Ziel, zur „Heterosexualität ‚missionieren‘“ zu wollen. Die „Umpolungsangebote“, die das Netzwerk benennt, stehen auf ebenso viel Grundlage wie der Vorwurf, christliche Berater wollten „Homosexualität heilen“ – nämlich auf der Basis völliger Realitätsferne.

In der täglichen Arbeit ist es denn genau dieser Druck, der Homosexuelle tatsächlich in Bedrängnis bringt: Das Einreden, von Ausgrenzung und Unliebsamkeit der Gesellschaft (vor allem der „gläubigen“ Christen) würden die Schwulen und Lesben tatsächlich krank, ist die bewusste Beeinflussung von Menschen, die sich in ihrer eigenen Persönlichkeitsstruktur unwohl fühlen. Weder die christlichen Therapeuten noch Seelsorger haben dieses „Symptom“ erfunden – die Weltgesundheitsorganisation führt bis heute zurecht die „Ich-Dystonie“ als psychisches Problem, das keinerlei Zusammenhang mit Diskriminierung oder Demütigung von außen sieht. Christliche Psychotherapeuten nehmen sich aber genau dieser Schwierigkeit an – weder stilisieren sie Homosexualität zu etwas „Erlerntem“ hoch, noch wollen sie Schwule und Lesben zu heterosexuellem Empfinden zurückführen. Vielmehr ist es ein nicht zu leugnender Umstand, dass Homosexualität ohne das Zutun des Umfeldes – also auch ohne jegliche diskriminierenden Verhaltensweisen – zu wirklichen innerlichen und seelischen Konflikten führen kann, weil die Sehnsucht nach der eigenen Identität die Fähigkeit nach Annahme des Schwul- oder Lesbischseins übersteigt. Hierfür das „Homophobe“ in der Bevölkerung und unter Evangelikalen im Besonderen verantwortlich zu machen, ist ein leicht durchschaubares Ablenkungsmanöver.

Viele Klienten kommen zu uns, weil sie die Nötigung der Lobbyverbände von Schwulen und Lesben nicht ertragen, sich in die Szene und Protestbewegungen à la CSD und andere einordnen zu müssen. Mit vielen seiner Stellungnahmen hat auch der LSVD deutlich bewiesen, dass er Homosexuellen selbst gar keinen Freiraum gibt, die persönlichen Gründe für eventuelle psychische Notsituationen zu benennen. Viel eher wird selbstredend, unreflektiert und falsch vorgegeben und gedrängt, Homosexuellen würde automatisch durch diffamierende soziale Strukturen ihre seelische Zufriedenheit genommen. Dass aber im geschützten Rahmen viele Schwule und Lesben davon sprechen, dass sie dem Anpassungswahnsinn an homosexuelle Lebensstrukturen, wie sie von Interessenvertretungen vorgegeben werden, nicht gewachsen sind, verschweigen Organisationen wie der LSVD selbstverständlich.

Wenn das Netzwerk nun eine Aberkennung von Gemeinnützigkeit für diejenigen Vereine fordert, die Homosexuelle nicht dazu zwingen, psychische Probleme als Folge der denunzierenden Gesellschaft anzugeben, nimmt den Schwulen und Lesben, die offen den Wunsch nach Findung einer eindeutigen Identität und sexuellen Orientierung äußern, die letzte Möglichkeit, sich behutsame Hilfe zu holen. Der Vorschlag des LSVD kann daher mit Verweis auf dessen Verantwortungslosigkeit nur zurückgewiesen werden.

 

Dennis Riehle, Psych. Berater/Coach, Seelsorge, Prädikant

 





Mutterbindung beim Kleinkind erhöht die Bildungsfähigkeit

29 02 2012

kath.net am 17. Februar 2012 – Bischof Andreas Laun

Bild

Beim Thema „Kleinkinderbetreuung“ wünscht man
sich aktuell die Orientierung an Sachkompetenz
statt an Ideologie und Arbeitsmarkt.
Ein KATH.NET-Klartext von Bischof Andreas Laun

……

Auf allen Ebenen der Politik in Europa gibt es Leute, die darauf drängen, die Kinder möglichst früh in Kinderkrippen abzuschieben, um dann umso leichter die Mütter in die Arbeitswelt zurückzulocken oder zurückzuzwingen!

Neulich erst verstieg sich ein EU-Politiker sogar zur Behauptung, diese Früh-Trennung des Kindes von seiner Mutter sei besser für dessen Entwicklung als der Verbleib des Kindes bei der Mutter! Der Mann hätte zurücktreten müssen unter der Wucht des Protestes aller Frauen, denen er so schamlos die mütterliche Kompetenz abgesprochen hat! Alle Frauenorganisationen hätten sofort protestieren müssen gegen die Bevormundung und die tendenzielle Unterdrückung der Frauen, die auf der politischen Ebene die logische Folge dieser Einstellung ist.

