Offener Brief bez. ärztlicher Gewissensfreiheit

5 10 2010

Foto: Matt Hogan – Flickr

Und wenn man schon wieder Menschen in Europa und in Österreich umbringen möchte, so möge man doch bitte so ehrlich sein und den altehrwürdigen Beruf der Henker wieder einführen aber uns Ärzte damit in Ruhe lassen….

Offener Brief an Herrn Abg. Karl Donabauer und an alle freien und gewissenhaften Abgeordneten, die das österreichische und das europäische Volk vertreten sollen!

Am 7. Oktober soll im Europarat über die Vorlage  Nr. 12347 mit folgendem Inhalt  abgestimmt werden.

Zugang von Frauen zur gesetzlichen Gesundheitsfürsorge: das ungeregelte Problem von Verweigerung aus Gewissensgründen

…Ein Ausschuss der Parlamentarischen Versammlung des Europarates greift die ärztliche Gewissensfreiheit massiv an. Er will Regeln für Ärzte festschreiben, die eine Behandlung aus Gewissensgründen verweigern, berichtet das Deutsche Ärzteblatt. In dem Straßburger Entwurf, der sich an die 47 Europarats-Mitgliedstaaten richtet, heißt es, die Mediziner sollten verpflichtet werden, unter Umständen ihre Gewissensgründe zurückzustellen. Es müsse ein Gleichgewicht zwischen dem persönlichen Recht auf Gewissensentscheidungen und dem Recht der Patienten auf die gesetzlich zulässige Versorgung in angemessener Frist geben. Der Straßburger Entschließungsentwurf nennt Schwangerschaftsabbruch und Sterbehilfe als Konfliktfelder zwischen Ärzten und Patienten. In öffentlichen und staatlichen Einrichtungen wie etwa Kliniken sollte der Arzt deshalb seine Gewissensprobleme in diesen Fragen hintanstellen, fordert der Text…

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41685/Europarats-Ausschuss_will_Regeln_fuer_Gewissensgruende_bei_Aerzten.htm

…Vor allem bei Schwangerschaftsabbruch und Sterbehilfe…In dem Entwurf des Appells an die 47 Europarats-Mitgliedstaaten heißt es, die Mediziner sollten verpflichtet werden, unter Umständen ihre Gewissensgründe zurückzustellen…

Sehr geehrter Herr Abgeordneter Donabauer!

Verehrte Nationalratspräsidenten und Abgeordnete!

Wie lange noch glaubt man eigentlich in den einschlägigen Europarats- und Nationalratskreisen, Parlamenten und sonstigen bereits sehr zweifelhaft gewordenen Einrichtungen Göttliches Gebot und menschliche Grundrechte mit Füßen treten zu dürfen? Wie lange glaubt man dort eigentlich historisch unbestraft zum kurzfristigen eigenen Vorteil sich zu willfährigen Knechten und Speichelleckern für die Agitatoren einer unter satanistischen Vorgaben konstituierten Neuen Weltordnung machen zu dürfen?

Seid gewiss meine Damen und Herren Abgeordneten: Der HERR lässt seiner nicht spotten!

Anstatt politische und gesetzliche Wege zur Neuerrichtung bereits überwunden geglaubter (national-) sozialistischer Ideologien zu erschließen, soll und muss von Ihnen alles getan werden um die, wie es früher geheißen hat, „- für die Volksgemeinschaft Unbrauchbaren“ und – heute vielleicht noch schlimmer – die „Unernährbaren und Unerwünschten“ zu schützen und diesen eine reale finanzielle Basis, Müttern und Kindern, als eine gesellschaftliche Selbstverständlichkeit zu erstellen. Auch darf es in Europa, soll noch ein Funke Hoffnung auf eine menschenwürdige Zukunft erhalten bleiben, absolut sichergestellt sein, dass es ein „unwertes Leben“ nicht gibt! Die Kranken, Alten und Schwachen bringen doch erst die Kittsubstanz in die Gesellschaft ein!

