Philippika der kinderreichen Familien gegen diese Regierung

31 10 2010

Sg. Damen und Herren Regierungspolitiker Österreichs!

Sie haben nun die
Kosten der Finanzkrise verteilt.

:arrow: Die Pensionisten müssen einen kleinen Beitrag leisten. Die sehr hohen Pensionen werden nicht erhöht.
Das geschieht übrigens bei den Familienleistungen seit Jahren: Sie werden nicht erhöht, d.h. aufgrund der Inflation entwertet.
:arrow: Die Raucher müssen einen kleinen Beitrag leisten. Dieser Belastung können sie sich aber sofort entziehen, wenn sie mit dem Rauchen aufhören.
:arrow: Die Autofahrer zahlen sage und schreibe 80,– €/Jahr! (0,05 € je Liter ergeben also bei 20.000 km und 8 Liter Verbrauch 80,–€)
:arrow: Die kinderreichen Familien halten Sie für besonders leistungsfähig. Sie müssen nicht nur die Kosten der Autofahrer tragen, sondern dazu noch das Hundertfache und darüber. Schon bei 3 Kindern kann die Belastung im ungünstigsten Fall 8.000,– € ausmachen, bei mehr Kindern ist sie entsprechend höher.

Dabei sind gerade die kinderreichen Familien ganz wichtige Leistungserbringer:
:arrow: Wir sichern viele Arbeitsplätze, weil unser Geld sofort wieder in die Wirtschaft geht!
:arrow: Wir sichern die Pensionen – auch Ihre Pensionen und die aller kinderlosen Mitbürger!
Warum nehmen Sie uns soviel Geld weg? Geld, das wir dringend brauchen, um unsere Kinder aufzuziehen. Unsere Kinder, die Ihre hohen Pensionen einmal zahlen sollen. Von einer Abgeltung für unsere Leistungen ist ja sowieso nicht zu reden!

:!: Wir hätten Verständnis für diese exorbitanten Kürzungen, wenn es auch bei den Damen und Herren Politikern und bei den Parteienförderungen (noch vor wenigen Monaten wurde eine um 25% erhöht – mitten in der Finanzkrise!) auch Kürzungen gäbe.
:!: Wir hätten Verständnis für diese exorbitanten Kürzungen, wenn wir wirklich reich wären. Aber das sind wir nicht! Deswegen wurde ja 2002 der Mehrkindzuschlag eingeführt, weil eben kinderreiche Familien besonders armutsgefährdet sind. Jetzt wird er ersatzlos gestrichen.
:!: Wir hätten Verständnis für diese exorbitanten Kürzungen, wenn es auch bei Beamtengehältern und bei den hohen Pensionen Kürzungen gäbe, doch die gibt es nicht. Die Pensionisten mit hohen Pensionen haben nur jetzt einmal ein Jahr ohne Erhöhung – ein Zustand, den wir Familien seit Jahren hinnehmen müssen.

:!: Nehmen Sie sich ein Beispiel an Ungarn!
(Entnommen aus dem Beitrag in diesem Forum Betrug am Volk)

Die regierenden Sozialisten wurden bei der letzten Wahl hinweggefegt. Die neue Regierung spart wirklich:

– die Zahl aller gewählten Gemeinde- und Stadträte Ungarns wurden innerhalb von 3 Monaten (!) halbiert
– die Zahl der Parlamentsabgeordneten wurden per neuer Legislaturperiode in 4 Jahren halbiert
– die Gehälter in Politik und Staat sowie in staatsnahen Betrieben und Unternehmen wurden innerhalb 1 Monat nach der Parlamentswahl reduziert und gedeckelt (von üblichen bis zu 40.000,- Euro auf unter EUR 8.000,-/Monat, 12x, auch für den Nationalbankchef und für den Präsidenten)
– Autos, Büromöbel und Handys werden in dieser Legislaturperiode nicht angeschafft
– die Lohnkosten aller Staats-, Komitats- und Gemeindearbeiter wurden um 20% gekürzt (Chefs und Mitarbeiter entscheiden selbst: Personalreduktion oder Lohnreduktion – wie man will)
– es wird eine Familienbesteuerung eingeführt – viele Kinder, weniger Steuern
– die Parteienförderungen wurden um 50% gekürzt

Wir kinderreiche Familien
sind sehr zornig:

:arrow: Zornig auf Politiker, die ihren Parteien völlig überhöhte Beträge an Steuergeld zukommen lassen – und diese Beträge in den Zeiten der Finanzkrise sogar noch kräftig erhöht haben.
:arrow: Zornig auf Politiker, deren hohe Pensionen unsere Kinder einmal zahlen müssen. Unsere Kinder, für die Sie uns jetzt die Mittel wegnehmen.
:arrow: Zornig auf Politiker, die ihre Arbeit nur kurzfristig auf die nächsten Wahlen ausrichten und unfähig zu langfristigem und verantwortungsbewußtem Handeln zu sein scheinen.
:arrow: Zornig auf Politiker, die sich mit teuren Inseraten eine geneigte Presse aus unserem Steuergeld kaufen.
:arrow: Zornig auf Politiker, die rücksichtslos die Zukunft des ganzen Landes gefährden!