Zur Sache selbst:
Weiß dieser Politiker nicht, dass kein Geringer als Präsident Gorbatschow eingestanden hat:

Die Abschiebung der Klein-Kinder in die Krippen
war einer unserer ganz großen politischen Fehler!
Kennt dieser Politiker nicht die Argumente, die, von Notfällen abgesehen, gegen die Förderung der Kinderkrippen sprechen? Stellt er das Wohl der Wirtschaft über das Kindeswohl, zumal dieses dann, wenn die Kinder groß geworden in die Arbeitswelt einsteigen, mit dem Wohl der Wirtschaft zusammenfällt, weil diese psychisch gesunde und gut entwickelte Mitarbeiter braucht?

Dabei wäre es so leicht, sich die sachliche Kompetenz anzueignen: Nicht durch eigene Studien, wohl aber durch Hören auf das, was die Wissenschaft zu sagen hat. Die große Kinderpsychologin Christa Meves hat die Argumente gut verstehbar zusammengetragen und schreibt: „Die Schere zwischen gezielt schädlicher Ideologie im Hinblick auf Familie und Pädagogik im Vergleich zu einer Fülle neuer exakter Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet klafft immer mehr auseinander.
Die Ideologie wird in der Öffentlichkeit als Wahrheit verkauft,
wissenschaftlich erhärtete Erkenntnis aber geradezu systematisch
unterbunden.“ Deshalb hier einiges neues Wissenswertes.

Zwei weitere Langzeitstudien bestätigen die auf biologischen Forschungsergebnissen aufgebaute Anthropologie von Christa Meves, Geheimnis Gehirn (2007): Eine Langzeitstudie der Universität St. Louis, USA, kam zu dem Ergebnis, dass Schulkinder einen höheren sog. „Zuwendungsindex“ besaßen, deren Mütter sich während der Kleinkinderzeit intensiv mit ihnen beschäftigt hatten. Die Forscher belegten das dadurch, dass sich bei diesen Kindern – gemessen mit dem Magnetresonanztomographen (MRT) ein größerer Hippocampus entwickelt hatte. Das ist die Hirnregion, die für Gedächtnis, Emotionen und Stressbewältigung wichtig ist (2011). Dieses Ergebnis mit der neuen Technik untermauert einmal mehr die längst vielfältig gemachte Erfahrung der Kinderpsychologen: Bildungsfähigkeit setzt Bindung an eine am Lebensanfang konstant betreuende Mutter voraus. Im Hirn der Schulkinder wurde hier nun direkt sichtbar gemacht, was praktische Erfahrung längst hergibt: Je mehr konstante Betreuung des Kleinkindes durch die Mutter während der Konstituierung seines Gehirns, (also in den ersten drei Lebensjahren) umso leistungsfähiger erweist sich bereits das Schulkind und später auch der Erwachsene.

Eine Gesellschaft, deren Trend stattdessen auf frühe Kollektivierung der Kinder setzt, handelt infolgedessen kontraproduktiv. Eine gesunde Politik, die die Mütter von Kleinkindern subventionieren und den Zusammenhalt der Familie stützen würde, könnte deshalb langfristig auf ein erhöhtes Leistungsniveau der jungen Generation bei einem Absinken von ADHS und anderen (noch sehr viel schwereren) seelischen Beeinträchtigungen hoffen.

Eine zweite neue Studie der pädagogischen Hochschule Heidelberg (Ursula Horsch, 2012: „Zwiegespräch mit einem Baby.“) verstärkt dieses Ergebnis der Hirnforschung. Kinder, die im Säuglingsalter konstant von ihren Müttern betreut werden – diese werden ja nach der Geburt mit dem Hormon Oxytocin speziell für dieses Tun ausgestattet - haben im Alter von drei Jahren den größten Wortschatz, selbst einen größeren, als wenn der Vater das Kind betreut hat.

Auch Ethnologen bestätigen diesen Befund. Nähe zum Leib, Vollstillen und viel liebevolle Ansprache der Mütter erreichen (unabhängig von deren Bildungsstand), dass ihre Babys sich seelisch stabil und geistig optimal entwickeln.“ Wer Ohren hat zu hören, höre! Ein Politiker, der solche Informationen missachtet, gehört eigentlich nicht nur sofort des Amtes enthoben, sondern angezeigt! Und wenn diese Ignoranz im Programm der Partei stehen sollte, die er vertritt, dann weh uns und unserer nächsten Generation!

