Parteigründung oder Spaltung? Christen-Allianz

14 01 2010

Kommentar von Jeremia2000

Am 13.01.2009 fand ein erstes Treffen einer sich sich neu formierenden politischen Wiener Partei mit der Bezeichnung „Christen-Allianz“ statt.

Als Gründer und Initiatoren der neuen Bewegung stellen sich Dkfm. Erich Pekarek, bis Dezemeber 2009 noch Landesparteiobmann der CPÖ Wien, und Dr. Alfons Adam, ehemals Bundesobmann der damals als „Die Christen“ bezeichneten heutigen CPÖ.

Obwohl es den offensichtlichen Anschein hat, dass es sich um eine Abspaltung von der CPÖ handelt, wurde dies dementiet, und argumentiert, dass die Parteispaltung von der CPÖ durch den nunmehr eingesetzten Dr. Gehring und sein Umfeld am Bundes-Parteitag 2008 in Wels ausging.

Die näheren Umstände wurden unterschiedlich dargestellt. Beide Seiten unterstellen einander nun jede Menge, auf deren Einzelheiten ich hier gar nicht näher eingehen möchte.

Gleichgültig  wie es nun wirklch war, eines muss dazu gesagt werden: Gottes Wille kann das nicht sein, dass sich Christen gegenseitig Unterstellungen machen, und sich dann unter dem Einem Herrn Jesus Christus voneinander unabhängig legitimeren wollen. Ist unser Herr in Österreich oder in Wien denn plötzlich gespalten?

Ich fordere die beiden Streitteile auf, sich auszusprechen,  einander die Verfehlungen zu vergeben und zu versöhnen, das ist wahres christliches Handeln !!

Alle anderen Argumente, seien manche davon auch auch sachlicher Natur richtig, sind im Grunde genommen zweitrangig. Unser Herr duldet keine Spaltung oder er entzieht seinen Segen.

Jeder seriöse Christ muss daran interessiert sein, am Aufbau für  Gott in diesem Land mitzuarbeiten und darf die Demontierung der letzten noch verfügbaren Kräfte von Christen nicht zulassen. Ansonsten würde bald offenbar werden, dass es sich weder bei der CPÖ noch bei der Christen-Allianz bei deren Vorständen um „wahre Christen“ handelt. Wollen sie das wirklich?


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6 responses

15 01 2010
schreibfreiheit

Ich bin dem Kommentar nicht ganz einverstanden, denn ich weiss dass es sehr viele Bemühungen seitens der CPÖ gab, die von Alfons Adam aber leider abgelehnt wurden. Bei dem Parteitag in Wels war ich persönlich anwesend (ich war damals Parteimitglied) und kann daher aus erster Hand berichten.

– Er verließ bei seiner Abwahl in Wels, noch während der 2. Auszählung der Stimmen beleidigt den Parteitag ohne Kommentar.
– Trotzdem Abwahl als Bundesobmann wurde er in den Vorstand gewählt, das hat er aber abgelehnt.
– Er wurde auch als Ehrenobmann gewählt, das hat er auch abgelehnt.
– Er wurde von vielen Einzelpersonen angesprochen weiterhin dabei zu bleiben und sich als Chefideologe um die Ausarbeitung von den Lebensschutzpositionen zu kümmern, das hat er ebenfalls abgelehnt.

Die Abspaltung und Neugründung war voraussehbar. Jetzt im Nachhinein die CPÖ der Spaltung, oder einer nicht vorhandenen Bereitschaft zur Buße zu bezichtigen ist ungerecht und auch nicht korrekt. Es wurden über lange Zeit viele Hände gereicht die nicht angenommen wurden.
Ich denke nicht, dass ein neuerliches Händereichen, wie im Artikel gefordert, eine Umkehr bewirkt, obwohl ich sicher bin, dass der Vorstand der CPÖ dazu bereit wäre. Alfons Adam merkte in seinem Austritts-Schreiben an, dass er nie wieder mit „diesen Personen“ zusammenarbeiten wird.

Übrigens gibt es einen Artikel in der Presse über die Neugründung:
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/532845/index.do?_vl_backlink=/home/politik/index.do

15 01 2010
jeremia2000

Danke schreibfreiheit für die Offenheit,

Du hast die Position der CPÖ dargelgt und das Fehlverhalten von Alfons Adam hinreichend erklärt. Damit stimme ich übeein.

Aus christicher Position muss ich aber dagegenhalten, dass eine Gruppe, die sich Gottes Fühung anvertraut nicht politische Ränke zu schmieden hat. Die Abwahl eines Gründers ist zwar demokratisch aber biblisch nicht zu begründen. Treffend sagte einst der Ex-Bischof Krenn: „Die Kirche ist keine Demokratie“. Ich dehne das durchaus aus, dass jede christliche Gemeinschaft, sei es Kirche oder sonstige Gruppe den Weg der Liebe verlässt, wenn sie ihren eigenen Gründer eliminiert.

Das Ergebnis war eine Splatung, die klar zeigt, dies summa summarum NICHT Gottes Wille Wille geschah.

Jeder hat seine Meinung, das ist OK. Ich denke jetzt liegt es an den Kontrahenden ihren Weg zueinander zu finden und damit Gottes Willen zu tun oder es bleiben zu lassen und jeder „beleidigt“ seine eigenen Weg alleine fortsetzt.

Es ist nicht unsere Aufgabe dies zu beurteilen oder gar zu richten, aber aufzudecken und mitzuhelfen, die Wahrheit ans Licht zu bringen und einen Weg der Versöhnung anzubieten.

