Das Märchen vom Geburtenzuwachs durch Krabbelstuben

27 02 2011

Immer wieder lesen und hören wir von gewissen Personen, Parteien und sonstigen Gruppen:
Wenn wir die Vollversorgung mit kostenloser Kinderbetreuung ab dem Säuglingsalter hätten, dann bekämen Europas Frauen wieder mehr Kinder.
Als leuchtendes Beispiel wird immer wieder Skandinavien und hier besonders Schweden genannt.

Ich glaube das Märchen nicht, denn:

:!: 1. Auch Schweden hat nur eine Geburtenrate von ca. 1,7, und das ist zuwenig zur Erhaltung des Bevölkerungsstandes.
:!: 2. Frankreich hat ca. 1,9 – mit starker Förderung ab dem 3. Kind und sehr früher Kollektivbetreuung.
:!: 3. Irland hat eine Geburtenrate von ca. 2 – also noch knapp ausreichend. Und in Irland gilt die Frau etwas, wenn sie mehrere Kinder zuhause betreut.
:!: 4. Die ehemalige DDR glänzte mit Vollversorgung durch staatlich verordnete Kinderbetreuung schon ab dem Säuglingsalter, gleichzeitig hatte sie aber eine noch niedrigere Geburtenrate als die BRD.
:!: 5. Im wiedervereinigten Deutschland haben gerade jene Länder die niedrigsten Geburtenraten, die auch die beste Versorgung mit öffentlicher Kinderbetreuung aufweisen. Dort sind übrigens auch die PISA-Ergebnisse am schlechtesten.

Zufall? Ich glaube nicht!

Hinweise:

Birgit Kelle auf youtube 2006 zur CDU-Familienpolitik

Geburtendefizit – schlimmer als das Budgetdefizit

Der Geburtenschwund hat viele Gründe

Die gute alte Familie ist doch das Beste…

Kinder als Geschenk – und neues Selbstbewußtsein der Mütter


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