Lieber abgetrieben als beschnitten?

25 07 2012

Es ist bezeichnend.

Gerade jene, welche für das Recht der Kindestötung im Mutterleib auftreten, empören sich nun über die Beschneidung?

Heuer wurden in Deutschland bis zum 13.7.2012 bereits 60.200 Kinder (gezählt), in Österreich etwa 10.000 Kinder (geschätzt) im Mutterleib von Ärzten getötet, im Auftrag von verantwortungslosen Männern, bösartigen, egoistischen Freunden und Verwandten, oft verzweifelten, aber auch häufig hedonistischen, karrieristischen Frauen.

Das juckt niemanden in diesem Lande.

Es ist offensichtlich: es geht weder um Recht noch Gerechtigkeit, es geht nicht um soziales Empfinden, es geht weder um Schmerz noch Leid, es geht ausschließlich um die Vernichtung von Glaube, Tradition, des Rechtes auf Religionsfreiheit, des Rechtes auf Kindererziehung, es geht darum, Kinder den Eltern durch vorgeburtliche Tötung oder durch Kinderkrippen zu entziehen, Kulturen zu zerstören.

Die Toleranz der Gutmenschen endet dort, wo Menschen und Völker stark sind aufgrund ihres Glaubens, ihrer Traditionen, ihres Wissens und des Schutzes des Lebensrechtes.

Wohl ist jenen Gutmenschen jedes getötete Kind lieber als ein beschnittenes. Das muss man annehmen, wenn man sich diese Debatte ansieht.


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7 responses

25 07 2012
Alwis

Danke.
Dieser Artikel beschreibt die schlimmen Tatsachen treffend.
Wir haben zufällig heute über diese Scheinheiligkeit gesprochen:
Kindestötung im Mutterleib ist für viele in Ordnung.
Beschneidung erscheint denselben Leuten schlimm.

Die Rangordnung der Werte ist genau verkehrt!

29 07 2012
Carolus

Hier kann ich dem Autor einmal nicht voll zustimmen.

Ja, die Abtreibung ist ein himmelschreiendes Unrecht mit Todesfolge, die Beschneidung allerding auch meist grausame Körperverletzung mit oft lebenslangen auch seelischen Traumatisierungsfolgen.

Es mag schon sein, dass auch Abtreibungsbefürworter unter den Beschneidungskritikern sind, doch nach meinen Informationen ist der Hauptmotor die Achtung des Kindeswohls. (Auch die Prügelstrafe wurde unlängst verboten.)

UND: Fällt nicht auf, dass die Politnomenklatura wie ein Mann sofort FÜR die Beschneidung Partei ergriffen hat, dieselben Leute also, die die Abtreibung verfechten oder billigen? Gibt das nicht zu denken?
Ich hoffe inständig, dass sich unsere Kirchenleute aus der unseligen Verbrüderung mit den Beschneider-Unkulturen lösen, denn Christentum verträgt sich nicht mit Kinderschädigung.

http://kreidfeuer.wordpress.com/tag/beschneidung/

29 07 2012
30 07 2012
simolnar

Die Problematik Ihrer Argumentation sehe ich darin, dass wir sicher sein können: wird einmal die Beschneidung verboten, ist es nicht mehr weit, dass auch die Taufe von Kindern verboten wird. Wird die Taufe von Kindern verboten, wird es bald unzulässig sein, Kinder im Glauben zu erziehen? So, wie es im Kommunismus der Fall war? Wir galoppieren in eine Gesellschaftsordnung der „Werteneutralität“, welche nicht einmal theoretisch existiert, wir wären keine Menschen.

Und: Jesus wurde selbst beschniten.

Übrigens, was unsere Medien zumeist unter den Teppich kehren: jüdische Kinder werden am 8. Tag beschnitten, einem Tag, an welchem nachgewiesener Maßen die Blutgerinnung, das Schmerzempfinden etc. am optimalsten für einen derartigen Eingriff sind. Der Eingriff ist in wenigen Sekunden (!) erledigt.
Je später Beschneidungen erfolgen – wie im Islam üblich – desto mehr Komplikationen, Schmerzen und Probleme treten auf. Das ist hinlänglich bekannt.