Hinweise

Christa Meves: Durch Mutter betreute Kinder besitzen bessere Bildungsfähigkeit

Kleinkind bei Mama & Papa – Tagesmutter o. Krabbelstube

Linke und Wirtschaft gemeinsam gegen die Familie

Bedürfnisse der Kinder beachten!

Kinder wollen keine Krabbelstuben, Kinder wollen Mama

Verstaatlichung der Kinder gefährdet die seelische Gesundheit

Mütter und Kinder: Das Volk denkt anders als die Regierung!

Das Geheimnis glücklicher Babys

Christa Meves – viel Fachwissen – sehr empfehlenswert!

Verantwortung für die Familie e.V.

Familiennetzwerk Deutschland, Frau Dr. Steuer

Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie

Österreichisches Familiennetzwerk

Dr. Herta Herglotz, Ehrenvorsitzende der HFU (Hausfrauenunion) Österreich

Die Österreichische Hausfrauen Union





Das grüne Anbiedern nach links…

21 02 2012

Niemand wird daran zweifeln, dass man die „Grünen“ im gängigen parteipolitischen Spektrum eher deutlich auf die linke Seite verorten würde. Und bisher wurden von der Partei neben einzelnen taktischen Ausnahmen, die in Richtung CDU gingen, auch keine Anstalten unternommen, sich andernorts positionieren zu wollen.

Dass sich „Grün“ aber wohl immer mehr linker als links sieht, zeigen verschiedene Aussagen, die in der letzten Zeit besonders von deren Jugendorganisation verbreitet wurden. Liest man deren Pressemitteilungen, könnte man sie auch leicht mit denen der Linkspartei verwechseln – denn die jungen „Grünen“ scheinen dieser überhaupt nicht nachzustehen. Ganz im Gegenteil: Man setzt sich sogar ganz offen für die linken Freunde ein – und hat dafür sogar auch noch die Jugend der SPD (die sich bis heute nicht umsonst als „Jusos“, also Junge Sozialisten bezeichnen) „mit ins Boot“ geholt.

Am 15. Februar 2012 verhandelte das Oberverwaltungsgericht von Berlin und Brandenburg die Frage, ob die Jugendvereinigung der Linkspartei („solid“) aufgrund von Neigungen ins verfassungsfeindliche Milieu von öffentlicher, finanzieller Förderung ausgeschlossen werden soll. Die „Grüne Jugend“ veröffentlichte umgehend eine Solidaritätsbekundung, zusammen mit den „Jusos“ und schrieb darin: „[…] Das Grundgesetz wird in diesem Fall durch die gegebenen politischen Mehrheitsverhältnisse für politische Lagerkämpfe missbraucht, wie dies auch bei der Extremismusklausel von CDU/CSU und FDP und der Überwachung Abgeordneten der Linkspartei geschieht […]“ (Pressemitteilung „Grüne Jugend“ vom 14.02.2012):

Bereits am 25. Januar 2012 hatte sich die „Grüne Jugend“ einem Antrag der linken Bundestagsfraktion angeschlossen, wonach bestimmte Drogen legalisiert werden sollen und speziell lizenzierte Fachgeschäfte geschaffen werden müssten, die für Konsumenten zugänglich sind. In der Presseaussendung von der “Grünen Jugend“ an diesem Datum heißt es: „‘Der Vorschlag der Linksfraktion, Cannabis Social Clubs in Deutschland zu erlauben, geht klar in die richtige Richtung. Die Strafverfolgung ist für KonsumentInnen die schlimmste Nebenwirkung ihres Konsums. Die GRÜNE JUGEND kämpft für eine Legalisierung von Cannabis und einen verantwortungsbewussten und selbstbestimmten Konsum von Drogen […]‘“. Und weiter wird geschrieben: „[…]‘Suchtprävention durch die Förderung von Drogenmündigkeit kann erst nach einer Legalisierung glaubwürdig und offen und damit wirksam stattfinden. Wer für die Legalisierung eintritt, anstatt der totalitären Phantasie einer drogenfreien Gesellschaft anzuhängen, verharmlost Drogen in keiner Weise, sondern nimmt ihre Existenz als Realität an und fördert einen verantwortungsvollen Umgang‘”.

Dass die Linkspartei bereits seit langen immer wieder solche Forderungen aufstellt, war stets klar. Das offensichtliche Nacheilen der jungen „Grünen“ an diese Positionen macht aber deutlich: Offenkundig wird hier schon an möglichen Koalitionen geschmiedet, denn immerhin geht auch die Mutterpartei, die „Grünen“ selbst, den gleichen Weg und kritisiert kurz nach Veröffentlichung neuer Strategiekonzepte der Suchtbeauftragten der Bundesregierung: „[…] Auch bei Medikamentenabhängigkeit und im Bereich der illegalen Drogen findet sich nichts als Stagnation. Eine wissenschaftliche Überprüfung des Repressionsansatzes, insbesondere bei Cannabis, findet weiterhin nicht statt“ (Pressemitteilung der grünen Bundestagfraktion vom 15. Februar 2012, Nr. 0130).

