EU für bessere Stellung von Müttern

21 10 2010

Einmal eine erfreuliche Meldung aus dem EU-Parlament:

Mutterschaftsurlaub soll auf 20 Wochen bei vollem Lohnausgleich ausgeweitet werden

Die Mindestdauer des Mutterschaftsurlaubes in der EU soll von 14 auf 20 Wochen erhöht werden. Für Länder mit einem bereits existierenden familienbezogenen Urlaub soll eine flexible Regelung gelten. Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte darüber hinaus für den Rechtsanspruch auf einen bezahlten Vaterschaftsurlaub von mindestens zwei Wochen.

Eine Mehrheit der EU-Parlamentarier stimmte am 20. Oktober 2010 für die Ausweitung der Mindestdauer des Mutterschaftsurlaubes von 14 auf 20 Wochen und geht damit über den Entwurf der Europäischen Kommission hinaus, der eine Verlängerung auf 18 Wochen vorsieht.

Jedoch haben die Abgeordneten Änderungsanträge verabschiedet, die besagen, dass, sollte bereits auf nationaler Ebene ein System des familienbezogenen Urlaubs existieren, die letzten vier Wochen davon als Mutterschaftsurlaub mit einem Lohnausgleich von mindestens 75 % angesehen werden können.

Die Abgeordneten unterstützten den Vorschlag der Kommission, dass innerhalb des gesamten Mutterschaftsurlaubs 6 Wochen Mutterschutz direkt nach der Geburt genommen werden sollen.

Die angenommene Resolution sieht vor, dass Arbeitnehmerinnen im Mutterschaftsurlaub voll weiterbezahlt werden müssen, d. h. 100 Prozent des letzten Monatsentgelts oder des durchschnittlichen Monatsentgelts. In Bezug auf den Lohnausgleich empfiehlt die Kommission volles Entgelt während der ersten sechs Wochen des Mutterschaftsurlaubes. Für den Rest des Urlaubes empfiehlt sie, die volle Bezahlung zuzusichern. Dies ist keine bindende Vorschrift, jedoch darf der zu bezahlende Betrag nicht niedriger als die Sozialleistung im Krankheitsfall sein.

Der Gesetzesentwurf legt eine Mindestregelung auf EU-Ebene fest. Mitgliedstaaten können neue Regelungen einführen oder existierende Regelungen beibehalten, die den Arbeitnehmern mehr entgegen kommen als die in der Direktive beschlossenen Regelungen.

In Österreich hat eine Mutter Anrecht auf dzt. 16 Wochen Mutterschutz (je zur Hälfte vor bzw. nach der Geburt). Nur bei Frühgeburten und Kaiserschnitt-Geburten kann die Mutter danach 12 Wochen Mutterschutz nehmen.

Bei der Abstimmung zeigte sich wieder einmal, dass die ÖVP mehr an die Wirtschaft als an die Mütter und Familien denkt, denn ihre EU-Abgeordneten haben gegen diese Resolution gestimmt. Die Vertreter der FPÖ dafür.


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2 responses

21 10 2010
dieblaueneu

Die Parteiführer von ÖVP wie CDU(Deutschland) interessieren sich nicht wirklich für die Ziele, die sie -insbesondere- vor Wahlen, vorgeben zu vertreten. Sie sind Marionetten, derer von denen sie Partei-Spenden und Pöstchen beziehen.

Wenn irgend jemand von diesen Parteiführern an dem – in Deutschland- grundgesetzlich verbrieften besonderen Schutz von Ehe und Familie interessiert wäre , gäbe es keine Dekonstruierung des Mutterbildes der europäischen Frauen und ein Mutterbild sowie Familienförderung, die auch der bürgerlich europäischen Frau erlaubte, sich stolzen Hauptes Mutter zu nennen, ohne in die Schublade „dummes Putchen, Weibchen“ gesteckt zu werden — und— Familien mit Kind(ern) würden keine wirtschaftlichen Nachteile im Vergleich zu Personen haben, die alleine und ohne Kind leben, sondern wirtschaftliche –Vorteile–.

Solange der bürgerlichen Frau – wenn sie sich für Kind, Ehe und Familie entscheidet- das Image, die Finanzen und der Lebensstandard verhagelt wird, werden die Geburtenraten wohl nicht steigen und das Single Leben der bürgerlichen Europäerinnen ohne oder nur mit Uralubskind ab Anfang 40 wird immer weiter um sich greifen.

Aber- zumindest in Deutschland- hat nun auch die CDU mit Wulff eine kostengünstige Lösung gefunden, noch mehr Kinder von Musliminen, die werden ja nicht gefragt, als Jungfrau importiert und zwangsverheiratet und Dumm gehalten (möglichst keine Bildung und keine Kontakte)Kindergeld und Sozialhilfe zum Dank drauf.

Das ist immer noch billiger als deutschen Frauen und Familien Familien-
förderung zu gewähren, frei nach dem Motto, Hautpsache unsere Karriere und die Kasse stimmt, der Rest ist (uns) wurscht.

23 10 2010
Siwla

Verehrte „dieblaueneu“!

Die Schuld am Kindermangel dürfen wir nicht den Politikern alleine geben, auch nicht den Medien oder sonstwem.
Schuld am Kindermangel haben alle, die sich gegen Kinder entscheiden und entschieden haben. Es war ihre Entscheidung.
Und die Politiker haben auch wir alle gewählt.
Wir könnten ja anderen Parteien eine Chance geben. Bis jetzt war das nicht der Fall.
In Österreich gibt es die CPÖ, die christliche Partei Österreichs.
In Deutschland wird es wohl auch so eine Partei geben, zumindest kenne ich eine Familienpartei.

Hauptsächlich liegt es an unseren Entscheidungen.
Wir könnten ja trotz ungünstiger Bedingungen Kinder bekommen und aufziehen. Tun wir aber nicht ausreichend.
Und wir könnten andere Parteien wählen. Tun wir aber nicht in ausreichender Zahl.

Daher müssen wir auch die Konsequenzen tragen – leider auch die wenigen noch verbliebenen kinderreichen Familien.

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