Gerecht wirtschaften – Geldreform, ein Brief an Freunde

10 10 2012

St. Peter, 12. 9. 2012

Sehr geehrte Damen und Herrn, liebe Freundinnen und Freunde,

die große Herausforderung Fehler in der Finanzarchitektur zu überwinden, kann nur in einem ganz breiten Miteinander gelingen. Dazu ist es notwendig, in Gedanken, sowie dort wo es sich fügt auch in Worten und Werken, Beziehungen zu knüpfen und sich und andere über Hoffnungen und Auswege zu informieren.

Gerechteres Geld kann dort entstehen, wo das Wohl aller ins Blickfeld kommt. Im regionalen Bereich gibt es weltweit ca. 5000 Arten von Währungen, welche, z. B. als Zeitgutscheine, niemanden benachteiligen und so Gemeinschaft fördern. Es gäbe auch Modelle für gerechteres nationales Geld, für eine faire globale Handelswährung. Politiker aber sind überfordert. Sie wagen es nicht, die Hintergründe der Finanzkrise zu enttabuisieren und Schritte für eine Renovierung des Geldwesens einzuleiten. Wegen der Staatsverschuldung sind sie u. a. auch den Sachzwängen ständiger Umschuldung ausgesetzt.

Zukunftsfähige Finanzpolitik braucht genügend Wissen und eine breite Unterstützung von der Basis: überparteilich, kreativ und mit jener fröhlichen, liebevollen Selbstverständlichkeit, welche Menschen hilft schwierigste Probleme gemeinsam zu lösen. Bitte, machen sie mit! Überlegen Sie, ob Sie auch ein wenig Zeit für Informationen, welche für eine gerechtere Zukunft notwendig sind, investieren möchten! Siehe unten.

Bauen wir gemeinsam an einem Netz, welches Bedrohungen durch unser Geldwesen auffangen könnte. Bitte, überlegen Sie die folgenden Tipps! Falls Sie sich überfordert fühlen: Für den Einstieg würde es auch schon genügen, den letzte Punkt zu beachten.

Geglücktes Leben baut auf geglückten Beziehungen. Dabei kommt es weniger auf unsere Gefühle an, sondern auf unsere Entscheidungen. Denken Sie sich 2 Fäden, welche Sie in der Mitte zu einem Kreuz verknoten. Jener Knopf symbolisiert Ihre Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen.

  • Denken Sie sich den ersten der 4 Fadenenden als Zeichen für Ihren guten Willen, gelungene Beziehungen im Familien- Freundes- und Bekanntenkreis zu pflegen.
  • Der 2. Beziehungsfaden steht für Menschen, denen Sie lieber aus dem Weg gehen, die Sie nicht mögen, deren politische oder religiöse Einstellung Ihnen sehr fremd ist. Entscheiden Sie sich dafür, ihnen im Notfall zu helfen und zu versuchen zu verstehen, warum sie so ganz anders sprechen und handeln, als es in Ihren Augen richtig wäre
  • Der 3. Beziehungsfaden symbolisiert die Bereitschaft, gedanklich jenen Menschen nahe zu sein, die unvorstellbar leiden, weil die Dynamik des Zinseszinsmechanismus und das damit eng zusammenhängende Prinzip der Gewinnmaximierung, sie unentrinnbar tiefer und tiefer in die Not drängt, ganz automatisch. Immerzu noch größeren Guthaben an Geld stehen Schuldenberge im selben Ausmaß gegenüber. Die Wirtschaft ist gezwungen zu wachsen, damit unser Geld funktionieren kann. Da dies auf Dauer unmöglich ist, sind Neuanfänge, Kriege! notwendig.

Beziehung zu Menschen die in Not sind drängt uns, einem gerechteren, friedlicheren Miteinander zu dienen, sie macht uns kreativ und letztlich glücklich.

  • Mit dem 4. Faden sind Sie gebeten, gedanklich ist dies immer möglich, wohlwollende, heilsame Beziehungen zu Menschen zu gestalten, welche Verantwortung dafür tragen, dass unsere derzeitige Geldordnung schweres Unrecht provoziert und die Zukunft der Menschheit gefährdet. Gemessen an Kriterien für Lebensqualität sind  längst alle Menschen Verlierer unserer derzeitigen Geldordnung. Wir brauchen die Zustimmung aller, für gerechtere Alternativen. Es könnte angeboten werden, Ansprüche auf Geld teilweise in einer Wertaufbewahrungswährung einzufrieren und diese bei Bedarf in eine neue, stabile umlaufende Währung für Konsumzwecke einzutauschen. Jeder vernünftige Mensch müsste damit zufrieden sein können.
  • Aller Trost und alle Hoffnung, sich bedingungslos geliebt wissen, strömt aus jener inneren Quelle, welche durch bewusste Gottesbeziehung freigelegt werden kann. Es ist ein Geschenk einfach nur leben zu dürfen, auch wenn wir meinen, keinen Beitrag (mehr) für die Gesellschaft leisten zu können. Der Sinn unseres Lebens liegt alleine schon in der Entscheidung, für jeden Menschen inneren und äußeren Frieden und ein glückliches Leben zu wünschen. Dies ist uns auch dann möglich, wenn wir rund um die Uhr auf Hilfe anderer angewiesen sind und nicht mehr sprechen können.

