Schweiz: „Mutter“ wird amtlich durch „das Elter“ ersetzt

6 06 2010

Mutter wird amtlich durch „das Elter“ ersetzt

Wenn das nicht verrückt ist!

In Bern wird jetzt mit der Abschaffung der Diskriminierung ernst gemacht

(MEDRUM) Laut neuem Leitfaden für die amtlich verbindliche Sprache in der Schweiz fällt die Verwendung der Begriffe Vater und Mutter unter die Rubrik diskriminierender Begriffe.
Kinder haben demnach künftig keinen Vater oder Mutter,
sondern nur noch ein Neutrum als Ursprung, genannt „das Elter“.

Statt Vater oder Mutter sollte man besser «der Elternteil» oder «das Elter» schreiben. «Der Leitfaden ist für amtliche Publikationen verbindlich», sagt Isabel Kamber, stellvertretende Leiterin Zentrale Sprachdienste, Sektion Deutsch, der Bundeskanzlei der Schweiz, wie die schweizerische Zeitung BLICK berichtet.

Damit folgen die politisch Verantwortlichen in Bern den Vorschlägen in der Beschlußvorlage 12267 im Ausschuß für Chancengleichheit von Frauen und Männern des Europarates, der gegen die Verwendung von Begriffen wie des Mutterbegriffs in den Nationen kämpfen soll, um Gender-Gleichheit herzustellen.

Eine derartige sprachliche Deformation würde auch den Erwerb der Elternschaft durch homosexuelle Paare erleichtern.
Ein Kind, dessen soziale Eltern zwei lesbische Frauen sind,
hätte dann eben nicht mehr eine Mutter und eine Stiefmutter,
sondern zwei Elter: Elter 1 und Elter 2.

Folgerichtig wäre es, auch die Großmutter, Großvater, usw. abzuschaffen.
Großelter 1 und Großelter 2 müsste es dann heißen oder – noch besser –
Großelter 1.1 und 1.2 sowie Großelter 2.1 und 2.2.
Dies wäre auch eine digitalisierungsfreundliche Lösung,
die sich überdies an Patchworkverhältnisse flexibel anpassen ließe.

Original auf MEDRUM …

siehe auch:
Kampf gegen den Mutterbegriff

DIE FREIE WELT,
Die Schweiz ist Avantgarde eines sterilen Feminismus


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7 responses

7 06 2010
Fräulein Polyglott

Sicher habt Ihr auch mitbekommen, dass der Fußgängerstreifen auch zu den diskriminierenden Begriffen gehört und ab jetzt Zebrastreifen genannt werden soll. Hmm… endlich. Ich hab mich schon immer in meiner Weiblichkeit verletzt gefühlt, wenn ich so ein Ding benutzt habe. 😉 Sollen doch jetzt die Savannenbewohner dafür herhalten!

17 08 2010
Buchautor

Zum Thema: Die sprachliche Zerstörung der Familie

http://www.dfuiz.net/kap_4/4-5/index.html

30 08 2010
solneman

also leutchen,wenn ihr wirklich unumstoessliche propleme mit vater und mutter habt und nun verkrampft nach loesung sucht, ist doch die einzige folgerichtigkeit: schaft die kinder ab ! ihr habt danach keinen krampf mehr mit „der vater“ und „die mutter“ oder „eltern“
– die restlichen 7 milliarden erdenkinder warten schon auf eure erbschaft. – oder?

22 12 2010
Affenmädchen spielen mit Puppen « Schreibfreiheit

[…] „Mutter“ wird durch „Elter“ ersetzt […]

21 05 2011
3 07 2011
Amy

Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, daß Sie hier einer frauenfeindlichen Zeitungsente aufgesessen sind? Hier in den Links ist nachzulesen, was sich gar nicht zugetragen hat. „Elter“ hat es nie gegeben, dafür gibt es aber einen weiteren Beweis für schlechten Journalismus! Aufklärung tut not.

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/frauen/das-geschrei-der-maennerpresse-gezielte-desinformation-in-sachen-europarat-/
http://www.fembio.org/biographie.php/frau/blog/der-geschlechtsneutrale-schweizer/

5 07 2011
siwla

Ich kann das derzeit aus Zeitmangel leider nicht recherchieren. Klar ist jedoch:

Gender-Mainstreaming nimmt schon Züge einer Geisteskrankheit an. Ob Elter1+2 anstatt Vater+Mutter stimmt oder nicht, das ist da schon nebensächlich.

Mfg

Alois Wolfmayr

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