Europarat und Gewissensfreiheit der Ärzte

2 10 2010

Die Mediziner sollen verpflichtet werden, unter Umständen ihre Gewissensgründe zurückzustellen. Der Entwurf wird am 7. Oktober im Europarats-Plenum beraten – Katholiken rufen dazu auf, einen Protestappell zu unterschreiben.

Strassburg (kath.net) Ein Ausschuss der Parlamentarischen Versammlung des Europarates will Einschränkungen für Ärzte festschreiben, eine Behandlung aus Gewissensgründen zu verweigern. Das berichtet das Deutsche Ärzteblatt, worauf die CPÖ in einer Aussendung aufmerksam macht. Der Ausschuss hat einen Appell an die 47 Europarats-Mitgliedstaaten entworfen. Darin heißt es, die Mediziner sollten verpflichtet werden, unter Umständen ihre Gewissensgründe zurückzustellen. Vor allem bei Abtreibung und Sterbehilfe könnten die neuen Regeln greifen.

„Es müsse ein Gleichgewicht zwischen dem persönlichen Recht auf Gewissensentscheidungen und dem Recht der Patienten auf die gesetzlich zulässige Versorgung in angemessener Frist geben“, heißt es in dem in Straßburg veröffentlichten Entschließungsentwurf. Das Recht auf Gewissensentscheidung solle immer nur den Medizinern im konkreten Einzelfall zustehen, nicht aber für öffentliche und staatliche Einrichtungen wie etwa Kliniken insgesamt gelten.

Der Entwurf wurde im Gesundheitsausschuss der Parlamentarischen Versammlung bereits verabschiedet, am 7. Oktober wird er im Plenum der Europarats-Parlamentarier beraten werden.
Der Arzt kann dann gezwungen werden, Abtreibungen oder Sterbehilfe auch gegen sein Gewissen und gegen den Hippokratischen Eid durchzuführen.
Im Hippokratischen Eid heißt es: “…Ich werde ärztliche Verordnungen treffen zum Nutzen der Kranken nach meiner Fähigkeit und meinem Urteil, hüten aber werde ich mich davor, sie zum Schaden und in unrechter Weise anzuwenden. Auch werde ich niemandem ein tödliches Gift geben, auch nicht wenn ich darum gebeten werde, und ich werde auch niemanden dabei beraten; auch werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel geben“.

Damit der Entwurf des Gesundheitsausschusses keine Mehrheit findet, kann man sich direkt an die Mitglieder der Delegation im Europarat wenden.

Original auf KATH.NET …

Und hier kann man Online unterschreiben.

Oder auf TFP …

Quellen:
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41685/, http://www.imabe.org/index.php?id=1427,
McCafferty-Bericht: http://www.medrum.de/content/mccafferty … gewaltigen,
http://www.europe4christ.net/index.php?id=4&L=1

 

Siehe auch:

Salzburger Ärzteforum für das Leben

Unterbergers Tagebuch, Punktesieg im Kulturkampf

 

Antworten der Politiker

und weitere Wortmeldungen

sind_______ HIER …. ____nachzulesen.


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2 10 2010
Storchenei

Sie sind wie ein Schatten, bewegen sich unauffällig. Schlicht und ergriffen, sie scheuen das Licht. Gemeint sind die Lobbyisten Internationaler Unternehmen und Non – Profit – Organisationen. Geben sich in Brüssel – und auch anderswo die Klinke in die Hand und vertreten allein die Interessen ihrer Auftraggeber. Hunderte von Million Euros werden aufgeboten, auch für die „Hohle Hand“. In Bars, Hinterzimmern, usw. werden streng geheime Absprachen und Ziele festgelegt, die dann von Beamten und Kommissaren umgesetzt werden. Wo bleibt aber die Kontrolle. Das Parlament in Brüssel und die nationalen Parlamente werden erst gar nicht gefragt. Die vom Volk gewählten Institutionen werden erst nicht kontaktiert bzw. informiert, sondern vor die nacktenTatsachen gestellt. Die Kommission ist nicht in der Lage eine umfassenden Liste aller Lobbyisten zu benennen, geschweige wie, was, wo und wie viel diese Herrschaften schmieren und ölen.
Jetzt erdreistet sich diese Klicke, den Eid des Hippokrates zu unterlaufen . Diese Fragen gehören in die Parlamente (Fachgruppen und Ethikkommission) und sind zwingend einer Volksbefragung zu zuführen.
Brüssel ist nicht nur ein Ort der Verschwendung sondern, wie aus dem Buch von Hans-Peter Martin zu entnehmen ist, ein Hort der Unfähigen und Unwissenden. Schanzen sich Privilegien, fette Pensionen und teilweise hohe Gehälter und Diäten, fürs nichts tun zu. Es ist höchste Zeit, dass wir als Bürger endlich erfahren was dieser „Goldene Tempel“ kostet, d.h. wir wollen eine klare Ausgaben- Einnahmerechnung – einfach wie das Geld verwendet und eingesetzt wird.

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