Gespräch mit Minister Dr. Mitterlehner zu „FAMILIE“

24 08 2013

am 10. 9. von 16:45 – 18:00 Uhr

Familie ist ein zentrales Thema im Nationalratswahlkampf. Familie zu ermöglichen muss auch außerhalb des Wahlkampfes ein ständiges und vorrangiges politisches Ziel sein. Der amtierende und für Familie zuständige Minister Dr. Reinhold Mitterlehner steht für Fragen zur Verfügung und freut sich über Anregungen und neue Ideen in einem Dialog mit dem Publikum.

Herzliche Einladung zur Diskussion
am 10. September von 16:45 – 18:00
im Stephaniesaal des Churhauses, Stephansplatz 3, 1010 Wien.
Diese Einladung darf gerne weitergeleitet werden.

Es wird kein Vortrag gehalten. Die Forderungen des Ministers sind u.a. hier nachzulesen. Das Publikum ist eingeladen, präzise Wortmeldungen vorzubereiten.

Moderation: Dr. Gudrun Kugler, selbst in Erwartung des vierten Kindes und engagiert im Bereich Familienpolitik.
Um Rückmeldung wird gebeten an hallo@gudrunkugler.at

Im Anschluss freuen wir uns über ein Kennenlernen bei einem Glas Wein!
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Unsere Fragen an Minister Dr. Reinhold Mitterlehner hier:

 

Jedes Kind ist gleich viel wert?

Im Papier Frauenoffensive.at/PDF steht der Satz „…. denn jedes Kind ist gleich viel wert.“ Dieser Satz klingt zwar gut und wird auch von der SPÖ verwendet. Er wird aber in der Praxis und in weiteren Forderungen sowohl der ÖVP-Frauen als auch der SPÖ widerlegt. Daher sollte dieser Satz aus dem Papier entfernt werden, denn:
:arrow: Die Familienbeihilfe ist nach dem Alter der Kinder gestaffelt, und das ist auch sachlich begründet.
:arrow: Das einkommensabhängige Karenzgeld bevorzugt die Kinder von Müttern, die vor der Geburt ihres Kindes ein hohes Einkommen bezogen haben. Man kann das begründen, aber es ist nicht jedes Kind gleich viel wert.
:arrow: Der Steuerfreibetrag von 7.000,– Euro je Elternpaar (richtigerweise sollte es heißen „3.500,– je Elternteil“) bewertet die Kinder von guten Steuerzahlern und von Doppelverdienern höher als die Kinder von Alleinverdienern und von Eltern mit geringem Einkommen. Auch das kann man begründen, aber es ist nicht jedes Kind gleich viel wert.
:arrow: Für Kinder, die in Krabbelstuben, Kindergarten und Horten betreut werden, gibt der Staat ein Vielfaches dessen aus, was er für Kinder ausgibt, die von den Eltern selber betreut werden und die Krabbelstuben nicht benützen, ihr Kind z.B. nur 1 Jahr in den Kindergarten schicken und den Hort nach der Unterrichtszeit nicht verwenden.
:arrow: Darauf folgt: Kinder sind nicht gleich viel wert, weder im Programm, noch in der Praxis!

Benachteiligung der häuslichen Kinderbetreuung – WARUM?

:arrow: Eltern, die ihre Kinder in Krabbelstuben, Kindergarten und Horten betreuen lassen, um, wie es im Schlagwort heißt „Familie und Beruf zu vereinbaren“, erhalten vom Staat massive Förderungen. Das macht pro Kind mehr als 100.000,– Euro aus, wie z.B. auf Schreibfreiheit.at nachzulesen ist.
Dagegen erhalten die Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, fast nichts dafür (geringe Beträge sind Alleinverdienerabsetzbetrag und kleine Förderungen in einzelnen Bundesländern).

Benachteiligung der Mütter bei der Pension – WARUM?

:arrow: Je mehr Kinder eine Frau zur Welt bringt und aufzieht, desto geringer fällt ihre Pension aus, insbesondere dann, wenn sie ihre Kinder selber betreut und die staatliche Kinderbetreuung nicht oder wenig in Anspruch nimmt (s. oben). Die Pensionen werden nach der Erwerbsarbeit berechnet, bezahlt werden sie aber von den inzwischen erwerbstätigen Kindern. Auf diesen Skandal hat auch das deutsche Bündnis RETTET DIE FAMILIE hingewiesen, wie in der Presseaussendung vom 20. August 2013 nachzulesen ist.

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Unsere Meinung/Vorschläge/Forderungen

Verstaatlichung der Kinder – wir wehren uns dagegen!

Pflegegeld für Kinder – gleiches Recht für alle

Wahlfreiheit für Mütter, Mütter sind mündige Bürgerinnen

Kinder aufziehen als Leistung für die Gesellschaft

Eigenpension für Mütter anstatt Witwenpension
Auch das ist zu überlegen. Nicht alles, was die FPÖ vorschlägt, ist schlecht. Gute Ideen sollten übernommen werden, auch wenn sie von einer anderen Partei stammen.
Immerhin verdanken wir auch das Kinderbetreuungsgeld, das endlich Gerechtigkeit unter den Müttern hergestellt hat, zum Teil der FPÖ unter Jörg Haider.


