Das Schlimmste an den Wahlen sind die Wähler

27 08 2013

Ach, wie haben wir uns ausgetobt in den letzten Jahren, und sind über unsere Politiker hergezogen, haben sie verbal geprügelt und zurechtgewiesen.

Wir haben ihnen die Schuld gegeben an Verschuldung, Euro-Krise, hohen Steuern, davongaloppierenden Miet- und Lebensmittelpreisen, an dem Zustand der Jugend, deren 25% Analphabeten sind und nicht einmal einen Ausbildungsplatz bekommen beim Lehrherren, weil sie 2 und 2 nicht zusammenrechnen können.

Wir sind wütend über schlecht bezahlte Arbeitsplätze, über sinkende Pensionen oder Renten, wie die Deutschen es sagen. Wir sind empört darüber, dass es Gutverdienende gibt. Wir hassen die Steuerhinterzieher und hetzen die Justiz und die Medien auf sie.

Wir sind wütend über ständig steigende Energiepreise und beschimpfen darob die Energieversorger und deren – zumeist – staatlichen Eigentümerpolitiker.

Wir beklagen uns über Dauerüberwachung und beschimpfen dafür jene Politiker, die für die Sicherheit zu sorgen haben.

Wir beschweren uns über islamische Gewalttäter, über Minarette und die Islamisierung der Gesellschaft, über arabische und türkische Ghettos.

Ja, die Politiker sind Schuld.

Sind sie es? Mir kommen die Zweifel. Noch schlimmer sind die Wähler, welchen ich in den österreichischen und deutschen Debatten zuhören muss.

Wer fordert ständig noch mehr Sozialleistungen, dass sogar dem linken Politiker Gysi die Sprache ins Stocken gerät?

Wer hat seine Kinder abgetrieben und mehr Kinder verhütet, und klagt heute über den demographischen Wandel?

Wer fordert Jahr für Jahr noch mehr Staatshilfe für Nichtleistung? Wer treibt die Politiker mit seinen Forderungen vor sich her?

Wer stimmt für Krippenplätze und Kitas, für welche hunderte millionen an Euros verschleudert werden, um dafür schlechte Betreuung, keine Liebe, null Erziehung, wenig Werte, aber Maximaldosen an Stresshormonen zu bekommen – für ihre Kinder?

Wer liebt und erzieht seine Kinder nicht mehr und wundert sich, dass Lehrer keine Zeit – und keine Kraft – mehr haben für Bildung, weil der ganze Unterricht zum Dauermachtkampf um Positionen verkommt ,die Kinder für’s Leben unfähig gemacht und systematisch zerstört?

Wer muss heute Modestudien gratis absolvieren und jammert dann, dass er schlecht bezahlt wird oder gar keine Arbeit bekommt?

Wer stellt seine Putzfrau schwarz an und pfuscht was das Zeug hält – und empört sich dann über jene, die nur betragsmäßig mehr Steuern hinterziehen?

Wer wird hysterisch wegen Fukushima und hat Angst vor dem Tsunami in Bayern? Wer glaubt jeder Klimahysterie und bereitet dem Politiker den Boden zum Abzocken – um sich danach zu beschweren, dass ineffizient erzeugter Strom das 4-fache kostet? Wer ist der Grund, dass Industriebetriebe das Weite suchen?

Wer schreit ständig nach noch mehr Staatsregulierung und wundert sich dann, dass Arbeitsplätze abwandern, Unternehmer sich hüten, Menschen aufzunehmen, die Arbeitsbedingungen noch schlechter werden?

Die Wähler sind’s, welche nicht mehr in die Kirche gehen, dem Christsein den Rücken gekehrt haben, die Wähler sind’s, die das für die Moslems willkommene Vakuum für einen neue Religion und Wertegemeinschaft gesorgt haben, nicht mehr für ihren christlichen Glauben eingestanden sind und die Kreuze aus den Schulen entfernt haben.

Die Wähler sind’s, die ihre Verantwortung für das Leben abgegeben haben, die Wähler sind’s, die statt „Leistung!“ und „Anstand!“ ‚Verteilung‘ und ‚Enteignung‘ schreien, die Wähler sind’s, welche ihre Freiheit am Altar der Sicherheit und der Totalüberwachung opfern.

