Volkspension – warum eigentlich nicht?

15 02 2012

Die aktuelle Pensionsdebatte bringt mich dazu, wieder einmal auf eine Eigenschaft unserer Systems der Altersversorgung hinzuweisen:

Sie zerstört sich langfristig selbst.
Warum?

Nach derzeitiger Praxis ist die Pension umso höher, je höher in der aktiven Zeit eingezahlt wurde (+ ev. Privilegien…)

Das ist aber falsch, denn:
Die Höhe unserer Pensionen insgesamt ist sachlich einzig und allein von der Arbeitsleistung der jeweils Arbeitenden abhängig.

Das heißt also: Je fleißiger und tüchtiger die von uns aufgezogenen Kinder sind,
desto besser wird es uns in unserem Ruhestand einmal gehen.

Dieses unumstößliche Naturgesetz galt ja vor der Einführung der modernen Altersversorgung für jede einzelne Familie.
Jetzt haben wir ein System, das uns der Natur schon sehr entfremdet hat.
Viele glauben tatsächlich, daß sie in der Pension bekommen, was sie einmal eingezahlt haben.

Diese Einstellung wirkt absolut leistungshemmend und letztlich systemzerstörend, denn:

:arrow: Es wird gefördert, keine Kinder aufzuziehen, damit alle Männer und Frauen ungehindert im Erwerbsleben stehen können.
:arrow: Je mehr eine Familie für die Zukunft der ganzen Gemeinschaft tut (je mehr Kinder sie aufzieht),
desto weniger kann sie sich in der aktiven Zeit an Wohlstand leisten
und desto weniger bekommt sie im Alter an Pension (die Frau bekommt wahrscheinlich keine).
:arrow: Es wird höchste Zeit, daß wir unsere Altersversorgung naturnahe gestalten, man könnte auch sagen:
„Unsere Altersversorgung muß grün werden.“

Ich stelle daher folgende Thesen auf:
:arrow: Jeder Bürger sollte im Alter gleich gut versorgt werden (= Volkspension).
:arrow: Das Einkommen in der aktiven Zeit sollte keinen Einfluß auf die Höhe der Pension haben,
denn wer gut gearbeitet hat, der hat seinen Lohn ja schon bekommen und hatte außerdem die Möglichkeit, zusätzlich für sein Alter vorzusorgen.
:arrow: Eine höhere Pension sollten Männer und Frauen nur aufgrund einer höheren Leistung für die Zukunft bekommen,
d.h. also für das Aufziehen überdurchschnittlich vieler Kinder.
:arrow: Nur die Kinder, die wir jetzt aufziehen, können unsere Altersversorgung sichern.
Es ist daher nötig, schon jetzt einen Anreiz zu schaffen für das Aufziehen von mehr Kindern.
Da Kinder am besten gedeihen, wenn die Mutter verläßlich und ständig zuhause ist, sollte es ein Müttergehalt wenigstens bis zum sechsten Lebensjahr eines Kindes geben.
Die Höhe dieses Müttergehaltes sollte so bemessen sein, daß sich genügend Familien zu dieser Regelung entschließen.

Wer soll das bezahlen?
Alle, vor allem aber die Kinderlosen, denn sie hätten nach in einer „natürlichen“ Ordnung keine Altersversorgung.
Nur die höhere Leistung und die Bereitschaft zu Verzicht und Opfer der Kinderreichen macht es möglich, daß auch sie im Alter versorgt werden können!
___________________________________________________________

Solidarität mit den Eltern und deren Kindern
ermöglicht später Solidarität mit den Kinderlosen.

 

Weitere Hinweise:

Pensionen – Generationenvertrag – die große Lüge

Die nächste Pensionsreform kommt bestimmt

Kinderlosenabgabe


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3 responses

16 02 2012
Manfred

Danke für diese logischen Vorschläge, die der natürlichen Gesellschaftsordnung entsprechen

16 02 2012
simolnar

Dem kann ich nur zustimmen!

Eine derartige Lösung würde wieder ein gesellschaftliches, soziales Gleichgewicht herstellen.

7 01 2013
Eigenpension für Mütter anstatt Witwenpension « Schreibfreiheit

[…] Volkspension – warum eigentlich nicht? […]

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