1:0 für die Vollzeitmütter

19 04 2012

Entnommen aus Leonore.at

Familienarbeit ist der aktuelle Aufreger im US-Präsidentschaftswahlkampf, in Europa berichteten unter Anderem “Die Welt” und die “Financial Times Deutschland”. In diesem Match steht auf der einen Seite Ann Romney, Vollzeitmutter von fünf Söhnen und Gattin des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney, auf der anderen Seite Hilary Rosen, Strategieberaterin der Demokraten.

Hilary Rosen warf Ann Romney auf CNN vor, sie habe “keinen einzigen Tag in ihrem Leben gearbeitet” und wollte sie damit als weltfremd und ahnungslos brandmarken.

Was folgte, war ein Protestssturm amerikanischer Mütter, die ihre Familienleistung entwertet sahen und auch Ann Romney konterte: “Ich entschied mich, zu Hause zu bleiben und fünf Jungen großzuziehen. Glaubt mir, es war harte Arbeit.”

Die Debatte setzt den Demokraten hart zu und brachte sogar Barack Obama selbst in Erklärungsnotstand
“Es gibt keinen härteren Job als eine Mutter zu sein”
musste er eingestehen.

Das Ergebnis ist klar:
1:0 für die Vollzeitmutter!


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2 responses

22 04 2012
F. M.

Wollen wir das Zitat nicht ein klein wenig ergänzen und damit wahrer machen? Es gibt keinen härteren Job, der mehr materielle Unsicherheit zeitigt (Sie wissen schon, Windeln, Babynahrung, Kinderbettchen, Medizin, Wohnungs- und Heizkosten, Schulbücher ….) als Mutter zu sein.

23 04 2012
F. M.

…und meint wirklich irgendjemand, dass ein „Betreuungsgeld“ von 150 Euro im Monat dieses Problem auch nur ansatzweise lösen kann?
Die Leute, die sich damit wirklich auskennen sagen nämlich, dass gesicherte Kinderbetreuung dieses um Längen besser kann und ein Blick in die Geschichte lehrt, dass dieses wirklich so ist. Als die verblichene DDR abgewickelt und die gesicherte Kinderbetreuung dort beendet war, ging die Geburtenrate im Osten nach unten, wie die Niagarafälle nach der Schneeschmelze. Die Frauen, die ja dank heilig gesprochenem Kapitalismus mitarbeiten müssen, um Familien durchzubringen waren die gelackmeierten. Auch wenn man ihnen 300DM bezahlt hätte. Böse Zungen spotten ja, die „Herdprämie“ sei für die CSU das, was die verringerte Mehrwertsteuer für Hoteliers für die FDP ist. Ich bin sehr gespannt, wie das ausgeht.

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