Berechnungsbeispiel: Soviel verliert eine Familie

25 10 2010

Berechnung basiert auf folgende beschlossene Maßnahmen:

  • Senkung Bezugsgrenze Familienbeihilfe von 26 auf 24 Jahre
  • Streichung 13. Familienbeihilfe, neu pauschalierte Schulstarthilfe (6-15 J.)
  • Streichung Mehrkindzuschlag ab 3. Kind
  • Streichung Familienbeihilfe für arbeitssuchende Jugendliche
  • Streichung Alleinverdienerabsetzbetrag (Familien ohne FB Bezug)

 

Betroffene Musterfamilie mit 3 Kindern:

  • Kind A Student, 26 Jahre
  • Kind B Lehre abgeschlossen und arbeitssuchend, 19 Jahre
  • Kind C Schülerin AHS, 17 Jahre

FB = Familienbeihilfe, KAB = Kinderabsetzbetrag (an FB gebunden), MKZ = Mehrkindzuschlag (ab 3. Kind)

Derzeit (2010):

Kind A: monatlich 152,70 FB plus 58,40 KAB = 211,10 (jährlich 2.685,90)

Kind B monatlich 165,50 FB plus 58,40 KAB = 223,90 (jährlich 2.852,30)

Kind C monatlich 165,90 FB plus 58,40 KAB plus 36,40 = 260,70 (jährlich 3.294,30)

2010 Gesamtbezug:         8.832,50

Künftig (2011):

Kind A:  0

Kind B:  0

Kind C: monatlich 165,90 FB plus 58,40 KAB = 224,30 (jährlich 2.691,60)

2011 Gesamtbezug:         2.691,60

Verlust:                                6.140,90  (monatlich: 511,74 Euro)

 


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6 responses

25 10 2010
institorius

Der Freiheitl. Familienverband hat schreibfreiheit.eu in einer APA Aussendung heute zitiert:

Budget: Familienverband zeigt massive Belastungen auf =

Wien (OTS) – „Der Freiheitliche Familienverband Österreichs (FFV),
lehnt die geplanten Kürzungen der Familienleistungen entschieden ab
und weist darauf hin, dass Familien schon heute im Bereich der
direkten und indirekten Steuern sowie bei den
Sozialversicherungsbeiträge gegenüber kinderlosen Personen gleichen
Einkommens massiv diskriminiert sind“, sagte der Obmann des
Freiheitlichen Familienverbandes Österreich Univ.Prof. Dr. Herbert
Vonach.

Durch die geplanten allgemeinen Maßnahmen zur Budgetsanierung seien
Familien mindestens genauso betroffen wie alle anderen
Bevölkerungsgruppen auch. Zusätzlich zu den erhöhten Massensteuern
würden Familien jedoch noch durch massive Kürzungen im Bereich der
Familienleistungen getroffen, zeigte Vonach auf.

So würden Familien durch die vorgeschlagenen Maßnahmen dreifach
belastet: Wie alle Bürger durch die allgemeinen Steuererhöhungen,
durch die fehlende Inflationsanpassung der Familienleistungen und
durch die geplanten Kürzungen der Familienbeihilfe.

Anhand eines Beispiels werde das Ausmaß der Belastung klar:
Eine Familie mit einem 26 jährigen Studenten, einem 19-Jährigen, der
sich nach erfolgreichem Lehrabschluss auf Arbeitssuche befindet und
einem 17-jährigen Schüler würde im Jahr 2011 gegenüber dem Jahr 2010
einen Transferleistungsverlust in Höhe von 6.140,90 Euro hinnehmen
müssen und somit nur noch 2.691,60 Euro gegenüber 8.832,50 Euro im
Jahr 2010 erhalten. (Siehe auch Internetblog http://www.schreibfreiheit.eu)

Weiters erspare sich der Finanzminister durch die zu erwartende
Reduzierung der Familienbeihilfenbezieher um 35.000 Personen, neben
den Einsparungen im Familienlastenausgleichsfonds, auch noch 25 Mio.
Euro, die den Familien durch nicht ausgezahlte Kinderabsetzbeträge
abgeknöpft würden. Ein Faktum, das in der Diskussion nicht behandelt
werde, so Vonach.

