Neues Frauenbild – wieder mehr Familie

20 11 2012

Dipl.Päd. Brigitte Pfandl, Nov. 2012

So groß das Verdienst des Feminismus und der Frauenpolitik um die Gleichberechtigung der einst rechtlich und wirtschaftlich dem Mann unterstellten Frau zu werten ist: Die Zeit ist reif für ein neues Frauenbild:
Ein Frauenbild, das neben Ausbildung und Berufstätigkeit den Fokus auch auf die Wertschätzung der Mutterrolle richtet und Kinder nicht länger weitestgehend aus der Familie auslagert, sondern integriert.

In einer Zeit, in der Kinder, aber auch Mütter, Familien und die ganze Gesellschaft an europaweit steigender Mutter- und Elternlosigkeit leiden und psychische Probleme, Orientierungslosigkeit, Verhaltens- bis hin zu schwersten Persönlichkeitsstörungen zunehmen, kann es nur eine gemeinsame Anstrengung hin zu mehr Familie geben.

Derzeit ist die – zu Recht als Armutsfalle und Karrierehindernis angeprangerte – Teilzeit die einzige Möglichkeit, Beruf und Familie wirklich vereinbaren zu können. Frauen wählen deshalb zu einem so großen Prozentsatz Teilzeit, weil sie auch für ihre Familie da sein wollen, andererseits, weil in Zeiten überhöhter Lebensführungskosten die Familie das Geld des meist besser verdienenden Partners dringend braucht.

Die Lösung liegt in der Wertschätzung der Familienarbeit als Arbeit durch ein auf die Pension angerechnetes Erziehungsgehalt, das anteilsmäßig den – durch die Teilzeit entstehenden – Verdienst- und Pensionsentgang ausgleicht (gilt auch für Väter!).

Zb. bei 50% Erwerbslohn: plus 50% Erziehungsgehalt = 100% Gehalt. (Je größer das Kind, desto größer kann auch wieder der Anteil der Erwerbsarbeit werden, siehe Berufswiedereinstiegsmodell nach Karenz http://www.österreichischehausfrauenunion.at.)

Da Erziehen generell keine einfache Sache ist und das Wissen um und die Motivation für die richtige Pflege und Erziehung eines Kindes zum Teil verloren gegangen sind, sollten Eltern als Voraussetzung für ein Erziehungsgehalt schon ab der Schwangerschaft verpflichtende Elternbildungsseminare besuchen. Ebenso wichtig wären bei Bedarf auch professionelle Elternbegleitung bzw. Elterntherapie.

Die für den Staat teuerste und für ein Kind schlechteste Lösung ist die –
womöglich ganztägige – Abgabe schon von Babys und Kleinstkindern
in eine Krabbelstube, denn so ein kleines Windelpaket braucht die
individuelle Zuwendung seiner Mutter/Eltern und gehört in der
wichtigsten und empfindlichsten Phase seiner Entwicklung in die Familie,
oder ersatzweise in die Familie einer liebevollen, gut ausgebildeten
Tagesmutter, deren verantwortungsvoller Beruf finanziell
aufgewertet werden sollte.

Gut verwurzelt muss sein, was aufrecht wachsen soll! Gut verwurzelt in der Familie, denn Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung – je kleiner, je mehr – die berühmten 3 „Z“:
Zeit, Zärtlichkeit und Zuwendung (Pestalozzi),
und das 4. „Z“: ein Zuhause!
In der UNO-Kinderrechtskonvention steht, dass jedes Kind der Welt das Recht auf Betreuung durch seine Eltern hat!

Der Staat hat für das Wohl seiner Bürger zu sorgen. So steht es in der Verfassung. Das Geld – unser aller Geld – ist da, und es ist gut investiert, denn Kinder sind das größte Potential jeder Gesellschaft und es unverzichtbar, optimal für ihr Wohl und ihre bestmögliche Entwicklung zu sorgen.

Für ein l(i)ebenswertes Leben und eine gute rot-weiß-rote Zukunft!

Dipl.Päd. Brigitte Pfandl, 8842 Katsch/Mur 139, am 18.Nov.2012
__________________________________________________________

HINWEISE

Mutterbindung beim Kleinkind erhöht die Bildungsfähigkeit

Der Feminismus ist frauenfeindlich.

Mütter und Kinder: Das Volk denkt anders als die Regierung!

Mütterstudie des MMM zeigt, was Mütter wirklich wollen….
Wird eine Frau Mutter, so ändern sich die Prioritäten massiv – 9 von 10 Frauen möchten ihre Zeit nutzen, um persönlich für ihre Kinder da zu sein.

Die Österreichische Hausfrauen Union
wurde 1956 von Frau Bundesrat Edda Egger gegründet
und ist die einzige Familienorganisation in Österreich,
die explizit die ideelle und ökonomische Anerkennung der Arbeit der Mutter in der Familie fordert.
Bild

ICF – Initiative Christliche Familie
Die Jugendlichen haben das Recht, von Erwachsenen Ideale vermittelt zu bekommen, nicht nur Skeptizismus und Zynismus!