Richten sich nämlich die zukünftigen politisch- sozialen Bemühungen in Europa nur mehr nach den momentanen Bedürfnissen der Starken und Begüterten, so ist eine solche Art von Gesellschaft unrettbar verloren. Dieser geistig evolutive Rückschritt in lobbyistische Stammesstrukturen führt letztlich zwingend zum andauernden hinterhältigen Kampf um Lebens- und somit Machtressourcen und damit zu Untergang, Verzweiflung und Zerfall! Daran führt doch kein Weg vorbei!

Euthanasie ist also niemals eine Einsparungsmöglichkeit, sondern die allerteuerste aller Varianten, ein bewusst zerstörtes, ehemals gutes Sozialsystem vordergründig scheinbar zu retten. Derzeit wird diese fragwürdige „Rettungsstrategie“ jedoch noch von den gewissen, bereits weithin bekannten aber dennoch nicht genannt werden wollenden Kreisen vor der Öffentlichkeit sorgsam verborgen und schrittweise zum Überwachungs- (=ELGA) und Machtinstrument (- ausschließlich elektronischer Versorgungszugang bis der individuelle Finanzierungsrahmen erreicht ist) umfunktioniert.

Eugenik, Abtreibung und Euthanasie sind mit Sicherheit längerfristig der Todesstoß für jegliches ehrliche Sozialwesen.

Die ersten werden die letzten sein und was in der Welt oben ist, ist in der bleibenden, der ewigen geistigen Wirklichkeit unten. Wer das Leben an sich nur nach materiellen Nützlichkeiten für die vom einfachen Volk so genannte „Obrigkeit“ misst, hat davon nichts verstanden und sollte sich schleunigst aus seinem Abgeordnetensitz verflüchtigen noch bevor er eines Tages von dort abgeführt wird!

Wollen Sie denn das meine Damen und Herren Abgeordnete?

Sie müssen sich jetzt deklarieren wofür Sie sind. Sie können vielleicht die Abstimmungen versäumen, Ihrem Gewissen und den sozialen Konsequenzen Ihrer Entscheidungen aber werden Sie über kurz oder lang nicht entrinnen. An dieser Problematik des Schutzes der Schwachen wird Ihre Einstellung offenbar. Es wird sich nun zeigen, wer noch vertrauenswürdig ist und wer nicht mehr.

Es bleibt dabei:

Wir anständig gebliebenen österreichischen Ärzte werden uns nie mehr zu Handlangern eines zukünftigen totalitären, völlig inhumanen und lebensfeindlichen Systems machen lassen. Und wenn man schon wieder Menschen in Europa und in Österreich umbringen möchte, so möge man doch bitte so ehrlich sein und den altehrwürdigen Beruf der Henker wieder einführen aber uns Ärzte damit in Ruhe lassen. Wir haben Wichtigeres als Aufgabe, nämlich alle und hier vor allem die ärmeren Menschen vor den Versuchen der gierigen Zugriffe auf deren Grundrecht auf Leben durch völlig skrupellose und ungeheuer anmaßende Feiglinge zu schützen!

Immer noch wohlwollend warnend!

Ihr

Dr. Felix Berger

Obmann der CPÖ/NÖ und

CPÖ – Gesundheitsreferent

p.s.:

…und, geschätzter Herr Abgeordneter Donabauer, sagen Sie mir bitte nicht wieder, dass ich nicht mit Muskeln spielen soll, die ich gar nicht habe. Es geht hier bei weitem nicht um politische Muskulatur, sondern um Anständigkeit, Verständnis und vor allem ums Herz für die Mitmenschen und um politische Verantwortung für jetzt und für unser aller Zukunft.


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5 10 2010
Felizitas Küble

Ein ganz hervorragender Aufruf, der die Dinge zugespitzt, aber treffend auf den Punkt bringt!

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