Häusliche Kinderbetreuung bevorzugt – Erziehungsgeld als Lösung

30 05 2011

Die langjährige Forderung der CPÖ

Die CPÖ bringt die durchaus vernünftige Forderung nach dem Erziehungsgeld, ehemalig als Müttergehalt tituliert, wieder in die Diskussion.

Die soeben veröffentlichte Jugendstudie des Familienministeriums belegt, dass Kinder und Familie bei der Jugend hoch im Kurs stehen. Nicht aber bei der Frauenministerin und auch nicht beim Familienminister, denn letzerer will die Teilzeitarbeit aufwerten, den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze vorantreiben und das einkommensabhängige Kindergeld stärker bewerben.  Er ist eben auch Wirtschaftsminister und sieht den Platz der Frau in der Erwerbsarbeit. Deshalb ist er als Familienpolitiker fehl am Platz, so die Ansicht der CPÖ. Die Studie belegt eindeutig, dass die Politik den Wünschen der Bürger nicht nachkommt. Heute fehlt einerseits den jungen Menschen das Geld und zwingt junge Eheleute zum Doppelverdienen, andererseits unterstützt der Staat die Familien nicht ausreichend, obwohl er auf Nachwuchs angewiesen ist. Nur über mehr Kinder lösen wir die Schieflage in der Sozialversicherung, ist Obmann Dr. Gehring überzeugt. Nicht Frauen in die Fabriken, sondern gesunde Kinder für unser Land müsste daher das Ziel des Familienministers sein. Stattdessen wird mit dem Ausbau der staatlichen Kinderbetreuung der gleiche Fehler wiederholt, den schon Gorbatschow für die Sowjetunion gebrandmarkt hat und dessen Wahrheitsgehalt Sozialisten aller Couleurs wie auch ÖVP-Wirtschaftler beharrlich ignorieren.

Deshalb fordert die CPÖ seit ihrem Bestehen ein Erziehungsgeld, das es den jungen Müttern und Vätern ermöglicht, ihre Kinder zuhause zu erziehen und ihnen damit die notwendige Fürsorge zuteilwerden zu lassen, die der Staat nie wird geben können.

Durch ein Erziehungsgeld würde endlich die Gleichwertigkeit von Familienarbeit und außerhäuslicher Erwerbsarbeit geschaffen und den Frauen die schon lange geforderte Wahlfreiheit gegeben. Dies müsste auch Ziel der Frauenministerin sein, wenn sie Frauen-Interessen ernsthaft vertreten würde.


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9 responses

1 06 2011
alfons adam

Alles schön und gut, was hier zu lesen ist. Mit diesen Argumenten hat die Partei „Die Christen“ im Jahr 2007 die Einleitung eines Volksbegehrens zur Einführung eines „Müttergehaltes“ beworben und hatte damit keine Chance, die notwendigen Unterschriften zusammenzubringen.
Ich glaube daher, daß die Öffentlichkeitsarbeit viel grundsätzlicher und fundierter sein muß, wenn man wirklich dem Trend entgegenarbeiten will. Es geht um viel mehr als um die finanzielle Besserstellung der Familien, die natürlich auch wichtig wäre. EU, Staat und Gesellschaft sind darauf aus, die Familie als solche zu zerstören.

2 06 2011
Jugendmonitor « kreidfeuer

[…]  https://schreibfreiheit.eu/2011/05/30/hausliche-kinderbetreuung-bevorzugt-%e2%80%93-erziehungsgeld-al… […]

2 06 2011
Siwla

Die Forderung nach einem Müttergehalt, jetzt besser als Elterngehalt bezeichnet, war für mich einer der wichtigsten Gründe, mich für der Christenpartei einzusetzen. Leider findet diese Forderung bei den etablierten Parteien keine Gegenliebe und leider auch keine breite Unterstützung in der Bevölkerung. Ich arbeite trotzdem weiterhin dafür, weil ich die einseitige Bevorzugung der Kinderfremdbetreuung für den falschen Weg halte. Die kommunistischen Staaten haben es so versucht und sind gescheitert.

Wie die CPÖ richtig schreibt, hat Gorbatschow in seinen Vorträgen gesagt:
unser größter Fehler in der Sowjetunion war es,
die Kindern ihrer Mütter zu berauben,
indem wir die Kinder in staatliche Anstalten
gesteckt und die Mütter in die Erwerbsarbeit
gedrängt haben.
Der Zusammenbruch des Kommunismus wird ja bei uns fast nur wirtschaftspolitisch wahrgenommen. Gesellschaftspolitisch machen wir in Europa genau die Fehler des Kommunismus nochmals. Und die ÖVP macht sich schuldig an dieser für unsere Kinder und damit für unsere Zukunft so schlimmen Entwicklung.

Leider ist die Die SP-VP-Regierung noch immer unterwegs zur Verstaatlichung der Kinder:
http://wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?f=1&t=745

Wird sich nicht so schnell ändern, aber wer weiß, was 2013 passiert?

