Traumatische Erfahrung mit Kinderkrippen in der DDR

24 11 2010

Krippen zerstören die Eltern-Kind-Beziehung

Eine heute vierfache Mutter besuchte als Kind in der DDR eine Kinderkrippe – eine traumatische Erfahrung

Auszüge:

Normalerweise wurden die Kinder in der DDR-Zeit früh um sechs abgegeben und abends um fünf geholt.
Die nächste Stufe war die Wochenkrippe für Schichtarbeiter und Künstler. Da waren die Kinder nur am Wochenende zuhause. Ich sprach mit Erzieherinnen, die da gearbeitet haben und den Job aufgeben mußten, weil sie es nicht ertrugen.
Die Kinder schrieen die ersten drei Tage und lagen dann nur noch apathisch da.
Als Mutter würde mir das Herz brechen.

Wenn eine Mutter sich nun fragt, ob es vielleicht doch nicht so gut ist, was sie tut (nämlich das Kind in die Kinderkrippe geben), wird sie nie de Bestätigung kriegen, daß ihr mütterliches Empfinden richtig ist. Es ist uns abgewöhnt worden. Über Jahre wurde gesagt, Mütter seien nicht nötig für das Kind. Frauen seien wichtig in der Produktion.

Es wird behauptet:
Die Eltern sind unfähig, wir brauchen mehr Krippen. Doch je mehr Krippen wir haben, desto mehr verlieren wir in der nächsten Generation die Fähigkeit und den Willen, unsere eigenen Kinder zu versorgen.

Es könnte den Leuten doch egal sein, wenn eine Familie die Kinder nicht in eine Krippe bringen möchte.
Aber jedes totalitäre Regime muß versuchen, die Bindung zwischen Eltern und Kindern zu kappen, damit es die Kinder besser in die Hand bekommt.
Die Bindung läßt sich am besten an der Wurzel zerstören, sodaß sich die Kinder nicht mehr an den Eltern orientieren.

Ich habe Angst vor der Lieblosigkeit, die hier grassiert. Wie man mit verlogenen Argumenten jetzt in ganz Deutschland, auch im Westen, den Bau neuer Krippen vorantreiben will.
Wenn wir in unserer Gesellschaft noch genug Liebe hätten, dann würden wir das von vornherein nicht ins Auge fassen:
Ein kleines Kind aus seiner Familie rauszuziehen, es von seiner Mutter zu trennen.
Wenn wir noch genug Liebe hätten, wüßten wir in unseren Herzen, daß das nicht gut ist.

Quelle:
Die Weltwoche, Ausgabe 50/07, Zürich

Weitere Hinweise:
========

www.vfa-ev.de, Verantwortung für die Familie

Kinder wollen keine Krippen

Das Geheimnis erfolgreicher Bildung beginnt beim Säugling

Schafft die Hausfrau und Mutter ab – wie im Kommunismus!

 


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10 responses

26 11 2010
Janchen

Normalerweise wurden die Kinder in der DDR-Zeit früh um sechs abgegeben und abends um fünf geholt.
Die nächste Stufe war die Wochenkrippe für Schichtarbeiter und Künstler. Da waren die Kinder nur am Wochenende zuhause. Ich sprach mit Erzieherinnen, die da gearbeitet haben und den Job aufgeben mußten, weil sie es nicht ertrugen.
Die Kinder schrieen die ersten drei Tage und lagen dann nur noch apathisch da
……………………………………………………………………………………………………………

Mein Sohn ging auch in die Kinderkrippe. Er ist nicht traumatisiert. So wie viele andere Kinder auch nicht traumatisiert sind.

Wer sein Kind 11 Stunden in der Krippe lies, kann dafür wohl niemand anderem als sich selbst die Schuld geben. Die Arbeitszeiten waren in der Regel mehr als kinderfreundlich.

Meiner bspw. ging in der Regel von 6.30 – 14.30 Uhr in die Krippe. Hatte ich Spätschicht ging er erst ab 10.30 Uhr in die Krippe bzw. Kindergarten. Da gab es natürlich am Anfang Konflikte mit den Erzieherinnen. Aber das interessierte mich nicht. Denn es ging ja um mein Kind. Hatte ich frei – blieb auch mein Kind zu Hause.

Und natürlich gab es damals wie auch heute faule Eltern, die ihr Kind lieber abgaben, als es zu Hause zu beschäftigen. Das lag aber nicht am System – sondern an den Menschen selber.

Im Übrigen gab es weder Krippen- noch Kindergartenpflicht. Und es gab die Vorschule, für die Kinder, die nicht den Kindergarten besuchten.

Ich war übrigens kein Kindergartenkind. Mein Bruder und ich blieben bei Oma.

