Entwicklungsländer?

3 12 2010

Von Assemani

Letztens ist mir wieder einmal der Kragen geplatzt. Da habe ich wieder von „Entwicklungsländern“ und „Entwicklungshilfe“ (das ja seit einiger Zeit „Entwicklungszusammenarbeit“ heißt, weil die korrupten Potentaten ja mit uns „auf selber Augenhöhe“ stehen sollen o. ä.) und ähnlichen mysteriösen Dingen lesen müssen.

Ja, wann sind denn diese Länder endlich entwickelt? Welche Maßstäbe sollen angewandt werden, um den Status der Entwicklung festzustellen?

Ich diagnostiziere, daß die meisten islamischen Staaten, auch die armen, ohnehin schon entwickelt sind. Denn gemäß ihren eigenen Vorgaben kann man sich nicht anders entwickeln. Es kann immer nur ein korrupter Staat mit Verschwendungswirktschaft und enormer Bürokratie herauskommen. Ähnliches trifft auf viele Staaten zu, in denen alle möglichen Götzenkulte herrschen. Solange die Neidgesellschaft des Heidentums nicht durch das Licht des Evangeliums überwunden wird, werden alle diese Länder auf einem primitiven Niveau stagnieren.

Nur der wahre Gott erlaubt einem Individuum, einer Gruppe, einem Gemeinwesen, einem Staat oder Staatenbund sich wirtschaftlich, kulturell und menschlich gut weiterzuentwickeln. So unvollkommen viele europäische Kolonialmächte auch waren und so viele Fehler sie auch gemacht haben (was ich nicht bestreite), muß man doch die Kirche im Dorf lassen und fragen: Ist die Situation z. B. der afrikanischen Länder nach der „Befreiung“ besser geworden? Ist es besser, von europäischen Staaten mit mehr oder weniger christlicher Ausrichtung regiert zu werden oder von einheimischen Potentaten, die – wie im Falle der 60er Jahre und danach – von kommunistischen Ideen verseucht sind oder europäisch kodifizierte Menschenrechte durch grausame Scharia-Vorschriften ersetzen? Ist die Renaissance des Wahhabismus und anderer Phänomene den Bevölkerungen des Orients zuträglicher als – meinethalben – der französische Einfluß vor hundert Jahren (so unvollkommen er auch war)?

Mir platzt förmlich der Kragen, wenn ich wie zuletzt höre, daß man jetzt noch die europäischen Kolonialmächte für alle möglichen Versagen der Gegenwart, einschließlich der AIDS-Ausbreitung, verantwortlich macht. Haben die post-kolonialen Staaten kein Eigenleben und keine Eigenverantwortung?

Nein, die Entwicklungsländer in Afrika und anderswo waren schon einmal weiter. Die islamische Welt hatte schon einmal mehr Menschenwürde, Menschenrechte und Prosperität gesehen, nämlich als der Einfluß des Islam zurückgedrängt war.  Jetzt, in der „Moderne“, haben Steinigung, Amputation, Zwangsehe und Kinderehe, eine gewaltige Renaissance erlebt.

Ist das die „Entwicklung“, die sich der Westen wünscht?

 Nein, Entwicklung gibt es nur – und wir sehen das jeden Tag – wo man den wahren Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft liebt und der Nächsten wie sich selbst. Alle anderen Gesellschaftsmodelle werden die Menschen auf einem primitiven Niveau festhalten – oder Schlimmeres.

Auch wenn man es im Westen nicht hören will.


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One response

23 05 2011
siwla

Eine erfrischend andere Sicht der Dinge!
Wir Christen könnten mit weit mehr Selbstbewußtsein auftreten. Die christliche Weltsicht wirkt sich auch irdisch vorteilhaft aus.
Mich hat ja vor einigen Jahren das Gedenken an 500 Jahre Entdeckung Amerikas geärgert, nämlich die Art, wie auf vor allem die katholische Kirche beschuldigt wurde, den Ureinwohnern das Paradies genommen zu haben.
Oder es ärgert mich, wenn wir Österreicher uns für die Kolonialzeit entschuldigen sollen, wo wir doch gar keine hatten. Usw.

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