„Der Freiheitliche Familienverband weist darauf hin, dass diese
Kürzungen in einer Zeit zunehmender Kinderlosigkeit absolut
unverantwortlich sind und fordert den Österreichischen Nationalrat
auf, das Budget nicht zu Lasten der Familien, sondern durch echte
Sparmaßnahmen zu sanieren“, so Vonach.

25 10 2010
Armin

Das Volk hat doch selber in der Masse selbst die Politiker/innen gewählt die ihnen nun den Garaus machen und alles versuchen überall dort einzusparen wo es nicht um ihr eigenes Geldbörserl geht. Jedes Volk bekommt die Politiker/innen die es sich selber verdient und wählt. Siehe die letzten Wahlergebnisse, und wer das nicht alles im Vorhinein erkannt hat, hat von der Verlogenenheit der Politik und vor allen der Wirtschaft keine Ahnung.

26 10 2010
IT-Campus

Studenten Beihilfen: Jetzt muss der Gürtel noch enger geschnallt werden…

Die Regierung hat nun bekanntgegeben, was nun in nächster Zeit auf die Studenten zukommt. Die Neuerungen und Änderungen betreffen natürlich auch IT-Studenten. Die wichtigste Änderung, abgesehen von den finanziellen Einschränkungen ist die Einführung vo…

26 10 2010
Siwla

Am wenigsten verstehen wir die Streichung des Mehrkindzuschlags.
Österreich hat zuwenig Kinder, deswegen brauchen wir angeblich Jahr für Jahr Zigtausende Zuwanderer.

Nur kinderreiche Familien könnten die Kinderarmut der Österreicher beheben, denn es ist und bleibt immer so, daß nicht wenige keine Kinder bekommen können oder wollen. Dieser Mangel kann nur von kinderreichen Eltern ausgeglichen werden.
Und gerade denen nimmt diese Regierung jetzt das meiste Geld weg!

Das ist kurzsichtige Politik (damit ich nicht Schlimmeres schreibe…)!

28 10 2010
Armin

Die Weichen für die nächste Nationalratswahl sind bereits gestellt, so kann man ja jetzt schon hören, das spätestens 2013 die nächste Steuerreform erfolgen soll, passt ja brima, dann können die Regierenden unseres Landes ja das eigene Volk wieder belügen, damit diese wieder diese wählen können. Schade das es auch bei diesen Wahlen wieder finktionieren wird. Aber eines haben die Politiker wahrlich gelernt man greift nicht an des Geldbörserl desjenigen der einen Füttert.

Die Vermögensverteilung in Österreich

•Österreich hat 8,3 Millionen EinwohnerInnen. Davon leben 1,2 Millionen Menschen an oder sogar unter der Armutsgrenze
•Das Volkseinkommen (von allen ÖsterreicherInnen erwirtschaftet) betrug in Österreich im Jahre 2005 356 Mrd. €
•37.000 Menschen bilden das oberste 1 % (die Einkommensreichsten) der Einkommen und verfügen über 5,7 Mrd. € (2003). 739.000 Menschen bilden die untersten 20 % (die Einkommensärmsten) der Einkommen, und verfügen über 2,1 Mrd. € (2003).
•Das Gesamtvermögen (Geldvermögen, Immobilien, Beteiligungen) im Jahre 2002 betrug 944 Mrd. €. Die Reichsten (oberstes 1 %) haben daran einen 34-%-igen Anteil, die Reichen (oberste 2 –10%) einen 35 %-igen und der Großteil der Bevölkerung („unterste“ 90%) einen 32 %-igen. Das bedeutet, dass die reichsten 10 % der ÖsterreicherInnen etwa 70 % des Gesamtvermögens besitzen.
•10,7 Mrd. €, so viel machen die „untersten“ zwei Drittel der Fraueneinkommen aus, die sich
auf 1,1 Mill. Frauen verteilen.
•10,7 Mrd. €, so viel machen die oberen 5 % der Männereinkommen aus, die sich auf 101.000 Männer aufteilen.

31 10 2010
Philippika der kinderreichen Familien gegen diese Regierung « Schreibfreiheit

[…] Autofahrer tragen, sondern dazu noch das Hundertfache und darüber. Schon bei 3 Kindern kann die Belastung im ungünstigsten Fall 8.000,– € ausmachen, bei mehr Kindern ist sie entsprechend […]

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