Und dass die „Grüne Jugend“ hier umgehend nochmals nachlegen muss, war eigentlich zu erwarten: „Statt undifferenzierter Verbote und Bevormundung fordert die GRÜNE JUGEND einen legalen und regulierten Markt für alle Drogen“ (Pressemitteilung von „Grüne Jugend“ vom 16.02.2012).

Man mag sich fragen, ob den Personen, die hinter solchen Forderungen stecken, bewusst ist, welcher Schaden mit solchen Aussagen angerichtet wird. Natürlich kann jeder argumentieren, dass wir mit Alkohol und Zigaretten bereits Drogen freigegeben haben – wo liegt das Problem, dann die „psychoaktiven Substanzen“ ebenso zu erlauben? Zwar ist richtig, dass ein Staat seine Verbote so gering wie nötig halten sollte, um der Freiheit des Einzelnen so großen Raum wie möglich zu lassen. Doch wohin eine zu lockere Umgangsweise mit Suchtmitteln führt, sehen wir immer wieder daran, welche Mengen Tabak die Deutschen verrauchen – und welche sozialen, aber vor allem auch gesundheitlichen und damit finanzielle Folgen der Drogenkonsum hat.

Merkwürdig, dass sich beim Rauchen die „Grünen“ in der Vergangenheit immer wieder für mehr Restriktion stark gemacht haben – das zweierlei Maß dürfte dem Umweltschutz geschuldet sein: Zigarettenqualm schädigt die Natur – doch um die Gesundheit der Menschen scheinen sich die „Grünen“ nicht wirklich zu sorgen, wenn sie den Deutschen den Zugang zu „weichen“ Drogen ermöglichen wollen. Und sie liefern damit gleich eine Steilvorlage für das, was das neue linke Weltbild vorsieht: Nahe anarchistische Zustände, eine Welt, in der jeder tun und lassen kann, was er will. Nichts von gesellschaftlichem Denken, sondern das Durchsetzen von „Spaß“ für jedermann. Statt Ursachen zu bekämpfen, verfällt man dem Drang der Masse: „Zudröhnen“ ist kein Ausdruck von „Kick“, sondern der Versuch, der absoluten Gleichgültigkeit nahe zu kommen. Das, was in die Sucht führt, sind zumeist Schicksale oder der einfache Umstand, den Zustand des Nichts erleben zu wollen. Gerade von denen, die immer wieder ihr soziales Gewissen betonen, erwartet man, dass sie den Menschen Perspektiven geben – um dem Reiz, sich den Drogen auszuliefern, nicht einmal nahe zu kommen. Doch offenbar fällt der „Grünen Jugend“ keine Lösung ein, sich an die eigentlichen Gründe für die Drogenabhängigkeit heranzuwagen. Wahrscheinlich ist das bei allem das größte Armutszeugnis.

Wer ein Verbot von derartigen Suchtmitteln mit einer Stigmatisierung von Drogenabhängigen gleichzusetzen versucht, der verdreht bewusst die Tatsachen: Die Würde jedes Konsumenten und allen, die am „Dealen“ beteiligt sind, wird dann zerstört, wenn man sie durch die Legalisierung von solchen Suchtmitteln fallen lässt. Und: Wer den Boden von Moral und Richtlinien, von Geboten und der Pflicht, die Bürgerinnen und Bürger vor unabsehbaren Konsequenzen zu schützen, verlässt, sollte sich klar werden, dass nicht nur die finanzielle Förderung der jungen Kollegen von „solid“ auf dem Spiel steht – die Entfernung von der Verfassung und die Annäherung hin zu randnaher Linkspolitik der „Grünen Jugend“ ist ein Alarmzeichen für uns alle.

Dennis Riehle





Abtreibungs-Maschinerie: Perversion einer gesellschaftlichen Gleichgültigkeit

1 12 2011

Es braucht keine Meldungen wie diese, um sich der dramatischen Entwicklungen um die Gleichgültigkeit des ungeborenen Lebens bewusst zu werden: Nachdem in Australien bei einem Zwilling im Mutterleib schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen festgestellt wurden und die Gefahr einer Fehlgeburt stieg, entschieden sich Ärzte und Eltern, das eine Kind abzutreiben, das zweite retten zu wollen. Wahrscheinlich im Trubel der unzähligen Schwangerschaftsabbrüche passierte den Medizinern ein Fehler, den man als „menschlich“ bezeichnen könnte – wenn er nicht eindrücklich belegen würde, was uns unsere Kinder heute noch wert sind.