Nicht mehr aber auch nicht weniger. Im übrigen merke ich noch an, dass ich immer noch aktives CPÖ Mitglied bin, trotzdem auch um der Wahrheit willen unseren Kontrahenden hier verteidigen muss.

Liebe Grüße – Dein Freund jeremia 2000 – Gott sei Dank sind wir beide immer noch Freunde, auch wenn wir Dinge anders sehen. Lass uns das den Mitmenschen als ein positives Zeugnis und Beispiel geben.

16 01 2010
Katherina die Große

Es ist schon unfassbar für mich:
Wie kann man einem Menschen, der zuallererst eine Wahl erzwingt, die nicht notwendig gewesen wäre und sich dann nach einem Wahlergebnis, das nicht seinem Geschmack entspricht, trotz offen ausgestreckter Hände seines Mitbewerbers und Wahlsiegers Dr. Gehring, wie ein trotziges Kind abwendet und alles, was er selbst aufgebaut hat, zu zerstören versucht, noch vertrauen?
Ich hoffe, der grenzenlose Hochmut eines Dr. Adam kommt schnell vor den Fall und bete dafür, dass seine derzeitigen Mitstreiter möglichst rasch erkennen mögen, wem sie da auf den Leim gegangen sind!

16 01 2010
jeremia2000

Ich verstehe den Unmut, ich habe auch schon zugestandn, das es sich bei Alfons Adam und Fehlerhalten handelt. Rechtfertigt das aber UNSER Felverhalten? Es gibt keine Abwahl von Gründern, das sagte ich schon, es ist weltlich nicht geistlich. Auch wir müssen Buße tun und umkehren, sonst wird die CPÖ unter der neuen Führern ebenso scheitern.

7 02 2010
Alfons Adam

Der Parteitag der „Christen“ am 29.11.2008 in Wels sollte für mich Klarheit bringen,ob mein Kurs noch mitgetragen wird. In den Monaten davor war ich von Entscheidungsprozessen ausgeschlossen und überdies zensuriert worden. Leute, die die Zerstörung der Partei wollten, konnten engsten Mitarbeitern einreden, dass die Partei dutzende Themen behandeln müsse, was praktisch unmöglich und in der Aufbauphase sinnlos war. Mit gutem Grund durfte ich mir sicher sein, dass die von mir verlangte energische Konzentration auf die Kernthemen richtig war, weil es mir damit z.B. gelungen ist, im Alleingang in acht Monaten sechs Landesgruppen zu gründen. Dennoch wurde ich am Parteitag als unfähig verhöhnt, weil gewisse Leute im Vorfeld aus unsachlichen Gründen (Profilierungssucht, Eitelkeit) erfolgreich intrigiert hatten. Meine weitere Mitarbeit im Vorstand wäre daher zwecklos gewesen. „Ehrenobmann“ einer nicht einmal drei Jahre alten Partei zu sein, erschien mir lächerlich. Den Austritt habe ich nach etwa einem Jahr erklärt, als es mit der Partei i´mmer mehr bergab ging.Die Christen-Allianz soll nun die Arbeit der Partei „Die Christen“ fortführen, weil die CPÖ dazu offensichtlich nicht in der Lage ist. Die Auflösungstendenzen sind unverkennbar. Bettelbriefe zu schreiben, ist keine Parteiarbeit.
Wer den neuen, besser gesagt den alten Weg mit uns gehen Will, ist herzlich eingeladen, sich zu melden.
Dr. Alfons Adam
3073 Stössing 32
Tel. 0650/3073032
E-mail: alfons.adam@provita.at

22 04 2011
CPÖ

An den Verfasser dieser Zeilen im Blog „Schreibfreiheit“

Ich nehme als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit Ihren Hinweis gerne auf und darf darauf hinweisen, dass A.Adam nach seiner demokratischen Abwahl auf dem von ihm geforderten a.o. Parteitag im Nov. 2008 die Versammlung wort- und grußlos verlassen hat.

Dennoch hat ihm der Bundesvorstand im Januar 2009 die Ehrenobmannschaft angeboten, dazu einen Sitz im Bundesvorstand auf Lebenszeit und die Leitung unserer Parteiakademie. Wir warten bis heute auf eine Antwort, stattdessen begann A.Adam Mitte Juni mit regelmäßigen haltlosen Angriffen auf die CPÖ, stammt doch das von ihm angesprochene Desaster, welches wir zu bereinigen hatten und z.T. noch haben, aus seiner Obmannschaft. Dennoch: Es ist sicher sinnvoll, gemeinsam zu agieren als sich gegeseitig zu befehden – oder soll ich wahrheitsgemäß sagen: die CPÖ regelmäßig anzugreifen? Wir haben uns mit Angriffen oder Repliken – zum Leidwesen vieler unserer Mitglieder- mehr als zurückgehalten und damit die Ursachen nicht angesprochen. Ich geb zu, dass dies sicher zur sachlichen Klärung beigetragen, aber auch weitere Verstimmung ausgelöst hätte.

Herrn Dkfm. Pekarek kann man nur zustimmen, aber letztlich hat auch er die CPÖ bald nach A. Adam verlassen. Konkrete Vorschläge zu einer Zusammenarbeit sind bislang nicht gekommen, bei öffentlichen Aktionen wie gegen die Abtreibung etc. war von der Christen-Allianz bislang keine Unterstützung oder Anwesenheit festzustellen. Aber: was noch nicht ist, kann ja vielleicht noch werden. Wir brauchen jede Unterstützung, um gegen den Zeitgeist erfolgreich anzukämpfen. In diesem Sinne verbleibe ich

mit freundichen Grüßen

Dr. Harald Marek Öffentlichkeitsarbeit, Presseprecher

0676 614 6175

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