Aktionen

Information

8 responses

24 08 2013
Fritz Börner M.A.

wie Ungleich die Bewertung der Kindererziehung ist erlebe ich mit meiner Gattin (77), die keine Rente bekommt, außer von Beschäftigungszeiten im Ausland. Weil wir unsere vier Kinder selbst erzogen haben und sie mir in meiner geistlichen/seelsorgelichen Arbeit geholfen hat und dadurch keinen Verdienst hatte. Allerdings verlangt der Staat von mir noch Steuern, weil meine Rente höher als 7000,- Euro ist.

24 08 2013
neuesdeutschesreich

Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

24 08 2013
Gassenreh

Bezüglich der angeschnittenen Thematik Kinderbetreuung/Pflegegeld kurze Hinweise auf einige Probleme der Krippenaufbewahrung von Kindern im Alter 0 bis 3 Jahre, zusätzlich zu den hierzulande weitgehend unbekannten Studien (z. B. Prof. Annica Dahlström, Uni Göteborg), welche innerhalb der letzten 15 – 20 Jahre einen Anstieg psychischer Erkrankungen bei schwedischen Mädchen um 1000 Prozent (Depressionen um 500 Prozent; Suizidrate finnischer Mädchen ist die höchste in Europa):
Niemand kann sich an die ersten drei Lebensjahre direkt und konkret erinnern, da dort komplexe Reifungs- und Verschaltungsvorgänge in den Gehirnen ablaufen, in welche nur sehr behutsam eingegriffen werden sollte.
Neben zu erwartender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten. Mangelnde primäre (besonders 0 – 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung. [Auch Migrantenkinder müssen das basale Denken in der jeweiligen Muttersprache beginnen zu lernen].
Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013)

24 08 2013
24 08 2013
Dörflinger André

Man begreife endlich mind. 2 Umstände:
1) Wir leben seit etwa 250 Jahren in keimender EvA-lution > konkret ab 1860 dank des technischen Fortschriffts und Oeffnung der Unis für Frauen, immer eindringlicher nach 1900 (Suffrageten in London, „Endjahrhundertstim-mung“ Paris nach Bismarck & Königin Victoria u.a.) nach den beiden „Bruder-kriegen“ 1919 / 1945, intensivst nach der Entkolonialisierung 1960 –>> kein Ende in Sicht, daher ja auch die unversöhnlichen Fronten mit dem Judaismus > Katholizismus >> Islamismus mit unvorhersehbarem Ausgang.
2) In den Bundesparlamenten aller West-Staaten hocken doch nicht die familienfreundlichen sog. Volksvertreter, sondern mehr-heitlich jene des „Big Biz“, die doch finanziell keine Kinderunterstützung benötigen, da deren Vorstellung der (auch) verstudierten Ehefrau mit fremdbetreuten Einzelkind doch nicht (mehr) deren Weltbild entspricht > „Die Armen haben die Kinder, die Reichen die Rinder“.! Noch immer musste für Sozialanliegen während Jahrzehnten gekämpft werden, so auch hier, bis die Mehrheiten in den Parlamenten in die gerechte Richtung kippen ! Die Einfluss-Reichen wollen eben die nachfolgenden Einkommensschichten nur tropfenweise aufsteigen lassen. In diesem Sinne sind doch unsere „Volksrepubliken“ >
> Demon-, De-Moneten-Kratien > Aktiengesellschaften mit beschränkter Boden-(Volks)Haftung (doppelsinnig). Und…. zusätzlich spielt halt doch auch noch ein gewisser Neid der Auslauf-Generationen mit, die auch diesen > solchen sozialen Fortschrittt nicht kannten. Alles so Argumente, die so niemand direkt auszusprechen sich getraut, bei der Stimmabgabe halt doch „match-„entscheidend sein können.

5 09 2013
Michaela Kiens

Ich werde also mit Förderungen gelockt damit ich mein Kind in die Betreuung gebe, damit ich dann mehr Arbeiten kann und mehr steuern zahlen kann. Wieso sollte man auch eine Mutter fördern die zu Hause bleibt wenn sei dadurch weniger arbeiten kann und dann auch weniger Steuern zahlen kann. So ist das also .. eu Förderungen hin oder her das ist irgendwie ein hinterlistiger Gedanke.

lg, Michaela

7 09 2013
siwla

Ja, tatsächlich hinterlistig.

Die Linken und die Kapitalisten – salopp gesagt – stecken unter einer Decke. ZUM SCHADEN UNSERER KINDER!

Aber noch haben wir die freie Entscheidung!

Mit freundlichen Grüßen

A.W.

31 10 2013
Yvonne Meinhart

Ich finde auch dass die Bewertung der Kindererziehung viel zu ungleich ist. Während meiner Schamanismus Ausbildung habe ich viele kennen gelernt die über genau diese Probleme geklagt haben, ich hoffe das bessert sich in Zukunft!

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