„Aus Versehen“ trieben die Ärzte den falschen Zwilling, den gesunden, ab. Sie hatten offenbar die beiden Kinder lediglich vertauscht, sodass es zur Katastrophe kam. Man mag diesen Medizinern Fahrlässigkeit vorhalten und ihnen keine Absicht unterstellen wollen. Doch wie kann solch ein Vorfall passieren, wenn er nicht schon zur Routine geworden ist, bei dem aus Gedankenlosigkeit oder Stress heraus Unglücke geschehen? Eine Abtreibung in der 32. Schwangerschaftswoche stellt unabhängig von der zusätzlichen gesundheitlichen Gefährdung für Kind und Mutter ein besonderes Risiko dar, das es von medizinischer Seite durch besondere Aufmerksamkeit zu verringern gilt.

Gleichzeitig scheint es nicht verwunderlich, dass solche verheerenden Situationen eintreten. In den Ländern der modernen Welt boomt die „Industrie“ der Abtreibungen mit tausenden von Eingriffen jeden Tag. Man weiß nicht, ob man mit den Ärzten, die täglich Kindern das Leben verwehren, mitleidig sein soll – viel eher steigt die Vermutung, dass bei manchen der wahre Geschäftssinn dahinter steckt. Und so wird aus heranwachsenden Babys nur noch ein „Zellklumpen“, um den man sich wohl weniger Sorgen bei der Abtreibung macht, als würde man ihn als „Leben“ ansehen.

Der Vorfall mag ein „bedauerlicher Einzelfall“ sein, wie es in solchen Momenten stets heißt. Doch er steht exemplarisch für die Perversion einer gesellschaftlichen Gleichgültigkeit gegenüber dem Wert des Ungeborenen. Jeder mag mit der betroffenen Frau aus Australien mitfühlen können, die um ihre eigene Gesundheit und um die der beiden Zwillinge bangt. Zweifelsohne sind solche Situationen die schwierigsten, in denen man keine einfache Antwort auf die Frage nach einem Schwangerschaftsabbruch geben kann. Hier spielen begründete Argumente eine Rolle, die Not ist nachvollziehbar, das Ringen wir spürbar.

Doch das ist nicht der Alltag. Viel eher erleben wir heute immer wieder neu, wie täglich Abtreibungen vorgenommen werden, für die es keine Rechtfertigung geben kann. Soziale oder finanzielle Schwierigkeiten werden genannt, das Kind werde nicht in einer behüteten und umsorgten Umgebung aufwachsen können. Ängste von werdenden Müttern, oftmals selbst noch jung, spielen eine Rolle. Und gleichzeitig ist es die Überforderung oder die fehlende Weitsicht für die Verantwortung, an die bei einem raschen Seitensprung in der letzten Nacht gar nicht gedacht hat. Kinder zu bekommen, das ist Herausforderung und Glück, Aufgabe und Geschenk gleichzeitig. Und doch wollen viele Mütter nur das Eine: Den Abbruch der Schwangerschaft auf Grundlage kurz entschlossener Panik.

Niemand wird verneinen, dass es zahlreiche Mütter gibt, die sich ihre Entscheidung schwer machen. Sie suchen Beratung und Begleitung, Seelsorge und Aufklärung. Und wie oft konnte dadurch schon verhindert werden, dass ein ungeborenes Leben einer Maschinerie aus Mainstream, der die Eigenbestimmung der Frau unverantwortlich so interpretiert, dass werdende Mütter von all ihren Verpflichtungen freigesprochen werden, und einer Welt aus vielen Medizinern, die Abtreibungen zu ihrem „Business“ erklärt haben, zum Opfer fällt.

Doch es ist nicht die Meinung, der Antrieb der Einzelnen. Schwangerschaftsabbrüche sind ein in der Gesellschaft tabuisiertes Thema, das selbst bei schrecklichen Meldungen, wie der oben genannten, von den Medien und dem politischen Diskurs totgeschwiegen werden. Da rettet man sich mit Fristen und dem Zwang zur Beratung, um den Frauen ihren Schritt zur Abtreibung schwerer zu machen. Und doch wissen die meisten Verantwortlichen von den verheerenden Auswirkungen, die Schwangerschaftsabbrüche mit sich bringen können. Von Identitätskrisen bis zu Depressionen reicht die Palette an Folgen für die Frauen, die sich zu einer Abtreibung entschlossen haben.