Als mein Sohn geboren wurde, gab es die Möglichkeit 20 Wochen nach der Geburt bezahlt zu Hause zu bleiben, danach konnte man sein Kind in die Krippe bringen. Wenn man das wollte. Ansonsten mußte man von einem Gehalt leben.

Aus heutiger Sicht würde ich die ersten zwei Jahre zu Hause bleiben. Denn als Mutter verpasst man schon eine Menge, wenn das Kind erst einmal in die Krippe geht. Aber der finanzielle Spielraum ist dann schon sehr begrenzt. Und wenn man jung ist, sieht man manches anders ….

Fakt ist aber – nicht die Menge der Zeit macht eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Eltern und Kinder aus, sondern, wie intensiv und liebevoll diese Zeit gelebt wird.

Heute ist mein Sohn 25 Jahre alt, arbeitet selbst in einem Kindergarten und geht sehr liebevoll mit den Kindern um.

Mit freundlichen Grüßen
Janchen

27 11 2010
Siwla

An Janchen:

Danke für Ihre Erfahrungen.
Natürlich – es gibt immer solche und solche Erfahrungen.

Ich habe eben die gute alte Familie als beste Möglichkeit erlebt und erlebe sie immer wieder, eine glückliche Kindheit zu bieten.
Und als Vater von 8 Kindern und Onkel von weiteren 37 Nichten und Neffen, dazu noch im Kontakt mit vielen Familien in unserem Netzwerk kinderreicher Familien (http://www.wolfmayr.org/familie/)
darf ich mich wohl als Experten bezeichnen.

Worum es uns aber in unseren diversen Aussendungen geht ist dieses:
Der Staat bzw. die öffentliche Hand sollten ihre Mittel (unser Steuergeld) für unsere Kinder einsetzen, nicht im Dienste einer menschenfeindlichen Ideologie.
Und außerdem sollten die Mittel sparsam verwendet werden.
Wenn wir aber sehen, daß für ein Kind, das ab dem 1. Lebensjahr in Kinderkrippen, dann in Kindergärten und schließlich in Ganztagsschulen betreut wird, das 5- 10-fache dessen aufgewendet wird, was für ein Kind aufgewendet wird, das auf alte Art von den eigenen Eltern betreut wird,
dann können wir nicht mehr von sparsam reden.

Und zudem sind wir überzeugt:
In den allermeisten Fällen sind die eigenen Eltern die besten Kinderbetreuer.

12 03 2011
Politik verdreht Befunde – dramatischer Video-Appell « Schreibfreiheit

[…] Traumatische Erfahrung mit Kinderkrippen in der DDR […]

23 10 2013
Rosa

Ich war ab der 6. oder 8. Woche in einer DDR-Kinderkrippe. Würde ich normalerweise nicht als tragisch ansehen, aber seit ca. zehn Jahren leide ich unter somatoformen Schmerzen in der Beckengegend, mal stechend, mal pochend und das täglich. Hinzu kommen Bindungsunfähigkeit, Gefühlskälte bis zur Erstarrung bei Stress, Angst- und Panik-Attacken. Vertrauen in das Leben habe ich nicht, bin verhaltensgestört. Schreien kann ich auch nicht. Glückliche Momente hatte ich bis jetzt nur wenige. Eine tiefe Traurigkeit ist in mir verwurzelt. Suizid gefährdet war ich auch eine Zeit lang.

Das dies alles mit der Frühtrennung zu tun hat, kam jetzt erst nach dem fünften Klinikaufenthalt zum Vorschein. Ich habe die Jahre zuvor immer wieder gerätselt. Einen Hinweis gab es bereits vor ca. acht Jahren; ich verweilte während einer Panchkarma-Kur auf Sri-Lanka. Dort traf ich eine Frau. Wir sahen uns nicht nur äußerlich ähnlich, sondern hatten dieselben Schmerzen im Beckenbereich. Sie wußte im Gegensatz zu mir die Ursache: Sie sei in der Krippe missbraucht worden. Damals war dies für mich nicht nachvollziehbar. Heute weiß ich viel Genaueres darüber.

Die Krippe war traumatisch für mich (posttraumatische Belastungsstörung). Da ich wohl diese Unterversorgung in dem Moment nicht aushalten konnte, habe ich meine Emotionen zurückgestellt. Jetzt äußern sich die dazugehörigen Schmerzen, die sich seit Trennungen, wie in einer Partnerschaft oder auch beruflich zeigen und seitdem bleiben. Hinzu kommen noch drei andere Diagnosen, darunter eine jahrelange Depression; mittelgradige Episode. Mein Stress-Level ist aufs Minimalste heruntergefahren. Ich bewunderte immer Kolleginnen, wie diese mit Stress umgehen konnten.