:!: Ganz sicher werden wir bei der nächsten Wahl weder die SPÖ noch die ÖVP wählen :!:

_____________________________________________________________

Geld weg von MAMA und PAPA
hin zu Kinderbetreuungseinrichtungen

Die klassische Familie ist praktisch, billig und gut,
MAMA und PAPA sind die beste Kinderbetreuungseinrichtung für unsere Kleinsten,
Die Leistung der Eltern in der Kinderbetreuung ist unbezahlbar, und doch müssen wir feststellen:

Das einzige, wo man von keiner Kürzung, ja möglicherweise sogar von einer Erhöhung der Mittel hört, ist der Bereich Kinderfremdbetreuung – auch und besonders für unsere Kleinsten unter 3 Jahren.

Das beweist wieder einmal mehr: Die SP-VP-Regierung ist stramm unterwegs zur Verstaatlichung unserer Kinder! Die Budgetkonsolidierung wird dazu benützt, diesen Trend massiv zu verstärken.
Obwohl es den Kindern nicht guttut – das aber scheint unseren Damen und Herren Politikern egal zu sein.
Sogar Schweden hat nach 25 Jahren Erfahrung mit extrem frühzeitiger Fremdbetreuung der meisten Kinder die Politik geändert und gibt den Eltern ein Elterngeld. Weil die Betreuung durch die Eltern in den ersten Jahren unersetzbar ist. Erfolgreiche Bildung beginnt beim Säugling!
Und Kinder wollen keine Krippen!
Die seelischen Schäden durch frühzeitige Fremdbetreuung sind längst unübersehbar. Auch Propaganda–Studien zu Krippenkindern und ständige Behauptung des Gegenteils können die seelischen Dauerschäden nicht ungeschehen machen.
Summa summarum bewegen wir uns eindeutig hin zur Verstaatlichung der Kinder. Genau wie im ehemaligen Ostblock oder bei den Nazis, auch diese wollten die Kinder möglichst früh unter ihren Einfluß bringen.

Angeblich steigt die Geburtenrate bei höherer Fremdbetreuung von Babys und Kleinkindern.
Auch diese Behauptung wird durch ständige Wiederholung nicht wahr.
Geburtenreichtum verhält sich zur Dichte der Kinderbetreuungseinrichtungen im Gegenteil eher reziprok:
Niedrigste Geburtenrate in der DDR mit höchster Dichte an Kinderbetreuungseinrichtungen.
Höchste Geburtenrate in der Türkei mit den wenigsten Kinderbetreuungseinrichtungen, dagegen mit sehr konservativem Familienbild.
Und in Deutschland hat man ja in den letzten Jahren die Krabbelstuben und Kindergärten massiv ausgebaut – angeblich unter anderem mit dem Ziel, die Geburtenrate zu heben. Ohne jeden Erfolg.
Innerhalb Deutschlands oder Österreichs gibt es in den Städten die meisten Kinderbetreuungseinrichtungen und gleichzeitig die niedrigsten Geburtenraten.

Und wo bleibt die Wahlfreiheit, wenn Krabbelstuben und Tagesmütter massiv subventioniert, Kindergärten überhaupt gratis sind, den Eltern dagegen sogar Geld weggenommen wird?