Die Grenze zwischen Gut und Böse geht durch unser aller Herzen. Es kommt darauf an, welche Seite wir in uns und in anderen „füttern“.

Wissen über Voraussetzungen für zukunftsfähiges Geld könnte uns mit Freude und Begeisterung für neue Wege erfüllen. Bitte machen Sie sich kundig und bitten Sie  interessierte Menschen, dies ebenfalls zu tun. Dazu wäre es möglich, diesen Brief einfach weiterzuleiten, oder ihn mit Ihren Worten für Ihren Freundeskreis, für Ihre Organisation, neu zu gestalten.

Unter  www.arge-gerecht-wirtschaften.at  finden Sie den Ausstellungsführer von „Segen und Fluch des Geldes. Von www.wirgemeinsam.net ist es möglich den Bestseller „Neues Geld – Neue Welt“ von Tobias Plettenbacher gratis herunterzuladen. www.geldreform.de bietet immer wieder neue Filme zu diesem Thema.

Unter Andreas Claus „Crashkurs Geld“ finden Sie im Internet den Vortrag eines ehemaligen Finanzdienstleisters, welcher Ihnen auf humorvolle Weise innerhalb einer Stunde erklärt, warum wir dringend einen Systemwandel in der Geldordnung brauchen.

Seit über 20 Jahren beschäftigen mich Info- und Vernetzungsarbeit für gerechteres Geld. Freunden meines Gatten verdanke ich die riesige Hoffnung, auf diese Weise etwas für Menschen in Not tun zu können. Und: Es ist überaus spannend zu erfahren, wie die Funktion des Geldes in der Geschichte Wohl und Wehe der Menschen geprägt hat.

Wir dürfen nun auf allem Ringen nach Gerechtigkeit und Frieden von Menschen bauen, die vor uns gelebt und dafür auch gelitten haben.

Abschließend noch ein Wort von Karl Rahner, an uns, damals Jugendliche:

„Ihr habt immer zwei Möglichkeiten: Hoffnung oder Resignation!“

Mit allen guten Wünschen grüßt Sie/ Euch sehr herzlich, Josefa Maurer maurerjosefa@gmx.at

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Hinweise

liberal, sozial, global

Wie sollte die Wirtschaft organisiert sein?

Staatsverschuldung einfach und lustig erklärt – Kabarett auf youtube

Linke und Wirtschaft gemeinsam gegen die Familie

Marxismus und Kapitalismus – nur scheinbar ein Gegensatz


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3 responses

11 10 2012
SIMO

Es gibt viele ähnliche Initiativen.

Und dennoch, diese lösen das Problem nicht.

Das Problem ist nicht das Geld, sondern die Unmoral und Orientierungslosigkeit der Menschen.
Jede Ideologie behauptet, dass Änderungen am System oder ganz neue Systeme oder Ordnungen den Menschen oder die Gesellschaft verändern würden.

Bis jetzt wurde der Mensch durch keine ideologische Ordnung zum Guten verändert. Nur die persönliche Zuwendung des Menschen zu Gott, Vergebung durch Jesus Christus und die Einhaltung des „Neuen Gebotes“, des umfassenden Liebesgebotes, verändern den Menschen. Und macht ihn auch fähig, sogar mit Geld umzugehen.

Der Einsatz zur Erfüllung des missionarischen Auftrages Jesu ist wohl sinnvoller, als Geldordnungen zwanghaft zu verändern.

13 10 2012
siwla

Ich gebe Ihnen weitgehend recht, aber nicht ganz:

Das Wichtigste ist die richtige Einstellung.
Und Jesus Christus hat nie von einer neuen Geldordnung gesprochen, sondern vom Reich Gottes, von der Liebe, von unserer Beziehung zum Vater im Himmel und untereinander.

Aber:
Aus der richtigen inneren Einstellung folgt auch das entsprechende Handeln.
Und :
Es gibt wirtschaftliche und politische Strukturen, die das moralisch richtige Handeln unterstützen und andere, die dieses eher behindern.

Ich kenne die Frau, die den Brief geschrieben hat, persönlich und kann bezeugen, daß sie sich die persönliche Hinwendung zu Jesus Christus sehr bemüht.

„Das eine tun und das andere nicht lassen.“

14 10 2012
SIMO

Ich möchte niemandem den persönlichen Glauben absprechen, keinesfalls. Auch nicht die gut gemeinte und positive Intention des Handelns.

Aber:

Es gibt kein „gerechtes Geld“. Es gibt auch kein „ungerechtes Geld“. Es gibt auch keine „guten“ und „bösen“ Autos. Ich stoße mich schon allein an den Begrifflichkeiten. Es gibt Menschen, welche nach den Geboten zu leben versuchen, und andere.
Menschen brauchen oder missbrauchen die Gaben, die Gott gibt.

Vor allem aber lehne ich jegliche Versuche ab, Menschen ihre Freiheit durch Zwangsenteignungen und Zwangsmaßnahmen einzuschränken.

Sollten Familien Essl, Deichmann, Buffett, Gates u. a. enteignet werden und ihre Sozialprojekte abgesagt?

Alle Versuche vom Marxismus-Leninismus, Sozialismus, Nationalsozialismus, Gemeinwohl-Ökonomie etc. gehen davon aus, dass der Mensch gut sei und durch systemische Veränderungen das Paradies auf Erden möglich werde.

Das sind Lügengeschichten und widersprechen vollkommen dem biblischen Menschenbild.

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