Landtagswahlen ante portas

19 08 2010

Maria Fellner und das Steirische CPÖ Team

Die Landtagswahlen in Wien und in der Steiermark stehen vor der Türe. Die CPÖ will in beiden Bundesländern antreten.

In der Steiermark wirbt Spitzenkandidatin Maria Fellner für christliche Politik und konnte bereits ca. 2/3 der notwendigen Unterstützungserklärungen erhalten. Die Chancen stehen also gut, dass die CPÖ in der Steiermark flächendeckend auf dem Wahlzettel steht. Nach dem Achtungserfolg von Dr. Gehring bei der Bundespräsidentenwahl stieg der Bekanntheitsgrad entsprechend an. Bei den Wahlkampfauftritten wird Maria Fellner auch fleißig von Dr. Gehring und vielen Wahlkampfhelfern unterstützt.

Ein Achtungserfolg in der Steiermark ist durchaus möglich.

In Wien sieht die Situation völlig anders aus. Während in der Steiermark auch bei der Bundespräsidentenwahl ein respektables Ergebnis erzielt werden konnte, grundelte Wien als schwächstes Bundesland dahin. Das liegt einerseits an der geistlichen Situation in Wien, der roten Übermacht und einem sehr hohen Anteil an Moslems, die nie eine christliche Partei wählen würden. Andererseits konnte Wien auch nie über einen halbwegs einsatzkräftigen Parteiapparat verfügen. Nach dem Wechsel der Wiener Parteiführung wurde der Apparat noch kleiner und ist derzeit sicher nicht in der Lage eine Wahl zu führen. Trotzdem beharrt man (wer eigentlich?) darauf in Wien zumindest auf Bezirksebene antreten zu wollen. Somit verheizt man die wenigen, derzeit noch vorhandenen Aktivisten, die sich dafür hergeben.

Der neue Wiener Parteiobmann, Dr. Robert Harsieber ist in keinster Weise öffentlich existent. Er meldet sich nie zu Wort, und hat auch noch keinen Dialog zu irgendwen aufgenommen, wie er eingangs ankündigte. Seine beharrliche Nichtexistenz hat zwar bereits philosophische Dimension erreicht, aber für die Führung einer Landespartei ist das deutlich zu wenig. Und für einen Wahlkampf sowieso.

Gerüchten zufolge soll er bereits ein Rücktrittsgesuch eingereicht haben, das jedoch nicht angenommen wurde. Anscheinend kann sich Dr, Harsieber nicht einmal beim eigenen Rücktritt durchsetzen.

Aber vielleicht findet sich noch ein Wiener CPÖ Aktivist der ihm diese schwierige Tätigkeit abnimmt und sich als Wiener Parteiobmann aufstellen läßt?