Österreich liegt bei der Familienförderung
angeblich im Spitzenfeld,

das behaupten zumindest unsere Politiker immer wieder. Seit 2008 sei die Familienföderung deutlich erhöht worden.
Wahr ist dagegen:
:arrow: Alle Eltern müssen Steuern zahlen, als hätten sie keine Kinder. Einen Teil davon erhalten sie auf dem Umweg über den FLAF als Familienbeihilfe. In Wirklichkeit sind diese Gelder zu Unrecht eingehobene Steuern, keine Familiengelder oder Sozialtransfers.
:arrow: Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld ist in Wirklichkeit ein Arbeitslosengeld. Mit dieser Maßnahme wird dem FLAF Geld entnommen, um die Arbeitslosenversicherung zu entlasten.
:arrow: Die Pensionsbeiträge für Mütter sind in Wirklichkeit Entnahmen aus dem FLAF, um die derzeit fälligen Pensionen zahlen zu können.
Die Pensionen der Mütter werden deren Kinder zahlen – inklusive der meistens viel höheren Pensionen der Kinderlosen.
:arrow: Schulbücher sind Bildungsausgaben, die Schülerfreifahrten detto.
Nur deswegen diese Ausgabenposten als Familienausgaben zu bezeichnen, weil auch Kinder etwas davon haben, das ist falsch.
Genauso profitieren davon nämlich z.B. die Schulbuchverlage, die Personentransportunternehmer etc.
Ähnlich könnte die Regierung auch Ausgaben für Radwege aus dem FLAF bezahlen, weil sie sehr häufig von Familien in Anspruch genommen werden.

:arrow: :arrow: Wenn wir alle diese Entnahmen aus dem FLAF wegrechnen, wird Österreich bei der echten Familienförderung eher im Mittelfeld liegen.

FLAF – Familienlastenausgleich
neu ordnen und
Geburtenrate anheben

Wir kritisieren aber nicht nur, sondern wir machen auch konstruktive Vorschläge, z.B. für eine Neuordnung des FLAF, des Familienlastenausgleichsfonds:

:arrow: Befreiung des FLAF von allen Zahlungen, die der Sache nach aus anderen Quellen finanziert werden müssen.
:arrow: Grundsätzlich müssen alle Einkommensbezieher einzahlen, nicht nur die unselbständig Erwerbstätigen, sondern auch Selbständige und Beamte.
:arrow: Für die ersten 2 Kinder gibt es keine Familienbeihilfe, dafür die Befreiung von der Einzahlung in den FLAF, und zwar 50% Nachlaß für das 1. Kind, weitere 50% für das 2. Kind.
:arrow: Für jedes weitere Kind werden aus dem FLAF deutlich höhere Beträge ausgezahlt, als dies jetzt der Fall ist.
Die Höhe der Beträge richtet sich im Sinne des Gesetzes von Angebot und Nachfrage nach dem erzielten Ergebnis. Erst wenn die Österreicher wieder ausreichend Kinder bekommen, sind sie hoch genug. Der Staat kann zwar Einstellungen nicht ändern, aber er kann die finanziellen Rahmenbedingungen so gestalten, daß sich Eltern ihre Kinder auch leisten können.
Kinderlose werden dann zwar etwas mehr einzahlen müssen als bisher. Sie erhalten dafür aber auch die Sicherheit und den moralischen Anspruch, daß die Kinder der Eltern mit 3 und mehr Kindern einmal ihre Pensionen zahlen werden.

Ihren Protest können Sie z.B.
auf der Seite der
CPÖ, Christliche Partei Österreichs

eintragen  oder:

Familienprotest
Österreichisches Familiennetzwerk


Aktionen

Information

10 responses

1 11 2010
SIMO

DANKE FÜR DEN BEITRAG.
WIR LEBEN UNTER DER HERRSCHAFT DER HEDONISTISCHEN PFRÜNDEVERTEILER OHNE JEGLICHEM GEWISSEN FÜR MENSCHEN UND VOLK.

1 11 2010
Storchenei

Ich befürworte eine Kürzung der Kindergelder durch die Regierung. Sie werden sich schon dabei was gedacht haben. Härtefälle werden sowieso aufgefangen und eines sollte auch klar sein. Wer nichts arbeitet, kann nicht gleich viel haben, wie einer der einen Beruf erlernt hat bzw, fleißig sich für Familie und Gesellschaft einsetzt.
Es kann ja nicht sein, dass man Unfähigkeit und Unwillen dauernd unterstützt. Mit Geldern aus dem Steueraufkommen aller Bürger, wurde diesen Leuten mannigfache Weiterbildung bezahlt. Wer nicht will, hat schon gehat. Ein solches Verhalten (Alte und Kranke ausgenommen) kann man auch als Diebstahl an der Gesellschaft bezeichnen

1 11 2010
SIMO

Die Lage ist sehr einfach: natürlich haben sich die Politiker bei den Kürzungen etwas gedacht, nämlich:

Pensionisten dürfen wählen und geben eine Stimme ab.
Kinder können nicht wählen. Eltern gibt es weniger als Pensionisten.
Also? Wen schröpfen? Die Familien. Und beim Teufel keine Berücksichtigung der Kinderzahl bei Wahlen.

2 11 2010
siwla

Genau so sehe ich das auch, aber ich habe das nicht hineingeschrieben.

