Kath. Familienverband protestiert!

20 10 2010

Der Katholische Familienverband Österreichs hat unter www.familienprotest.at eine lobenswerte Initiative gestartet: In einem Protestbuch können sich Familien (und natürlich auch Einzelpersonen) zu den skandalösen Kürzungen im Familienbereich äußern.

KFÖ-Präsident Prof. Dr. Clemens Steindl wies darauf hin, dass nach einer aktuellen market-Umfrage 84% der Österreicher gegen Kürzungen für Familien sind. Steindl setzt die Kürzungen für Familien, die im Jahr 2011 rund 234 Millionen Euro betragen und bis zum Jahr 2014 auf rund 484 Millionen Euro im Jahr gesteigert werden, dem Bankenpaket der Regierung gegenüber: Ohne zu zögern wurden 15 Milliarden (!) Euro an Geldmitteln den Banken gegeben und nochmals 75 Milliarden (!) Euro Haftungsrahmen festgelegt.

Familienbeihilfe um 20% weniger wert als vor 10 Jahren!

Selbst wenn man die 13. Familienbeihilfe, die erst 2008 eingeführt wurde, dazurechnet, hat die Familienbeihilfe insgesamt an Wert verloren, da die Familienleistungen – im Gegensatz zu Pensionen – nicht valorisiert werden, das heißt, dass der reale Wertverlust durch die Inflation nicht abgedeckt wurde. Im Gegensatz dazu steigen aber die Einnahmen in den Familienlastenausgleichsfonds, denn diese hängen vor allem von den 4,5% der Lohnsumme ab und die Löhne steigen regelmäßig um die Inflation abzudecken.


Aktionen

Information

2 responses

20 10 2010
Armin

Aha: Wenns ums Geld geht erwacht der Katholische Familienverband aus seinen Dämmerschlaf, aber wenn es um die Tötung ungeborener Kinder noch in den Leibern ihrer Mütter und um die Homo Ehe geht, werden keine solche Aktionen gestartet, nur zur Beruhigung der Volksseele werden einige belanglose und harmlose Artikel veröffentlicht.
Des weiteren ist für mich sehr fragwürdig warum der Katholische Familienverband sich noch nicht viel, sehr viel früher für die Familien eingesetzt hat, denn bereits seit langen werden Familien mit Kindern vom Staat finanziell sehr kurz gehalten.

20 10 2010
institorius

Also ganz so kritisch sehe ich das nicht. Immerhin ist der KFÖ (neben den Freiheitlichen) der einzige Verband der protestiert. Der Familienbund hat ja bis heute aus Rücksicht auf die Parteifreundin Marek kein kritisches Wort rausgebracht.
Was das Thema Abtreibung betrifft stimmt der Vorwurf, vielleicht gibt es da einen Zusammenhang mit der Ehefrau des Präsidenten, die Chefin der Aktion Leben ist?

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