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3 responses

1 10 2010
Robert Harsieber

Sie haben völlig richtig bemerkt, dass ich „öffentlich nicht existent“ bin, auch stimmt das „Gerücht“, dass ich von dieser Funktion zurückgetreten bin. Der Rücktritt wurde auch angenommen, Sie brauchen mir dabei also nicht zu helfen. Das war nicht mein Problem. Probleme habe ich vielmehr mit Menschen, die einen solchen Ton anschlagen, wie Sie es in Ihrem Statement tun, einen Ton, den ich beim besten Willen nicht als christlich identifizieren kann. Leider stehen Sie damit nicht allein und auch in der Partei sind manche nicht gewillt, sich z.B. von einschlägigen Websites, die diesen Ton intensiv „pflegen“ zu distanzieren.
Aber zurück zu den Fakten: Meine Funktion als Landesobmann war von Anfang an als Interimsfunktion geplant, um die Lücke, die durch den plötzlichen Abgang meines Vorgängers entstanden war, zu schließen. Jetzt ist es an der Zeit, ein neues Team aufzubauen und das passiert auch.
Ihre Einschätzung der Situation in Wien vor der Wahl kann ich nur zustimmen. Die Partei hat noch nicht wirklich Fuß gefasst und Wien ist ein ganz anderer Boden als etwa die Steiermark. Wobei sich gezeigt hat, dass nicht einmal dort die 1%-Hürde zu nehmen ist.
Wenn Sie mein „erstes Interview“ wirklich gelesen haben, dann können Sie sich wahrscheinlich auch denken, warum ich die Funktion zurückgelegt habe. Für mich ist das Christentum geprägt von Vielfalt, Offenheit, Miteinander und Menschlichkeit, von Verständnis und Demut (in der eine ungeheure Kraft liegt). Schwer tue ich mir mit Menschen, die genau wissen, was die „Wahrheit“ ist und die versuchen, die eigene Meinung den anderen vorzuschreiben. Christus ist zwar der Weg, die Wahrheit und das Leben, aber an ihn zu glauben, versetzt uns noch lange nicht in den „Besitz“ der Wahrheit.
Wie in allen anderen Parteien gibt es auch in einer christlichen Partei eine breite „Mitte“ und einen kleinerenn Randbereich. Das Problem einer christlichen Politik ist meiner Meinung nach, dass der „extremere“ Flügel mit der christlichen „Mitte“ absolut inkompatibel ist. Das von sich überzeugt Sein, das Ausgrenzen der anderen, das mit dem Strache Heulen, das sich gar nicht mit anderen Kulturen auseinandersetzen Wollen (weil man ja sowieso besser als die Moslems weiß, was der Islam ist), das Ignorieren der eigenen wie der Vielfältigkeit anderer Religionen, all das ist mit „christlich“ kaum zu vereinbaren.
Diese Haltung führt aber auch dazu, dass eine Partei, die das nach außen signalisiert, für die Mehrheit der Christen nicht wählbar ist – was sich ja auch in allen bisherigen Wahlen bestätigt hat.
Notwendig wäre daher, das Image des „Fundamentalismus“ abzulegen, sich deutlich gegen Rechts und gegen eine populistische Politik mit ihren schmutzigen Wahlkämpfen abzugrenzen, einer Politik, die mit der Angst der Bevölkerung spielt, ohne auf die Realität auch nur einzugehen. Diese „rechte“ Politik fördert selbst die Probleme, die sie vorgibt zu bekämpfen. Sich davon vehement abzugrenzen wäre für eine christliche Partei eine absolute Notwendigkeit.
Die Angst, diese Wählerschicht damit zu verlieren, ist durchaus begründet, aber das ist Gott sei Dank eine Minderheit. Für die Mehrheit der Christen wäre dann aber der Weg frei, sich ernsthaft zu überlegen, eine christliche Partei zu wählen.
Robert Harsieber

2 10 2010
Jeremia

Was heißt eun neues Team aufbauen?

Hinter dem Rücken, d.h. ohne Wissen des bestehenden, das legitim eingesetzt wurde? Soll das etwa christlich sein?

Wer grenzt sich hier von wen ab? Ich denke Sie sind nicht fähig Freund von Feind zu unterscheiden, ein trauriger Neu-LPO, geschweige denn Mitbruder.

Ich denke Sie passen wesentlich besser zur SPÖ oder zu den Grünen, als Christ kann man diese Haltung und Vorgehensweise nicht bezeichenen und billigen.

Jeremia

17 12 2011
Robert Harsieber

Was es heißt, ein neues Team aufzubauen, müssen Sie die fragen, die es tun. Ich habe nirgends gesagt, dass ich das tue. Mir daher irgendeine Haltung und Vorgangsweise zu unterschieben, geht also wieder völlig daneben.
Ich denke, dass ich „Freund und Feind“ sehr wohl unterscheiden kann, deshalb distanziere ich mich auch von „rechts-gläubigen Christen“, die nur ihre eigene „Wahrheit“ verteidigen. Denen überlasse ich auch das Feindbild-Denken. Politik – und erst recht Christentum – sollte etwas mehr sein, als gegen alles (rot, grün, Moslems, Andersdenkende) zu zu geifern.

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