Juden bleibt draussen! Evangelische Kirche für selektive Meinungs- und Religionsfreiheit.

27 02 2013

Hamburg (idea) – Messianische Juden, die an Jesus Christus als Messias glauben, dürfen nicht beim Deutschen Evangelischen Kirchentag auftreten, der vom 1. bis 5. Mai in Hamburg stattfindet. Nach Informationen der Evangelischen Nachrichtenagentur idea hatte sich die Berliner jüdisch-messianische Gemeinde „Beit Sar Shalom“ (Haus des Friedensfürsten) beim Kirchentag für den Abend der Begegnung, den Markt der Möglichkeiten, zur Messe im Markt sowie zur Kirchenmusik angemeldet. Dies sei vom Kirchentag jedoch abgelehnt worden, erklärte der Pressesprecher der Gemeinde, Andrei Ignatenko (Berlin). Man sei sehr traurig, dass man nicht teilnehmen könne. Der Kirchentag lade Moslems und Buddhisten ein, schließe jedoch jesusgläubige Juden aus. Folge man dieser Logik, hätten auch die jüdisch-messianischen Apostel Petrus und Paulus keine Chance, an diesem Protestantentreffen teilnehmen zu dürfen. Beit Sar Shalom arbeite auf der Basis der Evangelischen Allianz und sei als befreundetes Werk anerkannt. Messianische Juden glauben wie Christen, dass Jesus Christus der im Alten Testament angekündigte Heiland ist, halten aber an vielen jüdischen Traditionen fest.

Generalsekretärin: Teilnahme grundsätzlich nicht möglich

Kirchentagsgeneralsekretärin Ellen Ueberschär (Fulda) erläuterte auf Anfrage von idea, dass am Kirchentag nur Organisationen teilnehmen dürften, die dialogorientiert seien und andere nicht verletzten. Zudem besage ein Beschluss des Kirchentagspräsidiums aus dem Jahr 1999, dass die Teilnahme von jüdisch-messianische Organisationen grundsätzlich nicht möglich sei. In Übereinstimmung mit dem Rat der EKD und dem Zentralrat der Juden in Deutschland lehne man eine auf Bekehrung zielende „Judenmission“ aus theologischen und historischen Gründen ab. Beim Kirchentag 1999 in Stuttgart wurde der Evangeliumsdienst für Israel, der messianische Gruppen unterstützt, ausgeschlossen mit der Begründung, dass diese Gruppen den christlich-jüdischen Dialog störten.

Ausnahme: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Auch am Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin durfte „Beit Sar Shalom“ nicht teilnehmen, weil „Juden, die ihren Glauben an Jesus Christus missionarisch vertreten, das Verhältnis des Kirchentages zur jüdischen Gemeinde belasten“. Eine Ausnahme bildete der zweite Ökumenische Kirchentag 2010 in München: Aufgrund einer Initiative der bayerischen Landessynode bekamen messianische Juden die Gelegenheit, ihre Anliegen offiziell vorzustellen. Beim Abend der Begegnung zu Beginn des Kirchentreffens präsentierten sich verschiedene Gemeinden mit einem Informationsstand, der auf reges Interesse stieß. Außerdem boten sie ein Konzert mit messianischem Lobpreis. Darüber hinaus fanden in der Münchner Paul-Gerhardt-Kirche Veranstaltungen unter dem Titel „Juden, die an Jesus glauben – zwischen Kirche und Synagoge“ statt, zu denen mehr als 600 Kirchentagsbesucher kamen. Dabei rief der Heidelberger Missionswissenschaftler Theo Sundermeier den Lutherischen Weltbund und den Ökumenischen Rat der Kirchen auf, sich mit dem Phänomen der messianischen Juden auseinanderzusetzen. Es gehe nicht an, dass die Kirchen aus falsch verstandener Rücksicht gegenüber den traditionellen jüdischen Gemeinden den Kontakt mit diesen Glaubensgeschwistern mieden. Nach jüdischer Auffassung verlieren Juden, die an Jesus glauben, ihre Zugehörigkeit zur jüdischen Religionsgemeinschaft; außerdem wird die kirchliche Unterstützung messianischer Juden als eine Form von Judenmission abgelehnt.

Anmerkung: Wenn Schwule Kinder adoptieren wollen, und das nicht dürfen, werden sie beim EUGH geklagt, das wird „Diskriminierung“ genannt. Schwule, Lesben, Familienfeinde, Marxisten, Atheisten, Kindesmörder,…. – ALLE sind als Gäste erwünscht. Die EKD versündigt sich am Volk Gottes, und das nicht das erste mal. Die Führung der EKD ist die neue Vertreterin einer faschistoid geführten gesinnungsdiktatorischen Ideologie.


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8 responses

10 03 2013
anti3anti

Messianische Juden werden vom offiziellen pharisäischen Judentum nicht als Juden anerkannt, vom Christentum wurden sie zu von Anfang an verfolgt.
Die Evangelische Kirche, die ihren Antisemitismus in Form des Antizionismus kaschieren will, lehnt Messianische Juden ab, da diese nicht vom Missionieren von Juden lassen können, was heutzutage in Deutschland als Antisemitismus gehalten wird.

