Geschieht uns recht?

10 10 2010

Man spricht von einem Frauenrecht,
indem man Kinder schlachten lässt.

Und ist das Kindlein noch so klein,
möcht’ vehement am Leben sein.

Heimchen am Herd ist ungewollt,
wo man den Kleinen Liebe zollt.

Der Staat entzieht mit teurem Geld,
den Babys ihre Kinderwelt.

Gern ließe sich die Frau verwöhnen,
doch fehlt’s an wohlerzog’nen Söhnen.

Man predigt Töchtern Karriere,
verhöhnt jedoch die Frauenehre.

Vergeblich sucht der Mann die Frau,
der er sich innig anvertrau.

Längst sind wir nicht mehr sozial,
Egoisten gibt’s in Überzahl.

Wir ernten hier was wir gesät,
doch ist es leider bald zu spät.

Lambert Karlsberger, September 2009


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12 10 2010
Almut Rosenbrock

Danke für dieses Gedicht! Ich sehe das ganz genauso.

Ich bin momentan, trotz Apothekerberufs, überzeugte Hausfrau und damit engagiert und umfänglich für unsere 2 Kinder, 9 und 11 Jahre alt, da.
Auch die Haushaltsorganisation passiert nicht von alleine.
Mich ermutigt immer wieder das Wissen um 2 gute Freundinnen, die es mit 2 Kindern ebenso halten.

Mit den Kindern läuft es gut – ich kann es mir momentan nicht besser vorstellen.
Ich sehe es immer so: Eine(r) muss ja die „Stellung halten“ und durchgängig für die Kinder verantwortlich sein. Wenn ich es nicht tue, tut es keiner.
Und das will ich nicht – dafür sind sie mir viel zu kostbar!

„Bemerkungen“ kriege ich von meinem Mann – aber er hat auch keine Alternative.
Er verdient ausreichend und der Arbeitsplatz scheint nicht gefährdet.
Eine „kleinere Stelle“ wäre mir inzwischen auch recht – aber erstmal finden.
Ich bin auch ohne zufrieden und genieße die freie und aktive Gestaltung unserer Zeit.

Die so genannte „Emanzipation“ führt dazu, dass Frauen sich „zerreißen“ müssen zwischen den Aufgaben und Anforderungen. Nicht selten geht darüber auch die Ehe / Partnerschaft kaputt, weil die Nerven so gespannt sind, dass man zusätzliche „Herausforderungen“ nicht mehr aushalten kann oder will.
(Dafür muss man ja „vorbauen“ – deshalb besser im Beruf bleiben… . So der heutige Appell.
Die Frage ist: Bewirkt das Eine nicht auch das Andere?)

Was passiert mit einem selber, mit dem Mann, mit den Kindern bei einer Scheidung?
Ich sehe immer mehr und wieder, dass wir einander brauchen.
Dass ich die Ergänzung durch die „männlichen Eigenschaften“, Verhaltens- und Sichtweisen „brauche“. Dass ich auch in der Auseinandersetzung wachse.
Dass auch für die Kinder der „andere Pol“ wichtig und gut ist.

Man muss auch lernen und üben, Unterschiedlichkeiten und Meinungsverschiedenheiten „auszuhalten“ – ohne an sich selbst oder am Anderen zu verzweifeln.
Ich „diene“, helfe meinem Mann und den Kindern zu seinem / ihrem Leben. Auch wenn ihn das manchmal „herausfordert“, nicht immer nur „freut“. Es erweitert auf jeden Fall den Horizont.
Öffentlich wird dieser „Dienst“ leider nicht geachtet und gewürdigt.

Den Horizont erweitern vor allem die Kinder! Auch meinen immer wieder!
Man staunt über ihre Leistungsfähigkeit.
Über das, was sie schon können und wissen – und was sie wissen wollen.
Das fordert auch mich immer wieder heraus – trotz gutem Abitur (vor 33 Jahren!)

Ich lese gerade ein Buch von 1974 über eine Studie zur Hausfrau (Autor Pross mit „Brigitte“).
Interessanterweise gleichen die geschilderten Fakten eigentlich der heutigen Situation.
Das hätte ich nicht gedacht. 1974 ist mein jüngster Bruder (3. und letztes Kind) geboren.
Meine Mutter war Hausfrau und ist es geblieben.
Manchmal zwar mit „Frust“ – aber irgendwie doch mit Überzeugung.

Ich „verarbeite“ mein Engagement, und auch das „Unverständnis“ für die heutige Politik auf der Website http://www.glmk.de.
Nur durch mein „Hausfrauendasein“ habe ich die Freiheit und Zeit, mich so, wie ich es tue, diesen Herausforderungen der Zeit zu stellen!

Die Gesellschaft braucht selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Handeln –
und auch die Kinder, die das durch die Erziehung so mitbekommen!

Davon bin ich überzeugt – und möchte Frauen ermutigen, zu ihren Gefühlen zu stehen
und ihre Kinder nicht gegen ihren eigentlichen Willen in Fremdbetreuung zu geben,
um sich „dem Arbeitgeber zu unterwerfen“.

Wenn es irgend möglich ist – kümmert Euch, kümmern Sie sich selbst liebevoll und individuell um Eure Kinder, vor allem in den ersten Jahren! Und auch später brauchen sie viel Liebe und Fürsorge – neben dem allmählichen „Loslassen“.

Keine/r kann das besser, individueller, verlässlicher, liebevoller als Du / Ihr!
Lasst uns uns gegenseitig ermutigen und stützen –
und auch unsere Stimmen gegenüber der Politik nicht schweigen lassen!

Wir können etwas, wir leisten etwas, wir leisten viel für die Gesellschaft und für ihre (und unsere) Zukunft!

Unsere Kinder brauchen (unsere) Liebe und persönliche, gern gegebene Zuwendung (ohne Bezahlung!)

Wenn Sie wollen, können Sie diesen Text veröffentlichen, mit Link zu http://www.glmk.de, Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“.

Almut Rosebrock, Wachtberg bei Bonn

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