Ich war immer eine Karrierefrau. Aber muss nun zugeben, ich bin erwerbsunfähig, schwerbehindert zu 50 Prozent, und das Leben ist für mich schwierig. Ich hatte meine Mutter immer als etwas ganz Besonderes angesehen, sie abgöttisch geliebt. Aber ich wollte nur das Versäumte nachholen – die Mangelversorgung im Säuglingsalter. Aber dies ist nicht möglich. Das emotionale Gedächtnis im Körper bleibt. Manchmal komme ich mir vor, als wäre ich in einer Wochenkrippe gewesen. Auf fast allen Fotos sehe ich traurig aus.

Auch Freund- und Partnerschaften funktionieren nicht, weil ich immer diese Rundum-Versorgung fordere, die mir ganz früh fehlte, also im Grunde genommen bin ich fast lebensuntüchtig. Nähe-Distanz ist für mich ganz schwer auszuhalten. Eine Heilung ist schwierig. Mit meinem jetzigen Partner bin ich nicht schwanger geworden. Ich weiß jetzt auch warum, weil die Erinnerung an meine eigene Zeit als Säugling noch einmal umso traumatischer geworden wäre. Ich hatte mir immer Kinder aufs Sehnlichste gewünscht.

Insofern sehe ich Krippen nur in Notfällen als annehmbare Alternative an. Ich hätte mein Kind gerne in den Kindergarten ab drei Jahre gegeben, aber vielleicht nicht den ganzen Tag!

23 10 2013
siwla

Liebe Frau!

Ich bin sehr betroffen. Ich kann nur für Sie beten, und das werde ich tun. Ich bin überzeugt, dass Jesus Christus auch heute heil machen kann.

Ich schreibe immer wieder über die Gefahren der zu frühen Fremdbetreuung von Kindern, weil ich überzeugt bin, dass ein natürliches Aufwachsen mit viel Nähe zur Mutter und abgestuft auch zum Vater für die Kinder lebensnotwendig ist und Lebensglück ermöglicht. Bin selber mit 7 Geschwistern aufgewachsen und habe nun eine eigene Familie mit 8 Kindern, dazu 2 Pflegekinder. Und es geht unseren Kindern gut in der großen Kinderschar.

Ich finde es tragisch, dass wir im Westen die Fehler der Kommunisten wiederholen.

Herzliche Grüße

Alois Wolfmayr, A-4593 Grünburg http://www.wolfmayr.org

8 05 2015
dina

Hi Rose. Es kam mir so vor als lese ich meine Geschichte. Auch ich leide unter Schmerzen, Ängste Atemnot und ich kann nicht Schreien. Dazu kommt seit kurzem Übelkeit und ich hab das Gefühl das mich wer am Hals würgt.

13 04 2011
Kinder brauchen Mütter – eine Buchvorstellung « Schreibfreiheit

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20 07 2012
Ich bin kein Brutkasten – einer Mutter reicht es…. « Schreibfreiheit

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1 06 2014
Heike

Ich bin allein in einem Keller in einem Mietzhaus aufgewachsen, weis nicht, woher ich komme. Irgendjemand hat mich dort abgestellt. Essen wurde mir unter der Tür durchgeschoben. Von wem, das weis ich nicht. Ich habe jahrelang nicht gesprochen, weil niemand mit mir gesprochen hat. Ich konnte nur lallen und bellen. Eines Tages kam Jesus Christus zu mir in den Keller und rettete mich. Ich war zwar weiterhin in diesem Keller eingesperrt, aber jeden Tag kam Jesus und sprach mit mir. Wir sangen auch. Später brachte er mir lesen und schreiben bei. Er kam durch die Wand und war von purpurnem Licht umströmt. Aber das fand ich ganz normal. Eines Tages war die Tür des Kellers offen und Jesus begleitete mich nach draußen. Wir sangen und tanzten zusammen auf der Straße. Ich habe dann in der Abendschule mein Abbitur nachgemacht und geheiratet. Jetzt habe ich 8 Kinder und einen Mann (!!!) um die ich mich kümmere. Meine Kinder lieben mich, so wie Jesus mich geliebt hat. Ich kann diese Liebe weitergeben, so wie Vögel und Fische Eier weitergeben können. Ich schreibe hier, weil ich allen sagen will, das Jesus Christus immer helfen wird. Heute gehe ich mit meinen Kindern zu Jesus in die Messe. Meine Kinder singen von Jesus und ich weis genau, wer gemeint ist, denn Jesus hat mich aufgezogen (!).

30 01 2015
Brital

Bitte erzähle mehr von Vater Jesus …. brital279@live.de

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