Kulturkampf um die Kinder – nicht nur in Deutschland

26 02 2013

Birgit Kelle, Frau2000plus.net
Neues vom 21. 02. 2013

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Meine Damen, meine Herren,

ich darf an dieser Stelle zahlreiche Neuabonennten dieses Newsletters begrüßen und mich gleichzeitig bedanken: Wir haben die 1000er-Schallgrenze durchbrochen. Noch vor wenigen Jahren haben wir mit 20 Empfängern begonnen, heute steigt die Zahl unserer Leserinnen und Leser täglich an. Gerne dürfen Sie uns auch noch weiter empfehlen, wir nehmen aber auch gerne Kritik entgegen.

Keine Frage, die Familien- und auch die Frauenpolitik wird uns noch bis zum Erbrechen beschäftigen im anstehenden Bundestagswahlkampf. Gerade wird das Thema wieder einmal angefeuert durch ein neues Gutachten zur Effektivität unserer familienpolitischen Leistungen. Man kann es schon fast eine „unheilige Allianz“ nennen, wenn Familienministerium und Wirtschaftsministerium gemeinsam eine AG als Gutachter beauftragen, die sich gemeinhin um Profitmaximierung bei Unternehmen spezialisiert hat, um jetzt zu bewerten, was bei den Familienleistungen nützlich ist und was nicht. Es fordert die Frage heraus: Wem soll das alles nützen. Den Familien, oder der Wirtschaft? Grund genug, für eine Kolumne:

Zieht euch schon mal warm an!

Ein Ausschnitt: „Ob staatliche Gelder wirken, weiß man nur, wenn man dafür ein Ziel definiert hat. Denn ob eine familienpolitische Maßnahmen zielführend ist, hängt davon ab, was man sich und vor allem für wen davon verspricht. Es ist reine Definitionssache. Genauso gut könnte man etwa den Etat des Verteidigungsministeriums auf seine Wirksamkeit in der Familienpolitik hin untersuchen. Wäre sinnlos und hätte verheerende Ergebnisse. Denn der Verteidigungsetat, soll der Verteidigung unseres Landes dienen und nicht das Bruttosozialprodukt erhöhen. Auch soll es die Geburtenrate nicht erhöhen, es dezimiert allerhöchstens im Kriegsfall die Zahl unserer Söhne und inzwischen auch Töchter. Also völlig kontraproduktiv für die Familie. Es erscheint also aberwitzig, den Verteidigungsetat nicht einzig und allein auf seine Verteidigungsleistung hin zu überprüfen. Warum also überprüft man jetzt neuerdings den Familienetat auf seine Wirtschaftstauglichkeit, anstatt auf seine Familienfreundlichkeit hin?“
Den ganzen Text finden Sie hier, wie immer mit der freundlichen Aufforderung, zu kommentieren:
http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/ … politik–2

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf eine meiner älteren Kolumnen aus dem Juli 2012 erinnern, als mitten in der Betreuungsgelddebatte der Begriff der „Gebärmaschinen“ sehr unschön auftauchte. Leider ist der Text heute aktueller denn je, denn wenn das menschliche Leben nur noch als Optimierungsprozess betrachtet wird, in dem wir so schnell wie möglich für den Staat nützlich sein sollen, dann ist kein Platz mehr für das zwischenmenschliche Miteinander.

Ich bin kein Brutkasten

Ein Ausschnitt: „Es scheint, als sei der Mutterbauch wirklich noch die einzige Enklave, wo ein Kind dem Zugriff des Staates entzogen ist. Was für ein herrlich altmodischer Evolutionsprozess, der Wirtschaftsexperten sicher in den Wahnsinn treibt, aber ich bin sicher, die Mediziner arbeiten daran, uns Mütter zu ersetzen und den Vorgang endlich zu optimieren. Noch hat man keine richtige Lösung dafür, also lässt man das Kind sogar noch ein Jahr bei der Mutter. Aber bitte nicht zu lange stillen, liebe Mamis, sonst gelten Sie gleich als Glucke, alternativ als Milchkuh. Muttermilch, auch so ein biologistischer Kram, und allein schon das Wort ist für manche eine Zumutung. Spätestens nach einem Jahr soll dann wirklich Schluss sein mit diesem sentimentalen Getue, dann sollen Frauen und Kinder gefälligst funktionieren. Dann ist man als Mutter plötzlich austauschbar durch jeden umgeschulten Langzeitarbeitslosen, oder wer sonst noch gerade vermittelt werden muss. Wie menschenverachtend ist das eigentlich? Nach der viel beschriebenen vaterlosen Gesellschaft betreten wir nun die Ära der mutterlosen. Damit sind alle Wurzeln gekappt. Glückwunsch.“
Den ganzen Text finden Sie hier: http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/ … pitalismus