Die Konfrontation mit der Realität ist hart – und doch könnte sicher manche werdende Mutter in ihrem Denken umgestimmt werden, wenn sie auch um die Konsequenzen für die eigene Psyche und ihren Körper wüsste. Und gleichzeitig könnten wir uns für die Frauen mehr Zeit nehmen, die wirklich um ihr Kind bangen und in echten Zwickmühlen stecken. Ihnen den Wert von behinderten Kindern zu verdeutlichen, die Alternativen zur Abtreibung wie Adoption oder die Unterstützung durch die vielen tätigen Organisationen zuzusichern oder letztlich einfach die Gelegenheit geben, mit den Gefühlen und Befürchtungen ernst genommen zu werden – solche Angebote sind wahrlich segensreich. Und Anlässe wie der im Eingang genannte sollten alle erneut ins Zweifeln kommen lassen, die Schwangerschaftsabbrüche als „Errungenschaft gelungener Partizipation“ verherrlichen.

Dennis Riehle





“Deutsche Bildungsstiftung” zeichnet Einsatz um Homosexuelle aus

16 10 2011

„Ehrung ist Aufruf zu gesellschaftlicher Rückbesinnung“

Nicht unerwartet, aber dennoch mit ihrer Deutlichkeit wieder einmal so manches Vorurteil bestätigend, prasseln die Kritiken auf die Preisverleihung der „Deutschen Bildungsstiftung“ ein. In diesem Jahr soll die Ehrung an die seit langer Zeit in der Beratung von Homosexuellen tätigen Dr. Christl Vonholdt („Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft“) und Markus Hoffmann („Wüstenstrom“) gehen. Mit der Würdigung soll unterstrichen werden, dass sich beide trotz anhaltenden Gegenwindes derer angenommen haben, die sich in ihrer homosexuellen Lebensweise eine Veränderung wünschen.

Verständlicherweise wird der größte Protest von Homosexuellen-Organisationen laut, wenn es um die Verleihung des Förderpreises der der „Kirchen Sammlung um Bibel und Bekenntnis“ vertrauten Bildungsstiftung geht. So spricht der Lesben- und Schwulen-Verband von „fragwürdigen und teuren Therapien“, mit denen „Umpolung“ betrieben werde. Man empört sich darüber, dass das „unverantwortliche Handeln“ von Vonholdt und Hoffmann „belohnt wird“. Mit einem eigenen Netzwerk „Mission Aufklärung“ wolle man gegen die „Umpolungspropagandisten“ vorgehen und über deren „unseriösen Angebote“ informieren.

Erneut zeigt solch ein Streit, wie bei der Auseinandersetzung von Ideologien die eigentlich Hilfesuchenden auf der Strecke bleiben. Im Diskurs werden unterschiedliche Ansichten davon vertreten, wie mit homosexuell lebenden Menschen umgegangen werden soll, die mit ihrer sexuellen Orientierung Schwierigkeiten haben, sie nicht mit ihren innersten Gefühlen und Werten vereinbaren können oder durch äußerliche Anfeindungen den Wunsch äußern, von ihrer Homosexualität Abstand nehmen zu können.

Mit polemischen Schlagworten wie „Umpolung“ spotten Gegner der Arbeit des DIJG oder von „Wüstenstrom“ den Bemühungen, das Ansinnen nach persönlicher Veränderung von in Konflikt geratenen Homosexuellen ernst zu nehmen. Die Therapieangebote der beiden nun zu Ehrenden sind zweifelsohne ein elementarer Einschnitt in die Lebensgeschichte von Betroffenen – der Weg, sich von der Homosexualität zu entfernen, kann immer wieder auch mit Begleiterscheinungen einhergehen, die nicht gewollt sind. Gleichermaßen sind die wissenschaftlichen Darlegungen, mit denen gegen den Versuch angelaufen wird, Homosexuellen mit einer Betreuung, die auf Ursachen, Gründe und Persönlichkeitsstrukturen blickt, zu helfen, wenig aussagekräftig.

Gleichermaßen unterschätzen die, die die als „reparative Therapie“ verschrienen Behandlungswege diffamieren, die Eigenständigkeit des Klienten. Dieser entscheidet selbst und aus seinem Willen heraus, welchen Weg er gehen möchte. Aufklärung über ihre Arbeit geben sowohl das DIJG und „Wüstenstrom“ in transparenter Form. Ziel ist keine „Umpolung“, sondern die Entwicklung einer alternativen sexuellen Orientierung aus dem Verständnis der eigenen Individualität und innerer Emotionsbarrieren heraus. Vonholdt und Hoffmann haben sich eindrücklich mit dem Wesen der Homosexualität befasst – und umfangreiche Erklärungsmuster herausgearbeitet, die auch auf einen psychosozialen, kognitiven und edukativen Anteil des homosexuellen Empfinden hinweisen, die als veränderbar gelten dürften.

