Das geistliche Netzwerk – betet ohne Unterlaß

9 06 2013

Ich habe mir für unser Pfarrblatt einige Gedanken über das Beten gemacht, die ich hier vorstelle:

Im Gebet können wir Jesus Christus erfahren, im Gebet können wir Gott näherkommen, im Gebet können wir miteinander auch über größte Entfernungen in Verbindung bleiben, einander helfen und lieben.

Wie hat Jesus Christus gebetet?

Immer wieder hat er sich in die Einsamkeit und Stille zurückgezogen, z.B. auf einen Berg. Die Nähe Gottes hat er gesucht und hat sich für das Zwiegespräch mit Gott viel Zeit genommen. Gott hat er seinen Vater genannt, und zwar „Abba“, das ist die vertrauliche Anrede, vergleichbar unserem „Papa“. Er hatte zu seinem Vater im Himmel ein sehr inniges Verhältnis. Und in den Abschiedsreden im Johannesevangelium, Kap. 17, 9-26 hat Jesus sehr intensiv für seine Jünger und für alle Glaubenden gebetet.

Wie sollen wir beten?

Jesus sagt z.B. in Joh 14, 14: „Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun.“ Wir sollen also vertrauensvoll beten.
Auf die Frage der Jünger, die ihn für seine innige Verbindung mit seinem „Papa“ im Himmel bewundert haben, hat er ihnen und damit auch uns das Vaterunser gegeben. Und im Vaterunser ist alles enthalten, was für unser Leben wichtig ist.
Der Hl. Paulus empfiehlt: „Sagt Gott, dem Vater, jederzeit Dank für alles im Namen Jesu Christi, unseres Herrn!“ und „Bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott!“

Bitten mit Dank

Viele haben es schon erfahren: Wer in dankbarer Gesinnung betet, dem wird innerer Frieden geschenkt. Die Mühen des Alltags bleiben, aber sie werden erträglicher. Und wie uns sogar eine Statistik beweist, leben dankbare Menschen glücklicher und länger.
Dazu ein konkreter Vorschlag:
Beim Abendgebet überdenken wir den Tag, danken für alle Erfahrungen und Erlebnisse und für alle Menschen, denen wir begegnet sind. Wir überlegen auch, was uns nicht ganz gelungen ist und was wir das nächste Mal besser machen wollen. Für unsere Fehler bitten wir um Verzeihung. Dann denken wir wohlwollend an alle Menschen, die uns nahestehen und empfehlen sie Gott, d.h. wir beten für sie. Wir können sicher sein:
Dieses Gebet wirkt – direkt und indirekt.

Beten für die Mitmenschen – eine erstaunliche Nebenwirkung

Wenn Eltern regelmäßig füreinander und für ihre Kinder beten, werden sie einander im Herzen gut. Und was im Herz ist, das kommt auch nach außen. So werden sie miteinander liebevoller umgehen. Wie viele Ehen könnten dadurch gerettet werden!
Und wenn wir regelmäßig für die Menschen beten, mit denen wir täglich zu tun haben, wird unser Herz zum Guten hin verwandelt. Das Klima um uns herum wird spürbar besser, denn es gilt: Was im Herz ist, das kommt nach außen.

Das Gebet wirkt wie ein geistiges Netzwerk. Wer sich im Gebet mit Gott verbindet, ist gleichzeitig mit allen Menschen guten Willens verbunden. Und er wird Hilfe bekommen, wenn auch nicht immer sofort und oft nicht so, wie er sich das erwartet, denn Gott weiß ja, was wir wirklich brauchen.
Das göttliche Netzwerk schlägt Facebook & Co. um Längen!

Arbeiten wir eifrig in diesem göttlichen Netzwerk mit – 
durch unser Gebet und durch unser Tun – 
und wir alle und mit uns auch die ganze Welt wird besser werden!

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Link zum Pfarrblatt:

http://www.pfarre-gruenburg.at/upload/gb_pfarrblatt_70_20130526_final.pdf


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