„Ich will Priesterin werden!!!!!“

8 05 2010

von Inge M. Thürkauf

Die Forderungen der Frauen nach dem Priestertum erinnern mich in fataler Weise an das Märchen vom „Fischer und seiner Frau“. In diesem zeitlosen Märchen ist es die Frau, die ihren Willen zur Macht bis ins Letzte auslotet: mit verheerenden Folgen, wie es sich zeigt. Zunächst äußert sie den berechtigten Wunsch, aus ihrer Elendshütte herauszukommen. Es ist völlig verständlich, diesen Wunsch zu äußern. Jesus hat nicht gesagt: Elende werdet ihr allezeit bei euch haben, sondern Arme. Der hl. Franziskus hat sich mit der Frau Armut vermählt und nicht mit dem Elend. Als des Fischers Frau dann aber in einem sehr hübschen Haus residierte, will sie mehr haben. Sie will Königin werden, dann Kaiserin, dann Papst. Und als diese Begehren ihr der Reihe nach tatsächlich erfüllt werden, was bleibt ihr dann noch zu wünschen übrig? Dann sie will werden wie der liebe Gott!

Zeigt dieses Märchen nicht auf eine geradezu beklemmende Art, was heute in der sogenannten Frauenbewegung geschieht? Ist die Forderung der Frau nach immer mehr Macht auf allen Gebieten, vor allem die Forderung nach dem Priestertum, nicht der Griff nach dem Höchsten? Der Priester, der am Altar „in persona Christi“ das heilige Opfer darbringt, der will sie sein. Dieses Amt will sie haben. Jesus aber hat sich den Ruf an den Kandidaten zum Priestertum selbst vorbehalten hat: „Ich habe euch erwählt, nicht ihr habt mich erwählt“. Wenn das Priestertum der Frau im Plane Gottes gelegen hätte, wer wäre geeigneter gewesen als die Mutter des Herrn, das Amt der Priesterin auszufüllen? Der orthodoxe Erzbischof von Großbritannien, Athenagoras von Thyateira, bringt die Haltung seiner Kirche auf den Punkt, wenn er sagt: Die Forderung nach weiblichen Priestern sei eine „zeitgenössische Modeerscheinung, welche die Ordnung des Evangeliums und die Erfahrung der Kirche umstürzt“.

Im Märchen findet sich die Frau, die sein wollte wie der liebe Gott, zusammen mit ihrem willenlosen, schwachen und verängstigten Mann – der als Adam es nicht wagte, seiner Eva zu widersprechen – in der alten Elendshütte wieder. Gott setzt den Maßlosigkeiten Grenzen. Und die Wahrheiten der Märchen sind oft keine Märchen. Sie können von der Wirklichkeit eingeholt werden. Auch heute noch.


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3 responses

9 05 2010
Armin

Das Frauen Priesterinnen werden wollen, spiegelt genau das wieder was der Wille der Menschen in dieser „Neuheidnischen Spass und Wegwerfgesellschaft“ ist, einige der vom wahren Glauben an Gott dem Herrn (Freimaurer, Atheisten, usw. ) abgefallen, haben es geschafft das Gitft Satans in viele Herzen zu verpflanzen, welche sich nun Gottähnlich füllen, und sich als Herrscher über Leben und Tod füllen, Genforschung, Massenmord an ungeborenen Kindern, Politiker die zum Krieg aufrufen, usw. usw.
Daraus ist für mich kar ersichtlich das sich viele Menschen nicht mehr als geliebte Kinder Gottes unseres Herrn füllen, sondern sich auf die Gleiche Stufe wie Gott der Herr stellen wollen, daher der Streit über den heiligen Willen Gottes unseres Herrn der geschrieben steht in der heiligen Bibel, Leugnung der Glaubenswahrheiten der katholischen Kirche,daraus resultiert auch der offene Kampf gegen Gott dem Heiligen Geist, der alle Menschen dazu befähigt zwischen Gott und Böse zu entscheiden.

Zum Frauenpreistertum siehe, den heiligen Willen Gottes unseres Herrn der gschrieben steht in der heiligen Bibel: 1 Timotheus. 2. 8 – 15 und 1 Korinther 2-16

30 06 2010
Theologiestudentin

Einige Gedanken von einer jungen Theologiestudentin (wer das gegen mich verwenden möchte – bitte gern – Diskriminierungen jeder Art zeigen nur die begrenzte Intelligenz diverser Menschen)

Der Priester = der DIENER seiner Gemeinde – da ist GRUNDSÄTZLICH nichts mit „Gott spielen“ – natürlich gibt es immer wieder Priester (und Frauen die es gerne werden wollen) die sich so geben, dass man glaubt sie wollen Gott spielen – aber im Grundgedanken ist der Priester kein kleiner Gott sondern genau das Gegenteil – und zwar der Diener – der für die Menschen da ist, und sein GANZES Leben Gott und den Menschen schenkt – schon eine große Sache hm?!

Und wenn jetzt eine junge Frau wie ich, ein Gefühl in sich spürt genau das gleiche machen zu wollen – den Menschen und Gott mein Leben zu weihen – es aber nicht darf (jetzt mal abgesehen von einem Leben in einem Orden – was m.E. eine ganz andere Baustelle ist) dann finde ich das einfach nur traurig…

Und damit keine Missverständnisse aufkommen – Ich wollte schon mit 6 Jahren Priester werden – damals hab ich die Aussage „Geht nicht – du bist ein Mädchen“ einfach hingenommen. Heute studiere ich Theologie und suche nach Argumenten warum ich nicht darf – aber ehrlich gesagt – ich finde keine, die ich auch nachvollziehen kann!
Gebt mir nachvollziehbare Argumente (und ich habe alle kirchlichen Dokumente des Lehramtes und Texte des Papstes dazu gelesen) und ich werde das Thema nicht mehr diskutieren wollen. Aber es konnte mir noch niemand Argumente geben die so stichhaltig und verständlich waren, dass ich sie hinnehmen konnte – und die im Endeffekt nicht darauf hinausliefen, dass ich einfach Pech gehabt hab als Frau zur Welt zu kommen!

Und zu diesem Märchen kann ich nur sagen: Das spiegelt einfach nur die menschlichen Schwächen namens (Macht)Gier und Größenwahn und hat m.E. nichts damit zu tun dass eine Frau nicht nach höherem streben darf!! Denn wenn man diese Geschichte umtauscht und aus der Frau einen Mann macht, dann spiegeln sich darin einige unserer Politiker, Mangager etc. … und dann wär das ganze kein Skandal mehr sondern eine Alltagserscheinung – wie gesagt – Größenwahn eben.
Aber wenn eine Frau etwas tut bekommt alles wieder eine besondere Färbung… finde ich sehr traurig und, um mich nicht ständig zu wiederholen, einfach armselig.

„Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid «einer» in Christus Jesus.“ (Gal 3, 28)

19 09 2010
Barbara

Zitat: „Ist die Forderung der Frau nach immer mehr Macht auf allen Gebieten, vor allem die Forderung nach dem Priestertum, nicht der Griff nach dem Höchsten?“

Ach so: der Mann darf also nach dem Höchsten greifen, die Frau aber soll gefälligst die Klappe halten…. Heuchlerischer und abschätziger gehts wohl kaum noch….

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