Papst bezeichnet Genderideologie als „tiefe Unwahrheit“

25 12 2012

Endlich kommt ein klares Wort aus der röm. kath. Kirche zu der unseligen Genderideologie über die wir auf Schreibfreiheit schon einige Male berichtet haben. Die Durchsetzung dieser Ersatzreligion mittels eines EU politischen Auftrages wird als Gender Mainstreaming bezeichnet.  Mittels dieses Konzeptes sollen die EU Bürger so lange mit diesem Blödsinn indoktriniert werden, bis sie es selber glauben, oder zumindest größtenteils widerstandslos akzeptieren.

Für Gender Studies werden an den Universitäten neue Institute und Lehrstühle geschaffen und von der EU mitfinanziert. In Ministerien und großen Unternehmen werden Genderbeauftragte eingesetzt und bezahlt, damit alle Vorgänge gemäß der Genderideologie korrekt ablaufen. Abweichler der politisch korrekten Genderdarstellung werden zurechtgewiesen oder gekündigt. Die EU entwickelt eine neue Art von europäischer Gender-Scharia.

In der Ansprache von Papst Benedikt XVI. beim Weihnachtsempfang für das Kardinalskollegium, die Mitglieder der Römischen Kurie und der Päpstlichen Familie am 21. Dezember 2012 machte Papst Benedikt XVI. bezüglich der Gender-Theorie folgende Ausführungen:

„Der Großrabbiner von Frankreich, Gilles Bernheim, hat in einem sorgfältig dokumentierten und tief bewegenden Traktat gezeigt, dass der Angriff auf die wahre Gestalt der Familie aus Vater, Mutter, Kind, dem wir uns heute ausgesetzt sehen, noch eine Dimension tiefer reicht. Hatten wir bisher ein Missverständnis des Wesens menschlicher Freiheit als einen Grund für die Krise der Familie gesehen, so zeigt sich nun, dass dabei die Vision des Seins selbst, dessen, was Menschsein in Wirklichkeit bedeutet, im Spiele ist. Er zitiert das berühmt gewordene Wort von Simone de Beauvoir: „Man wird nicht als Frau geboren, sondern man wird dazu“. („On ne naît pas femme, on le devient“).

In diesen Worten ist die Grundlegung dessen gegeben, was man heute unter dem Stichwort „gender“ als neue Philosophie der Geschlechtlichkeit darstellt. Das Geschlecht ist nach dieser Philosophie nicht mehr eine Vorgabe der Natur, die der Mensch annehmen und persönlich mit Sinn erfüllen muss, sondern es ist eine soziale Rolle, über die man selbst entscheidet, während bisher die Gesellschaft darüber entschieden habe.

Die tiefe Unwahrheit dieser Theorie und der in ihr liegenden anthropologischen Revolution ist offenkundig. Der Mensch bestreitet, dass er eine von seiner Leibhaftigkeit vorgegebene Natur hat, die für das Wesen Mensch kennzeichnend ist. Er leugnet seine Natur und entscheidet, dass sie ihm nicht vorgegeben ist, sondern dass er selber sie macht. Nach dem biblischen Schöpfungsbericht gehört es zum Wesen des Geschöpfes Mensch, dass er von Gott als Mann und als Frau geschaffen ist. Diese Dualität ist wesentlich für das Menschsein, wie Gott es ihm gegeben hat. Gerade diese Dualität als Vorgegebenheit wird bestritten. Es gilt nicht mehr, was im Schöpfungsbericht steht: „Als Mann und Frau schuf ER sie“ (Gen 1, 27). Nein, nun gilt, nicht ER schuf sie als Mann und Frau; die Gesellschaft hat es bisher getan, und nun entscheiden wir selbst darüber. Mann und Frau als Schöpfungswirklichkeiten, als Natur des Menschen gibt es nicht mehr.

