Wie Kindertagesstätten eine Nation zerstören können

15 08 2013

von Inge M. Thürkauf

Unter diesem Titel erschien zu Beginn des Jahres 2007 in der Zeitschrift „Medizin und Ideologie“ der Bericht eines schwedischen Vaters über die familiäre Situation in dem wegen seiner Kinder- und Familienpolitik europaweit so hochgepriesenen Wohlfahrtsstaates Schweden. Das Resumée seiner erschütternden Bestandsaufnahme, die er in einem Satz zusammenfasste, lautet: Kindertagesstätten haben sich nach ca. 30jähriger Erfahrung als „das größte soziale und wirtschaftliche Desaster des Jahrhunderts“ entpuppt.

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in Schweden das Konzept „Kindertagesstätten“ von den beiden Nobelpreisträgern Alva und Gunnar Myrdal propagiert, die davon sprachen „eine neue Generation von Menschen zu schaffen, die besser in eine neue Weltordnung passen“ würden. Ihnen wurde auch der Auftrag erteilt, Pläne für „die moderne Familie“ und die Gesellschaft von morgen auszuarbeiten. Immer aggressiver erschienen daraufhin in den hörigen Presseorganen für Mütter demütigende Bezeichnungen wie schwach, dumm, faul, wenig ehrgeizig, die ihren Ruf entwürdigten (der damalige Premierminister Palmes verkündete den Tod der Hausfrau, sein Minister meinte, dass sie ins Museum gehöre), so dass immer mehr Frauen ihr Selbstvertrauen verloren und ihre Rechte und ihre Mütterlichkeit diesem System opferten. Mit der Publikation unter dem Titel „Die Familie der Zukunft: eine sozialistische Politik für die Familie“ legte die Regierung ihren Plan offen. Darin werden Kinder als „Hindernisse für die Emanzipation der modernen Frau“ bezeichnet, und es wird empfohlen, die emotionale, intellektuelle und materielle Entwicklung der Kinder in die Verantwortung des Staates zu legen. Ein gesetzlich verankertes Recht sorgte dafür, dass jedem Kind ab dem sechsten Monat ein Platz in einer öffentlichen Kindertagesstätte zugesichert wurde.

Heute nach 30 Jahren – so der Bericht des schwedischen Vaters – ist die soziale Situation im Land desolat: Gewalt in den Schulen und auf den Straßen, Bedrohung der Lehrer und Eltern, eine bestürzende Zahl an psychisch erkrankten Kindern, und eine erhöhte Selbstmordrate, nicht nur Erwachsener, sondern auch von Kindern, die oft „nicht älter sind als vier, fünf oder sechs Jahre“.

Auch in Deutschland und in den übrigen Ländern der EU wird mit Hinweis auf Schweden dieses „Erfolgsrezept“ flächendeckend propagiert. Auch hier ist das bisherige Ergebnis alles andere als ein Vorzeigemodell. Trotzdem wird es weitergetrieben, das Resultat aber wird dem schwedischen Fiasko gleichen.

Cui bono? – Wem soll es nützen? Die allgemeine ideologische Strömung zielt auf die Zerschlagung der Familie, auf den Zusammenbruch des christlichen Wertefundaments unserer abendländischen Kultur. Es gilt den neuen Menschen zu schaffen, der sich vollkommen einfügen lässt in die von Politikern jeder Farbe immer unverfrorener angepriesene Neue Weltordnung, in der vor allem für die christliche Religion kein Platz vorgesehen ist.


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6 responses

15 08 2013
siwla

Danke Frau Thürkauf!

Wir wundern uns schon die ganze Zeit, warum wir in Deutschland, Österreich und der ganzen EU die schlechte Erfahrungen der Schweden oder der Kommunisten in der Sowjetunion und deren Satellitenstaaten wiederholen müssen.

Und wir machen gute Erfahrungen damit, daß wir diesem Trend Widerstand leisten. Ich kenne mehrere kinderreiche Familien, bei denen die Mutter ganz zuhause bei den Kindern ist, die den Kindergarten wenig und z.T. gar nicht benützen, die Krabbelstuben sowieso nicht.
Die Kinder sind z.T. schon erwachsen und haben ihre eigenen Familien gegründet, sind durchwegs tüchtig und fleißig in ihren Berufen und blicken auf ihre Kindheit dankbar zurück:
„Wir hatten eine schöne Kindheit.“
Und das, obwohl die meisten finanziell nicht gut versorgt waren. Urlaube gab es kaum, teure Kleidung und Spielzeug auch nicht, aber das Wertvollste hatten sie:
Ausreichend Zeit und Zuwendung von Mama und Papa.

Ich mache in meinem Freundes- und Bekanntenkreis Werbung für diese Lebenseinstellung. Z.T. fällt das auf fruchtbaren Boden. Wir bauen ja auf der Natur auf, während die Vertreter der Verstaatlichung der Kinder gegen die Natur arbeiten müssen. Ich habe Kinder oft „MAMA“ schreien gehört, aber noch nie hat eines „Krabbelstube!“ gerufen.

Leider trauen sich viele dann trotz der Einsicht doch nicht, gegen den intensiv beworbenen Trend zu leben. Machen wir ihnen Mut!

Ich habe in diesem Blog mehrere Beiträge in dieser Richtung geschrieben, z.B.:
Geht doch! Kinderreich in Österreich (11 Kinder)
Mutter, Vater und 10 Kinder – in Österreich
Baby und Kleinkind_optimale Entwicklung nur mit MAMA
Mutterbindung beim Kleinkind erhöht die Bildungsfähigkeit
usw.

15 08 2013
Inge M. Thürkauf

Danke für Ihre ermunternden Worte. Dank auch für Ihren eigenen publizistischen Einsatz. Werden wir nicht müde, das Recht des Kindes auf Mama (weiblichen) und Papa (männlichen Geschlechts) einzufordern.
Seien Sie herzlich gegrüßt
Ihre Inge M. Thürkauf

15 08 2013
neuesdeutschesreich

Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

16 08 2013
21 08 2013
nanu

Schade, ich hätte gerne den Bericht des Vaters gelesen.
Dass die Steigerung von Kriminalität, Gewalt und psychische Krankheiten auf den Besuch von Kindertagessstätten zurückgehen sollen, finde ich doch eine etwas gewagte These, für die es keinerlei Beleg gibt. Auch in Österreich und Deutschland gibt es diese Entwicklung, obwohl von den jetzigen jungen und erst recht den älteren Erwachsenen viele ausschließlich zu Hause oder nur wenig in Kindertagesstätten betreut wurden. Wie ist dann die Steigerung von Kriminalität, psychischen Krankheiten etc. in diesen Ländern zu erklären?

18 01 2014
elfenstein

nanu, wenn sie ernsthaft intersessiert sind, dann googeln sie doch, sie werden belege zuhauf finden!
z.B. http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/anna-dahlstroem/vorzeigeland-schweden-eine-familienpolitik-die-kinder-psychisch-krank-macht.html
nicht vergessen: die Wahrheit macht frei!

auch noch Dank an Frau Thürkauf und posthum Ihrem Mann für viel Gutes.

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