Kondome auf Banane: Sexualerziehung in der Schule

15 11 2009

KondomDas Angebot ergießt sich über die Direktionen und Konferenzzimmer: Der Love-Bus in Ober- und Niederösterreich, Love-Talks (in Wien mit Besuch des Homo-Hauptquartiers Rosa-Lila-Villa) und viele andere bieten ihre Dienste für die schulische Sexualerziehung an. Meistens werden die Eltern gar nicht gefragt und erfahren erst davon, wenn die Kinder verstört davon zu Hause berichten. Aber die Eltern sind dem in Österreich nicht schutzlos ausgeliefert!

Die Österreichischen Behörden müssen auf die Bundesverfassung Rücksicht nehmen: Der Art. 2 des 1. Zusatzprotokolls der Europäischen Menschenrechtskonvention, in Österreich Verfassungsrecht, normiert: Der Staat hat bei der Ausübung der von ihm auf dem Gebiet der Erziehung und des Unterrichts übernommenen Aufgaben das Recht der Eltern zu achten, die Erziehung und den Unterricht der Kinder entsprechend ihrer eigenen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen sicherzustellen.

Das Unterrichtsministerium hat 1990 einen Erlaß herausgegeben, der die Richtlinien der Sexualerziehung im Unterricht regelt. Die darin gesetzten Ziele sind schwer erfüllbar. Soll es doch die Aufgabe der Schule sein „mit einer offenen, zeitgemäßen und werterfüllten Orientierung an der Bewusstseinsbildung der Schüler und Schülerinnen in Fragen der Sexualität und Partnerschaft mitzuwirken.“ Zeitgemäße und werterfüllte Orientierung ? Und vor allem, welche Werte sollen zur Anwendung kommen? Im Kapitel 2 kann man schon erahnen, um welche Geisteshaltung es geht: „Ein rascher Wandel gesellschaftlicher Normen macht die Jugend unsicher“. Sicherheitshalber wurde auch gleich normiert, dass die Exualerziehung nicht wertfrei sein soll und die Leitvorstellungen der verschiedenen Gesellschaftsgruppen zur Sexualerziehung sachlich darzulegen sind.Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass die katholische Sexualmoral in der Praxis tatsächlich sachlich dargelegt werden.

Für die Eltern wichtig ist aber der Hinweis: „Die Sexualerziehung ist als Teil der Gesamterziehung anzusehen; die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus ist daher von besonderer Bedeutung“. Aber gleich anschließend: „Vorhandenes Wissen über Sexualität ist in der Schule zu ergänzen, zu vertiefen und gegebenenfalls zu berichtigen“. Aha, gegebenenfalls berichtigt die Schule das Wissen der Kinder, das von zu Hause mitgegeben wurde.

Im Kapitel 4.3 „Zusammenarbeit mit den Eltern/Erziehungsberechtigten“ wird der Erlaß dann konkret: „Sexualerziehung ist die primäre Aufgabe der Eltern / Erziehungsberechtigten“. Danke. Und gleich danach wieder der Hinweis auf die mögliche Umerziehung: „Im Unterricht an den Schulen wird daher in steter Zusammenarbeit mit dem Elternhaus diese Bildungs- und Erziehungsarbeit durch Vermittlung entsprechender Wissensinhalte und Verhaltensweisen umfassend zu ergänzen, zu vertiefen und gegebenenfalls zu korrigieren sein“. Aber immerhin: „stete Zusammenarbeit mit dem Elternhaus“ ist vorgesehen.

Der Erlaß sieht auch eine Elternversammlung vor: „In einer Elternversammlung in den ersten Monaten des Schuljahres ist vor allem in der Grundschule die Sexualerziehung in Elternhaus und Schule aufeinander abzustimmen. Die Aussprache mit den Eltern hat im Rahmen einer Klassenelternberatung stattzufinden, wobei altersspezifische Fragen und Unterrichtsinhalte der Sexualerziehung eingehend zu besprechen sind. Die Orientierung im Unterricht soll erst nach einer angemessenen Zeit beginnen, damit die Eltern ausreichend Gelegenheit zum Gespräch mit ihren Kindern haben.“ Und ganz wichtig (im Hinblick auf die beliebte Methode Kondom auf Banane aufrollen): Die zur Anwendung gelangenden Unterrichtsmittel und Lehrbehelfe sind auch den Eltern vorzustellen, und es ist ausreichend Gelegenheit zur Diskussion zu geben.

Nochmals wird abschließend auf die Zusammenarbeit hingewiesen: „Für den Erfolg des Sexualunterrichtes ist ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Lehrern/Lehrerinnen und Eltern erforderlich. Besonders die Eltern der Schüler und Schülerinnen der Grundschule sind rechtzeitig darüber zu informieren, welche Richtlinien in der Schule gelten und welche Themen im Unterricht vorgesehen sind.“ Auch Elternvereine, das Schul- oder Klassenforum und der Schulgemeinschaftsausschuss werden eingebunden werden müssen, schließt der Erlaß dieses Kapitel ab.

Es liegt also auch an den Eltern ihre Rechte bei der schulischen Sexualerziehung wahr zu nehmen. Eine werte-lose, rein hedonistische und biologistische Sexualerziehung soll an unseren Schulen nichts verloren haben! Um so schlimmer ist es, wenn das Unterrichtsministerium oder einzelne Schulbehörden gute Gruppen wie Human Life International oder Jugend für das Leben aus den Schulen aussperren. Solange Teenstar noch an die Schulen darf, kann diese Gruppe jedenfalls empfohlen werden!


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