„Wer als Mutter nicht arbeitet, gilt bald nichts mehr“

Nicht nur bei mir, sondern auch bei zahlreichen anderen Autoren hat das Gutachten der Prognos AG zu Widerspruch geführt. So schreibt Hugo Müller-Vogg in der BILD-Zeitung: „Wer als Mutter nicht arbeitet, gilt bald nichts mehr“. Kleiner Einwurf am Rande: Selbstverständlich arbeiten Mütter, auch wenn sie nicht erwerbstätig sind, sie werden nur nicht bezahlt, für das was sie tun. Arbeiten tun sie jedoch auch am Wochenende, nachts und immer wenn sie gebraucht werden. Sie finden den Kommentar hier:
http://www.bild.de/politik/kolumnen/hug … .bild.html

Kulturkampf um die Abrichtung unserer Kinder

Der Autor Ulf Poschard hat sich in Welt mit dem Phänomen auseinander gesetzt, dass unsere Kinder immer mehr vom Staat vereinbart werden und nach den Idealvorstellungen von Rot-Grün möglichst bald und möglichst nur noch in staatlichen Einrichtungen zu genehmen Bürgern herangezogen werden sollen.
Ein Ausschnitt: „In der Kavallerie reiten rote und grüne Wahlkämpfer, die mit ihrem Kulturkampf um das Betreuungsgeld in beispielloser Art und Weise Würde und Ansehen jener Frauen (oder Väter) beschädigt haben, die, aufopferungsvoll und wie von Pädagogen und Psychologen empfohlen, für ihre Kinder da sind, wenn diese sie am dringendsten brauchen.
In dem Kulturkampf geht es nur vordergründig um eine Entwertung traditioneller Familienmodelle. Es geht vielmehr um einen alten sozialistischen Traum, der Erziehung vor allem als Aufgabe des Staates begreift. Sozialdemokraten wie Hannelore Kraft, Heinz Buschkowsky oder Andrea Nahles wollen Kinder zügig in die Obhut von Kitas schicken, und die Grünen krähen mit im Chor derjenigen, die sich vor allem um die Abrichtung künftiger Steuerzahler sorgen.“
Den ganzen Beitrag finden Sie hier: http://www.welt.de/debatte/kommentare/a … inder.html

„Die Hausfrau – weder Leitbild, noch Feindbild“

Ihr Wort in Gottes Ohr! – möchte man Familienministerin Kristina Schröder zurufen nach diesem Zitat. Oder auch: Schön wär`s. Ich begrüße grundsätzlich, dass sich die Ministerin selbst von dem unsäglichen Gutachten, dass ihr eigenes Haus in Auftrag gegeben hat, distanziert. Ihre Vorgängerin hat ihr diese Altlast mit auf den Weg gegeben, sie muss jetzt also die Ergebnisse ausbaden. Es wäre schön, wenn im Familienministerium tatsächlich die Meinung vorherrschen würde, dass auch Hausfrauen in unserem Land noch eine Existenzberechtigung haben. „Ihr Wort in Gottes Ohr“ Frau Schröder. Gut wäre, wenn sich die Politik dann auch daran ausrichten würde, inklusive allen Schriften, die das Familienministerium heraus gibt. Dort lesen wir nämlich nichts von der Unterstützung auch von Hausfrauen, allerdings viel davon, dass dies „traditionelle Rollenmodell“ endlich aufgebrochen und überwunden werden muss. Gerne würde ich die Ministerin heute beim Wort nehmen. Wir werden mit Frau 2000plus ab und zu mal nachhaken, wie es denn um die Unterstützung aller Frauen, egal mit welchem Lebensweg, in Deutschland so steht. Den Beitrag zu den Äußerungen von Ministerin Schröder finden Sie hier:
http://www.faz.net/aktuell/politik/fami … 52250.html

Die Zeit ist um…
Und zum Schluss liebe Männer, noch der Beitrag eines Vaters und wie er so die ersten Wochen mit einem neuen Baby im Haus erlebt hat.