10 03 2013
simolnar

Das ist ja das Erstaunliche. Eine Kirche, welche ihre Existenz auf die Reformation, die (Rück-)Besinnung auf die Bibel begründet, würde selbst den neutestamentlichen Schreibern und der Jüngerschar Jesu den Zutritt verweigern – Paulus, Petrus, Johannes,… alle hätten sie Zutrittsverbot.
In Konsequenz müsste die EKD heute das neue Testament überhaupt glatt verbieten, denn in ihrer Argumentationslogik ist sie antisemitisch.
Durch diese Handlung leugnet sie selbst Jesus, ihre Führer werden damit auch wieder zu religiösen Juden.

19 03 2014
Norbert Weber

Diese Schande wird mit meinem Kirchenaustritt beantwortet und weiter Kündigungen folgen. Diakon Norbert Weber

20 03 2014
anti3anti

Paulus und Jesus sind keine messianische Juden. Paulus ist der erste Christ, der Gründer des Christentums. Er hat sich bewusst vom Judentum entfernt.
Jesus ist ein gewöhnlicher Jude, den Paulus zum Christen, zum Sohn Gottes, erhoben hat.
Das Neue Testament ist antisemitisch, muss antisemitisch sein, um sich vom Judentum abzuheben.

22 03 2014
Norbert Weber

Schrecklich,diese Äußerungen zeigen die geringe Kenntnis des jüdisch-christlichen Glaubens. Paulus feierte bestimmt nicht Weihnachten, sondern das jüdische Chanucca und Ostern genauso wenig.Er hielt an den jüdischen Tradition fest und hielt Passy. So wie es der HERR geboten hatte.
heutige Juden, die sich messianische Juden nennen, zeigen damit die Abgrenzungen von den Christen mit diesen heidnischen Götzendienst und den Christen der Show.
Wer als Christ nicht eingeprägt ist in dem Stamm Davids, ist ohne Saft und Kraft.Der G,TT des Volkes Israel ist und bleibt der Gleiche, ob Erster Bund oder Bund des Kreuzes.
Immer noch kommt das Heil von diesem Volk und die Heidenchristen, als eingepflanzte. Der neue Tempel wird in Jerusalem stehen und nicht im Babylon Rom.

22 03 2014
anti3anti

Paulus konnte Weihnachten und Ostern nicht feiern, da diese Feste noch nicht erfunden waren. Diese Nicht-Feiern widerlegt nicht seine Zugehörigkeit zum Christentum oder seine Abwendung vom Judentum.
Paulus brach die jüdische Tradition an wichtigsten Punkt: die Ablehnung der Beschneidung.

22 03 2014
schreibfreiheit

Ich weiß zwar nicht, ob diese Diskussion sinnvoll ist, denn sinnvoll ist sie nur dann, wenn man bereit ist, bei der Sache zu bleiben.
Zuallererst ist weder Ihre noch meine noch eine dritte Meinung wirklich relevant, sondern das, was die Bibel dazu selbst sagt.
Dass Paulus die Beschneidung ablehnt, ist so auch nicht wahr.

Apostelgeschichte 16:
1 Er kam auch nach Derbe und Lystra; und siehe, dort war ein Jünger mit Namen Timotheus, der Sohn einer jüdischen Frau, die gläubig war, und eines griechischen Vaters.
2 Der hatte einen guten Ruf bei den Brüdern in Lystra und Ikonion.
3 Diesen wollte Paulus mit sich ziehen lassen und er nahm ihn und beschnitt ihn wegen der Juden, die in jener Gegend waren; denn sie wussten alle, dass sein Vater ein Grieche war.

1Kor 7,18: Ist jemand als Beschnittener berufen, der bleibe bei der Beschneidung. Ist jemand als Unbeschnittener berufen, der lasse sich nicht beschneiden.

Man muss bestimmte Spannungen aushalten, wenn man sich mit der Bibel auseinandersetzt. Es ist Vieles nicht genau so oder so. Und man sollte genau recherchieren.

Paulus und den Jüngern das Jude-Sein abzusprechen, hat mit der neutestamentlichen Botschaft nichts zu tun. Das ist vielleicht ihre Meinung, hat aber mit den biblischen Fakten wenig zu tun.

24 03 2014
anti3anti

Zitate sind billig. Paulus hat das Christentum gebracht und dafür gesorgt, dass Christen keine Juden sind. Das heutige Christentum, also der Katholizismus, ist die Religion Paulus‘.
Paulus hat durch seinen Namenswechsel sehr deutlich gemacht, dass er keinen Wert darauf legt, Jude zu sein.
Christen sind keine Juden! Messianische Juden sind Christen, keine Juden. Sie sind darauf spezialisiert, echte Juden zu missionieren.

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