Die 10 Gebote – Das dritte Gebot

7 11 2009

Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen! Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

Als FPÖ Klubobmann und Abg. zum Nationalrat Herr HC Strache bei einer öffentlichen Veranstaltung in Wien ein Kreuz in die Hand nahm und betonte, dass er die Werte unseres christlichen Abendlandes verteidigen und erhalten wolle, löste dies in der Folge eine Welle der Entrüstung und Empörung aus.

HC Strache mit KreuzDaran beteiligten sich nicht bloß seine politischen Gegner, diese tun das ohnehin bei allem, was die FPÖ tut, nein, es beteiligten sich auch Würdenträger  namhafter Amtskirchen.

Probst Maximilian Fürnsinn: „Das Kruzifix in Herrn Straches Hand hat mich zutiefst erschreckt! Da zeigt sich, wenn er das Kreuz in die Hand nimmt: er hat vor niemandem Respekt! Das ist ein eklatanter Missbrauch des Kreuzes! Ein Mensch, der in dieser Form das Kreuz missbraucht, ist auch fähig, über Leichen zu gehen! …“

Bischof Bünker: „Hier werden von einer politischen Partei religiöse Themen aufgegriffen und ausschließlich für politische Zwecke missbraucht“.

Ich selbst bin mir nicht ganz im Klaren, wie ich mich dazu stellen soll. Das 3. Gebot Gottes Namen nicht zu missbrauchen, kenne ich, aber kommt es hier zur Anwendung, sodass die Empörung darüber zurecht besteht?

Wirft man Herrn HC Strache vor, er betreibe hiermit einen Missbrauch im Sinne des des 3. Gebotes, dann unterstellt man ihm auch indirekt, dass er mitunter kein Christ ist, jedenfalls aber, dass der den Namen Gottes für rein parteipolitische Zwecke einsetzt. Letzteres wäre in der Tat ein Verstoß gegen das Gebot.

Geht man anderseits davon aus, dass er eventuell Christ ist, denn warum hält man in der Öffentlichkeit ein Kreuz hoch und verteidigt damit Christus? Dann wiederum verstehe ich die Entrüstung der krichlichen Amtsträger nicht. In diesem Fall verstoßen diese gegen das Gebot, indem sie ihre Stellung Gottes missbrauchen und verbieten, dass sich irgendwer anders an ihrer Stelle für Christus einsetzt.

… Es steht also fest: Missbrauch wurde betrieben, doch bloß von wem? Entweder kämpfen plötzlich Nichtchristen (oder auch Christen) für unsere Werte, schlagen daraus aber rein politisches Kapital, oder kirchliche Würdenträger verbieten für christliche Werte in der Öffentlichkeit aufzutreten.

… Es steht also fest: Missbrauch wurde betrieben. Aber wie reagiert Gott darauf?

Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

Wie reagierte Jesus darauf? Er hatte mit denen, die seinen Namen positiv benutzen, wenn auch fehlerhaft, weniger Probleme als mit denen, die ihn ständig für alles was er tat, attakierten und in der Öffentlichkeit in Misskredit brachten. Die einen akzeptierte er entweder als Jünger oder er sagte, es gäbe für sie mehr Hoffnung als für die Schriftgelehrten und Pharisäer, die anderen nannte er schlichtweg Heuchler.

Schlussfolgerung:

Wir brauchen  nur abwarten und zusehen, wer bzgl. dieser Sache bestraft werden wird.

Es steht uns jedoch nicht zu, Menschen zu richten, wenn wir deren Motivationen nicht wirklich kennen und diese sich nicht in direktem Konflikt mit einem persönlch befinden.


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3 responses

8 11 2009
schreibfreiheit

Genaugenommen hat Strache nicht den Namen ge- oder miss-braucht, sondern ein Symbol, nämlich das Kreuz.

8 11 2009
jeremia2000

Ja, stimmt, darum habe ich eher die heuchlerische Stellungnahme der Kirchen angegriffen. Ich muss noch recherchieren, wer diese Heuchelmuler konkret sind. Ich habe es unfair empfunden HC pesnlich ins Schussfeld zu bringen, von der Kirche aber (noch) keine Person genannt habe.

Mir sind auch die Kreuze in den Schulen egal. Sie sind nur eine Folgeerscheinung des Geistes der wirkt. Ein Festhalten an de Beibehaltung der Kruzifixe ndert nichst in den Menschen, doch darauf kme es an.

Ich warte nun ab, ob ich mglicherweise tatschlich eine Stellungnahme von HC Strache erhalte, dann kann ich diese unter Wahrung seiner Person selbstverstndlich im Artikel einbauen.

Augenmerk fr uns Christen sollte mehr das Evangelium sein, und nicht andere stndig zu kontrollieren ob sie sich etwa christlich oder antichristlich verhalten.

Darauf sollten wir in unseren Artikeln achten, um ncht das Ziel Gottes aus den Augen zu verlieren – Kritik an der Gesellschaft ist einerseits gut, aber unntig, wenn keine Alternative entgegengestellt werden kann. Eine haben wir immer: Der Glaube, der rettet!

Schreib das in der nchsten Aussendung bitte an die Schreiber

LG Jeremia2000

24 01 2010
Dkfm Erich Pekarek

TRENNUNG VON KIRCHE UND STAAT
eine demagogische Floskel?