Der Mensch bestreitet seine Natur. Er ist nur noch Geist und Wille. Die Manipulation der Natur, die wir heute für unsere Umwelt beklagen, wird hier zum Grundentscheid des Menschen im Umgang mit sich selber. Es gibt nur noch den abstrakten Menschen, der sich dann so etwas wie seine Natur selber wählt. Mann und Frau sind in ihrem Schöpfungsanspruch als einander ergänzende Gestalten des Menschseins bestritten. Wenn es aber die von der Schöpfung kommende Dualität von Mann und Frau nicht gibt, dann gibt es auch Familie als von der Schöpfung vorgegebene Wirklichkeit nicht mehr. Dann hat aber auch das Kind seinen bisherigen Ort und seine ihm eigene Würde verloren. Bernheim zeigt, dass es nun notwendig aus einem eigenen Rechtssubjekt zu einem Objekt wird, auf das man ein Recht hat und das man sich als sein Recht beschaffen kann. Wo die Freiheit des Machens zur Freiheit des Sich-selbst-Machens wird, wird notwendigerweise der Schöpfer selbst geleugnet und damit am Ende auch der Mensch als göttliche Schöpfung, als Ebenbild Gottes im Eigentlichen seines Seins entwürdigt. Im Kampf um die Familie geht es um den Menschen selbst. Und es wird sichtbar, dass dort, wo Gott geleugnet wird, auch die Würde des Menschen sich auflöst. Wer Gott verteidigt, verteidigt den Menschen.“

Quelle: Zenith


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5 responses

25 12 2012
Storchenei

Es ist höchste Zeit, dass diesem unnatürlichen Treiben die Rote Karte gezeigt wird. Kinderadoptionen für Schwule und Lesben ist, als wenn im Freudenhaus Kinder aufgezogen würden. Diese Abartigkeiten sollen sich mündige Bürger unter sich ausmachen und sich dessen bewusst sein, dass Überleben von Menschen nicht durch Abartigkeiten gewährleistet ist. Mich würde es nicht wundern, wenn sich noch einige weitere Irre für die Sodomie auf die Straße legen würden, um ein entsprechende Gesetz zu erzwingen. Politiker und abtrünnige Geistliche, die sich für die Genderideologie einsetzen, sollten sich entsprechend richtig benennen – einfach nicht normal.

28 12 2012
siwla

Danke für diesen Hinweis.
Und Dank an unseren Papst für die klaren Worte.
Wir sollten weiter dieser sich ausbreitenden Geisteskrankheit widerstehen, indem wir die gesunde Lehre verkünden – jeder auf seine Weise und mit seinen Möglichkeiten.

29 12 2012
Schaut sich um

Es ist höchste Zeit dem typischen Katholiban die Geisteskrankheit auszutreiben… Die, die hier kommentiert haben, sollten sich besser dem zuwenden, von dem sie Ahnung haben, Stricke malen oder Knöpfe in Boxen zählen. Der hier angebliche Christ ist kein Christ!

4 01 2013
Gassenreh, Jakob

Wenn man die hilflose Antwort der norwegischen „Gender-Experten“ auf die Fragen des das Gender-Paradoxon abklärenden Harald EIA betrachtet (vereinfacht): „Wir haben die bessere Theorie, daher kann die Empirie nicht stimmen“ dann kann man nur hoffen, dass bald in Deutschland eine ähnliche Aufklärung erfolgen möge, um das von den Gender-Ideologen propagierte „social engineering“ in Richtung Übersexualisierung im Erziehungsbereich schon der Kleinsten und Jüngsten (Krippe, Kita, Schule) zu stoppen.
Es kann nicht ernst genug genommen werden, was die Vernichtung des Selbstverständnisses von Mann und Frau für Buben und Mädchen bedeutet, die sich gemäß ihren genetischen Vorgaben an Vorbildern entwickeln müssen (siehe Buch „Vergewaltigung der menschlichen Identität, über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)

15 02 2013
Garry

Vielleicht sind das ja Antichristen, die sich als fundamentalistische Christen ausgeben und so den Christen schaden wollen, indem sie sie der Lächerlichkeit preisgeben ….

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