Leonore.at
selbstbewußt weiblich – neue Frauen braucht das Land – gegen frauenverachtende Frauenpolitik

Familiennetzwerk Deutschland, Frau Dr. Steuer

Frau 2000plus – Birgit Kelle
Neue Frauen für das 3. Jahrtausend – der alte Feminismus hat uns nichts mehr zu sagen!

Christa Meves – ein Leben für die Familien

Tatsachen und Forschungen zu Familienfragen

Pflegegeld für Kinder – gleiches Recht für alle

Umfrage zur Betreuung von Kleinkindern

Kinder als Geschenk – und neues Selbstbewußtsein der Mütter

Gegen die Verstaatlichung der Kinder

Verstaatlichung der Kinder wird scheitern – wie im Ostblock.
Zählt man sämtliche Faktoren zusammen, so gibt es am Ende nicht einen einzigen Pluspunkt FÜR die Kinderkrippe, sondern ausschließlich dicke Minuszeichen. Und zwar für alle Beteiligten: Für die kleinen Kinder, Mütter und Väter, Erzieherinnen, Politiker, Bund, Länder, Gemeinden usw……


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4 responses

23 11 2012
Annemarie Trausnitzer

Hallo hier spricht eine Mama 🙂
Ich möchte hiermit mein herzliches Dankeschön an Dipl.Päd.Brigitte Pfandl für ihren wertvollen Beitrag zu diesem vielumstrittenen Thema kundtun.
Da sie mein jüngstes Kind, von dreien, durch die dritte Schulstufe begleitete war ich sehr erfreut ihr Statement zu diesem Thema zu lesen.
Ihre Worte waren für mich sehr anerkennend der Mutterrolle die ich vor zwar knapp 20 Jahren übernommen habe.
Leider ist die Wertschätzung der Hausfrau und Mutter in unserer ach so materiell manifestierten Gesellschaft sehr geringschätzig bemessen.
Tagesmütter, Kinderhorte machen es uns zwar leicht wieder in den Beruf einzusteigen..kosten dennoch eine Unsumme von Geld. Immer mehr junge Müttter sind fast gezwungen ganztägig zu arbeiten um nach Abzug der Kosten (für Betreuung,Transferkosten zur Betreuungseinrichtung bzw zum Arbeitsplatz, und der Entschädigung für Aushilfen sollte der Betreuungsplatz Sommerpause bzw Urlaub haben) etwas zurücklegen zu können.Der Mann als Alleinverdiener einer fünfköpfigen Familie war zur Zeit des Schillings noch möglich, im Eurozeitalter gilt es fast als finanzieller Selbstmord!
Ich sag das nicht als frustrierte Hausfrau sondern als objektive Zeitzeugin dieses Wandels! Immer mehr wird die Wirtschaft ins Ausland verlagert, billigere Arbeitnehmer drängen unsere Familienväter ins abseits,die Löhne werden niedriger die Grundlebenskosten und die Arbeitslosigkeit höher..
Einstige wohlhabend Bauunternehmen gehen in Konkurs die Arbeitsplätze verschwinden..
Und was einst der Mann mehr verdiente muss nun die Frau ausgleichen.
doch was bleibt auf der Strecke? Die Zeit für die Kinder!!!
Was Frau Pfandl wirklich treffend bemerkte.
Ich hab meine Kinder immer einer finanziellen Besserstellung vorgezogen und gelte als sprichwörtlicher Dinosaurier 🙂
Ich bekomm es jetzt mit einer herzlichen Zugetanheit ihrerseits entlohnt!
Ihre schulischen Leistungen sind ausgezeichnet und die zwei grosssen haben sich für Karriere mit Lehre in Handwerklichen Berufen entschieden!
Ich hatte auch viel Unterstützung von sehr wertvollen Beraterinnen über Erziehungsfragen wofür ich auch sehr dankbar bin 😉
Dank meiner Kinder bin ich eine stolze Mama 😉

23 11 2012
25 11 2012
Gerald Emmermann

Die politisch beabsichtigte Familienzerstörung durch Väterausgrenzung und geförderter Fremdbetreuung ist ein gesellschaftliches No-Go, das auch die Initiative gegen familienfeindliche Väterbenachteiligung (Väterwiderstand.de) beklagt und bekämpft.
Wer ein Kfz sein Eigen nennt, muss -und tut dies in der Regel auch gern- für dessen Verkehrssicherheit Sorge tragen.

Kinder sollten nicht wie ein Auto abgestellt werden, um Eltern oder von Familiengerichten „über den Tisch gezogenen“ Trennungsvätern Zeit fürs Geldverdienen zu verschaffen.

Gerald Emmermann
Väterwiderstand.de

14 04 2014
Astrid Petzl

Also mein Kind hat immer noch die „Pfandl-Sager“ im Kopf, eine Mutter aus Schöder!!

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