30 07 2012
Carolus

Simolnar,
ich respektiere Ihre Sichtweise, gebe aber zu bedenken:
1) Die Religionsfreiheit der Christen ist ganz unabhängig vom Beschneidungsthema in Gefahr.
2) Nach meinen Informationen sind Kinderschützer, also Juristen, Ärzte, Seelenkundler die Auslöser der Diskussion, die jetzt endlich geführt wird.
Siehe dazu http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/offener-brief-zur-beschneidung-religionsfreiheit-kann-kein-freibrief-fuer-gewalt-sein-11827590.html
3) Unsere gutmenschliche linke Politmafia, die die Abtreibung fördert, befürwortet ja auch die Beschneidung! Natürlich nur deshalb, weil sie nicht von Christen praktiziert wird. Wehe, wenn das ein christlicher Brauch wäre! Wär schon längst verboten und geächtet.
4) Jesus konnte sich als Säugling gegen diese Tortur nicht wehren, genauso wenig wie jetzt noch die Kleinsten. Und Gott sei Dank hat sich die Beschneidung im Christentum nicht durchgesetzt.
5) Zur „Harmlosigkeit“ des Eingriffs sollen gerne die Spezialisten Stellung nehmen. Siehe den oben verlinkten Offenen Brief. „Man tut Kindern nicht weh!“
Ich lade Sie dringend ein, Traditionen zu überdenken nach dem paulinischen Wort: Prüfet alles, das Gute behaltet!

30 07 2012
SIMO

Gerne möchte ich darauf noch reagieren.
ad 1) Sicher ist die Religionsfreiheit der Christen in Gefahr, daran besteht kein Zweifel.
ad 2) Beschneidung ist hinsichtlich seiner Wirkung und möglicher Gefahren ein Randthema. Warum wird in der veröffentlichten Polit-Debatte nicht der Kindesmissbrauch oder Schaden durch Kinderkrippen, Ganztagsschulen, Einzelkindsituation, Scheidungen, etc.etc. diskutiert? Dieses ist das wahrhaftige Problem, mit welchem sich auch die gutmenschliche linke Politmafia nicht herumschlagen will (ad 3), da kommt ein Scheinthema nur recht. Die Linke ist der größte Befürworter der langfristigen Beschädigung von Kindern.
ad 4) Jesus hätte wohl ein Wort gegen die Beschneidung gesagt, ich finde nichts davon in der Bibel, ausser, dass sie für den erlösten Christen (!) nicht mehr nötig ist.
ad 5) Hier gibt es offensichtlich unterschiedliche Meinungen. Ich verweise auf: http://kurier.at/nachrichten/4505369-beschneidung-ausserirdische-waeren-schockiert.php – wie auch immer.

Wir müssen uns als Christen nicht beschneiden lassen, auch nicht unsere Kinder. Dennoch gehört es zur Freiheit der Religionen, diese zuzulassen. Auch im Interesse der Christen, meine ich.

30 07 2012
Carolus

Danke für den Hinweis auf das interessante Interview. Über Oberhummers primäre Motivation kann man nur spekulieren (Kindeswohl oder Freiheit von Religion), aber Rabbiner Hofmeister und der Humanist reden aneinander vorbei.

Zum „Rand-„ und „Scheinthema“: Vermutlich war auch die Abschaffung der Prügelstrafe anfänglich ein solches; oder etwas früher die Abschaffung der Sklaverei (von Christus ist auch kein Diktum gegen die Sklaverei überliefert). Alles hat wohl seine Zeit.

Bei den anderen Themen bin ich ganz mit Ihnen.

Im Übrigen will ich hier niemanden bekehren. Ein jeder kann Argumente akzeptieren oder verwerfen. Die Empathie für das wehrlose Kind ist leider nicht jedem geschenkt.

Um Judentum und Islam brauchen wir uns wohl keine Sorgen zu machen: Beide werden von den Mächtigen bestens geschützt und gestützt (siehe Entschließungen und Stellungnahmen der Politiker).
Ich hoffe, der Diskurs über das Beschneidungsthema wird gründlich genug geführt und es werden alle Aspekte recht erwogen.
Freundlichen Gruß

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