Pfingstkommentar 2012: Erneuerung des Bekenntnisses

28 05 2012

Aufbruch ins Bewährte und zum Bewahren

50 Tage nach Ostern kommt die Gewissheit: Gott meint es ernst mit uns! Mit der Ausschüttung des Heiligen Geistes sendet er uns in die Welt, das Evangelium zu verkünden. Die Verheißung der Auferstehung nach der Schrift bestätigt sich, Christus lebt!

Um diese frohe Botschaft zu verbreiten, ließ er damals mit Zungen sprechen, in verschiedensten Sprachen, damit möglichst viele etwas von dem verstehen, was sich zugetragen hat. „Mission“ beginnt, denn die Anhänger eines Glaubens finden sich zusammen, der aus Hoffnung und Zuversicht an den dreieinigen Gott mobilisiert und überzeugt. Das Fundament der Kirche und der Christengemeinde wird gelegt – ein Bund, der sich zu Grundfesten bekennt.

Daher ist Pfingsten in jedem Jahr neu ein Aufbruch. Nein, kein Aufbruch hin zu wahlloser Reform, zur Verwässerung des Überlieferten oder Anpassung an den Mainstream. Pfingsten erinnert uns an die Wurzeln des Christentums und an die Anfänge der gemeinschaftlichen Sammlung und Sendung.

Unser Bekenntnis zur Unverrückbarkeit des Testaments, zum Erhalten des Wertkonservativen und zum Bewahren der bewährten Traditionen, die uns die kirchliche und biblische Lehre in ihrer Klarheit vorgibt, erneuert sich am Pfingstfest im Wissen um unsere Standfestigkeit im Glauben. Wir bringen dies in Form unseres ausdrücklichen Ablehnens gegenüber Abtreibung, Verwahrlosung der Familie oder Sterbehilfe und im Einstehen für das Leben, die Gebote des Herrn und der Wahrheit in Jesu Tod und Wiederkunft dar.

Pfingsten ermutigt nicht, sich seine eigene Kirche und Religion zu basteln. Der Heilige Geist lehrt uns, wieder in Eintracht zu dem zurückzukehren, was uns Gewissheit gibt: Nicht die Beliebigkeit unserer Tage macht uns frei, sondern der Aufbruch hin zum Gebet, in dem wir um Vergebung für das bitten, was uns sündhaft werden ließ. Der Zeitgeist entfernt uns von der Erfüllung, denn er ist nicht heilig. Gottes Auftrag zum Zusammenhalt allein schenkt uns die Gnade, mit der wir auch in Zukunft aus tiefem Herzen und in reinem Gewissen vom Geheimnis der Osternacht erzählen können.

 

Dennis Riehle, Prädikant

 


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