Immer mehr Väter bringen sich selbst ein in die Erziehung ihrer Kinder. Das ist großartig. Wie erleben sie sich selbst in diesem Prozess? Was können sie leisten, wie erleben sie ihre Frauen nach dem Mutterwerden? Ein ehrlicher und berührender Bericht von Felix Honekamp in seinem „Papsttreuen Blog“ – Liebe Nichtkatholiken im Verteiler, lassen Sie sich nicht abschrecken, es geht hier nicht um Religion, sondern um das Eltern-Sein.
Ein Ausschnitt: „Meine Frau, wie alle Mütter dieser Welt, die für ihre Kinder da sind, sich für sie aufopfern, sie auf diesem Weg die ersten Schritte tragen und ihnen helfen sie dann alleine zu gehen, sie alle leisten mehr als jeder finanzielle Beitrag auszugleichen in der Lage wäre – sie leisten einen Dienst an den Kindern, an unserer Zukunft und daran, dass diese Welt über die Kinder hoffentlich ein bisschen besser wird als sie es heute ist. Auch wenn dieser Beitrag – ich habe ihn gerade noch mal gegengelesen – an der einen oder anderen Stelle vielleicht etwas nüchtern wirkt: Er ist eine Liebeserklärung an meine Frau (und in gewisser Hinsicht an alle Mütter)! Du machst das toll und ohne Dich würde unser Leben einfach nicht gehen und unsere Familie keine sein!“
Den ganzen Text finden Sie hier: http://papsttreuer.blog.de/2013/02/08/zeit-15510277/

Beste Grüße zum Wochenende

Ihre
Birgit Kelle
Vorsitzende Frau 2000plus e.V.

Dieser Newsletter wird unverbindlich von Frau 2000plus e.V. versendet.
Zum Abbestellen senden Sie bitte eine Mail an: info@frau2000plus.net

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Frau 2000plus e.V. ist als gemeinnütziger Verein anerkannt
und eingetragen im Vereinsregister Neuss VR 2320;
Finanzamt Neuss St.Nr. 122/5788/2112
Spendenkonto:
Pax Bank Köln, Konto: 33 940 017, BLZ: 370 601 93;
IBAN: DE71370601930033940017; BIC: GENODED1PAX
Vorsitzende: Birgit Kelle
Kontakt: birgit.kelle@frau2000plus.net
Web: Frau 2000plus – Birgit Kelle
Neue Frauen für das 3. Jahrtausend – der alte Feminismus hat uns nichts mehr zu sagen!

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Ich möchte auf Schreibfreiheit dieser großartigen Frau danken,
die sich unermüdlich für die Würde der Mütter einsetzt.
Vergessen wir nicht:
Auch Mütter sind Frauen – dies ist gerade vor dem Weltfrauentag wichtig zu bemerken!

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HINWEISE

Der Feminismus ist frauenfeindlich.

Mütter und Kinder: Das Volk denkt anders als die Regierung!

Mütterstudie des MMM zeigt, was Mütter wirklich wollen….
Wird eine Frau Mutter, so ändern sich die Prioritäten massiv – 9 von 10 Frauen möchten ihre Zeit nutzen, um persönlich für ihre Kinder da zu sein.

Christa Meves – ein Leben für die Familien

Die Österreichische Hausfrauen Union
wurde 1956 von Frau Bundesrat Edda Egger gegründet
und ist die einzige Familienorganisation in Österreich,
die explizit die ideelle und ökonomische Anerkennung der Arbeit der Mutter in der Familie fordert.

Verstaatlichung der Kinder wird scheitern – wie im Ostblock.
Zählt man sämtliche Faktoren zusammen, so gibt es am Ende nicht einen einzigen Pluspunkt FÜR die Kinderkrippe, sondern ausschließlich dicke Minuszeichen. Und zwar für alle Beteiligten: Für die kleinen Kinder, Mütter und Väter, Erzieherinnen, Politiker, Bund, Länder, Gemeinden usw……


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One response

14 03 2013
Frank Poschau

Ich habe einen Traum

Ich habe einen Traum,
wo ich das bekomme,
was man mir verspricht.
Ich lebe in einem Land,
wo man Versprechen bricht.

Ich habe einen Traum,
dass die einzigen Dornen,
Dornen der Rosen sind.
Ich lebe in einem Land,
wo wir töten das Kind.

Ich habe einen Traum,
wo Kinderlachen halt.
Ich lebe in einem Land,
wird manch Kind nicht alt.

Ich habe einen Traum,
das wir uns erheben,
auf gleicher Höhe stehen.
Ich lebe in einem Land,
wo manche untergehen.

Ich habe einen Traum,
und schlafe schlecht.
Ich lebe in einem Land,
da ist es sehr ungerecht.

F. Poschau
29.03.09

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