Wann und wo immer jemand in einer politischen Aussage Gott, Kirche oder Religion erwähnt, reagieren Linke, diverse Kirchen- und Laienvertreter und gutgläubige Seelen mit Aufheulen.
Es muß einmal klar zum Ausdruck gebracht werden, daß „Trennung von Kirche und Staat“, wie etwa im Konkordat festgeschrieben ist, ÜBERHAUPT nichts zu tun hat mit demonstrativem christlichen Auftreten in der Öffentlichkeit. Es heißt auch nicht, daß Geistliche sich nicht zu politischen Fragen äußern dürfen, besonders dann, wenn diese christlich Glaubens- und damit Lebensvorschriften verletzen.
In dem zuletzt so häufig strapazierten, da im Schwinden begriffenen christlichen Abendland, in dessen politischer Vertretung ein Gottesbezug abgelehnt wird, müßte jeder Christ mit Freude und Dankbarkeit über Äußerungen demonstrativer Zeichen oder Aktionen jubeln, die zeigen, daß es noch Menschen gibt, die christliche Haltung in der Öffentlichkeit zeigen.
Wann hat in den letzten Dezennien ein Politiker in Österreich christliche Grundsätze, sprich die Befolgung des Dekalogs, eingefordert? Ganz im Gegenteil: Sogenannte christliche Politker sprechen von „Lebensschutz von Geburt (!) an“ und fördern Lebensgemeinschaften oder Verhaltensformen, die mit christlichen Glaubensvorschriften nicht vereinbar sind.
Wann haben maßgebliche Vertreter christlicher Kirchen in Österreich mit Nachdruck von den Politikern nachhaltig gefordert, ihre Entscheidungen nach christlichen Grundsätzen auszurichten?
Man war und ist immer nur auf Konsens und Appeasement und natürlich auf die Erhaltung der eigenen materiellen Basis bedacht.
Einstmals blühende christliche Länder sind heute in mohammedanischer Hand. Die Entwicklung in Europa deutet klar darauf hin, daß Christen nur mehr kurze Zeit offiziell ihrer Religionsausübung nachkommen können. Christen aus heute islamischen Ländern, die sich zu uns geflüchtet haben, weisen unermüdlich aus eigener leidvoller Erfahrung darauf hin, ohne von der Öffentlichkeit, im besonderen von den Medien, wahrgenommen zu werden.
Was aber geschieht, wenn ein nicht gerade als Christ bekannter Politiker demonstrativ ein Kruzifix hochhält, um bei einer Demonstration gegen einen Moscheenbau der verzweifelten Bevölkerung beizustehen?
Er wird von Politik, Kirche(n) und Laienverbänden niedergemacht, und selbst politisch interessierte Christen sprechen von Mißbrauch eines religiösen Symbols und stimmen unreflektiert mit der Nazikeule im Handgepäck in das Protestgeheul ein.

Ein Freund schreibt:

Ich muß mich schon sehr wundern. Besorgte und von der Islamisierung
bedrängte Bürger und viele Christen gehen auf die Straße und werden von
den Hirten im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen gelassen. Die
Hirten sollen die Christen und die christliche Zivilisation schützen und
nicht – was leider de facto passiert – durch die diözesanen Ämter und
Strukturen (Fakultäten, Verbildungshäuser und Verblödungswerke u. dgl.)
der Islamisierung zuführen. Auch wenn Strache kein „großartiger Christ“
sein mag: Soll man ihn deswegen zurückstoßen? Die Kritik an ihm ist
heutzutage sehr wohlfeil. Wie man hören kann, weigert sich ein Bischof,
überhaupt mit ihm zu sprechen. Ist das pastoral?
Wenn es Strache ist, der das Kreuz hochhält, dann ist es eben Strache. Na
und? Was tun die anderen? Wo sind die großartigen Schwarzen? Und wiederum:
Wo sind die Bischöfe mit dem Kreuz? Bei den Dialogkonferenzen?
Ein anderer schreibt:
Da in der heutigen Zeit das Christentum bereits so schwach und unterwandert ist, müssen rechte Parteien für dieses unser Christentum einstehen müssen, auch wenn diese mit dem wahren christlichen Glauben absolut nichts am Hut haben.
Dies müßte die Kirchen, egal ob Freikirchler, evangelisch, katholisch und
Orthodoxe bis in die Grundmauern erschüttern und so aufwecken. Die Kirchen in unseren Land müssen endlich auch auf der politischen Seite zu unseren Gott und Herrn stehen. Zum Abschluß habe ich noch eine Frage an Euch alle: darf ich nicht für Gott, unseren Herrn auf die Straße gehen, nur weil einige radikale Rechte auch erkannt haben ,daß das Christentum in Europa im Sterben liegt?

Die Trennung von Kirche und Staat geht durchaus in Ordnung. Die Kirchenführungen haben nicht einzugreifen und können auch gar nicht in politische Entscheidungen eingreifen.
Sie haben aber die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, wenigstens den christlichen Politikern klar zu machen, daß man nicht gegen den Willen Gottes regieren darf.

Warten wir es ab, ob weitere Politiker sich der Bedeutung des Kreuzes für Österreich und Europa bewußt werden. Noch ist ein bißchen Zeit, eine letzte (Galgen-)frist!
Nützen wir sie nicht, wird sich die Diskussion erübrigen. Dann wird sich eine Religion(= ein System) in den Staat einmischen, für die der Konkordat weder existent noch zuständig ist. Denn für diese ist der Gottesstaat Realität.

Solange nicht alle bekennenden Christen vor den Gotteshäusern ein Kreuzzeichen machen, so lange sich Geistliche in Zivilgewändern verstecken, so lange ist mir Herr Strache unabhängig von seiner religiösen Einstellung, mit dem Kreuz in der Hand lieb und wert.

Dkfm Erich Pekarek
24.5.2009

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