Vom Gedanken, wonach Homosexualität in der Sache als Krankheit und damit als behandlungsbedürftig eingestuft wird, sind auch die beiden Einrichtungen weit entfernt. Niemand zwängt Homosexuellen Hilfe auf, die ihre Lebensform mit sich in Einklang bringen können. Doch das Verschweigen von Nöten, die Homosexuelle nicht nur in Form der „Ich-Dystonie“ treffen, ist rücksichtslos. Für sie Anlaufstelle zu sein, nehmen alle in großer Verantwortung wahr, die orientiert am christlichen Glauben seelsorgerisch tätig sind. Das zeigt sich schon allein in der Annahme jedes Homosexuellen, auch im Respekt vor seinen Gefühlen. Dass im biblischen Christsein die praktizierte Homosexualität weiterhin als Sünde gilt, ist auch ein klares Zeichen für die Ablehnung gegenüber der Sexualisierung in unserer Gesellschaft. Selbst viele Homosexuelle finden in der schwul-lesbischen Welt immer häufiger Anstoß am Verfall von Sitten und Normen, der sich nicht nur an CSD-Veranstaltungen klar zeigt.

Wenn Liebe auf die reine Sucht nach Befriedigung reduziert wird, wenn die gegenseitige Empfindung lediglich noch durch Fetische gestärkt werden kann und wenn es um Sexualpraktiken geht, die Gesundheit gefährden und Lust zum Alltag verkommen lassen, bleibt das Suchen nach Umkehr verständlich – nicht nur für Homosexuelle. Damit werden Vonholdt und Hoffmann auch für ihr Eintreten um Rückbesinnung in sexualethischer Sicht geehrt. Wenngleich jeder Berater oder Therapeut in seinem christlichen Verständnis zu einer Arbeitsweise finden muss, die er vertreten kann – und die im Fundament stets das Gebot von Würde gegenüber dem Klienten beinhaltet –, und nicht mit dem konform geht, was die „Deutsche Bildungsstiftung“ auszeichnet, lernen wir alle von den beiden Preisträgern: Ein tieferer Blick in die Seele des Hilfesuchenden ist wertvoller als das Verniedlichen von Sorgen und innerlichen Auseinandersetzungen.

Dennis Riehle, 1. Vorsitzender Christliche Lebensberatung e.V.“, Konstanz (D)

 





Der Generalangriff unserer Politik zur Vernichtung der Kinder

9 10 2011

Kinder, welche nicht abgetrieben werden, werden zu ihrer geistig-emotionalen Vernichtung in die MASSENKINDERHALTUNG in Kinderkrippen und Kindergärten verbannt. Der Hedosozialismus, Egoismus, fehlende Opferbereitschaft, Lieblosigkeit, Antichristentum und Nihilismus führen dazu, dass sich Kinder nicht mehr normal entwickeln können.

Interessante, lesenswerte Artikel dazu:

http://diepresse.com/home/bildung/schule/hoehereschulen/699591/Psychiater_Die-moderne-Paedagogik-ist-ein-Luxus

http://unzensuriert.at/content/005584-Schweden-Krippen-fuer-Kleinkinder-brachten-seelische-Probleme





Baby und Kleinkind_optimale Entwicklung nur mit MAMA

13 05 2011

Christa Meves aktuell

Täglich treffen z.Z. hirnorganisch belegte Bestätigungen von bisher wissenschaftlich noch nicht gesicherten Bedingungen gesunder menschlicher Lebensentwicklungen ein. Diese Erkenntnisse könnten gesellschaftliche Veränderungen möglich und nötig machen. Besonders durch einen fundamental veränderten Umgang mit Kleinkindern könnte durch einen abgesicherten Forschungsstand
bei einem Großteil von Menschen
ein Optimum an Bildung und seelischer Gesundheit
erreicht werden, sodass ein weiteres Abdriften in den pathologischen Zustand verhindert würde; denn dieser schränkt nicht nur die Lebensqualität sondern vor allem die allgemeinen Bildungschancen hierzulande bereits in einem bedenklichen Ausmaß ein.
Das Erfahrungswissen dafür und die ebenfalls im Einzelnen bewährte praktische Anwendbarkeit liegen lange schon vor.