Und weiters sehe ich dahinter auch die Möglichkeit, die Verstaatlichung der Kinder voranzutreiben. Diesen Hinweis habe ich gemacht.

Die Linken wollen sowieso die Familie abschaffen, einige in der ÖVP sind in Wirklichkeit gesellschaftspolitisch auch schon längst links eingestellt.

Herzliche Grüße Alois Wolfmayr

2 11 2010
siwla

Ihre Ansicht erstaunt mich.

„Wer nicht arbeitet…“ Seit wann arbeiten kinderreiche Eltern zuhause nichts? Sie sollten einmal für eine Woche zu uns kommen. Wir ziehen 10 Kinder auf, zuletzt 2 Pflegekinder (Zwillinge). Da ist was los! Freizeit ist für uns ein Fremdwort, ungestörter Schlaf meistens nicht möglich. Wir tun es gerne für unsere Kinder, aber wir sind zornig, wenn unsere Leistung für die Gesellschaft nicht geschätzt wird.

Unsere Arbeit ist sicher mehr wert als die Arbeit einer Krabbelstubentante – mehr wert nämlich für das Kind. Denn ein kleines Kind kann nur von den Eltern die für das Leben nötige Geborgenheit erfahren, das kann eine Krabbelstubentante bzw. mehrere davon nicht geben. Nur kosten diese Einrichtungen ein Vielfaches davon.

Die SP-VP-Regierung ist stramm unterwegs zur Verstaatlichung unserer Kinder! Die Budgetkonsolidierung wird dazu benützt, diesen Trend massiv zu verstärken. Lesen Sie einmal hier: http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?f=1&t=745

Freundliche Grüße Alois Wolfmayr

3 11 2010
Jeremia

ganz genau auch meine Meinung !!

bzgl Diebstahl an der Gesellschaft siehe Artikel zu das siebente Gebot – du sollst nicht stehlen -Ich danke für deinen Aspekt, der passt dazu

LG Jeremia

3 11 2010
Jeremia

ganz genau auch meine Meinung !!

bzgl Diebstahl an der Gesellschaft siehe Artikel zu das siebente Gebot – du sollst nicht stehlen -Ich danke für deinen Aspekt, der passt dazu

LG Jeremia

2 11 2010
Siwla

Ergänzung zu „Ihre Ansicht erstaunt mich“:

Gemeint ist die Ansicht von Storchenei.
Dieser Mensch hat offensichtlich keine Ahnung, was Eltern leisten.
Ich habe mir z.B. einmal die Mühe gemacht und kalkuliert, was meine Schwester mit ihren 11 Kindern geleistet hat, und zwar nur während der ersten 6 Lebensjahre ihrer Kinder, also vor Schulbeginn:

671.000,– Euro!
Nachzulesen hier:
http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?f=30&t=1183

Laut einer amerikanischen Lohnstudie vom Mai 2006 müßte eine Vollzeitmutter mit mindestens einem Kind unter 15 für ihre verschiedenen Tätigkeiten im Haushalt ein Jahresgehalt von rund 100.000 Euro (134.121 Dollar) beziehen.
Quelle:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,414285,00.html

Soviel zur leider immer wieder vorkommenden Behauptung von Ignoranten, Mütter arbeiteten zuhause nichts.

14 11 2010
Antworten auf “Philippika gegen die Regierung” « Schreibfreiheit

[…] Einige Politiker bzw. Regierungsstellen haben auf unseren “Protest gegen Kürzung der Familiengelder 2010“ geantwortet. (Siehe auch auf Schreibfreiheit) […]

31 12 2013
To-do-Liste für die neue Familienministerin | Schreibfreiheit

[…] 2010 hieß es: Philippika der kinderreichen Familien gegen diese Regierung. Wir sind zornig –  – auf Politiker, die ihren Parteien völlig überhöhte Beträge an Steuergeld zukommen lassen – und diese Beträge in den Zeiten der Finanzkrise sogar noch kräftig erhöht haben. – auf Politiker, deren hohe Pensionen unsere Kinder einmal zahlen müssen. Unsere Kinder, für die Sie uns jetzt die Mittel wegnehmen. – auf Politiker, die ihre Arbeit nur kurzfristig auf die nächsten Wahlen ausrichten und unfähig zu langfristigem und verantwortungsbewußtem Handeln zu sein scheinen. – auf Politiker, die sich mit teuren Inseraten eine geneigte Presse aus unserem Steuergeld kaufen. – auf Politiker, die rücksichtslos die Zukunft des ganzen Landes gefährden! […]

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