Wenn ich mir die Wahldebatten mit Publikum anhöre, dann kommt mir erst recht das Grauen. Was das Publikum redet, ist schlimmer als alles üble Daherlamentieren der Politiker. Diese ständigen Forderungen nach NOCH MEHR vom Staat, welche die Politiker aller Coleurs vor sich hertreiben und sie zu Versprechungen zwingt, die unsere Länder dem Abgrund noch näher bringen, sind – mit Verlaub – zum Kotzen.

Hüte sich ein Politiker, die Wünsche dieser Wählermehrheit zu ignorieren, er wird die Wahl verlieren.

Ja, die Wähler sind’s, die Verdorbenen, welche alles vergessen haben, was ihnen von ihren Eltern und Großeltern gelehrt wurde, von ihren Pfarrern und Priestern, nämlich Anstand, Bescheidenheit, die 10 Gebote, Leistungswille, Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe . Sie töten ihre Nachkommenschaft und schreien nach Brot und Spielen. Sie opfern dafür ihr Sein auf dem Altar des Habens und verachten jene, die noch die Wahrheit sagen und vor dem Abgrund warnen.

Diese Gesellschaft kann wirtschaftlich und ethisch nur scheitern, und nur im freien Fall wird die Erkenntnis kommen, und nur nach dem schmerzhaften Aufprall die mögliche Umkehr. Sie werden noch viele Opfer kosten, diese verkommenen Wähler.

 

 

 

 


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6 responses

27 08 2013
neuesdeutschesreich

Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

28 08 2013
Carolus

Die Wählerbeschimpfung ist zwar anregend zu lesen, trifft aber mMn nicht die Wahrheit.

Wer will uns denn umerziehen zum bindungslosen Konsumsklaven? Wer steckt hinter der Homo- und Gender-Propaganda? Hinter „reproduktiven Frauenrechten“? Hinter der hochgepushten Kleinkinderdeponierung?

Unsere Politiker. Sie sind zwar nur Handlanger von höheren Mächten, aber sie tragen doch die Hauptverantwortung für die heutigen Zustände, daneben die Medien, weiters auch die Hirten.

Wie der Herr, so das G’scherr.

Ich hoffe inständig, dass sich das russisch-ungarische Gegenbeispiel durchsetzt und Schule macht.

28 08 2013
simolnar

Ja, Carolus, richtig! Ich stimme ganz zu! (Siehe meine Blogs…)
Mein „ABER“ lautet: selbst der beste Politiker ist nicht in der Lage, ein aus Rand und Band gekommenes Volk gut zu regieren.
Deshalb einmal eine überspitzte Gegensicht. Auch das Volk ist einmal dran.

30 08 2013
siwla

Unser Musikprofessor sagte immer:
„Ich wünsche mir die Aristokratie, d.h. die Besten sollen herrschen.“
Die Schwierigkeit ist eben, wie die besten gefunden werden sollen.
Etwas anders ist wohl auch wahr:
Einem Volk wird nur 1x in hundert Jahren ein Herrscher geschenkt, der sowohl gescheit und fähig als auch moralisch hochstehend ist.

Was können wir als gewöhnliche Bürger machen?
Mir fällt nur ein: Aufklären, reden, schreiben und – wohl das Wichtigste – beten!

30 08 2013
simolnar

Wohl, ja!

Da fällt mir zum aktuellen Jubiläum „450 Jahre Heidelberger Katechismus“ der Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz als Beispiel eines guten Herrschers ein, welcher allen Menschen – und besonders den Schülern und der Jugend – das Evangelium und die christliche Lehre nahebringen wollte, deshalb er eine Zusammenfassung der wichtigen Punkte der Bibel bestellt.

Zitat:
„Euch hiermit alle und einen jeden besonders gnädiglich und ernstlich ermahnend und befehlend, ihr wollet angeregten Katechismus oder Unterricht um der Ehre Gottes und unserer Untertanen, auch [um] eurer Seelen selbst Nutzen und bestem Willen, dankbar annehmen, auch denselbigen nach ihrem rechten Verstand der Jugend in Schulen und Kirchen, auch sonst auf der Kanzel dem gemeinen Mann fleißig und wohl einbilden, danach lehren, tun und leben. “

Der Katechismus selbst ist ein wohltuendes Kleinod, Geschichte und Text gut nachzulesen bei

http://www.heidelberger-katechismus.net/8261-0-227-50.html

Es wäre gut, würden auch unsere Schüler solch gute ‚Unterlage‘ für’s Leben erhalten – und sich die Lehrer daran halten.

31 08 2013
Abschied von der Demokratie | Kreidfeuer

[…] Meine eigene Gegenposition zu meiner Wählerbeschimpfung von zuletzt: […]

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