Zum Erkenntnisstatus psychoanalytischer Psychotherapeuten gehört bereits seit langem das Wissen, dass ein gravierender Anteil seelischen Störungen und Beeinträchtigungen im Erwachsenenalter ihre Wurzeln in der frühen Kindheit haben. Aufmerksame Zoologen, als erstes John Bowlby, erhärteten diesen Befund durch Affenforschung. Als praktizierende Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin baute ich im Kontakt mit Konrad Lorenz darauf eine biologische Trieblehre auf und erweiterte die Fachkenntnisse zu einer Systematik des gesunden bzw. des kranken Lebensaufbaus. Danach ist das Erreichen des genetischen Optimums eines Menschen eher möglich, wenn ihm in der ersten Lebenszeit im Kontakt mit seiner Umwelt bestimmte grundlegende Entfaltungsbedingungen erfüllt werden. Vor allem biologisch angemessener Umgang –
in der beständigen physischen Nähe zu einer sättigenden und liebevoll einfühlsamen Mutter -
sind danach grundlegende Voraussetzungen zu seelisch stabiler Ausgestaltung des Erwachsenenlebens. (Christa Meves, Geheimnis Gehirn)
Die Forschungsergebnisse aus der Friedrich–Schiller-Universität Jena in Zusammenarbeit mit dem Department of Earth Sciences in Cambridge wurden jüngst von den dort arbeitenden Zoologinnen des Jenaer Universitätsinstituts für spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie, Dr. Vera Weisbecker und Dr. Anjali Gosvami, in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ referiert.

Je größer ein Gehirnvolumen, so ergab eine Vielzahl von vergleichenden Untersuchungen an Säugetieren, umso höher die Intelligenz bzw. die Lebensgeschicklichkeit. Besonders die Primaten – darunter auch der Mensch – hätten dadurch bevorzugte Entfaltungsmöglichkeiten ihres Gehirns. Dr. Vera Weisbecker resümiert als Ergebnis der Hirnuntersuchungen:
„Je länger der Nachwuchs im Mutterleib
heranreifen kann oder von seiner Mutter
gesäugt wird, desto größer und leistungsfähiger
kann sein Gehirn werden.“

Die Herstellung solcher biologischen Zusammenhänge sind nötig, um psychotherapeutisches Erfahrungswissen zu erhärten. Sie sind allerdings keineswegs ein Beweis dafür, dass der Mensch doch lediglich ein „nackter Affe“ sei. Sein Gehirn ist ganz offensichtlich erheblich komplexer als ein optimal entfaltetes Schimpansengehirn. Aber auch der Mensch hat eine biologische Grundstruktur. Die Ausgestaltung seines Stammhirns während der ersten Lebensjahre macht deshalb auch Vergleiche mit Jungsäugetierhirnen möglich. Sie aber bleiben alle hinter der vielfältigen Ausgestaltung weiterer Hirnregionen des heranwachsenden Menschen während seiner langen Kindheit zurück. Der Homo sapiens ist zwar wie die Tiere „aus Erde gemacht“, aber er ist darüber hinaus mit „dem Hauch Gottes“, einer Form von opferbereiter Liebe und Reflexionsmöglichkeit ausgezeichnet, die die Theologie laut Bibel mit Recht vom Menschen als einer Neuschöpfung sprechen lässt.
Die im Menschen angelegte Erkenntnismöglichkeit, aus seinen Erfahrungen allgemeingültige Schlüsse für ein verändertes Verhalten zu ziehen, unterstützen mithilfe der neuen Techniken in der Hirnforschung die Chance, einen besseren Ansatz zu Bildungsmöglichkeiten zu entwickeln, indem sie vorab Grundlegendes tun, und erst danach Bildungspakete und Schulpläne hinzufügen.

Die neue Forschung bestätigt immer nachhaltiger:
Urmütterliches, säugetierhaft biologisches Verhalten – jederzeit und ganz direkt, von jeder Katzenmutter ablauschbar – ist die Voraussetzung zur vollen Ausgestaltung des Menschen: „Die absolut beste Umgebung für ein Kleinkind ist der Körper der Mutter“, resümiert Dr. Nils Bergmann aus Südafrika. Aufgrund seiner Kängurumütterforschung kann er belegen:
„ Die Haut der Mutter ist die natürliche
Umgebung des Kleinkindes
und sowohl
physisch als auch emotional der gesündeste Platz.

Wenn das Baby Haut zu Haut auf die
Brust der Mutter gesetzt
und angelegt wird,
erhält es Wärme, Schutz und Nahrung,

sodass sein Gehirn sich optimal entwickeln kann.“

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Hinweise

Dr. Nils Bergman, Kängurumethode

Kinder vorbereiten auf das Leben, Elternschulung – das Elternkolleg von Christa Meves

Kleinkind bei Mama & Papa – Tagesmutter o. Krabbelstube

Was brauchen die Kinder – was tut ihnen gut?

Frühkindliche Fremdbetreuung ist schädlich!

Starke Mütter/starke Familien/starke Kinder

Eltern wissen, was für ihre Kinder am besten ist

Stressresistenz und Entmutterung

Steven Biddulph: Day care is bad for babies!








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