7 06 2011
Storchenei

Die atheistische EU Diktatur, mit einer vom Volke nicht gewählten Kommission, unterstützt den Ausverkauf der europäischen Kultur. Anstatt der Kindesarmut entgegen zu wirken schwächen sie Familien am Einkommen und notwendigen Stellenwert. Kein Wunder wenn Kinder nicht auf dem Wunschzettel einer jungen Familie stehen und Abtreibungen straffrei und eine Selbstverständlichkeit sind. Der Zuzug aus anderen Kulturen wird von diesen „Strategen“ in Brüssel mit dem Arbeitskräftemangel begründet. Wollen diese Gesellen den Europäer abschaffen, indem sie die Familien vernachlässigen bzw. in die Armut treiben? Gleichzeitig reklamieren sie Heere von Analphabeten und Facharbeiter ins Land, die die Europäische Gesellschaft nicht bereichert sondern die geschaffene Situation nur verschärft.
Diese kurzsichtige und gottlose Politik drittklassiger Emporkömmlingen zeigen bereits Wirkung. Der gesamte EU – Raum ist pleite. Der Euro im Eimer und der versprochene Wohlstand für viele Jahre im Eimer. Lügen und Betrug am gutgläubigen Bürger, die diese Machenschaften nicht durchschauen haben können, werden die Zeche einer verantwortungslosen Clique bezahlen müssen. Ein Beispiel für die nicht vorhandene Ehrlichkeit der EU Politiker ist der Kommissionspräsident Barroso.

In seiner politischen Karriere hatte Barroso vor seiner Zeit als Ministerpräsident folgende Ämter in Portugal inne:
• von 1985 bis 1987 Unterstaatssekretär im Innenministerium.
• von 1987 bis 1992 Staatssekretär für Äußeres und internationale Zusammenarbeit.
• von 1992 bis 1995 Außenminister des Landes.

Und glauben Sie immer noch, dass dieser feine Herr nicht über die finanzielle Situation seiner Pleiteheimat informiert war bzw. ist? Wie nennt der Jurist eine solche Verhaltensweise? Für mich als Nichtjurist erfüllt dieser Herr „wahrscheinlich“ einen strafrechtlichen Tatbestand. Wir Steuerzahler: Familien, Studenten, Rentner werden zur Kassa gebeten. Wer bestraft diese Herren und Damen?
José Manuel Barroso studierte Jura und Politikwissenschaft in Lissabon, Florenz und New York und machte seinen Abschluss in Wirtschafts- und Sozialwissenschaft an der Universität Genf (Institut européen de l’université de Genève). Als Assistenzprofessor spezialisierte er sich an der Universität Lissabon auf Internationale Politik und setzte seine akademische Karriere in Genf und am Political Sciences Department der Georgetown University in Washington D.C. fort, wo er Forschungen für sein Doktorat (PhD) machte. Nach Lissabon zurückgekehrt, wurde er im Jahre 1980 Direktor des departamento für internationale Beziehungen der Universität Lusíada in Porto (Wikepedia)

17 06 2011
Wege zu einer gerechten Familienpolitik « Schreibfreiheit

[…] Häusliche Kinderbetreuung bevorzugt – Erziehungsgeld als Lösung […]

6 08 2011
Brigitte Kashofer

Von einem Müttergehalt halte ich nichts. Das hebt wieder der Staat von den Vätern ein und verteilt es großzügig an irgendwelche Mütter, egal, ob die sich um ihre Familie kümmern oder sich eher dem neuen Freund widmen. Damit wird der Vater anonymisiert.
Es gibt schon zu viele Mütter, die lieber alleinerziehen, um dem Kindesvater nicht die Hemden bügeln zu müssen. Und sie haben auch noch finanzielle Vorteile davon, sowohl beim Karenzgeld, als auch bei der Mindestsicherung und vielen sozialen Leistungen, die einkommensabhängig vergeben werden, denn die Alimente des getrennt lebenden Kindesvaters werden nicht zu ihrem Einkommen hinzugezählt. Bei der kompletten Familie werden hingegen die Sozialleistungen nach dem Familieneinkommen berechnet, die Steuern jedoch ohne Berücksichtigung der Sorgepflichten vom Erwerbseinkommen abgezogen.
Deshalb bin ich nicht für ein Müttergehalt, sondern für ein Familiensplitting im Steuerrecht.

18 02 2012
Familienmanagerin als Beruf « Schreibfreiheit

[…] Häusliche Kinderbetreuung bevorzugt – Erziehungsgeld als Lösung […]

10 06 2012
Kinder brauchen keine Krippen, sondern aktive Eltern! « Schreibfreiheit

[…] Häusliche Kinderbetreuung bevorzugt – Erziehungsgeld als Lösung Ein Dutzend gute Gründe für ein Elterngehalt […]

7 01 2013
Eigenpension für Mütter anstatt Witwenpension « Schreibfreiheit

[…] Häusliche Kinderbetreuung bevorzugt – Erziehungsgeld als Lösung […]

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