Anarchie im Glauben

8 05 2012

Zur Berufung der ehemaligen Bischöfin Margot Käßmann zur Botschafterin der EKD für das Reformationsjubiläum und der von ihr in diesem Amt ersten gehaltenen Predigt(http://www.ekd.de/predigten/2012/20120427_kaessmann_einfuehrung_predigt.html):

 

Margot Käßmann war schon als EKD-Ratsvorsitzende für ihre laxe Gangart in gesellschaftspolitischen Fragen bekannt.

Ob „Nichts ist gut in Afghanistan“ oder Äußerungen über „Pille“, die man „als Geschenk Gottes“ ansehen könne – schon die kleine Auswahl an leichtfertigen und populistischen Lösungsansätzen machte deutlich, wie arg die einstige Bischöfin von Hannover dem „Main-Stream“ nachhängt. Als neue Botschafterin der EKD für das Reformationsjubiläum schließt Käßmann nun an diese Denke an.

In mir steigen die größten Sorgen auf, wenn ich sehe, mit welchen Worten sie ihr Amt angetreten hat: „Gegen jedwede Ausprägung des Fundamentalismus“ (wobei man in erster Linie vermuten mag, dass sie damit vornehmlich gegen die Konservativen im Protestantismus wettert) spreche sie sich aus und forderte auf, neben „kritischem Hinterfragen der Bibel“ auch „selbst zu denken“, „frei“ zu sein von „Dogmatik, religiösen Vorgaben, Glaubensinstanzen“.

Offenkundig hat Käßmann wenig von dem verstanden, was Luther 1518 wirklich wollte. Und nun soll gerade sie dieses denkwürdige Ereignis repräsentieren? Das, was Käßmann aus dem reformatorischen Schatz übrig lässt, ist reine Anarchie im Glauben. Jeder denkt und glaubt, wie er kann und möchte. Eindrücklicher kann der Zeitgeist keinen Ausdruck finden. Die „Botschafterin“ bricht der christlichen Überzeugung Rückgrat und Fundament.

Wer sich an Käßmanns erster Predigt in ihrem neuen Amt orientiert, braucht keinen Jesus mehr, keinen Tod und keine Auferstehung. Der bastelt sich, wie so viele heute, seine Wohlfühlreligion. Luther wollte das Wort Gottes unverrückbar im Mittelpunkt sehen – spätestens 500 Jahre später muss es nun zumindest in der EKD der Beliebigkeit weichen.

Dennis Riehle

 


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2 responses

9 05 2012
simolnar

Heute war ich zu Besuch in einer katholischen Marienkirche.
Nun lese ich diesen Beitrag über die Evangelische Kirche in Deutschland.
Nichts anderes fällt mir dazu ein, nur das, dass JESUS und das Wort Gottes in beiden Fällen höchstens die Nebenrolle zugestanden bekommt. JESUS ist Frau Käßmann und vielen katholischen Amtsträgern und Traditionalisten wohl ein Gotteslästerer, wie er auch den Pharisäern damals einer war: wie kann ER den Anspruch erheben, niemand käme zum Vater nur durch IHN? Wie könne ER von sich behaupten, ER allein sei der Weg, die Wahrheit und das Leben?
Die EKD hat sich mit dem hedosozialistischen Zeitgeist vereinigt, das Katholikentum kann sich vom Ballast der Heiligenzentriertheit und vielem unbiblischen Aberglauben und Scheinheiligkeit nicht trennen.
Beide sind verantwortlich für die Unglaubwürdigkeit der Kirchen. Sie machen selbst bibelgläubige Christen unglaubwürdig durch ihre Propaganda (s. Käßmann).
Die Hoffnung liegt bei vielen treuen Jesus-Nachfolgern in beiden Kirchen, welche sich ans Wort Gottes halten und aus Seiner Liebe leben, Ihm vertrauen. Auch die gibt’s!

15 05 2012
nora

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